Posts by tempograd

    versteh ich das richtig, dass die genannten Marken den "Füllstoff" dann drin haben oder muss man den extra bei machen?

    Nein, der Füllstoff ist eine Art Glas-Granulat, das man auf den Riss aufbringt und dann mit dem Sekundenkleber tränkt. Man legt eine Art "Sandspur" in den Riss und tropft dann den Sekundenkleber drauf. Ist sofort fest und belastbar - kann auch mehrlagig aufgebracht werden bei tieferen Schäden. Natürlich nicht bei großflächigen Löchern, dass funktioniert definitiv nicht.

    Hi, wäre meine Größe....ist das sehr hoch geschnitten, oder sitzt es eher tief? Weiterhin, das ist schon der Surfhaken und kein Kombi-Haken (Surf und Kite)?

    wären das denn wirklich dann "kiloweise" unterschiede?

    ...nein, zunächst wirst Du kaum etwas bemerken, ggf. nach der Session bei geöffneter Entlüftungsschraube nur ein paar Tropfen wenn es Unterseite nach oben in der Sonne liegt. Ist der Schaden massiv (großer Riss, etc.) oder lange unbehandelt, dann merkst Du es deutlich, die Gewichtszunahme kann dann schon 1 kg oder mehr sein. Aber selbst sowas ist, solange noch nicht delaminiert, zu retten. Das Wasser ist i.d.R. in den Schaum eingedrungen - es dauert halt u.U. sehr, sehr lange das trocken zubekommen - Salzwasser macht das leider noch schwieriger, ggf. mehrere Monate.

    was heißt das "delaminieren"?

    Bei Delamination löst sich der Schaum vom Laminat - entweder man siehts durch Beulen von außen oder es wird an der ein oder anderen Stelle mit größerer Belastung "weich", d.h. das Laminat gibt nach und lässt sich leicht eindrücken - oft verbunden mit Knistern oder Knacken. Ohne Maßnahmen weitet sich das schnell aus bis zum Deck-Bruch. Delamination entsteht u.a. auch durch Wassereintritt in Verbindung mit Temperatur oder Druckunterschieden.


    Für schnelle Reparaturen bei so kleinen Blessuren wie an Söhnchens Starboard würde ich für die Zukunft auch Sekundenkleber mit Glasgranulat (Füllstoff) empfehlen. Ist absolut dicht und in 5 Sekunden wieder einsatzbereit - vergilbt außerdem nicht und ist keine Kleckerei und somit auch unterwegs gut einzusetzen, z.B. Schwanheimer oder Eurobond - ich lasse den nie ausgehen. Gabs oft auch auf Surfmessen (....wenns mal wieder welche gibt...). Das Zeug ist übrigens sofort endfest, schleifbar, lackierbar und UV-stabil. Kann man auch online bestellen....ist zwar nicht ganz so billig aber sehr sparsam im Gebrauch und es hält ewig:

    Link oder Link


    Um zu prüfen ob ein Riss bis zum Schaum durchgeht (soweit nicht ersichtlich), einfach an Land Entlüftung öffnen und soweit möglich mit den Lippen den Kratzer umschließen und saugen, kommt Luft oder Wasser aus dem Board - keinesfalls mehr ins Wasser damit und umgehend abdichten, ggf. falls erforderlich erst ordentlich austrocknen und das dauert einige Tage bis Wochen, je nach Schadensumfang. Als Notreparatur während der Session tuts ein dicker Aufkleber (kein Gaffa-Tape, das ist nicht dicht).

    Hi, ich würde mich von meiner enigma 180-226 trennen, Bj. ist 2015 oder 2016. Belag ist top, nur die roten Markierungen für die Tampen gehen langsam ab und eine kleine Stelle ist vom Transport im Belag durchgewetzt (ist aber kurz vor den Pushpins, da greift man nicht). Ich hab Sie nur einmal für zwei Wochen im Urlaub genutzt. Die Gabel ist in sehr gutem Zustand, praktisch neuwertig. Belag ist camouflage grau.

    Alternativ hätte ich da noch eine AL360 E3 180-230 neu und original verpackt. Sie ist wirklich nie im Wasser gewesen. Bj. ebenfalls 2015 oder 2016. Die Folienschläuche sind noch auf den Holmen und der Kopf ist noch in Luftbläschen-Folie verpackt. Daher ist sie absolut makellos. Belag ist der damals hellgraue Standard-Farbton.

