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Bringt mehr seitliche Kraft auf die Finne auzubringen für sich mehr Speed - oder indirekt?

  • dominik49
  • December 2, 2025 at 9:24 AM
  • dominik49
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    • December 2, 2025 at 9:24 AM
    • #1

    Mehr Power auf die Finne aufzubringen bringe mehr Speed, heißt es unter anderem in einem neuen YT-Video von Nico_GER7 .

    Gewünscht ist eigentlich mehr Vortriebskraft bei weniger Widerstand.

    Mehr (vor allem seitliche) Power auf die Finne aufzubringen hilft

    • beim Railen
    • beim Biegen einer gut flexenden Finne (die vertikalen Lift beisteuert und ebenfalls Boardfläche aus dem Wasser hebt)
    • einen besseren, achteren Stance einzunehmen
    • ...

    und trägt damit indirekt sicher zum Speed bei. Auch muss es ja eine Gegenkraft geben: Ein (in Maßen) dichtgeholteres Segel trägt auch zum Speed bei.

    Aber seitlicher Druck auf die Finne, dem der horizontale Lift, also die Abdrifthemmung der Finne (neben der Abdrifthemmung durch die Rail) gegenübersteht? Wie sieht es damit (für sich gesehen) aus - wenn man eigentlich widerstandsarmen Vortrieb will?

  • Hifly666
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    • December 2, 2025 at 9:32 AM
    • #2

    Die Querkraft wird doch vom Segel erzeugt. Daher kann mehr seitlich Kraft auf die Finne nur durch mehr Power im Segel erzeugt werden, welches dann auch in der Regel höher Geschwindigkeit ermöglicht.

  • dominik49
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    • December 2, 2025 at 8:48 PM
    • #3

    MMn kann man schon über den Stance etc mitentscheiden, ob man jetzt brutal auf Querkraft geht, oder eher über das vordere Bein auf Vortriebsmaximierung.

    Falls Nico_GER7 ersteres empfehlen wollte und das nicht nur indirekt über die Bullet Points oben funktionieren soll, dann müsste ja die Finn selbst (abgesehen vom flexen besser arbeiten, wenn man in Maßen mehr Querkraft aufbringt, sie als in etwa rechtwinklig zur Fläche verstärkt belastet. Erhöht sich dann ihr horizontaler Lift?

  • Hifly666
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    • December 2, 2025 at 9:42 PM
    • #4

    Das wäre dann doch so wie das Münchhausen Syndrom, sich am eigenen Schopf aus dem Sumpf ziehen. MMn durch geschickte Lastverteilung auf dem Board, kann man die Segelkraft besser halten, und dadurch indirekt den Druck auf die Finne erhöhen. Ich denke das meint @ Nico.

  • Christarus
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    • December 3, 2025 at 8:34 AM
    • #5
    Quote from dominik49

    Mehr Power auf die Finne aufzubringen bringe mehr Speed, heißt es unter anderem in einem neuen YT-Video von Nico_GER7

    Gewünscht ist eigentlich mehr Vortriebskraft bei weniger Widerstand.

    Mehr (vor allem seitliche) Power auf die Finne aufzubringen hilft

    Ich denke er möchte uns damit auch indirekt sagen: "bringt weniger Gewicht und Kraft vertikal von oben auf das Deck"

    Das kann man sich leicht vorstellen, dass wenn man das Board von oben aufs Wasser presst, es nicht so frei laufen kann.

    8):thumbup:

  • dominik49
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    • December 3, 2025 at 10:03 AM
    • #6

    "Bring die Finne zum arbeiten" könnte ein gemeinter Ansatz sein. Da fällt dann allerdings auch wieder das Flexen und Railen darunter.

    Zudem funktionieren viele schnelle zB PWA-Finnen erst bei einem relativ hohen Mindestspeed, der natürlich für Nico_GER7 gar nicht so hoch ist. Dann braucht man diesen Mindestspeed um sie zum Arbeiten zu bringen. Was bei ordentlich Chop für viele schwieriger ist als im Traum-Flachwasser.

