Severne Mach 6 Sailrange

  • Wesentliche Neuerung des 6er Mach ist die Reduktion der erhältlichen Segelgrößen auf 1 qm steps von 5.5 bis 8.5, gerechtfertigt durch die erweiterte Windrange des einzelnen Segels. Ich selber habe 6.5 und 7.5, dazu noch ein 8.6er Mach3 und komme bisher sehr gut damit zurecht. In der Tat finde ich die Windrange des Mach6 enorm, besonders, wenn man die jetzt 3 verfügbaren clew-positions reichlich nutzt. Dabei ist, wie ich lernen durfte, die obere Position dazu gekommen, um das Leech für den unteren Windbereich etwas tighter zu machen. Dazu bringt die höhere Luffcurve insgesamt eine etwas höhere Tuchspannung. Ich würde sagen, dass der Trim-Spielraum am Vorliek etwas an Gewicht verloren hat, da ziehe ich eigentlich immer durch, bis die Masttasche gut anliegt, um die Anpassung an die jeweiligen Windverhältnisse im Wesentlichen über die Clew-Position und die Achterliekspannung zu regulieren. Aller Skepsis zum Trotz fehlt mir persönlich im Vergleich also weder das 7.0er, noch die zum Vorgänger fehlenden 0.3 qm in der Butterbrot-Größe 7.5.


    Wer hat noch Erfahrungen mit dem 6er Mach oder Skepsis bezüglich der neuen Größenaufteilung? Freue mich über Feedback!

  • stimme diesem Eindruck voll zu.


    Habe 5.5 / 6.5 / 7.5 und konnte diese schon sehr ausführlich in den letzen drei Wochen in Karpathos testen.


    Allen Segeln gemein ist das sehr stabile und sehr ausbalancierte Fahrgefühl, welches m.E. von dem hervorragenden Flex-Verhalten der Segel kommt. Richtig getrimmt (gem. Vorgabe oder -1cm) flext das Segel extrem harmonisch, da flattert und raschelt nichts, auch nicht am oberen Wind-Limit. Die Segel wirken dadurch auch leichter als die Vorgänger (komme vom Mach4). Das Konzept der 1qm-Abstufung geht meiner Ansicht nach auf, in Kombination mit der grösserer Windrange kommt man gut klar. Hatte wirklich Sorge. dass ich meine geliebten 6.2er und 7.0er vermissen werde. Diese Sorge erwies sich bislang als unbegründet. Die Segel haben insgesamt auch ein deutlich anderes Fahrgefühl, da etwas mehr Power auf der ‚backhand‘ vorhanden ist. Camberrotation ist einwandfrei.


    Mit den Trimmösen am Schothorn habe ich auch etwas experimentiert, fand aber die oberen zumindest bei 6.5 und 7.5 am besten.


    Mit absolutes Lieblingssegel ist das 5.5er, dieses mit RDM Mast ist ein Traum! Full Power ohne irgendwelche Zuckungen (bin es bis 35 knoten gefahren, was noch lange nicht das Limit zu sein scheint) , gepaart mit einem extrem leichten Handling. Das Segel fühlt sich dadurch deutlich kleiner an.


    Insgesamt stellt das Mach6 eine grossen Sprung in der Segelentwicklung dar, den ich so nicht mehr für möglich gehalten hätte.

    Bin schon gespannt vor allem das 5.5er mal richtig in La Palme auf dem Speedboard fliegen zu lassen!

  • Hoert sich genial an. Ich fahre "nur" die M2/M3 Vverdrives, noch mit 0.8m2 Abstand und finde den Segelrange schon genial.

    Da kann ich ein 7.8er bei 15kn fahren, und auch bei phasenweise 25kn bin ich noch Herr der Lage (und des Segels).

    Wenn da die Mach M6 nochmal deutlich zugelegt haben, macht eine 1m2 Abstufung wirklich Sinn.


    Finde ich auch von Severne gut - immerhin verlieren sie da ja potentiell Geschaeft, da man ein Segel weniger braucht, um den Range von 5.5 - 8.5 abzudecken (5.5, 6.5, 7.5, 8.5 vs frueher 5.5, 6.2, 7.0, 7.8, 8.6)


    Ich brauche noch ein 5.5er Segel und hatte eigentliche in gebrauchtes Overdrive im Kopf fuer mein neues iSonic 63. Die Overdrives werden ja nicht weitergefuehrt und die Turbos+Overdrives durch Moto ersetzt. Auf Grund eures feedbacks ueberlege ich mir doch ein Mach 6 5.5.


    Mast habe ich einen 400er blueline RDM - ist nicht top aber muss reichen.


