Longboards, wer hat es schon mal probiert?

  • Moin,


    wer ist denn schon mal "Longboards" der neuen Generation gefahren?
    Ist doch sicher ein Riesenspaß, auch bei wenig Wind...?...
    Falls ich zum Surf-Festival fahren sollte, wollte ich das auf jeden Fall mal probieren...


    Wer hat schon mal auf welchem gestanden und kann berichten?


    Und andersrum, wer hätte denn auch mal Spaß an sowas?


    Grüße


    Totti

    Dieser Text wurde nach alter, neuer und eigener Rechtschreibung geschrieben und ist daher fehlerfrei!
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  • Hi,


    ich habe zwar kein echtes Longoard, aber einen Hybrid, F2 Lightning (Shape Patrik Diethelm).
    L=282
    B=88
    V=225
    DT


    Ich fahre bei wenig Wind mit 11,8m² und 70er Hurricane Finne und auf Touren 9,6²m mit der serienmäßigen 65er F2 Finne.


    Mit dem großen Race-Schwert (ca. 85cm) läuft das eine irre Höhe im Verdrängerbetrieb. Es stellt sich auf die Leekante und man hängt bei 3Bft voll im Trapez und der Kenterschlaufe. Leider hat es keine 2 Kenterschlaufen. Dafür nehme ich dann die hinteren normalen Schlaufen.
    Du kannst mit dem Board dort hinfahren, wo du mit schwertlosen Boards niemals hinkommst (z.B aus engen Buchten rauskreuzen, Ziele direkt in Luf).
    Mit Schwert kommt es in so eine Art Halbgleiten bei stärkerem Wind.
    Wenn man das Schwert eingklappt und den Mast ganz nach vorne bzw. ins vordere Drittel fährt (geht während der Fahrt) kommt es trotz des hohen Gewicht leicht ins Gleiten. Es wird dann aber nicht sehr schnell, so 40-45km/h. Mit Mast ganz nach hinten wird es schneller, gleitet aber schlechter an. Es fährt dann wie ein großer Freerider, man kann langgezogene Halsen fahren.
    Mit dem 9.6er habe ich einen Windbereich von 1-6Bft, also sehr gut zum Touren geeignet.
    Dünungswellen auf dem Meer kann man mit etwas Anpumpen runtersurfen (Schwert hoch).

    Gruß
    Poseidon
    -------------------


  • Na hier kann doch bestimmt der Herr Lehman umfassend drüber berichten!!! :bonk::bonk:

  • Bitte schreibe mich mit zwei „N“!!! :D Zum Glück habe ich zwei Schwestern und nicht noch einen Bruder, sonst müsste ich mir wohl stündlich Vergleiche mit den „Lehman Brothers“ anhören, auch wenn es bei uns noch nicht so weit gekommen ist… ;)


    Über Ostern ist mir mal wieder so richtig bewusst geworden, wie groß Windsurfen noch ist. Ich war Freitag, Samstag und Sonntag jeweils fünf bis sechs Stunden auf dem Wasser. Am Schönberger Strand (Stakendorf), in Heidkate und in Laboe. Und ich war jeweils alleine (bzw. mit zwei/drei Freunden, die mit meinem Stuff/Testmaterial windsurften). Das ist doch nicht normal…


    Es waren perfekte Bedingungen für unseren Freeridetest (125 und 145 Liter Boards und 8,5er Segel) und bis auf einen oder zwei andere Jungs, die vor sich hindümpelten, war kein Mensch auf dem Wasser. Strahlender Sonnenschein, 15 Grad und vier bis fünf Windstärken.


    Das Problem ist, das ganz offensichtlich die meisten Windsurfer gar nicht wissen, wie sensationell es ist, mit großem Material zu fahren. Die Boards und Segel sind so leicht geworden und so sportlich zu fahren, dass es wirklich Sünde ist, dass offensichtlich kein Mensch Interesse daran hat.


