Posts by Nico_GER7

    Natürlich ist ein stabiles Profil wichtig, aber bestimmt letztlich wenig über das Top-Speed Potenzial. Wenn das Segel nicht twistet, wird man immer in eine Wand fahren - und das V8 twistet weniger als das Speedster.
    Komische Beschreibung auf der Website - alle Verantwortlichen haben mir es so erklärt, wie von mir beschrieben.

    Moin! :) Das ist nicht ganz richtig, denn das V8 hat weniger Top-Speed und damit Race-Potenzial als das Speedster. Das Speedster war also ohnehin schon näher am EVO dran. Es wird immer gerne davon ausgegangen, dass Camber=Race/Schnell bedeutet, aber in erster Linie geht es dabei um Profi-Stabilität. Die Stärke vom V8 liegt im einfachen Angleiten und "Cruiser". Von Freerace nach Race sortiert wäre es also: V8, Speedster, Speedster EVO, Racing EVO.
    Wie auch immer... das Segel ist echt nice! :-D

    Viele Grüße!

    Perfekt, dann stimmen wir ja quasi in fast allem überein. Video ist ja absolut nicht gegen das Windfoilen oder die PWA, sondern über die Gründe, warum ich dieses Mal nicht so viel Zeit rein investieren konnte (Verletzung und Fokus auf Finne).


    Fragen ohnehin schon viele nach, warum es hier nicht so läuft. Die Transparenz ist mir wichtig und ich benenne Dinge lieber so wie es ist. Würde ich mir allgemein von Leuten in einer derartigen Position wünschen.

    Stell dir mal vor, Jugendliche gehen ins PWA Foilen, weil sie denken, dass es eine lukrative Karriere ist - und finden dann später heraus, dass es nicht so ist.

    Die PWA Windfoil ist halt einfach keine Karriereoption mehr, sondern ein Hobby für die allermeisten. Schade für den Profisport, aber ja auch völlig in Ordnung, solange es interessierte gibt.

    Und trotzdem bin ich hier und trete an - wohl wissend, dass es nicht so gut laufen wird. 😅


    Wenn dem Amt diese Art von Transparenz im Weg steht, dann verzichte ich lieber auf das Amt.


    Danke für den Diskurs.

    Alles gute 🤙



    Ist ja nicht gegen das Foilen im Allgemeinen, aber wenn man im Fahrerlager mal rumfragt, arbeiten die meisten an etwas anderem, um sich den Spaß zu finanzieren. Das ist also ein richtig cooles Hobby.

    Anfangs war das natürlich ganz anders - ein riesen Hype und fast alle Rennen auf dem Foil. Mehrere Jahre lange sind meine Finnen-Boards “verstaubt”.


    Ich habe mich voll und ganz dem Windsurfen verschrieben - Videos, Partner, Clinics, Produkte usw. - da muss ich mich täglich entscheiden in was ich meine Zeit am besten investiere. Foilen ist da aktuell einfach nicht so gefragt wie Finne und vor allem, das drum herum, womit ich mir das Racen erlauben kann. Heißt ja auch nicht, dass es immer so sein wird - ist ja nur mal eine “Momentaufnahme”. Und bei den Jungs, die teilweise nur foilen wird man dann halt schnell durchgereicht.

    Bei dieser ganzen Aktion mit Phantom kann einem echt nur die Kinnlade herunterfallen.

    Finde gut, dass die meisten hier das Statement als das lesen, was es ist: sich selbst im besten Licht darstellen und andere beschuldigen.

    Wenn man den ROI (so wie es gesagt wird) nicht sieht, könnte man ja auch mal auf die Idee kommen, sich vorher zurückzuziehen, anstatt so zu tun, als ob man die Fees zahlen wird und die Plattform weiter nutzt. Zwingt einen ja keiner zu.