    Ich bin bei Segelgroesse 5.5 hier im 1.5m chop unterwegs - habt ihr ein Mach 6 unter solchen Bedingungen schon mal probiert?


    lg

    mariachi76

  • habt ihr ein Mach 6 unter solchen Bedingungen schon mal probiert?

    im sommer auf fuerte waren in sotavento nicht selten solche bedingungen, gepaart mit reichlich windwelle, einfach super gnarly, mir deutlich zu heftig, noch nen tuck mehr als bei den letzten pwa-slalom-tagen. ich selber hatte definitiv nicht das bedürfnis, das mit nem noch kleineren race-segel zu probieren und es war an diesen tagen auch niemand mehr mit race-material draussen. ich bin dann lieber an den speed-strip in matas blancas ausgewichen, und das liess sich dann auch mit nem entsprechend getrimten 6.5 er noch ziemlich ok fahren. für mich persönlich ist bei windstärken, bei denen ich mit dem 6.5er am ende meiner leistungsfähigkeit ankomme, einfach schluss mit slalom-style. ist ja aber alles auch im wesentlich frage der persönlichen vorlieben. mir anschauen, wie die pwa girls'n'boys bei solchen bedingungen fully stacked on the edge über das downwind-leg brettern tu ich allerdings sehr gerne ;)

    Mast habe ich einen 400er blueline RDM - ist nicht top aber muss reichen.

    hab schon einige stimmen gehört, die blueline (oder apex non-pro) zunächst als fallback, für flugreisen o.ä. in den machs genutzt haben und dann dabei geblieben sind ;)


    on a sidenote: ich habe bei meinem wiedereinstieg ins windsurfen vor 3 jahren (nach über 15 jähriger pause) mit den overdrives (M3 und M4) angefangen und bin inzwischen zum mach gewechselt. auch wenn severne die overdrives zusammen mit den machs in der kategorie "race" laufen lässt, würde ich den unterschied zwischen den beiden segellinien doch als sehr erheblich bezeichnen. die stabilität und das "locked in" feeling der full-on race segel sind noch einmal ein enormes stück höher als bei den overdrives, wobei die zugänglichkeit und abrufbarkeit der leistung auch für Ü30 nicht-hochleistungssportler beim mach 6 schon sehr beglückend ist. es liegt schon noch etwas mehr zwischen OD und mach als ein paar prozent masttaschenbreite und ein camber, so wie es severne suggeriert. physischer und fordernder ist das handling imho aber trotzdem.

  • ich finde in diesem Video kann man ganz gut sehen, was ich versucht habe zu beschreiben. Super Flexdynamik, ohne Flattern und Rascheln.

    Und das ganz gut angepowert…


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  • Ja, ist da echt gut zu sehen aus der perspektive.

    Ich bin noch nie ein Mach gefahren - immer nur die Overdrives. Der Vergleich wuerde mich echt interessieren.


    Wobei ich heute wieder draussen war - Wind war nur ca. 14kn angesagt und ich habe ein 8.6er M3 Overdrive mit Apex pro Mast aufgeriggt, das ganze auf nem iSonic 72. Nach ner Stunde war weit draussen der Grund wind dann 17 kn, immer wieder mit Boen um die 22kn (gemessen am Flughafen ca. 1km entfernt). Das ganze bei 0.8m chop...

    Wenn so eine Boe dann ins Segel geknallt ist, wars schon echt grenzwertig, da konnte ich dann mit meinen 82kg beim chop das Brett manchmal kaum mehr im Wasser halten. Trotzdem, allein schon das Overdrive hat echt einen irren Windrange. Das 8.6 kann ich eigentlich von 12-20kn fahren. Und wie immer - es macht irre Spass, so ueberpowert zu fahren :-)


    lg

    mariachi76

  • Ich denke beim Video spielt auch der doch eher ziemlich tiefe Kurs eine Rolle


    - hoch am Wind flattert/raschelt es bei jedem Segel früher im überpowerten Top.

    das mag sein, irgendwann raschelt jedes Segel, aus meiner Erfahrung heraus tut es das Mach6 deutlich (!) weniger und spaeter, das Video bestaetigt das Schau dir mal anderer Racesegel bei Überpower an

  • Ich habe Overdrives und Mach 2, und finde das Mach 2 im Chop bei böigen Bedingungen auf Grund des recht harten Feelings nicht sogut wie das Overdrive was die Kontrolle angeht. Ist denn die Mach Serie mittlerweile etwas softer geworden?

  • softer wuerde ich nicht sagen. finde die Segel aufgrund der Charakteristik eher physisch fordernder. Power ohne Ende und mehr Zug auf der hinteren Hand.


    Auch das das 6.5 jetzt auf einen SDM Mast setzt, machts anspruchsvoller. (6.2er mit RDM war ein Traum)


    Was allerdings hilft ist die beschriebene, überragende Flexdynamik. Das Segel macht deutlich weniger Zicken, geht aber massiver nach vorne.