    Sind beides Slalom Gabeln mit den dicken Holm-Enden. Die enigma ist die mit den Knick-Holmen für Racesegel und weitem Endstück. Die AL360 hat noch das runde Endstück mit den drei Rollen und Beschlag.

    Über den Preis müsste man reden....vermutlich sind sie aber mit 180 als unteres Maß so wie so raus.....

    .....mein allererstes Board 1983 (330*70) hatte als bisher einziges keine Konkaven.

    Ha, da hab ich auch mein erstes begonnen - 1984 wurds dann fertig - allerdings nix mit Vakuum und Sandwich, war Clark und Glas/Polyester - frag nicht nach dem Gewicht (289x76, ich glaub das waren die Maße und geschätzt 10 kg). Insofern sind Deine 8 Kg wirklich super für die Dimensionen und die viele Inserts. Wahnsinn was Du Dir für eine Arbeit gemacht hast. Da bekommt man echt Lust den alten Surform Hobel wieder auszupacken.....aussehen tut es jedefalls absolut highend und echt professionell. Hut ab... :thumbup:

    Hm, ich bin auch Wiederholungssurfer......fast 20 Jahre Rhodos, 10 Jahre El Yaque, 24 Jahre Ägypten.....so und nun ist Kos seit 9 Jahren eben fast unser Hauptspot.

    Man kommt schnell und gut und günstig hin, ggf. auch mit Material (Corendon verlangt pro Strecke nur 40 € pro Bag mit 30 Kg) - nur Lagern ist halt ein Problem. In der Station gibts meines Wissens für Deinen Sohn zwei oder drei Twintips mit 91 oder 93 litern, sowie auch einen 92 Hardcorewave und einen 84, 90 und 96 liter FSW. (den 90er fsw blockiere ich jedoch meistens, weil ich ihn mit vier Schlaufen fahre - die meisten wollen nur drei. Die kleinen Boards fährt bis auf die harten Tage dort kaum einer, die stehen nur rum - Festboard braucht keiner dort, Agis und George sorgen stets dafür das jeder ein passendes Board hat. Das hat natürlich seine Grenzen - aber die Gästezahl war die letzten Jahre dort echt überschaubar - die leben eigentlich von den Kitern, die Surfstation sei nur Hobby und "for good friends". Sie haben ein spezielles kleines Point-7 Rigg mit nem Sick (spezielles Kindersegel), also kein Schlabber-Kindersegel ohne Latten, ist aber nicht das neueste.

    Man muss halt damit klar kommen, dass dort Null Infrastruktur vorhanden ist - es gibt kein vom Bett aufs Brett und rund um die Station ist ein Naturschutzgebiet - das nächstgelegene Hotel ist ca. 1 km weg, die anderen noch weiter. Es gibt keine Toiletten (!). Jedoch wie schon gesagt der Service ist top, man muss keine zusätzliche Materialversicherung abschließen oder eine Rettungspauschale - das ist inklusive. Nur wer immer wieder abtreibt und hier immer trotzdem zu weit rausfährt, dem kann es passieren, dass die beiden Betreiber Ihn auch mal nicht holen sondern hochmarschieren lassen als "Denkzettel". Aber die Revieraufsicht ist vorbildlich, die beiden wissen immer wo ihre Schäfchen sind. Immerhin gibts an der Station noch einen Lieferservice für Kaffee, Essen und Snacks oder Getränke. Man muss also tagsüber nicht weg - und es ist unheimlich ruhig dort. Zum Revier, dass sieht zwar harmlos aus ist aber nicht unbedingt anspruchslos. Gibt Chaoswelle durch starken Schiffsverkehr und eine Abdeckung ca. bis 50 Meter vorm Ufer. Abends und im Herbst dreht der Wind auf schräg ablandig, dann haben auch wirklich gute Surfer Probleme wieder an der richtigen Stelle rauszukommen - ungeübte und Anfänger treiben gnadenlos ab und dürfen 2 km "walk of shame" hinter sich bringen und das auf großen (10-20 cm) sehr rutschigen Kieseln im Wasser. Windstatistik ist sehr gut, aber alle Segelgrößen nötig (4,7 - 8,0) - stets 12-13 von 14 Tagen. Ohne Schuhe ist praktisch nicht drin. Aber die Vorteile wiegen die Nachteile unbedingt auf. Wer übrigens nicht genug bekommt, kann bei gutem Wind Abends mit den beiden Betreibern aufs Wasser zum Sundowner - oft bis 21 Uhr. Hier gibts kein 9 to 5 und um 17 Uhr wird die Station dicht gemacht obs nun ballert oder nicht. Wenns ballert, gehen alle raus "like a family" und surfen bis jeder fertig ist. Wie gesagt, dass alles findet man sehr selten und daher machts den Spot für mich so besonders.

