Finne selber bauen - habt ihr Erfahrungen?

  • Ich hoffe auch. Wie ich schon vorher schrieb: das ist für mich wie ein Hobby. Der Prozess, das Tüfteln, das Verbessern, das Lernen, etc., was für viele nervig ist, ist für mich ein Teil des Hobbys. Dass das also ein Aufwand ist, finde ich garnicht schlimm. Die nächste Finne ist schon in der Mache: das Gelcoat ist am antrocknen, alle lagen sind zugeschnitten. Ich werde jetzt mit Flex, Twist etc experimentieren und Messungen aufnehmen👍🏼

  • Habe mit PLA gedruckt, weil es stabil ist, und sich gut schleifen lässt. Da gibt es aber definitiv noch ausgefuchstere/bessere Materialien. Demnächst fräse ich mir die Form.

    Ich habe die Form aufrecht gedruckt, weil das Profil so viel genauer ist. Deswegen brauchte ich noch Stützstrukturen. Bei 30% Festigkeit + Stützstrukturen hat es ca 70 Stunden gedruckt. Ich habe danach von hinten fünf Löcher gebohrt und dann den Körper mit epoxy aufgegossen, um mehr Stabilität zu kriegen. Das Profil habe ich glatt geschliffen und dann mit Epoxy versiegelt.


    IMG_2760.jpg


    In knapp einer Woche kann ich endlich wieder surfen gehen, da werde ich sie testen und bestimmt berichten, wenn es hier jemanden interessiert! Gewichtvergleich habe ich bereits gemacht; Winheller 303 vs Meine 322 Gramm (meine ist 1.5 cm länger)

  • Laminataufbau so grob:


    außen ein leichtes sichtgewebe, dann 2/3 lagen etwas schwereres Gewebe, danach UD lagen und dann nochmal ein festes Gewebe in die Mitte für Festigkeit. Als Kern wollte ich ausprobieren, ob coremat oder klassisch etwas mumpe. Finde Mumpe wesentlich angenehmer, deswegen variiere ich, und teste nach Fahrverhalten. Die Lagen habe ich unterschiedlich gelegt/orientiert und angeordnet.


    Profil:


    Der Beitrag in der Surf von Michael von MS-fins war da sehr hilfreich. Ich habe mich dann an ihm orientiert. Profildicke bei ca 9% und Dickenrücklage bei ca 40%.


    Form (=outline?):


    Ich habe mir zum Abgleichen bei Bohrungen/… die Formen von P51flier angeschaut. Er hat mir generell viel geholfen, was sehr nett war. Bei meinen ersten Finnen habe ich mich auch bei der Outline noch an seinen Formen orientiert. Demnächst will ich mal eine elliptische outline ausprobieren. Evtl auch mal eine etwas breitere Spitze; die ist ja aktuell noch recht schmal. Aber dafür brauch ich erstmal wieder was Zeit.


    Der nächste Schritt ist wie gesagt erstmal das Fräsen. Da muss ich mich mal wegen Materialien etc einlesen. Dann ist auch die Frage, ob man direkt die Negativform fräst, oder ob man ein positivmodell der Finne fräst, und das dann abformt. Aber das entscheide ich dann später😁

  • noch ein Tipp wenn man schon eine Form hat.


    Bau Dir eine Messeinrichtung für Flex und Torsion. Vermesse und fahre alles was Du bekommen kannst.


    Überleg Dir einen Lagenaufbau und vermesse diesen und pass ihn an.


    Dann bekommst Du ein Gefühl dafür wie der Messwert zum Fahrgefühl passt.


    Nöchster Schritt:

    Anpassen der Länge der Finne und was Du am Aufbau ändern oder anpassen musst dass auch da die Härte wieder passt. ( Bsp von einer 44er auf eine 38er )


    ....hat bei mir 1,5 Jahre gedauert bis es gepasst hat.


    Grüße Still Michi

  • ich habe eine Alu Form,

    mit der arbeite ich nicht gerne, die Oberfläche ist empfindlich und, nachdem ich mit Sichtcarbon arbeite, muss ich da kurz mit Hitze arbeiten, das geht nicht mit der Alu, weil gleich die Temperatur in die Form geht. Ausser, ich schieb sie vorher in die Temperbox.

    Das ist mir zu mühsam.


    Anderer Ansatz...

    Wenn ich Ur Finnen auf Basis einer vorigen Finne händisch baue, dann ist einfacher einfach ab zu formen.

    Bsp: R2 Umbau auf X6, händisch die Outline verändert, probe gefahren, für gut befunden, Finne und Profil nochmal clean überarbeitet ( Qualität einer Urfinne ) und dann abgeformt.

    X6 auf X7, die Dicke durch einklemmen von Plättchen verändert, gefahren, clean gemacht, abgeformt...


    Also,...Alu mag ich nicht,

    neue Finnen als Weierentwicklung verändern,

    oder komplett neues mit Cad / Cnc in Acryl und abformen.


    Formen mit Glas, Carbon und Gewindestangen. Die Form muss etwas robuster ausgelegt sein dass sie sich beim ersten tempern nicht verzieht.

  • na wenn ich auf Basis einer bestehenden Finne eine neue bauen will und diese soll mehr Power bekommen, dann kann man eine neue Ur Finne und Form bauen , oder man versucht für die ersten Tests die vorhandene dicker zu machen, also zwischen die Formhälften etwas rein klemmen.

    Nachteil, durch wenige Zehntel mehr Dicke, wird der Flex deutlich härter.

  • Und wie gießt du die Box an, ohne dass man „schlabbert“? Bis jetzt habe ich einfach möglichst genau ein Tape band so am Blatt geklebt, dass es alles abfängt, und dann mit einer Spritze das Harz eingefüllt.. So ganz optimal ist das aber auch nicht, glaube ich…

  • na das Carbon Blatt wird über Halterungen ausgerichtet und das Blatt schwebt in der darunter hängenden Form. Das Carbon ist mit Tape geschützt und dann wird gegossen.

    Am nächsten Tag entformt, auf einem Schleiftisch bündig geschliffen, gebohrt...usw

  • Bisher habe ich es auch so gemacht, wie du es beschreibst. Damit war ich aber nie so 100% exakt. Das muss ich dann wohl genauer messen. In letzter Zeit habe ich aber auch bei einigen gesehen, dass sie Finnenblatt und Box in einem laminieren. Was haltet ihr davon (Stabilität, Effektivität, Umsetzung?


    IMG_3102.jpgIMG_3103.jpg


    Mehr Beispiele habe ich ad hoc nicht gefunden, ich meine aber, dass das auch noch andere so machen/gemacht haben/…

  • naja...kann man machen.


    Hat dann den Vorteil dass es zu keiner Rissbildung zwischen Blatt und Tuttle kommt (wenn die Box aus Epoxy & Gewebe später angegossen wird)


    Ich mache es nicht, ich bräuchte x Formen in 1 bis 2cm Schritten und das ist Unsinn.


    Vorteil wäre natürlich die Zeitersparnis.


    Ich giesse die Tuttle aus schlagzähem Polyurethan und gehe davon aus dass es dämpft und der Finne beim Flexen hilft.