Bei dieser ganzen Aktion mit Phantom kann einem echt nur die Kinnlade herunterfallen.
Finde gut, dass die meisten hier das Statement als das lesen, was es ist: sich selbst im besten Licht darstellen und andere beschuldigen.
Wenn man den ROI (so wie es gesagt wird) nicht sieht, könnte man ja auch mal auf die Idee kommen, sich vorher zurückzuziehen, anstatt so zu tun, als ob man die Fees zahlen wird und die Plattform weiter nutzt. Zwingt einen ja keiner zu.
Leider haben wir mit der PWA zu viel Vertrauensvorschuss gegeben und sind sicher auch im großen Personalkarussell in den letzten Jahren etwas untergegangen. Daher jetzt die Konsequenz, dass sie suspendiert werden (und nicht, wie sie es behaupten, dass sie sich zurückziehen ?). Allein die Wortwahl sagt ja schon alles, was man über das Ego wissen muss. Dazu noch, dass alle Kommentare der PWA Fahrer unter den Beiträgen gelöscht und dass PWA Offizielle beleidigt werden – das fühlt sich schon alles sehr bitter an.
Na klar können wir darüber reden, wie gut oder schlecht die Arbeit der PWA ist. Auch wir hätten alle gerne die Gelder von TV Rechten an Mitglieder ausgezahlt. Allerdings weiß man als Brand vorher, dass es nicht so ist. Sich das Geld einzubehalten (es vermutlich anders zu nutzen) und trotzdem den Service der PWA zu nutzen – zumal es für keine andere Brand aktuell leicht ist – ist einfach nur dreist. Gut, dass der Strich nun endlich gezogen wurde.
Gleichzeitig muss die PWA natürlich schauen, dass der Mehrwert gegeben ist. Die Basisgebühr liegt aktuell bei 1500 € (dazu kommen ergebnisgebundene Gebühren, sodass Brands mit viel Aufmerksamkeit mehr zahlen und kleinere Brands eine niedrigere Barriere für den Einstieg haben).
Für diese Gebühr kann die Brand das gesamte Videomaterial und Fotos nutzen (allein das zahlt sich für die meisten Brands schon aus), bekommt Reichweite über etwaige Kanäle und hat natürlich ein Wahlrecht für deren Repräsentanten im Management Board.
Mit den Gebühren werden vor allem laufende Kosten gedeckt. Seit den Neueinstellungen Anfang des Jahres konnten aber schon viele laufende Kosten optimiert werden, weshalb immer mehr Gebühreneinnahmen auch dafür genutzt werden, dass die (leider nicht so vielen) Wettkämpfe überhaupt stattfinden.
Viele der aktuellen Veranstalter drücken das Budget Jahr für Jahr, während die PWA versucht, die Standards beizubehalten, um Wettkämpfe mit den besten Judges und Wettkampfleitern, angemessenen Preisgeldern und gewissem Media Output zu garantieren.
Wir könnten auch zehn Slalom PWAs haben, aber leider dann ohne Stream und Preisgelder, sodass es noch weniger zu einer Profi Veranstaltung wird, was es leider schon kaum noch ist. Das ist eine schwierige Balance und wird auch intern immer wieder diskutiert. Wo ist der beste Mix aus Qualität und Quantität? Mit den PWA Youth Events wurde nun schon mal ein wichtiger Schritt in Richtung Nachwuchs gesetzt. Das Ziel ist es auch, Events und Wettkämpfe zu veranstalten, bei denen Amateure mit dabei sein können. Und natürlich ist auch das ewige Thema der Tour und PWA Sponsoren nicht vom Tisch. Alles Träume, an denen das PWA Team teils freiwillig, teils für wahrscheinlich zu niedrige Gehälter arbeitet, weil sie den Sport lieben.
Am Ende kann man sich natürlich immer leicht beschweren, aber ich bin froh, dass es diese Organisation noch gibt und eine Plattform ist, bei der die Interessen der Brands zusammenkommen. Denn genau das ist es am Ende: ein Zusammenschluss der Brands und der Athleten.
Ich habe mich im Übrigen Anfang des Jahres aus meinem Posten im Vorsitz des Management Boards zurückgezogen. Der Personalwechsel war das Wichtigste, um die PWA am Leben zu erhalten und langfristig nach vorne zu treiben. Ich bin froh, dass ich dazu beitragen konnte, aber auch froh, dass ich diese Position (die ich eigentlich in diesem Alter nie haben wollte) abgeben konnte. Das macht jetzt Dieter van der Eyken. Als Präsident repräsentiere ich weiterhin die Fahrer, Brands und Angestellten gegenüber der Presse, den Medien, den Zuschauern oder Partnern.