    Ach ja, man darf übrigens die eigenen Finnen mitbringen und in den Leihboards fahren.

    Tja, ist ein Geheimtip, ist auf Kos, allerdings ist die Station sehr klein und weit ab vom Schuß. Für mich aber ideal, haben aktuelle RRD Boards und Riggs, sowie Point 7 Segel. Nahezu alle Riggs haben C-100 Masten. Die Tampenlänge wird individuell nach Wunsch montiert. Außerdem gibts dazu noch ein kostenloses Hotel-Shuttle aus der Umgebung und Niemand trägt sein Material selbst zu Wasser. Brauchst du eine andere Segelgröße, einfach winken, dann wird sie Dir gebracht.

    Das Material ist top in Schuss und wird sehr gepflegt. Kostenlose Liegestühle und wöchentliches Beach-Barbeque sind ebenfalls mit dabei.

    Die beiden griechischen Betreiber brennen fürs Surfen und sind super nett und hilfsbereit.

    Aktueller Listenpreis sind 370 Euro für 14 Tage Ltd Boards, 330 für Freeride. Für Stammkunden ist aber immer einen Special-Offer drin.

    z.B sind 500€ pro Woche für LTD MaterialFix relativ normal,

    .....hm, naja, ich zahl für zwei Wochen LTD zwischen 250 und 300. D.h. ich zahle Euren Wochenpreis für 4 Wochen. 500 pro Woche ist absoluter Irrsinn!!!

    Dafür kauf ich mir dort was gebrauchtes und schmeiß es nachher weg....oder ihr ändert Euer Reiseziel und sucht nach einer günstigeren Station.

    Da habt Ihr Glück mit zuhause, ich komme hier nicht mehr zum Surfen mangels Revier und Wind - und wenn, dann wäre mein Material so wie so das falsche für unsere Breiten.

    Ich hab mir auch schon zum Beispiel überlegt ein "Zweitboard" anzuschaffen, das dort bleibt.

    Das hatte ich schon mehrmals für Ägypten geplant. Wobei ich in dem Fall einfach eines meiner alten Boards und einige Segel auf diese Weise aus dem Keller schaffen wollte. Viel bekommt man ja dafür nicht mehr, also warum nicht vor Ort deponieren und künftig nur mit normalem Gepäck reisen.

    Somit machen die alten Sachen wieder Sinn - und es ist irgendwie auch "nachhaltig". Kommt es dort irgendwie abhanden ist nicht viel verloren.

    Ggf. könnte man ja auch in der Station mal fragen, ob sie was günstiges gebrauchtes veräußern, dann könnte man sich auch noch den Hin-Transport sparen.

    Ich komme mehr und mehr zu der Ansicht, dass es sich für mich bald nicht mehr lohnt eigenes Material zu besitzen. Mein Materialberg, den ich im Keller hab wurde eigentlich so richtig zuletzt (jedoch auch nur teilweise) im Herbst 2017 gesurft - danach nur noch Leihequipment...das hatte bei mir jedoch auch andere Gründe.

    Klar, kann auch ich mich immer noch nicht von dem Gedanken trennen, ein eigenes Board zu besitzen, aber selbst wenn man vier Wochen Miete für alle berappen müsste - rechne mal zusammen was das Material für vier Leute in der Anschaffung und bei Transport/Lagerung kostet?!?

    Ich glaub durch Corona wird sich hier einiges ändern. Es wird schwieriger und teurer werden sein eigenes Equipment ans Urlaubsziel zu bringen und irgendwann wird es sich einfach nicht mehr rechnen. An mehreren meiner Lieblingsspots sind zum Teil Stationen deutlich reduziert worden, es gibt dort gar keinen Platz mehr zum Einlagern. Rechnet man dann die Kosten für Transfers, ggf. Leihwagen, Lagerung und ggf. Parken am Flughafen, sowie Sportgepäck im Flieger wird es schnell uninteressant. Bei vielen Zielen die ich regelmäßig bereise lohnt es sich inzwischen absolut nicht mehr eigenes Material anzuschleppen. Es ist zwar schade, aber besser wird es in Zukunft sicher nicht werden.