    Leider haben wir mit der PWA zu viel Vertrauensvorschuss gegeben und sind sicher auch im großen Personalkarussell in den letzten Jahren etwas untergegangen. Daher jetzt die Konsequenz, dass sie suspendiert werden (und nicht, wie sie es behaupten, dass sie sich zurückziehen ?). Allein die Wortwahl sagt ja schon alles, was man über das Ego wissen muss. Dazu noch, dass alle Kommentare der PWA Fahrer unter den Beiträgen gelöscht und dass PWA Offizielle beleidigt werden – das fühlt sich schon alles sehr bitter an.


    Na klar können wir darüber reden, wie gut oder schlecht die Arbeit der PWA ist. Auch wir hätten alle gerne die Gelder von TV Rechten an Mitglieder ausgezahlt. Allerdings weiß man als Brand vorher, dass es nicht so ist. Sich das Geld einzubehalten (es vermutlich anders zu nutzen) und trotzdem den Service der PWA zu nutzen – zumal es für keine andere Brand aktuell leicht ist – ist einfach nur dreist. Gut, dass der Strich nun endlich gezogen wurde.


    Gleichzeitig muss die PWA natürlich schauen, dass der Mehrwert gegeben ist. Die Basisgebühr liegt aktuell bei 1500 € (dazu kommen ergebnisgebundene Gebühren, sodass Brands mit viel Aufmerksamkeit mehr zahlen und kleinere Brands eine niedrigere Barriere für den Einstieg haben).

    Für diese Gebühr kann die Brand das gesamte Videomaterial und Fotos nutzen (allein das zahlt sich für die meisten Brands schon aus), bekommt Reichweite über etwaige Kanäle und hat natürlich ein Wahlrecht für deren Repräsentanten im Management Board.

    Mit den Gebühren werden vor allem laufende Kosten gedeckt. Seit den Neueinstellungen Anfang des Jahres konnten aber schon viele laufende Kosten optimiert werden, weshalb immer mehr Gebühreneinnahmen auch dafür genutzt werden, dass die (leider nicht so vielen) Wettkämpfe überhaupt stattfinden.

    Viele der aktuellen Veranstalter drücken das Budget Jahr für Jahr, während die PWA versucht, die Standards beizubehalten, um Wettkämpfe mit den besten Judges und Wettkampfleitern, angemessenen Preisgeldern und gewissem Media Output zu garantieren.

    Wir könnten auch zehn Slalom PWAs haben, aber leider dann ohne Stream und Preisgelder, sodass es noch weniger zu einer Profi Veranstaltung wird, was es leider schon kaum noch ist. Das ist eine schwierige Balance und wird auch intern immer wieder diskutiert. Wo ist der beste Mix aus Qualität und Quantität? Mit den PWA Youth Events wurde nun schon mal ein wichtiger Schritt in Richtung Nachwuchs gesetzt. Das Ziel ist es auch, Events und Wettkämpfe zu veranstalten, bei denen Amateure mit dabei sein können. Und natürlich ist auch das ewige Thema der Tour und PWA Sponsoren nicht vom Tisch. Alles Träume, an denen das PWA Team teils freiwillig, teils für wahrscheinlich zu niedrige Gehälter arbeitet, weil sie den Sport lieben.


    Am Ende kann man sich natürlich immer leicht beschweren, aber ich bin froh, dass es diese Organisation noch gibt und eine Plattform ist, bei der die Interessen der Brands zusammenkommen. Denn genau das ist es am Ende: ein Zusammenschluss der Brands und der Athleten.


    Ich habe mich im Übrigen Anfang des Jahres aus meinem Posten im Vorsitz des Management Boards zurückgezogen. Der Personalwechsel war das Wichtigste, um die PWA am Leben zu erhalten und langfristig nach vorne zu treiben. Ich bin froh, dass ich dazu beitragen konnte, aber auch froh, dass ich diese Position (die ich eigentlich in diesem Alter nie haben wollte) abgeben konnte. Das macht jetzt Dieter van der Eyken. Als Präsident repräsentiere ich weiterhin die Fahrer, Brands und Angestellten gegenüber der Presse, den Medien, den Zuschauern oder Partnern.


