Einstieg ins Wellen-/Brandungssurfen Region Rügen +/-1h

  • Hallo zusammen,

    als Binnen- und Flachwassersurfer suche ich passende Spots im Bereich Rügen +/- 1h Fahrteit nach Ost oder West, um sich an Brandungs- bzw. Wellensurfen mal zu versuchen. Welche Tipps habt ihr?

    a) generell von den Bedingungen her? Windrichtung und Stärke?

    b) Spots
    c) was mach macht man als Anfänger gerne mal falsch? So die typischen Fehler, wo man hinterher drüber lacht??


    Besten Dank! :)

  • In der Region kenn ich mich nicht aus, aber allgemein zum Spot:

    schrägauflandiger Wind, recht langsam tiefer werdend, wenig Strömung und Platz/Sand in Lee hilft aus meiner Sicht am Anfang. Kann ja gut sein, dass was nicht so wie gewünscht klappt am Anfang (Wasserstart, Halsen). Dann ist man froh, wenn man tendenziell wieder an Land getrieben wird und bald wieder Grund unter den Füßen hat. Läuft man dann am Strand wieder hoch zum Ausgangspunkt.

    Ansonsten, mit moderaten Wellen/Bedingungen anfangen und sich langsam steigern. Wenn die Bedingungen moderat sind und du sonst schon gut surfst - mach dir nicht viele Gedanken. Mit richtigen (kleinen) Wellen ist es eigentlich einfacher als in starkem Chop/Kabbel auf dem See.

  • Ich war gerne in Warnemünde oder auf dem Darss, in Neuhaus oder Wustrow. Kühlungsborn hat auch schöne Wellen und relativ groß, wenn es passt.


    Es kommt auf die Windrichtung an, wohin genau man fährt schräg auflandig sollte es sein, platt auflandig ist schlecht und so Mitte 5 - 6 Bft sollte es haben, so dass es für 5,3 oder 4,7 reicht.


    Anfangs eher etwas mehr Volumen wählen und ein Powerwave Segel mit etwas Druck zum Angleiten und festhalten.


    Immer da surfen, wo auch andere sind, meist hat es gute Gründe, warum ein verlockender Strand leer ist.


    Man sollte sich gut die Stelle merken wo man los ist, von draußen sieht es das Ufer oft gleich aus und Strömung und schwieriges Angleiten versetzen einen schnell ein paar hundert Meter.


    Zu Fuß ist schon jeder mal zurückgelaufen.


    Es schadet auch nichts am Anfang erstmal 30min den Spot und andere zu beobachten, um die Gegebenheiten zu checken und einen Ausstieg in Lee zu finden, falls nötig und/oder den Rückweg.

  • Gibt auch Boddenspots wo 'etwas Welle' läuft. Wenn du 20, 25 Knoten Wind hast kannst bei Ost oder Nordost in Loissin auch schon richtig schon richtig Spaß haben (einstieg dann entweder vom Campingplatz oder Parkplat Gahlkow direkt östlich daneben), west/nordwest geht an den Spot auch aber weniger Welle.

    An so einem Tag (was die Windverhältisse angeht) willst als Wellenanfänger dann vermutlich nicht in Mukran aufs Wasser.


    Lobbe kannst bei Östlichen Windrichtungen auch gut - ist ebenfalls Bodden, Stehbereich weniger breit als in Loissin - vorne mit Sandbänken was dir für so manchen Turn auch erstmal reichen dürfte.

    Ich denk bei den Boddenspots machen ein paar Grad Windrichtungsänderung viel aus ob sich Wellen aufbauen oder nur größerer Chop gepaart mit ein paar Wellen dort wo es Flach wird.

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    Ein Fehler kann das Material werden - man kann zwar irgendwie mit jedem halbwegs kleinem Brett klarkommen aber ein FreeWave oder Wave Brett machts sicherlicht leichter.

    Die Leute vor Ort fragen ob/wo steine sind ist sicher auch hilfreich - gibt genug Stellen die sind völlig unkritisch (weil entweder keine oder nur im recht tiefen wasser) aber auch welche wo man lieber nicht rausgehen sollte.

  • Jetzt soll es für die kommenden Tage viel Ostwind haben. Kann jemand was zum SüdsüdOst-Ufer von Thiessow sagen? Empfehlung oder besser nicht?

  • Bernie, mittlerweile müsstest Du doch wissen dass wir hier alle Windsurfdumbos sind.., musst doch nicht jedes mal aufs neue demonstrieren dass du zur Windsurfelite gehörst. :keks:


    Thiessow bei Ost ist machbar.., bin bei Gandi an der Surfoase raus und dann hochgedümpelt. Setzt etwas können voraus und eventuell ein Brett mit Volumen.

    Alternativ eventuell hier parken: https://maps.app.goo.gl/m96nmFKnVvyA4i126 da kannst dir das hochdümpeln ersparen.

    Oder direkt nach Lobbe.

