Für mich war immer klar,daß der Abriß der Strömung an der Nase auf Luv erfolgt.Wenn ich anluve, oder Spitze Nase ,beides macht den Abriß früher möglich.Warum kann die Strömung nicht mehr dem Profil folgen?
Hm, wenn das tatsächlich so ist, dann ist es ein Argument für Kavitation als Auslöser für eine gewisse Art von Spinout. Ich habe nicht gedacht, das die Geschwindigkeit der Finne gegenüber dem Medium und die damit zusammenhängende Druckdifferenz ausreicht, um den Dampfdruck des Wassers zu unterschreiten. Aber falls Wolfgang recht hat (wovon ich ausgehe !), dann ist bei diesem Spinout nicht ein Strömungsabriss der Anfang, sondern Dampfblasen. Die NICHT durch Luftblasen im Wasser durch Turbulenz oder andere Effekte entstehen, sondern wie durch Zauberei einfach so - nur ausgelöst durch den rasant verringerten Druck !
Die Dampfblasen entstehen an der Stelle, an der der Druckgradient am größten ist - bezogen auf das Thema scharfe/stumpfere Nase bedeutet es, das die Geschwindigkeits- und damit Druckänderungen um die Finne je nach Profil unterschiedliche Formen haben. Und Wolfgangs Beobachtung sprich dafür, das die Druckänderungen bei scharfen Nase schneller so groß werden, das tatsächlich Kavitation auftritt. Und wenn das erstmal passiert, nimmt das Drama seinen Lauf. Die Dampfblasen sorgen für eine deutliche Veränderung der Druck- und damit Auftriebsverhältnisse und das Drama nimmt seinen Lauf.
Hier gibt es ein paar Hinweise, das wir uns in Geschwindigkeitsbereichen bewegen, in denen das Problem bereits eine grosse Rolle spielt:
http://www.presseportal.de/pm/7861/131852…ut-delfinen-weh
Die Konkaven haben sicher noch andere Effekte, die bei der Kavitation vielleicht auch noch eine Rolle spielen. Aber die Nasenform hat vermutlich in diesem Punkt den größeren Einfluss.
Siehe zum Vergleich auch hier:
http://www.superkavitation.de/69grenzkavitation.htm
In dem Experiment wird die Hülle aus Kavitationsblasen durch eine spezielle Nasenform erzeugt. Aber erst bei ca. 70m/s.
Also Wolfgang: die Stürze von MvM in Lüderitz (darüber weiß ich leider gar nichts) könnten durchaus mit der Finne und damit auch mit der Profilform zu tun haben. Vielleicht auch mit Kavitation.
Erst die Konkave in Lee hat die Probleme beseitigt,da die Strömung hinter der Finne relativ gerade bleibt.
Wolfgang, Du hast versucht, mit den Konkaven der Strömung an der Finne eine andere Richtung zu geben und damit intuitiv das richtige getan. Aber die Richtungsänderung der Strömung hinter der Finne durch 'sozusagen geradebiegen' ist nicht hauptsächlich dafür verantwortlich, das die Finnen besser funktionieren.
Die Finnen mit Konkaven erzeugen eine anderes Auftriebsprofil, ermöglichen einen anderen Anstellwinkel und erzeugen kleinere Wirbel mit einer andern Form. Deshalb sieht es so aus, als wäre die Strömung weit hinter fer Finne gerader. Ist sie auch, aber im wesentlichen dadurch, das die grossen Wirbel einer symmetrisch profilierten Finne in kleinere aufgeteilt werden, die ganz anders rotieren. (immer gleiche Outline vorausgesetzt)