    Danke für den Beitrag! Vielleicht kann ich ein paar Fragen direkt beantworten:


    • Ja, die Finne wurde gemeinsam mit Phil Carbon entwickelt, und er produziert sie in Frankreich.
    • Die aktuellen Finnengrößen reichen von 28 bis 40 cm. Für alles darüber hinaus benötigen wir eine neue Form, an der wir gerade arbeiten.
    • Die Finnen passen natürlich nicht in jeden Finnenkasten perfekt. Das liegt aber eher daran, dass die Finnenkästen minimal varriieren.
    • Ja, die Finnen können ein paar Pinholes im Kopf haben. Bei dem soliden Kopf ist das kein Problem.
    • Nein, die Finne ist nicht teurer, weil Phil bei gleichem Preis keine Finnen verkaufen würde.
    • Zur Einordnung: Phil hat ChopperFins bisher als Lizenzprodukt produziert (es ist bislang nicht seine eigene Marke) und hat großes Interesse daran, das NP7-Projekt erfolgreich umzusetzen. Die Zusammenarbeit macht uns beiden Spaß. Wir haben das Design gemeinsam entwickelt, und es gehört uns jeweils zur Hälfte (50/50).
    • Je nach Größe liegt der Preis etwa 20 € über dem der Chopper-Finnen, die, wie hier bereits erwähnt, durch den Carbon-Kopf gegenüber anderen Marken herausstechen. Chopper wird größtenteils auf Bestellung angeboten. Sie war nur sehr selten auf Lager, wodurch es zu langen Wartezeiten kam. Wie bei fast allen Performance-Finnenmarken. Mit dem Vertrieb über Surfcenter möchten wir erreichen, dass die Finnen zukünftig (auch wenn das anfangs schwierig ist) lagernd verfügbar sind und somit direkt verschickt werden können. Die Vorfinanzierung der Ware muss natürlich im Preis berücksichtigt werden. Klar ist auch: Die Stückzahlen bestimmen maßgeblich den Preis, da Formen, Werkzeuge und Entwicklungskosten amortisiert werden müssen. Für die ersten 100 Finnen gibt es zudem eine schöne Box mit Inlet und wir legen großen Wert darauf Fragen und Probleme schnell zu beantworten. Dementsprechend sind die Margen – zumindest anfangs – eher knapp kalkuliert.
    • Möchte ich schlussendlich etwas dran verdienen? Ja, das hoffe ich zumindest. In ferner Zukunft möchte ich u.a. damit weiter Projekte und Videos unterstützen. Wenns aber wirklich nur ums Geld verdienen geht, würde ich mich wahrscheinlich in etwas anderem ausleben. Entsprechend freue ich mich einfach sehr daran meine eigene Finne zu entwickeln :)
    • Nein, die Finne ist keine Chopper. Wir haben ein eigenes Profil, eine eigene Outline und ein eigenes Lay-up entwickelt. Meine besten ChopperFins, die ich über die Jahre gesammelt habe, dienten als Referenz für die Tests – und die NP7-Finnen mussten (und haben) in allen Aspekten besser performen als die Chopper.


    Ich hoffe ich konnte etwas Klarheit schaffen.
    Viele Grüße!

    Mit dem Input von Svein habe ich alle Abteilungen im Windsurfen geleitet.

    Entwicklung, Verkauf, Marketing, Logistik, Einkauf usw. Für einen Teil davon übersieht es die Direktion der Gruppe selbst, sodass Logistik und Einkauf nur zum Teil mein Aufgabenfeld waren. Wenn aber Zahlen nicht stimmen, muss der Verantwortliche die Erklärung dafür haben. :)
    Vielleicht ein Thema für einen anderen Thread.

