Posts by KaSailer

    Sehe ich auch so. Mein Chevrolet ist 6,10 lang, mein Sprinter damals war glaub´ noch 30, oder 40cm länger. Beide belegen zwei PKW-Parkplätze, und ich kann mich nicht erinnern, daß mir die 40cm weniger mal eine Parklücke beschert hätten. Aber beim Campen und Transport macht sich jeder Zentimeter mehr an Länge positiv bemerkbar. So lange es nur um gelegentliche Parkprobleme geht, würde ich das längere Fahrzeug immer vorziehen.

    Ich habe in diesem Post die Vorliekskurve gemeint, und die war, an ART TNT, Gaastra F1, North Spectro, Prisma... geradezu lächerlich, verglichen mit dem 2012er Gaastra Vapor, beispielsweise. Das sind natürlich alles Cambersegel aus der zweiten Hälfte der 90er Jahre, aber von einem solchen sprechen wir hier ja auch.

    Zur Situation bei den Wave-Segeln kann ich nichts sagen.

    Die NP-Masten aus Fiberspar-Produktion und von Excel waren, nach heutiger Lesart, CC-Masten, eher Richtung Hardtop tendierend. Meine ART TNT-Race funktionierten einwandfrei auf NP CK-, Race Pro und X7. Zuletzt habe ich noch eines auf einem Gun Select mit deutlichem Flextop gefahren. In dieser Kombination hat es mir am besten gefallen, der Unterschied war aber nicht gravierend. Mit den relativ geringen Vorliekskurven waren die Segel damals allgemein nicht sonderlich empfindlich gegenüber unterschiedlichen Mast-Biegekurven. Eigentlich sollte sich das ART mit dem Pryde-Mast gut fahren lassen, und grundsätzlich waren das gute Segel, würde ich sagen; was die Cambersegel betrifft, liegt der Hauptunterschied zu den heutigen im deutlich geringeren Pinning-Down-Effekt, was aber in diesem Fall nicht stören dürfte.

    Als Problem sehe ich eher die fehlenden Camber.

    Die haben doch sicher, je nach Fabrikat, unterschiedliche Maße!? Gibt´s aber sicher im Fachhandel (Bootsbedarf). Und auch im Baumarkt habe ich schon Rollen für Seilzüge gesehen. Kann Dir ggf. auch welche drehen.

    Selten, aber kommt vor, wenn das Wasser kalt ist, das Board nach dem Surfen dann in der Sonne liegt. Gelegentlich kommt dann mal ein Bläschen - Boards mit Schaumkern haben ja nicht ganz so viel Luft im Rumpf. In meinem Fall Horney-Customs.

    Die Fase auf den Fotos hat aber keine 5mm - sicher nicht mehr, als die Hälfte. Auf den Bildern sieht das alles einwandfrei aus; sicher, daß Du Dich da nicht vermessen, bzw. verschätzt hast?

    Lege doch mal eine gerade Leiste an die Seitenwangen der Box: wenn die, bis zur kleinen Schräge (sog. "Fase") , plan sind, würde ich sagen, das war nur falscher Alarm.

    Ein Bekannter von mir hat auch an einem Mast die gebrochene Hülse entfernt, und ein Stück aus dem Top eines alten Masten für die Herstellung der neuen Hülse verwendet. Eine Weile hat es auf jeden Fall gehalten. Wir haben keinen Kontakt mehr, weiß darum nicht, wie erfolgreich das nun wirklich war.

    Maßgefertigte Carbonrohre (auch konische), bekam man, früher zumindest, bei Damjan Mestnik (CAAS) in Slovenien. Würde dort mal anfragen. Glaube nicht, daß es bei R&G was Passendes, und ausreichend Stabiles für diesen Einsatz gibt.

    Ist absolut korrekt so. Eine harte (100%) Finne bringt unsereins nur Nachteile.

    Wenn jemand auf PWA-Niveau fährt, dann ist die Finne grundsätzlich etwas härter, damit das Board im Grenzbereich nicht "verloren" geht, sprich die Kontrolle. Eine harte Finne ist zudem eher unkomfortbabel, gleitet schlecht(er) an, nervöser, was sich alles aufs Board überträgt.