    Das man gar nicht mehr reisen wird, solang es "Corona gibt" glaub ich nicht, es wird noch lange Kompromisse geben und sicher schlimmere als beim Reisen.

    Wenn auch etwas OT: Man liest ja inzwischen, dass wir deutlich länger mit dem Virus und den Mutationen leben werden müssen. Ich fände es daher richtig nicht darauf zu hoffen, das irgendwann wieder "Normalität" eintreten wird wie wir sie von den früheren Jahren gewohnt waren. Es macht genauso wenig Sinn sich in Illusionen zu flüchten, oder permanent alles "einzufrieren". Somit ist es richtig, dass man konstruktiv an neuen Wegen arbeitet um die wohl anstehenden Probleme zu lösen - der Impfstoff alleine wird es nicht richten. Wir können uns nicht jahrelang einigeln und hoffen alles würde vorbei gehen. Somit glaub ich es muss mal weiter gehen - warum also nicht in die Zukunft blicken und zumindest versuchen wieder einen Urlaub zu planen - in der Hoffnung es werden ev. auch neue technische Lösungen geschaffen. Nein ich finde das nicht egoistisch - sondern realistisch. Ob es klappt steht ja dann wieder auf einem anderen Blatt. Zum Material-Tansport um wieder aufs Thema zurück zu kommen - fragt doch mal in der Station an, ev. gibts Betreiber/Surflehrer aus D, die dorthin mit dem Womi oder Camper reisen - soweit Corona das überhaupt zulässt.

    mal jetzt ehrlich und Hand aufs Herz, merkt man beim Tendon die bessere Kraftübertragung, direkteres Fahrgefühl und dass das Rigg aus der Boardmitte gezogen wird?

    ...ich fahre die Tendons nur wenn ich mal was leihe. Mein eigenes Zeug ist nur mit Boge-Joints versehen. Mit denen hatte ich nur Bruch, wenn ggf. mal wieder in M8 Joint verbaut worden ist, anstatt M10. Mir hat einmal 4 Stunden "an Land schwimmen" gereicht. Nicht der Joint riss dabei, sondern die Gewindestifte. Einen Powerjoint hab ich ehrlich gesagt noch nie geschafft, am einem guten Tag jedoch vier NP-Tendons (waren vier unterschiedliche Mastfüsse von NP, zum Teil nagelneu, aber vermutlich überlagert). Wenigstens passierte es immer gleich in Strandnähe. Seit dem hab ich bei Tendon immer ein ungutes Gefühl, z.B. wenn sich bereits an den Einfassungen oben und unten "Einschnürungen" gebildet haben geh ich damit nicht mehr aufs Meer, geschweige denn aufs Wasser.

    Und ganz ehrlich soviel Unterschied merke ich da nicht, im Gegenteil. Mir ist ein Powerjoint viel lieber, gerade weil es sich etwas gedämpfter fährt. Die Tendons sind im Kabbel und auf Wave-, Freemove- oder Freestyleboards m.M.n. nicht wirklich sinnvoll - sondern nur wenn es wie im Slalom auf das letzte Quentchen Power ankommt. Ein Bogejoint hält bei mir locker 5-6 Jahre durch, teilweise auch noch mehr, aber da tausche ich dann auch vorsichtshalber.

    weil ich Futura immer haben wollte habe leider bei Kauf die Rosabrille angezogen... wie bereits gesagt selber Schuld.

    Nur durch Zufall habe rausgefunden dass es an ihm für 150 EUR verkauft wurde, nun verlangte er 450 EUR und bei 50 EUR runterhandeln, bekam er feuchte Augen und es fand eine emotionale Verkauf für 400 EUR statt ;)

