Hallo alle miteinander, moin Mr. Sonntag von HotSails!
Also:
die Windsurfer sind im Schnitt ja fast alle zwischen 35-50 Jahre alt, die Jungen haben fast ausschließlich windsurfende Eltern (Brawzinho, Fernandez, Köster usw., oder leben halt irgendwo im warmen direkt am Beach.)
Die „alte“ Kundegruppe der Windsurfer, die die Mehrheit darstellt, und die Budgets verwaltet für die Jungen, hat wirklich meist genug Geld. Die haben ja auch BMWs und Audis um z.T. weit über 50.000.- und Häuser und Wohnungen um mehrere EUR 100.000.
An den Budgets kanns also nicht liegen.
Ausschlaggebend für den finanziellen Erfolg ist m.E. nach für die Marken und Hersteller:
- die Qualität der Produkte: Design, Funktion, Technik/Werkstoffe müssen innovativ und evolutionär zugleich sein. D.h. keine „radikalen“ Wechsel von Design und Linie, sondern die kontinuierliche Verbesserung der Produkte, bis ins letzte Detail, die dann über die Jahre zur Markenbildung führt, die auch reduzierten Wertverlust p.a. bedeutet. Als Beispiel fällt mir z.B. der Mistral Twinzer ein, versucht mal einen 84er aus 2008/2009 gebraucht oder als Auslauf zu bekommen. Auch ein tolles Beispiel sind die Neil Pryde Segel mit deren sehr guten Wiederverkaufspreisen. Auch Starboard isonics sind gebraucht oder als Auslauf die Renner. Beispiel: North Shox XTR: ausverkauft, obwohl „sauteuer“ mit rd. EUR 300!
- die Präsentation der Produkte: ich war noch nie in einem Windsurfshop der mich begeistert hat. Daher kauf ich eigentlich schon lieber irgendwo in Europa ein. Meist sind die Surfshops, auch die Markt-„Leader“ reine „Klammoten Dealer“, die so nebenbei und ungern die Surfsachen halt mal reinstellen, irgendwo im Eck halt. Man glaubt fast man wär bei Adler oder H&M gelandet. Zuerst durchkämpfen durch die Klamottenständern, dann nach einiger Zeit der Suche eine auffallend lieblose Aneinanderreihung der eigentlichen Waren, plötzlich das Gefühl man wäre beim Obi oder Hornbach, nur halt teuerer als die Resopal Platte mit 200x90.
Ad Preisjammern:
Daher jammern die Kunden auch über die Preise, in Wirklichkeit sind die Kunden einfach nicht begeistert worden, oder werden im Shop ernüchtert, auch wenn sie es vorher waren. Schuld daran sind auch die coolen unprofessionellen „Surfenden Verkäufer“, die eigentlich die Kunden nur als Störer zwischen Trips nach Fuerte, Kapstadt und Lancelin ansehen, und möglichst rasch wieder „loswerden“ wollen, ob was gekauft worden ist oder nicht.
- das „Feeling“ und die Kundenbindung durch Hersteller und Händler und Werksfahrer/Profis: Liebe North und Fanatic Chefs: gebt dem Paskowski eine Sonderprämie, den er hat es mit seinem Film „Four Dimensions“ geschafft, aus einem Pryde und Starboard Evangelisten wie mir einen North und Fanatic Protestanten zu machen.
Das hätte sonst keiner bei mir geschafft. Und ich glaube fest, dass dies bei einigen so war seit dem es den Film gibt.
Außerdem wird dieser Film in den nächsten Jahren so viele Leute zum Windsurfen bringen wie alle anderen Herstellermaßnahmen miteinander nicht. Und was werden die Nachwuchs Brawzinhos und Victors dann an Material wohl kaufen?
Meine Empfehlung an Herrn Sonntag:
Zuerst: Hot Sails Maui stellt die tollsten Kinder und Jugendsegel her, mein 8 jähriger bestand drauf nur mit dem MicroFire seine erste Ausfahrt zu machen.
Das ist Potenzial für die Zukunft, da ist HotSails echt super.
- die Produkte am Markt kosten in Wirklichkeit nach Abzug von Rabatten alle fast das gleiche.
- Der Wiederverkaufswert differiert dagegen erheblich.
(Bsp. Racesegel ShootSails, Neupreis EUR 550, 1 Jahr nach Kauf um EUR 150 verkauft. Dagegen Race Sail Rosenstolz RS um EUR 590.- netto gekauft – Listenpreis rd. EUR 800 – und nach einem Jahr um EUR 320.- verkauft.)
- Frage zu oben: was ist nun billiger? – Das ShootSails kostete mich EUR 400.- p.a., das Rosenstolz nur EUR 270.-, also 130 EUR weniger als der „Billige“.
- Das diese Rechnungen die meisten Kunden nicht machen, davon leben ganz gut die Direktversender.
- Fazit:
Der Wunsch nach „billigem“ Kaufpreis ist also nur ein Vowand der Kunden, die eigentlich sagen wollen: „ich will deine Produkte nicht, oder ich finde sie nicht gut genug“.
LG und „Gutes Gelingen“