    Wenn jemand seriös Finnen baut, sprich Werkstatt unterhält, vernünftigen Arbeitsschutz einhält und seine Steuern ordentlich zahlt und das hier, kann er Custom-Finnen nicht unter 200€ das Stück offerieren. Selbst wenn die Negativform fertig ist und man nur baut, dauert es mehrere Stunden Arbeitseinsatz pro Finne, bis sie ordentlich da liegt (ohne Trocknungszeiten). Vom Finnenbauen kann niemand reich werden, geschweige denn gescheit leben.

    Was ist denn "unkomfortabel" bei einer Finne? Ich muß zwar sagen, daß ich noch nie ein und die selbe Finne (Typ, Länge, Rake...) in unterschiedlichen Härten gefahren habe, aber grundsätzlich sind mir die weicheren immer als nervöser erschienen. Damit meine ich das Plus an Lift, wenn sie seitlich ausgelenkt werden. Meine Boards werden dadurch etwas unruhiger um die Längsachse. Dieses Getänzel fehlt bei einer härteren Finne, bzw. ist zumindest reduziert - was ich als "komfortabel" empfinde. Ich fahre Hurricane und Sonntag; letztere sind tendenziell weicher, und nach einigen Versuchen lasse ich die jetzt in einem etwas härteren Layup ("B9" nennen die das) fertigen. Angleitpower geht dabei allerdings deutlich verloren, das kann ich bestätigen. Mittlerweile geht auch Otmar von seinem "M-" als Standard-Härte weg, stattdessen hat er jetzt "S-" (glaube ich). Fahre aktuell eine 38er SR-8 in dieser neuen, weicheren Standard-Härte. Geniale Finne, bin sehr zufrieden - eine kleinere würde ich mir, glaube ich, wohl aber dennoch im alten "M-" bauen lassen - der Kontrolle wegen.

    Hab´ bisher auch geglaubt, daß die Härte einer laminierten Finne mehr durch die Ausrichtung der Fasern bestimmt wird, weniger durch das Material!?

    Wie schon ein paar hier schrieben, hängt es von mehreren Faktoren ab. Du brauchst zum Angleiten mehr Energie, als für das Weitergleiten. Vor allem bei Slalomboards ist der Unterschied gerne mal recht hoch. Als ich das erste Mal mit meinem ersten "kurzen" (hatte bis dahin nur lange, schmale Boards um 270cm gefahren) Board auf´s Wasser bin, war der Wind nicht besonders, das Brett schob sich, mit überspültem Deck, durchs Wasser. Hätte nie gedacht, daß ich da gleiten könnte. Bis dann einer, von hinten kommend, an mir vorbeigedonnert ist, und mich der Ehrgeiz gepackt hat.

    Und siehe da - ein paar wenige Pumpzüge, und schon ging´s los.

    Auch ein besser passiv angleitendes Brett kann man mit effizienter Pumptechnik noch früher über die Gleitschwelle hieven, ob sich der Aufwand rentiert, ist Ansichtssache.

    Auf jeden Fall bringt es nur mit der richtigen Technik was: während des Pumpens an- und weitergleiten ist weniger das Problem - das Pumpen so zu beenden, das das Brett nicht ins Wasser zurücksinkt, und die Gleitfahrt sofort wieder beendet ist, erfordert feinfühlige Technik.

    Manchmal, wenn der Wind zum Weitergleiten nicht reicht, das Wetter aber gut ist, und meine Laune auch, pumpe ich mich zum Halsen ins Gleiten - nur um einen Teil des Bogens mit Kantensteuerung fahren zu können. Macht mir Spaß (und bewahrt mich vor einer meiner grottenschlechten Schipper-Wackelhalsen...)

    Sehe ich auch so. Und wohl auch meine Kollegen in der Firma: obwohl es bei uns in vielen Bereichen nicht mehr Pflicht ist, Maske zu tragen, hat sie bisher niemand abgelegt. Es werden uns auch weiterhin OP-Masken kostenlos bereitgestellt.

    Am Dienstag bekomme ich meine zweite Impfung (Biontech, durch den Betriebsarzt). Mittlerweile kenne ich doch ein paar Leute, die es nach der Zweitimpfung kurzzeitig zerbröselt hat - bin mal gespannt...