    Sonntag waren wir auch mit dem Kona One draußen, Freitag mit einem 30 Jahre alten Mistral M1, dem Serenity und dem Gemini und wie gesagt: Kein anderer Windsurfer weit und breit. Wohingegen am Mittelstrand bestimmt 40 Kites in der Luft waren…


    Aber zurück zum Thema: Longboards sind sensationell. Bin im letzten Herbst den alten Equipe mal wieder gefahren. Monsterboard, vor allem in der Full-Carbon-Version. Wer so ein Board noch hat, sollte es auf keinen Fall verkaufen, denn so was Gutes bekommt man nie wieder. Kein Hersteller kann sich diese Bausweise heute noch leisten (bzw. kein Kunde würde den nötigen Preis bezahlen). Bei Longboards macht gerade das Gewicht einen riesigen Unterschied aus, deshalb ist der Equipe mit 12 Kilo sicherlich unerreicht (wobei der Serenity auch nur 12 Kilo wiegt…).


    Ich kann jedem nur empfehlen, Longboards mal wieder selber auszuprobieren. Mit einem Kona One/Tabou Windstyler zu gleiten ist wirklich sensationell. Nicht nur, dass er früh losgeht, er wird auch noch richtig schnell. Zusammen mit einem Glide ist es die perfekte Sommerkombi für die ganze Familie.


    Ich habe keine Ahnung, warum so wenig Windsurfer auf Longboards steigen. Vielleicht ist ihnen der Transport zu schwierig oder es ist ihnen nicht cool genug. Zu Letzterem kann ich jedoch nur sagen, dass ich sensationelle Ostern bei strahlendem Sonnenschein auf dem Wasser hatte, während die coolen Windsurfer alle am Strand rumgammelten… Wer ist da wohl glücklicher?

  • Hi Alexannder,


    Quote from Alexannder

    Strahlender Sonnenschein, 15 Grad und vier bis fünf Windstärken.


    bei dem Wind fahre ich den Lorch Silver Dolfin (174l, 2,77cm 9,9kg) mit 9,6 oder 11,8. Der geht früher los als der F161 von Starboard und geht erheblich leichtfüssiger über den Kabbel und um die Ecke als der Hybrid.


    Quote from Alexannder

    Ich war Freitag, Samstag und Sonntag jeweils fünf bis sechs Stunden auf dem Wasser. Am Schönberger Strand (Stakendorf), in Heidkate und in Laboe. Und ich war jeweils alleine (bzw. mit zwei/drei Freunden, die mit meinem Stuff/Testmaterial windsurften). Das ist doch nicht normal…


    Das hört sich nach echt guten Spots an. Kommt man mit dem Auto nahe an den Strand? Ich liebe es, allein auf dem Wasser zu sein :)

    Gruß
    Poseidon
    -------------------

  • Hi Poseidon!


    In Laboe kannst Du direkt am Fuße des Ehrenmals auf dem Surferparkplatz stehen. Dichter dran geht’s nicht! In Heidkate ist ein großer Parkplatz direkt hinter dem Deich. Auch super.


    Am Schönberger Strand (Stakendorf) ist der Parkplatz etwas weiter weg vom Deich. Kannst aber auch zum „Mittelstrand“ fahren, da parkt man auch direkt hinterm Deich. Das ist nur ca. 500 Meter weiter westlich. Dort sind zwar die Kiter in der Überzahl (na ja, 40 zu 0 halt…), aber es ist trotzdem entspannt und man kann locker auch einfach etwas Up- oder Downwind zu dem Pulk fahren.


    Gruß


    Alexander

  • Moin,


    habe im letzten Jahr gelegentlich auf einem Kona gestanden und bin zum Spaß auch mal den KonaCup auf dem SurfFestival mitgefahren, weil ich mir nicht so richtig vorstellen konnte, dass die Teile Spaß machen. Hab dann festgestellt,dass ich mich getäuscht hatte...es war sehr lustig mit so einem Longboard zu cruisen. Besonders witzig, wenn das Board dann ins Gleiten gekommen war...da spürt man keine Gleitschwelle oder den bekannten Staudruck der breiten Freerider oder der Formulas....nix da. Nimmt der Wind etwas zu oder kommt die "Böe des Tages" vorbei, dann tippelt man so langsam nach hinten (ist ja genug Platz da :-)) und das Board hebt gemächlich aber stetig seine Nase und los gehts. Dadurch, dass man ohnehin etwas höher auf den Boards steht und sich dann im Gleitzustand die vordere Hälfte des Brettes nochmal ordentlich aufrichtet, kommt es einem ein wenig so vor, als wenn man schwebt.
    Ich fand es sehr lustig und kann jedem nur raten, es mal auszuprobieren.