    ...hm, aha jetzt wird mir so einiges klar. Ich hab den Herrn anno 2012 von einer völlig anderen Seite kennengelernt. Hatte damals ein Segel verkauft, welches einfach nicht mehr in meine Abstufung passte und für das er sich wohl aus nun bekannten Gründen interessierte. Marken Segel, günstig und gepflegt war wohl hier entscheidend. Jedenfalls kündigte er sich an, für einen Besichtigungstermin als ich keine Zeit hatte. Zwischenzeitlich waren natürlich mehrere Interessenten aufmerksam geworden und meldeten sich bei mir. Er hatte schon angedeutet nicht den aufgerufenen Preis zahlen zu wollen. Mehrere andere wollten es ungesehen (nur aufgrund der Fotos), ohne weitere Verhandlungen sofort kaufen. Als er sich dann wieder meldete, teilte ich ihm mit, es gäbe Interessenten die auch den wirklich schon recht günstigen Preis von 150,-- € dafür zahlen würden. Trotz keiner Zusage meinerseits drohte er mir mit rechtlichen Schritten und wurde in seiner Mail sehr "massiv". War fast schon stalking.....Ich hatte keine Lust auf Streit wegen zwanzig Euro hin oder her und habs ihm damals schließlich für weniger überlassen und allen anderen abgesagt - dachte mir noch wenn ihm so daran liegt soll er es haben. Lieber hätte ich es damals einem Familienvater gegeben, der die gleiche Segellinie schon in mehreren Größen hatte und ein kleineres für seine Tochter kaufen wollte - das Segel gabs da aber schon nicht mehr neu.

    Damals war mir aber noch nicht klar, das der letztendliche Käufer als Gebrauchthändler auftritt und dass er sogar hinter diesen Anzeigen steckt, die kennt wohl inzwischen so gut wie jeder Surfer. Erst der Name machte für mich es eindeutig.....hab den gesamten Mailverlauf noch hier.

    Ich sag mal Danke für die Warnung.

    Seine Steuersituation ist mir echt egal - denn glaubt mir, das fällt ihm schon vor die Füsse, früher oder später, das Finanzamt erwischt alle - mich ärgert nur, dass ich mich damals so anmachen hab lassen, obwohl er sicher selber gar kein Interesse an dem Segel hatte - es war nur ein Geschäft für ihn. Aufgrund des Auftretens wohl ein relativ lukratives.....ich sag nur Karma!

    Am besten finde ich immer, erstmals sich das gewünschte ausleihen und schauen wie es passt.

    ....da kann ich nur beipflichten. Damit könnt ihr Euch beide genau das aussuchen, was jetzt Spaß macht ohne Euch zu überfordern.

    Grundsätzlich könntest Du natürlich mal das Boards Deines Sohnes probieren (wenn Du es nicht schon gemacht hast) und testen ob Du mit 30 Litern weniger schon klar kommst. Du hast leider gar nichts zu Euren Boards geschrieben (Hersteller, Länge, Breite...), außer dem Volumen und das sie ein Schwert haben. Was habt Ihr denn da, ältere lange und schmale Boards, oder schon etwas aktuellere mit größerer Breite und relativ kurz?

    Wenn sie im Container delaminieren, liegt das sicherlich nicht an der direkten Sonneinstrahlung.....

    Die meisten gingen wohl am Strand durch die Sonne kaputt...klar wars ein Temperaturproblem, ob nun Container oder direkt in der Sonne ist dabei wohl egal, außerdem ists lange her.

    Trotzdem hat mir erst vor wenigen Jahren auch meine Customschmiede dringend von Schwarz oder auch sehr dunklen Elementen abgeraten, ob nun Cobra oder nicht wozu gibts schließlich die Lüftungsschrauben, sonst wären die ja auch überflüssig - hier in unseren Breiten ist das auch sicherlich kein Problem, aber wir sind hier glaub ich grad völlig OT.

    Hallo Totti,

    Du hast schon recht, ich erinnere mich nur an einen Sachverhalt und der liegt locker 20 Jahre in der Vergangenheit. Da gings damals um F2 Boards mit dem teilweise schwarzen Design-Elementen und schwarzen Pads.

    Mir hatte der Niens aus Rhodos damals erzählt, dass sie in der ersten Saison mit diesen Boards 60-70% Delaminationen hatten - und das teilweise schon durch die Temperaturen in den Containern in denen sie geliefert wurden.

    Aber wie gesagt das ist lange her und war eine andere Technologie - trotzdem bleibt einem das in Erinnerung.

    Und auch ein Custom-Hersteller hat mir dringend von schwarz abgeraten, zumindest für Ägypten o.ä.

    Also irgendwas muss schon dran sein...

    Nochmal kurz zur Farbgebung - das gabs ja schon früher mal mit den dunklen Farben und Temperatur-Problemen - also ich weiß nicht, das Design in dunklem Violett ist meiner Meinung nach keine so gute Idee für Reviere mit hohen Temperaturen, z.B. Ägypten.

    Wenn wenigstens die Unterseite hell/weiß wäre, damit man es in kurzen Surfpausen auch mal an den Strand legen kann.