  • dominik49
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    • December 3, 2025 at 10:06 AM
    • #7
    Quote from Christarus
    Quote from dominik49

    Mehr Power auf die Finne aufzubringen bringe mehr Speed, heißt es unter anderem in einem neuen YT-Video von Nico_GER7

    Gewünscht ist eigentlich mehr Vortriebskraft bei weniger Widerstand.

    Mehr (vor allem seitliche) Power auf die Finne aufzubringen hilft

    Ich denke er möchte uns damit auch indirekt sagen: "bringt weniger Gewicht und Kraft vertikal von oben auf das Deck"

    Das kann man sich leicht vorstellen, dass wenn man das Board von oben aufs Wasser presst, es nicht so frei laufen kann.

    Diesfalls könnte er aber auch sagen: "Häng Dein Gewicht mehr ans Rigg." anstatt "Mehr Power auf die Finne".

  • dominik49
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    • August 5, 2026 at 7:55 AM
    • #8

    Man pusht, damit man einer relativ kleinen High-End-Finne immer mehr zumuten kann.

    Sie fährt inkrementell immer schneller durch's Wasser, AoA verringert sich, Drag reduziert sich und sie kann noch mehr mit höherem Segeldruck einhergehende Querkräfte vertragen, liftet vertikal dann noch mehr und so ist es relativ lange eine selbstverstärkende Spirale nach oben,

    bis im Wesentlichen das Rigg und auch die Boardreste im Wasser zu draggy werden.

  • Totti-Amun
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    • August 5, 2026 at 8:06 AM
    • #9
    Quote from dominik49

    Man pusht, damit man einer relativ kleinen High-End-Finne immer mehr zumuten kann.

    Sie fährt inkrementell immer schneller durch's Wasser, AoA verringert sich, Drag reduziert sich und sie kann noch mehr mit höherem Segeldruck einhergehende Querkräfte vertragen, liftet vertikal dann noch mehr und so ist es relativ lange eine selbstverstärkende Spirale nach oben,

    bis im Wesentlichen das Rigg und auch die Boardreste im Wasser zu draggy werden.

    Letzteres ist an sich ein interessantes Thema. Wenn man sich die Aufnahmen von Fuerte 26 anschaut, ist der limitierende Faktor überhaupt nicht das Rigg. Das ist inzwischen dermaßen stabil und fokussiert, wirklich beeindruckend. Mit dem Boardkonstrukt hingegen kämpft jeder über alle Maße, was letztlich den Speed kostet.

    Da wäre jetzt mal wieder der direkte Vergleich zu heutigen Foils spannend.

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  • dominik49
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    • August 5, 2026 at 8:25 AM
    • #10

    Naja, viele fuhren das kleinste Rigg was sie hatten. Und bei der ursprünglichen Auswahl war das Anfahren nach Halsen im Pulk oder der potentiell windschwächsten Bahnmarke wichtiger. Oft also relativ groß mit in Kauf genommenem drag.

    Aber bei dem Swell+Chop-Gemisch war das Rigg natürlich nicht gleichermaßen ein limitierender Faktor wie in Gruissan - solange man sich das Wasser nur mit ca 50, die es zerfahren, teilt.

    Beim Board war in Fuerte die Kontrolle und die Abstimmung auf unterschiedliche Wellenbilder das Wichtigste. Da nahm man auch schlechteres Wegkommen nach der Halse in Kauf, wenn man nur die Gerade und Halse überlebte.

    Ein zu kleines Board gab es eigentlich nicht. Außer bei sehr löchrigen Start-Approaches wie MR so eines schilderte.

  • dominik49
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    • August 5, 2026 at 8:28 AM
    • #11

    Für das Thema hier finde ich Fuerte 2026 ein schlechtes Beispiel.

    Zumal es schon von den conditons her weit von unseren typischen Erfahrungswelten entfernt ist.

  • Totti-Amun
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    • August 5, 2026 at 8:34 AM
    • #12

    Irgendwer muss aber der Maßstab sein.