  • Hi Alexander,


    danke für die Tips. Ich komme bald runter. Gibt es an den Spot Probleme für große Finnen (max . 70cm)?


    Ist das Gemini dein Board?


    Gruß

    Gruß
    Poseidon
    -------------------

  • Hi,


    Quote from AlexaNNder

    Bitte schreibe mich mit zwei „N“!!!


    wie gewünscht ;)

    Gruß
    Poseidon
    -------------------

  • Mädels, Ihr seid mir Experten!


    Warum werde ich nur so häufig missverstanden… :keks:


    Zu Deiner Finnenfrage, Poseidon: Es hängt von der Windrichtung ab. Bei westlichen Winden ist eine 70-cm-Finne definitiv ein Problem. Die gesamte Ostseeküste zwischen Heidkate und Schönberger Strand hat eigentlich einen Stehbereich, der ca. 200 Meter weit rausgeht. Vor Heidkate ist dieser Bereich am flachsten und wenn wir längere Westwindlagen haben, drückt das Wasser Richtung offene Ostsee raus und es wird sehr flach. Es kommen dann zwei bis drei Sandbänke raus, über die man teilweise nicht mal mehr mit 30 cm Finnen fahren kann. Dann muss man einfach die 200 Meter weit rausgehen und hinter der letzten Sandbank windsurfen.


    Je weiter du Richtung Schönberg kommst, umso tiefer wird die Küste auch näher am Ufer, sodass man auch bei Westwinden mit einer großen Finne windsurfen könnte, wäre der Wind dann dort nicht aufgrund der Küstenlage ablandig und damit sehr böig. Um am Schönberger Strand windsurfen zu können, braucht man mindestens NW-Wind. Heidkate geht schon bei W-SW. Dafür geht der (im Sommer nicht seltene) Ostwind am Schönberger Strand (am besten Mittelstrand) schon und bei dieser Windrichtung drückt das Wasser in Richtung Küste und es ist überall tief genug.


    Der Gemini ist meiner. Ich habe vorletztes Jahr angefangen, „große“ Boards zu sammeln und habe mittlerweile immer so um die sechs Stück auf meinem Auto dabei… Ich sag’s Euch: Longboarding ist not a crime!!!


    Das Bild ist Freitag am Stakendorfer Strand entstanden. Mit 17 Quadratmetern geht der Gemini echt ab… :D



  • ... Ich sag’s Euch: Longboarding ist not a crime!!!


    Mist... und mein alter Windglider landete auf dem Sperrmüll!


    Meine Eltern brauchten den Platz in der Garage... und so eine Schwarte nach GC mitzunehmen wäre tatsächlich "a crime"!


    Noch schwieriger wäre es mit meinem Surfsailer Turbo geworden: der war 460 lang. Ähnliches gab es nur von Windglider, nannte sich der Spider, sehr lang, sehr schmal und bei wenig Wind unschlagbar.
    Wenn ich auf meinem Turbo stand, kam keiner auf dem See an mir vorbei, leider begrenzte die Offene Klasse die Bretter auf 390 (oder 370?). Lang isses her.


    Erst die Ära der Tornados und M1 waren dann schneller, leider konnte ich mir die als Schüler bestenfalls mal von einem Clubkameraden mal ausleihen. Wenn iich mal wieder in Augsburg bin, sollte ich doch glatt mal am See vorbeischauen, da warten sicher noch ein paar Dinos...


    saludos


    Claus

  • Dann kann ich ja meinen alten Shark vom Dachboden holen,falls mein Kreuz das noch mitmacht.:D:D:D


    Der ist noch quitsch Gelb, mit dicker schwarzer Kante und festem Hozschwert.
    Vom Gewicht bestimmt irgendwas zwischen 15-20 kg:D:(

  • Dann kann ich ja meinen alten Shark vom Dachboden holen,falls mein Kreuz das noch mitmacht.:D:D:D


    Der ist noch quitsch Gelb, mit dicker schwarzer Kante und festem Hozschwert.
    Vom Gewicht bestimmt irgendwas zwischen 15-20 kg:D:(


    Träumst du, Michel?


