Wie kann man das Abtreiben des Materials verhindern?

  • wenn es deshalb so schnell treibt, weil es blöd liegt: hinfahren, Rigg in bremsende Position bringen (evtl. Board dazu umdrehen)
    das mit beiden Boards machen und auf den Schwimmer warten
    so er genug Kraft hat

    ich hatte ernstlich schonmal den Fall, wo der Verlierer entkräftet war nach einigen Minuten hinterherschwimmen und es auch keine Hilfe mehr war, dass ich ihm immerhin zeigen konnte, wo er hinmuss. (man verliert das zeug ja schwimmend aus den Augen bei großer Entfernung).
    wir waren zu zweit weit draußen (MRU Manawa)
    dann hab ich ihm mein Zeug gegeben, damit er sich daran festhalten und verschnaufen kann und bin dann seinem Zeug hintergeschwommen, was da gar nicht mehr so weit entfernt war, und habs zurückgekreuzt und wir haben wieder getauscht
    die Session war dann für uns beide beendet, denn alleine in 5m+ Wellen habe ich in dem Jahr noch nicht gewagt

  • Den Mann retten, das Board ist " lesson learnt".

    Ich gefährde mich nicht wegen eines fremden Surfboards....

    Fährt Ezzy auf Tabou, Goya und RRD

  • Trapez würde ich nie abwerfen! Solche Situationen entstehen ausschließlich bei sehr viel Wind. Da ist man ohne Trapez völlig machlos, wenn man sein Material wieder eingefangen hat. Ohne Trapez erreicht man das Ufer nicht mehr.


    Ich wundere mich wirklich. Wievielen Windsurfen ist es schon passiert, dass sie ihr Material auf Grund eines Sturzes verloren haben.


    Ich surfe schon fast 50 Jahre. Bin oft alleine in Starkwindrevieren ohne externe Rettungsorgane unterwegs. Wenn man sich immer der Gefahr bewusst ist und sich im Wasser zu bewegen weiß, kommt klar. Was soll der Handyanruf bringen? Wen wollt ihr erreichen? Rettungsboote sind nur an den wenigsten Stellen vorhanden. Freund oder Freundin verfügt selten über ein Boot.


    Meine Erfahrung ist leider, das man sich nur selbst in Sicherheit bringen kann, sonst ist man verloren.

  • Wenn du das Trapezes aus hättest wäre das Board eh schon zu weit abgetrieben. Denke auch das es kontraproduktiv wäre das zu versuchen. Entweder man erreicht die Ausrüstung mit ein paar beherzten Schwimmzügen oder man stellt sich auf eine längere Strecke ein.

  • Das Trapez bleibt an!


    Lieber nicht zuviel Bewegungshemmnisse anziehen ... als an so einen Blödsinn wie Trapez ausziehen überhaupt nur nachzudenken


    Wenn Du mal einen Trapezdefekt hast, merkst Du, wie Du ohne Trapez bei entsprechend Wind und Material kaum fahren kannst.


    Es ist wie bei anspruchsvollen Bergtouren in Fels und Eis, da packt man auch so wenig wie möglich in den Rucksack und lebt eher minimalistisch. Flink kann man Gefahren oft besser begegnen.

  • Hi,

    ist mir auch mal passiert, Gott sei Dank nicht zu weit vom Ufer weg.


    In Prinzip kann man nur folgendes tun:


    - Wenn immer moeglich, mit einem Surfbuddy aufs Wasser gehen und auf selber Hoehe bleiben.
    - Gabelbaum immer festhalten

    - Wenn Brett und Rigg wirklich ein paar m weg sind und abtreiben - sofort einen Schwimm-Sprint machen. So schnell wie moeglich. Je langsamer man ist, desto laenger muss man schwimmen, desto eher lassen die Kraefte nach, desto langsamer wird man.

    - Wenn man nach 5 min nicht nachkommt, Material aufgeben. Einen Apple Airtag im wasserdichter Huelle am Mastfuss montiert hilft, evtl, aufgegebenes Material irgendwo am Ufer wieder zu finden.

    - Sicherheitsausruestung dabei haben: Prallschutz/Auftriebsweste, Neo dick genung fuer eine Stunde schwimmen, einen PLB (Peilsender) dabei haben, um die Seenotrettung zu rufen, Pfeiffe.


    Faellt noch wem was ein?


    lg

    mariachi76

  • - Sicherheitsausruestung dabei haben: Prallschutz/Auftriebsweste,

    Das würde ich mal vom Revier abhängig machen. Ich bin ein lausiger Windsurfer, aber in der Welle würde ich keine Prallschutzweste tragen. Damit schwimmt es sich nicht gut und vor Wellen abtauchen geht auch nicht. Bei Flachwasser gerne mit Weste.


    Gruß, David

  • ab welcher Wellenhöhe gelten sie dir als Wellen?
    hast du schon Erfahrung in echten Wellen? da ist loslassen und abtauchen nur selten eine Option, da man echt weit getrennt wird vom Material und besser festhalten sollte (das Zeug auf der Welle wird vom Weißwasser viel weiter gespült als ein Surfer, der aktiv runtergetaucht ist. und dieser Abstand addiert sich bei jeder Welle des Sets)
    und in den Situationen, wo man unerwartet gewaschen wird, ist an gezieltes Abtauchen auch nicht mehr zu denken


    ich, der schon xmal auch lange schwimmen musste und andere Leute gesehn hat, die auch vom Schwimmen ohne leicht hindernde Weste extrem erschöpft waren, geh nur noch mit Prallweste in die Welle.
    da weiß ich, dass ich endlos schwimmen oder treiben kann, selbst wenn ich mal hoffnungslos vom Material getrennt bin oder verletzt

    zudem halt ein gewisser Rippenschutz
    und eine Möglichkeit, Trinkblase auf dem Rücken zu haben

  • hast du schon Erfahrung in echten Wellen? da ist loslassen und abtauchen nur selten eine Option, da man echt weit getrennt wird vom Material und besser festhalten sollte (das Zeug auf der Welle wird vom Weißwasser viel weiter gespült als ein Surfer, der aktiv runtergetaucht ist. und dieser Abstand addiert sich bei jeder Welle des Sets)
    und in den Situationen, wo man unerwartet gewaschen wird, ist an gezieltes Abtauchen auch nicht mehr zu denken

    Wenn du nicht drüber/durch kommst, Mast zur Welle, das Ding so weit wie möglich versenken, runter treten und dann tauchen und festhalten - das funktioniert eigentlich richtig gut.

  • mir musst du das nicht erklären
    hatte ich doch schon vor ein paaar tagen genau so geschildert

  • wir reden hier die ganze zeit von boards mit finne...mit nem foil fährt das teil je nach sturzart noch ein ganzes stück weiter...passiert mir öfters, konnte es aber noch jedesmal einholen, da beim windfoilen in der regel der wind nicht gerade superstark ist...zumindest bei mir....trotzdem ist es mühsam, denn meine mittlerweile chronische frozen shoulder ist auch nicht gerade hilfreich zum schnell hinterherschwimmen🙈🙈🙈