    Wir driften hier mittlerweile meterweit ab, und der Threadersteller hat sich vermutlich auch schon längst seine Windsurfambitionen hinter sich gelassen, weil er zwangsläufig zum Schluss kommen musste, daß diesen Sport ausschließlich Psychos betreiben...

    Eines möchte ich - ohne irgendeine Wertung, denn professionelle Hilfe ist immer gut - trotzdem noch anmerken: wirklich niemand derer, die ich kenne, und die damals, zu meiner Anfangszeit, mit einem Kurs das Surfen begonnen haben, surfen heute noch.

    Nun ja, der HiFly 111 war vor 30 Jahren ein sehr fortschrittliches Board, bei den Materialbedingungen, die da herrschten.


    Es macht halt Sinn, sich vorher etwas zu informieren, billig ist nicht immer die entscheidende Kategorie.

    Glaube, das waren eher 40 Jahre!? Vor etwas über 30, als ich angefangen habe, war da nix Fortschrittliches mehr dran. Das Unterwasserschiff (ein hier wirklich passender Begriff) so rund wie ein Baumstamm. In Kombination mit meinem Gleichgewichtssinn ergab das eine sehr badeintensive Angelegenheit. Raufgekrabbelt - Segel hoch - platsch - wieder raufgerabbelt - platsch....

    Klar, hätte er es besser machen können, aber so, wie wohl jeder hier, hat er jetzt eben mal etwas Lehrgeld bezahlt - und wenn er dabeibleibt, wird noch der eine, oder andere Euro dazukommen. So ist das in diesem Sport, könnte da selber so einiges auflisten. Dennoch ist die Begeisterung auch nach über 30 Jahren ungebrochen. Wenn er will, lernt er´s auf dem RAM.

    He Leute, jetzt aber mal zurück auf den Boden! keine Frage, daß es besser gewesen wäre, vorher zu fragen, aber hier im Forum sind gewiss nicht wenige (ich eingeschlossen) die noch mit viel Schlechterem Material angefangen haben. Ich z.B. auf einem Hifly 111, dessen Shaper wohl Kolumbus´ Santa Maria vor Augen hatte, als er sich an die Entwicklung dieser Gurke gemacht hat... Und dennoch hab´ ich es gelernt, weitgehend autodidaktisch - und ich bin sicher kein Naturtalent. Lediglich segeln konnte ich bereits, ich wusste also, was mit einem besegelten Fahrzeug geht, und was nicht. Das hat sicher geholfen. Jedenfalls muss man den Mann ja nicht gleich demoralisieren...


    Windseeker: die Anfangsphase - überhaupt mal drauf stehenbleiben, und das Segel aufholen zu können, ist auf Deinem Board schwieriger, als auf einer der heutigen "Badeinseln", weil es eben recht schmal ist. Auf einem breiten Board stehst Du relativ sicher, und kannst Dich darauf konzentrieren, das Rigg unter Kontrolle zu bringen - Du wirst also zusätzlich noch mit dem Brett zu kämpfen haben. Einfach vorher an Land nicht zu viel trinken, dann kommt das Seewasser besser gelegen...

    Ich rate Dir zu einem kleinen Segel; weiß nicht, was Du gekauft hast, aber größer als 6m² sollte es nicht sein, eher kleiner.

    Wichtig ist zu wissen, wie Du das Segel zum Wind ausrichten musst, um in Fahrt zu kommen, und lenken zu können. Dieses theoretische Wissen solltest Du Dir unbedingt aneignen, bevor Du auf´s Wasser gehst. Evtl. am Strand, bei anderen Surfern, oder aus einem Lehrbuch (gibt´s genug gebraucht zu kaufen).


    Gruß + viel Erfolg!


    Ralph

    ja mei

    customs wirds noch lange geben ;)

    Boards ja, aber wenn da schon jemand sagt, daß keine 8,6er Segel mehr entwickelt werden...? Ja Sakra!!!

    Ich persönlich mag am Windsurfen das GLEITEN, den Chop zu spüren, Race Jibes zu fahren. Das ist der Grund, warum ich mich weder für Foil, noch Kite begeistern kann.

