OK - damit wird klarer, worum es geht. Die Surf hatte vor vielen Jahren (in den 80igern) auch mal einen Beitrag, in dem es um Kavitation auf der Unterdruckseite von Finnen ging. Bei sehr hohen Geschwindigkeiten kann der Unterdruck an Strömungsprofilen tatsächlich so gering werden, daß das Wasser bei z.B. 20°C spontan in Blasen verdampft. Bei Schiffspropellern (Schiffsschrauben) und Turbinen gab es diesen Effekt auch, wobei beim Zusammenbrechen der Kavitationsblasen soviel Energie freigesetzt wird, daß die Oberfläche (der Schiffsschraube) beschädigt wurde, was letztlich die Lebensdauer der Schraube reduziert.
Ich bin nicht mehr im Thema und kann nicht sagen, ob man mit Computerberechnung die Profile inzwischen soweit optimiert hat, daß Kavitation nicht mehr unkalkuliert auftritt.
Bei der hier angesprochenen Kavitationsfinne scheint mir das Prinzip darin zu liegen, daß durch geringfügige Zufuhr von Luft (durch die Finne mit Auslaßöffnungen) im Hochgeschwindigkeitsbereich verhindet wird, daß der Unterdruck an der jeweiligen Unterdruckseite so weit abfällt, daß Kavitation auftritt. Die Finne bricht also im kritschen Geschwindigkeitsbereich nicht spontan und komplett aus.
Ob das außerhalb der Highspeed-Kanäle und Weltrekord-Wettbewerbe einen wesentlichen Vorteil bringt, wage ich zu bezweifeln, denn in kabbeligem Wasser und/oder im Weisswasser von großen Wellen ist die Strömung an den Finnen ohnehin nicht homogen.
Mangels eigener Erfahrungswerte im Windsurf-High-Speed-Bereich kann ich in der Einschätzung aber auch daneben liegen.
Weitere Infos zu der Kavitationsfinne wären auf jeden Fall von Interesse.