  • bei ostwind kann ja auch am Südostzipfel von Rügen ne Ostseewelle entstehen, die nun wirklich nicht von der begrenzten Wasserlänge (und-tiefe) vom Bodden beeinträchtigt ist
    nur: bei der angesagten Windstärke baut sich auch da nur etwas stärkerer kabbel auf (80cm oder vielleicht mal 1m)
    allerdings kenne ich den Zugang von thiessow für diese Windrichtung nicht (war eh zu DDR-Zeiten das letzte Mal dort auf dem Wasser und damals war der Bereich, der bei ost geeignet sein sollte, Grenzgebiet und somit Wassersportverbotszone

  • allerdings kenne ich den Zugang von thiessow für diese Windrichtung nicht (war eh zu DDR-Zeiten das letzte Mal dort auf dem Wasser

    dann bist Du wahrscheinlich einer der Verantwortungslosen die mich in diesen Sport getrieben haben der mein Leben in sozialer und ökonomischer Hinsicht auf eine harte Probe stellt :D :D

  • natürlich nicht Bernie.., Cracks wie Du fangen direkt in Ponta Preta an. :D

    Lies einfach nochmal den Titel des Threads und frag Dich was Du hier hilfreiches beitragen kannst.

    Ne, angefangen bin ich an deutsche/niederländische Küstenspots, wie wohl die meisten.

    Vielleicht solltest du nochmals lesen:

    "als Binnen- und Flachwassersurfer suche ich passende Spots im Bereich Rügen +/- 1h Fahrteit nach Ost oder West, um sich an Brandungs- bzw. Wellensurfen mal zu versuchen. Welche Tipps habt ihr?"


    Also ich halte jetzt Boddengewässer nicht zielführend um Brandung und Wellensurfen zu erleben und sich dort mal zu versuchen, sorry.

    Wollen wir nun noch den Unterschied erarbeiten(Aurum hat es schon angerissen)der zw Windwelle und Brandung besteht?

  • Also ich halte jetzt Boddengewässer nicht zielführend um Brandung und Wellensurfen zu erleben und sich dort mal zu versuchen, sorry.

    Uiui.. Bernie, da hast du wohl noch nicht Rügens Ostküste bei strammen 6-8 Windstärken erlebt. Am besten wenn's über mehrere Tage bläst. Ich verspreche dir dass wir beide da unseren Spaß hätten. Das zählt übrigens nicht mehr als Bodden, ist Ostsee.


    Ohne dem TE zu nahe treten zu wollen, oder sein Können iwie in Abrede zu stellen.., aber ich glaube dass jemand mit dieser Fragestellung und mit der Windvorhersage erstmal genug Herausforderungen hat. Viel Spaß Thomas80!

  • Also Boddengewässer sind sicher geeignet, um sich mit seinem Freewave Material anzufreunden und damit sicher Surfen zu können.


    Aber für den Wellenstieg ist dann die Ostsee der richtige Ort, abhängig von der Windrichtung muss man einen geeigneten Spot finden, wie gesagt, ich würde bei 5-6 Bft beginnen.

    Neben Steinen sind die Buhnen zu berücksichtigen und ggf. Netze, Schiffsfahrtswege usw. Da kann man gerne andere Surfer zu befragen.


    Falls man alleine unterwegs ist, bietet sich das besonders an, damit jemand einen im Auge behält.

    Materialdefekt, Abtreiben oder Verletzung passieren an der See schon mal häufiger.


    Jedenfalls sollte sich der TE nicht abhalten lassen, ein schöner Tag auf dem Meer gibt mir mehr als 1 Woche Flachwasser rutschen. :)

  • Also okay ich gebe Bernie b recht es sind keine brandungspots

    Die welle ist immer etwas außerhalb an Sandbänken, aber genau das richtige um erstmal mit mehr welle klar zukommen und nicht gleich sein Material im shorebreak zu Schrotten


    Kühlungsborn Ost soll bei ost auch gehen, nur nicht einfach zu parken


    Und ich weiß gar nicht was schlecht an boddenspots sein soll, da kann sich auch eine ordentliche welle aufbauen

    Kein ponta preta aber genug zum rantasten

    Halsen, wenden und Wasserstart in bewegtem Wasser zu üben


    Salzhaff ist da nicht das Maß der Dinge

  • Nach ein paar Tagen auf dem Wasser nochmal mein Dank an alle hilfreichen Kommentate hier. Konnte von SO-Rügen über Rosengarten bis hoch nach Mukran tingeln und mir ein paar Spots anschauen, dank eurer Kommentare mir vorab ein grobes Bild von den Bedingungen machen und natürlich auch austesten. War genau das, was ich gesucht habe. Material durch die Brandung bekommen und wieder zurück, Wasserstart bei bewegtem Wasser, ein Gefühl für Brett- und Segelgröße je nach Wind und Welle.

    Apropos Welle: Ob es nun kabbelige Welle oder welliger Kabbel ganannt wird, sei mal dahingestellt - doch wenn sich als Flachwassersurfer plötzlich das Meer vor einem hüft- bis brusthoch aufbaut, das Brett beschleunigt und die Kraft im Segel anders wird, ist es genau das, was ich gesucht habe. Macht schon mächtig Spass :)