    ^^

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    • August 5, 2026 at 8:44 AM
    • #13

    Da fallen mir genug andere ein:

    Nico beim Defi (oder in dem Video in dem er über das in #1 Genannte spricht - samt bewegten Bildern),

    Matteo bei der One Hour Classic in Torbole,

    Brendan bei einer One Hour in PLN,

    Andrea etc morgens in Malcesine

  • Erik Loots
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    • August 5, 2026 at 9:40 AM
    • #14

    This idea mainly applies when sailing on a fixed course, whether upwind, on a beam reach, or slightly downwind. On an open course, where you slingshot and rotate with the gust, you do not try to maximize pressure on the fin, because that would prevent the board from turning smoothly. Slingshot with the gust is the easiest and most effective way to reach top speed, provided the water conditions allow it.

    For the style of sailing described by N Prien, stiff fins are needed to handle extreme pressure. I used to own a few of those ultra‑stiff Sonntag fins. My current fins are slightly less stiff, which means I can still push hard, but not endlessly. At some point the vertical lift becomes too strong (with my not ultra stiff fins) and the board rises too far out of the water.

    Even so, fins with a bit more flex have clear advantages. They absorb shocks better and reduce leg fatigue, because you do not need to apply constant heavy pressure to fly above the chop. In practice, water conditions and control often determine top speed more than the fin itself.

    I have always preferred a light and effortless sailing feel. As a former speed surfer, I gained my speed more from smartly slingshot with the gusts than from brute force. But in PWA or Defi the course is fixed and you need to look which pressure and fin you can handle, this is mainly dependend on weight, strenght and condition of the rider. Dunkerbeck was also a good example in the past of being able to ride with more pressure (more power then others).

    In the end, windsurfing is not fun, it is hard work and tough sport to get the best performance. It is not what I look for in windsurfing, but for N Prien it is his living, his profession. He needs to find the edge of what humanly is possible if he wants to win.

  • dominik49
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    • August 5, 2026 at 9:53 AM
    • #15

    Gleichzeitig empfiehlt er seiner Audience die Finne zu pushen ...

    einige andere empfehlen zumindest einen konstanten Druck - also eher ein Optimieren als ein Maximieren.

  • Erik Loots
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    • August 5, 2026 at 10:38 AM
    • #16

    I have not seen the video, partly because my interest in professional windsurfing and pushing absolute limits dissapeared somehow last decade. I only occasionally watch Nico’s content, simply because he is a true professional. My own preference leans more toward a non‑competitive mindset and the free spirit of windsurfing. I enjoy the feeling of being connected with nature on a windsurfer rather than fighting the water, the wind, or other sailors. I still like going fast, but in a balanced and relaxed way.

    Naturally, anyone can accelerate more over the first hundred meters when running, but if your goal is to cover twenty kilometers in a day, it is unwise to exhaust your muscles right at the start. The same logic applies here. Nico Prien is giving professional advice, and his points are absolutely correct for advanced sailors. However, when amateurs try to “push the fin,” it often leads to oversheeting, which stalls both the sail and the fin. Which emptues the muscles and often lowers speed (and more spin-outs).

    It is comparable to a rally driver telling people to go full throttle through every corner. A professional drifts and controls the slide, but an amateur who does not drift will simply shoot out of the corner by following that instruction literally. So Nico’s tip is excellent if you are a highly skilled and well‑trained windsurfer.

    For most amateurs, I believe a different approach is more helpful. They should aim for a balanced setup where they can stand on the board in the harness and almost sail without holding the boom. From that neutral and stable position, they can then try to go as fast as possible and optimize in small steps. This approach is more enjoyable, allows them to sail for hours, and gives the sensation of moving with the flow rather than fighting against nature. If windsurfing would promote this, then it actually is the best sport in the world (I believe). Being one with nature, flying above the water like a bird.

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    • August 9, 2026 at 8:02 PM
    • #17

    Ich versuche immer soviel seitlichen Druck auf die Finne auszuüben bis sie droht auszubrechen- Soinout. Wenn es nicht mehr passt, wähle ich eine größere Finne. Im wilden Chop eher längere Finne als bei Flachwasser.

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