    Gerade lästere ich noch über die Klopapiersammler, jetzt denke ich auch schon an (Race-Segel)-Hamsterkäufe... =O

    Denke auch, daß es für uns paar Dinosaurier schon noch bis in die Windsurfrente reichen wird.

    Evtl. wird man aber nochmals tiefer in die Tasche greifen müssen. Und was für den einen das Klopapier, ist für den anderen die Finne. Für Otmar und Co. brechen goldene Zeiten an...

    Die Macken an der Basis (die auch übermäßig dick lackiert zu sein scheint, oder sehe ich da was nicht richtig?) sind geradeso noch im Bereich des Tolerierbaren, aber allein damit wären 180 Euro schon die absolute Obergrenze gewesen. Grundsätzlich scheint mir die Finne aber auch am Tip nicht mehr im Originalzustand zu sein.

    Und die seltsamen Linien am Finnenblatt? Auf den Fotos könnte man meinen, es seien Farbzusammenläufe, oder aufgeworfener Lack. Wenn es wirklich Risse sind, ist die Finne Schrott, und Du hast nicht nur etwas zu viel bezahlt, sondern bist betrogen worden.

    Kannst Du die Finnenbasis mal in einen Schraubstock einspannen (oder mit Schraubzwingen auf eine Tischplatte) und das Finnenblatt kräftig belasten? Risse sollten dabei noch ein Stück weiter aufgehen.

    In Gleitfahrt, oder beim Rumschippern? Den krassesten Unterschied zwischen tatsächlichem und gefühltem Gewicht habe ich beim 2012er Gaastra Vapor 7,9 erlebt: als ich damit das erste Mal auf´s Wasser ging, war der Wind weitestgehend weg, das Ding lag bleischwer in der Hand, und ich dachte mir, daß ich das SOFORT wieder verkaufe. Dann kam der Wind aber zurück, und von diesem Moment an halte ich dieses Modell für eines der großartigsten Segel, das ich je hatte. Der Sinneswandel brauchte keine halbe Stunde.

    Ich würde mal sagen, niedriger Schwer- und Druckpunkt, eher kurze Gabellängen und geringe Querkräfte lassen ein Segel handlich erscheinen. Natürlich immer innerhalb der Klasse - ich möchte nicht behaupten, das ein (ja sehr druckpunktstabiles) Racesegel handlicher ist, als ein Wave-oder Freestylesegel. Aber um mal wieder den Vergleich zwischen Naish Bullet und Ka Race zu bemühen: den Gewichtsvorteil von sicher einem Kg gegenüber dem Race habe ich beim Bullet nur an Land gespürt. Aber würde Ka sein Racesegel auch mal aus dem Polyant X-166 schneidern, so wie damals Naish das Bullet, würde ich mir das auf jeden Fall mal anschauen.

    Mir ist schon klar, daß 10kg Körpergewich einen großen Unterschied machen. Und unter denen, die mit Racesegeln unterwegs sind, gehöre ich ja auch noch zu den Leichtgewichten. Aber schwerere Surfer fahren auch größere Segel (mein größtes ist das besagte 8,7er). Die Relation bleibt da schon ungefähr gewahrt. Wichtig war mir, daß beim Aufholen des Segels nicht dessen Gewicht in erster Linie für´s Handling entscheidend ist, sondern die Menge an Wasser, die erstmal weg muß. Und ist das Rigg überschwemmt, sprechen wir da vom Vielfachen des des Segelgewichts.

    Ich hab´ keine genauen Daten, würde aber mal schätzen, daß mein 8,8er Bullet locker ein Kilo leichter war, als mein Ka Race. Dennoch war das beim Schotstart nicht zu spüren. Die schwierigste Phase beim Aufholen ist die, wenn das Segel noch, mehr oder weniger, unter Wasser ist. Und da spielen dann andere Faktoren eine Rolle - nicht so sehr ob es 500 Gramm, oder gar ein Kilo leichter ist. So meine persönliche Erfahrung. Ein Gewichtsunterschied dieser Kategorie ist kein Garant dafür, daß Du das Segel leichter rausbekommst, und es sich auch beim Fahren leichter anfühlt. Das wollte ich damit sagen.

    Hast Du ein bestehende Segel mit einem leichteren Mast ausgerüstet, wirst Du den Unterschied merken, allerdings nicht so sehr beim Schotstart.