    Selbst Lorch macht seine Unterwasserschiffe weiß bei seiner Blackline mit den Sichtcarbon-Decks und rät dringend (hab ich mal gelesen) sie nicht andersrum länger in der Sonne zu lassen.

    Kein Mensch mach in einer Surfpause die Lüftungsschraube auf oder rennt mit nem Sonnenschirm fürs Board rum und es gibt auch nicht überall sofort einen Schattenplatz dafür.

    Klar, die Technologie ist inzwischen so gut, dass die Boards nicht mehr sofort Blasen werfen und großflächig delaminieren, aber dunkle Farben werden einfach schnell brutal heiß - wer weiß schon wie lange das gut geht. Irgendwie hab ich da immer ein ungutes Gefühl.

    Daher Farbe hin oder her - für mich geht nix über ein helles Design.

    ...was mich nur immer erstaunt hatte und ich hab über die Jahre immer mal wieder JP´s gefahren, wenn auch nur im Verleih: Wirklich beeindruckt hatte mich davon keines. Ich würde also mehr sagen, es waren und sind Boards wie sie vorher von F2 kamen, also für die breite Masse, somit ist Gnigler seinem alten Anspruch treu geblieben - man hätte auch gleich F2 draufmalen können, wäre halt nur nicht so "chic" gewesen. Hatten nicht die ersten ganz gelben JP´s noch das "Flügel"-Design der Strapper Boards die Jason Polakow vorher gefahren hat?!

    Sagen wirs mal so, JP´s sind für mich wie ein Golf bei VW. Er funktioniert, bringt Dich immer von A nach B und ist praktisch klassenlos. Auch wenn man immer Premium verkündet und mal in verschiedenen Ausbaustufen größere oder kleineren Problemen auftraten sind es gute "Allerweltsbretter" und nicht mehr. Wirklich in Erinnerung blieben sie einem aber nicht, zumindest mir nicht.

    Für mich war keines davon ein richtiges "Wow"-Board, das ich am liebsten sofort gekauft hätte.

    Da gab es aber einige bei denen ich das wirklich gemacht hab.....ausprobiert und wenige Tage später gekauft, egal was das Teil gekostet hat. JP wars jedenfalls nie.

    In Erinnerung blieben mir von JP nur die ersten Serien, die wie Streichhölzer in der Mitte durchbrachen (aus der No-Nose-Zeit mit dem Stachel-Design). Vielleicht hab ich auch deswegen nie eines besessen.

    Dass der Tiroler einer der besten Boardshaper ist, beweist der Gewinn der „Streif“ für Windsurfer:

    Beim „Aloha Classics“ holte der Franzose Antoine Martin auf dem von Gnigler entwickelten Brett den Titel.

    Hm, also die Aussage aus dem Artikel halte ich im Wave-Bereich echt für völlig daneben. Wenn Du so einem Top-Surfer ein passendes Wave-Board gibst, dann gewinnt er mit nahezu jedem. Waren nicht früher die Marken-Aufkleber eh nur Schmuck am Christbaum, da die Top-Leute soweit ich mich richtig erinnere fast alle individuelle Customs fuhren, eben mit dem passenden Sponsoren-Logo drauf? Ist das nicht speziell im Wave-Bereich auch heute noch so (korrigiert mich bitte wenns anders sein sollte)? Mag im Slalom anders sein weil sie dort ja ISAF Regularien entsprechen müssen.

    Bei JP glaub ich trägt zur Beliebtheit einfach bei, dass die Marke seit dem Marktstart in den Mitt-90ern immer etwas "besonderes" sein sollte oder besser sein wollte. Als die Boards noch als Untermarke von F2 produziert wurden, wurde stets vermittelt F2 ist für die Masse und JP für die "guten" Surfer - das Schlug sich auch damals schon im Preis nieder. Tauchte jemand mit einem JP auf (Jason Polakow von dem die Initialen stammen, stand damals für extrem Windsurfen), musste er ja was drauf haben. Natürlich haben auch die immer recht guten Testergebnisse und das parmanente Marketing zum Aufbau des heutigen Nimbus beigetragen. Nicht zu letzt auch die starke Präsenz in den Verleihstationen weltweit. Gnigler, der ja vorher bei F2 Boards shapte rutschte da nachdem F2 mehr und mehr an Bedeutung verlor und JP die große Marke wurde einfach nur rein, zaubern kann er auch nicht.