    Oder meinst du 15-20 kg pro Bauteil? Der war ja dreiteilig...und das Mittelteil konnte man auswechseln. Da gab es Standard, Kid, Tandem, und Surf... (sprich Wellenreiten) wenn mich Alzheimer noch nicht total verwirrt.


    Moooment mal!? Jetzt weiß ich auch, woher NORTH die Idee mit dem 3 teiligen Masten und austauschbarem Mittelteil hat!


    Woher bekomme ich die Baupläne für das aufblasbare Semperit Surfboard? Mit regulierbarem Flex!

  • Mist... und mein alter Windglider landete auf dem Sperrmüll!


    Meine Eltern brauchten den Platz in der Garage... und so eine Schwarte nach GC mitzunehmen wäre tatsächlich "a crime"!


    Geh doch mal zu deinem Nachbarn und schau mal in seinen Sammelsurium-Keller.
    Da liegt so manches noch flatschneu, ich meine da ist auch ein Windglider... :D

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    595812.png, mit R107.
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  • Geh doch mal zu deinem Nachbarn und schau mal in seinen Sammelsurium-Keller.
    Da liegt so manches noch flatschneu, ich meine da ist auch ein Windglider... :D


    Um ehrlich zu sein: nebenan im Surfclub liegen zumindest noch ein Tornado und ein Alpha Verdränger. Aber das meiste ohne Zubehör wie Schwert oder passende Mastfüsse.
    Und ein Verdränger MIT Schwert ist im Meer schon schwer genug zu kontrollieren!


    Aber Windglider... mit Sturmschwert :D:D:D
    Na das wär doch ne Versuchung wert!

  • Um ehrlich zu sein: nebenan im Surfclub liegen zumindest noch ein Tornado und ein Alpha Verdränger. Aber das meiste ohne Zubehör wie Schwert oder passende Mastfüsse.
    Und ein Verdränger MIT Schwert ist im Meer schon schwer genug zu kontrollieren!


    Aber Windglider... mit Sturmschwert :D:D:D
    Na das wär doch ne Versuchung wert!


    Warte, bis ich wieder da bin. Das machen wir zusammen, in Pozo... :D

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  • ... Ich sag’s Euch: Longboarding ist not a crime!!!


    Bekommt man denn das von Alexander beschriebene Longboarding-Gefühl auch auf den Funboards der Anfang 90er? Habe nämlich noch eine
    Fanatic BAT
    L: 3,25m,
    V: 160l,
    B: 67cm, mit Schwert,
    Gewicht glaube um die 12kg


    in meinem Keller liegen und hab es bisher nicht übers Herz gebracht mein gutes Anfängerbrett zu veräußern :redface:.


    Reicht das schon fürs nicht-kriminelle "Longboarding"? :confused:
    Michael

  • Noch ein Gemini-Bild um dafür etwas Werbung zu machen ;)
    Ist nach meinen Erfahrungen für die Strandbesucher auch noch interessanter als Kiten anzusehen und viele fahren gerne mal vorne mit (kann man auch ohne surfen zu können nach wenigen Minuten bei wenig Wind) und haben großen Spass.


  • Bekommt man denn das von Alexander beschriebene Longboarding-Gefühl auch auf den Funboards der Anfang 90er? Habe nämlich noch eine
    Fanatic BAT
    ...
    Reicht das schon fürs nicht-kriminelle "Longboarding"? :confused:
    Michael


    na das ist doch mal eine super positive Resonanz!
    Das wäre doch mal ein guter Spruch fürs T-Shirt
    "Longboarding is not a crime", dazu noch ein entsprechendes Bild.


    Hat sich Alexander das schon schützen lassen?


    Ihr glaubt nicht, was ich manchmal für Gesichter sehe, wenn ich unseren Kunden bei wenig Wind mal ein Board mit Schwert vorschlage... Das pure Entsetzen!


    Wenn ich da schon mal das richtige Shirt dazu hätte, wören die vielleicht nicht ganz so geschockt!


    saludos


    Claus