Sandwichmaterialien...mal wieder

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  • auch ;), aber Deine Frage wurde dennoch beantwortet ;)


    Laminat-Kernlage-Laminat ist ein Sandwich (aussen)

    Bottom-Kern-Deck ist ein Sandwich (gesamt) - sollte zumindest eines sein ;)

    Somit besteht ein Sandwich-Board genau genommen aus einem großen Sandwich, dessen Außenlagen jeweils von einem kleinen Sandwich gebildet werden.


    Gesamtsteifikeit des Boards hängt überwiegend von seiner Dicke und der Reissfestigkeit/Dehnbarkeit seiner Aussenlagen ab und davon, wie gleichbleibend der Kern/ergo dessen Druck-/Zugfestigkeit diese Aussenlagen auf gleichem Abstand hält.

    Beispiel: Ein Doppel-T-Träger taugt nichts, wenn der Mittelsteg aus Styro s´tatt aus Stahl wäre ^^, er ist weich, weil sich beide Aussenlagen weitgehend unabhängig voneinander bewegen/biegen können.

    Da sehe ich ein Hohlboard prinzipiell eher im Vorteil, weil die Carbon-Stringer/Spanten diesen Job besser machen als Styro.

    Deswegen mache ich mir auch über die Gesamt-Biegesteifigkeit in dem Fall überhaupt keine Gedanken :P

    Wäre der Kern eines Boards deutlich druckfester als Styro, würde man zur Erhöhung der Gesamt-Biegesteifigkeit des Boards gar kein Außensandwich benötigen.

    Deswegen hat man ja auch in der Pre-Sandwich-Ära mehr Stringer verbaut.

    Wo liegt der optimale Kompromiss? Ich denke ernsthaft, dass ein massiv gestringertes Board z.B. im 10x10 cm-Raster mit dafür stärkerer Mono-Aussenhülle Vorteile haben könnte :/ Natürlich keine Holzstringer wie früher, eher ein Raster aus UD-Carbon, also eine Art Maxi-Carbonwabe aus UD-Carbon senkrecht zwischen Bottom und Deck. Holz wäre da wohl zu schwer.


    Aber ein derartiges Board wäre industriell kaum herzustellen und das Shapen eines derartigen Kerns dürfte auch nicht lustig sein :/



    Die Steifigkeit im kleineren Bereich (Beulsteifigkeit) hängt überwiegend von der Biegesteifigkeit des (kleinen) Außensandwichs (mit im kleinen Maßstab gleichen Gesetzen wie oben) ab, aber auch etwas von der Druckfestigkeit des Kermaterials darunter, das den Druck aufnimmt und verteilt. Beim konventionellen Sandwichbau ist das Styro, beim Hohlbau eben abwechselnd Luft und Stringer/Spanten. Hier sehe ich das Problem beim Hohlbau im Bereich zwischen den Stringern und Spanten. Da unterstützt kein wenn auch noch so weicher Kern, weshalb ich das Außensandwich auch biegesteifer auslege als üblich, deshalb die 6mm Roha. Sonst kommt zu viel Bewegung in die Sache was mittelfristig zur Delamination führt. Damit versagt dann das Sandwich und die Kettenreaktion geht los. ;(


    Wenn das Kernmateial im kleinen Außensandwich zu weich ist, kann sich die äußere Decklage weitgehend unabhängig von der inneren bewegen, also wieder Delamination.;(


    Für die Durchstich-Resistenz dürfte ganz überwiegend die Außenlage selbst entscheidend sein, da dürften Boards ohne Sandwich, dafür dickerem Außenlaminat, im Vorteil sein (bei gleichen Materialien).


    Man muss also wohl grob zwischen 3 Belastungsfällen unterscheiden:


    - Gesamtsteifigkeit Board

    - Beulsteifigkeit Oberfläche

    - Durchstichfestigkeit Außenhaut

  • Deswegen hat man ja auch in der Pre-Sandwich-Ära mehr Stringer verbaut.

    Wo liegt der optimale Kompromiss? Ich denke ernsthaft, dass ein massiv gestringertes Board z.B. im 10x10 cm-Raster mit dafür stärkerer Mono-Aussenhülle Vorteile haben könnte :/ Natürlich keine Holzstringer wie früher, eher ein Raster aus UD-Carbon, also eine Art Maxi-Carbonwabe aus UD-Carbon senkrecht zwischen Bottom und Deck. Holz wäre da wohl zu schwer.

    In der pre-sandwich Ära hat man Stringer verbaut um die Bretter besser shapen zu können. Die haben es denn verkauft als wäre es stabiler. Die Stringer, wie auch heute noch in Wellenreiter, nutzen aber außer zum shapen eigentlich gar nichts. Holz ist weicher als Glas, die werden also erst belastet wenn das Laminat schon gebrochen ist. Da haben wir es wieder, die Zusammenarbeit (E-modul) von Materialien. Das Laminat ist ja auch weiter außen und wird also mehr belastet. Es wäre besser das Gewicht als Laminat einzusetzen.

    Auch in ein Hohlbrett sollten die Stringer da sein zum Abstand halten wo Senkrechte Kräfte auftreten, nicht wirklich für die Biegefestigkeit. Die gesamte Rails übertragen schon das großte Teil der Abschiebekräfte. Und nach unsere Berechnungen tut EPS das mindestens genauso gut als Abstandhalter. Der gesamte Biegefestigkeit von ein Brett ist auch nicht so wichtig. Wenn das Brett etwas flexen kann, dämpft das auch die Spitzenkräfte.