    Mei, jeder muss mit irgendwas Geld verdienen, evtl will er mehr surfen und nicht in Asien hocken und qualitativ oder alternativ lose bretter bauen? :D

    Die Starboard Crew ist cool, aber das Leben dort hat mir nicht gefallen. Man lernt eben auch seine Heimat zu schätzen. ^^

    Achtung. Wie von mir gewohnt, kommt jetzt eine lange Rede mit wenig Sinn. Das seid ihr von einem Forum höchstwahrscheinlich absolut gar nicht gewohnt.


    Jetzt vielleicht einmal kurz ernst. Ich stelle mich ja gerne jeglicher Kritik - sofern begründet. Über den rest kann ich mich dann auch mal amüsieren.

    Es gibt auch viele YouTuber, denen ich nicht gerne zusehe oder -höre. Aber genau das ist dann auch das, was ich tue: nicht ansehen.

    Und dennoch habe ich meist Respekt vor deren Arbeit. Wenn ich sie kritisiere, nur weil es mir nicht gefällt, reflektiere ich wahrscheinlich meine eigene Probleme.


    Im übrigen ist der erste Satz, den ich in die Kamera spreche, dass ich meine Position bei Starboard niederlege. Mein selbst angepinnter Kommentar unter dem Video erzählt das gleiche im zweiten Satz. Das Video ist in Kapitelunterteilt, eines davon: I left Starboard.

    Clickbait ist, wenn man im Titel und Thumbnail etwas zeigt oder erwähnt, was nicht im Video wiederzufinden ist. Clickbaiting ist langfristig übrigens ziemlich schlecht, da die Zuschauerschaft relativ schnell versteht, dass das Vorschaubild nicht dem Inhalt entspricht. Daher versuche ich das ganze relativ Realitätsnah zu gestalten. Dass man aber das Thumbnail so gestaltet, dass möglichst viele Leute drauf klicken, liegt aber auch irgendwie in der Natur der Sache. Es geht viel Arbeit in die Videos und da möchte man natürlich auch, dass es möglichst viele Leute sehen.


    Nun aber zum eigentlichen Thema.

    Vor zwei Jahren hat Svein Rasmussen bei mir angerufen und gefragt, ob ich der Brand Manager (in der Windsurf-Welt heißen so die "Brand Directors") für Starboard Windsurfen werden möchte. Also: Endverantwortlich für Gewinn und Umsatz.

    Von Anfang an war für beide Seiten klar, dass ich weiterhin Videos machen und Wettkämpfe fahren werde. In Realität war das für eine Weile machbar, aber der Druck seitens des Unternehmens ist größer geworden. Für mich war immer klar, dass ich weiterhin YouTube und Wettkämpfe machen werde. Gegen Ende des zweiten Jahres blieb dann kein Privatleben mehr. Ich hatte keine Zeit mich gedanklich zu sammeln, auf Dinge zu konzentrieren und so voranzutreiben wie ich es gerne wollte. Eine Entscheidung musste her und diese fiel eben gegen Starboard. Die Gründe dafür erkläre ich im Video.

    Mit meinem Hintergrund der letzten Jahre möchte ich nochmal eine kleine Einsicht geben und betonen, dass ich von dem leitenden Innovations-Gedanken bei Starboard wirklich beeindruckt bin. Es wird viel in das Produkt investiert und man lebt den Sport. Alles was ich in den letzten zwei Jahren zu den Boards gesagt oder geschrieben habe, würde ich nach meinem "Abgang" auch genau so sagen.


    Wie es in Zukunft weitergeht, möchte ich noch offen lassen. Ich habe schließlich nie behauptet, dass ich das hier bekanntgeben möchte ^^ .
    Außer, dass ich seit sieben Jahren NeilPryde fahre (selbst dann, als sie mich in meinem ersten Jahr bei Starboard nicht unterstützt haben) und weiterhin dort bleiben werde.

    Freut mich, dass sich einige von Euch für meinen Werdegang interessieren.
    Much love,
    Nico :)