vorderer Fuss rutscht aus Schlaufe

  • Naja, die Lehrmeinung ist klar: etwas zu viel Power und dadurch falscher Trim. Die entsprechenden Lösungen sind bekannt und von dir aufgezählt. Einige „extremistische“ Meinungen gibt es immer. So inkonsistent ist das Meinungsbild also gar nicht.


    Meine 0.02$:

    • In der beschriebenen Konstellation (du kommst mit dem Segel an sich klar und die Nose kommt nicht hoch), würde ich tatsächlich die vorderen Schlaufen nach hinten nehmen.
    • Wenn dir Kontrolle fehlt: Mastfuß eine Titsch vor.
    • Alternativ Rig depowern: mehr downhaul und/oder Gabelbaum runter.

    Endliche viele Lösungen, die ich in der Reihenfolge probieren würde.

  • Da er schrieb dieses Problem nicht ständig zu haben, kam ein verändern der Schlaufen für mich nicht un Frage. Das würde ich mir machen, wenn das Problem sehr häufig aufkäme. Und die Gabel etwas runter ist erstmal das einfachste.

  • Ich hatte das Problem auch mal als ich meinen Flikka neu hatte. Ich habe wohl an zu vielen Schrauben gleichzeitig gedreht. Ich hatte die Gabel höher genommen und den Mastfuß nach hinten. War ein Graus. Also noch mal alles auf Anfang. Mastfuß ein Stück nach vorn, begonnen in der Mitte. Jetzt fahre ich ihn so etwa 1cm vor der Mitte. Gabel wieder etwas nach unten, vielleicht so 2cm und die Tampen noch mal gut 2cm zurück. Seitdem habe ich die Probleme nicht mehr. Muss man sich wohl langsam rantasten. So fährt sich das für mich sehr gut.

    man sollte sich die Ruhe und Gelassenheit eines Stuhls zulegen, der muss auch mit jedem Arsch klar kommen

  • ad: Und die Gabel etwas runter ist erstmal das einfachste (von Hifly666) :


    und auf dem Wasser die erste Akutreaktion, nach mehr Druckausübung über das vordere Bein.


    Meine zweite ist die Frage, ob die Fußschlaufe minimal enger gehört oder der Fuß darin etwas anders platziert werden soll.

  • Mal eine Zwischenfrage: wo ist für euch die Mitte der Mastfussschiene? Zählt die Verbreiterung zum Einführen des Nutrnsteins mit?

  • Ich reihe mich mit der Problematik hier mal ein. Auffällig finde ich, dass es bei mir vor allem bei den zwei isonics ein Extremfall ist. Ich fahre die gabel auch oft hoch . Einher geht die Problematik, dass man immer das Gefühl hat, dass man zu wenig Druck auf dem vorderenFuß hat. Da hat dann mastfuß vor, gabelbaum runter bisschen Abhilfe leisten können.


    Ich vermute aber dass es viel mit dem Board zu tun hat. Im Urlaub hatte ich das Problem mit den Patrick boards SL weniger bis gar nicht wenn ich mich richtig erinnere. Nur zuhause mit den isonics ist es eine Qual. Baujahr 2017-2018 sind die beiden und wenn das Problem nicht verschwindet verschwinden die Bretter, ähnlich wie blinki es gemacht hat. Wenn das Problem , dass der vordere Fuß aus der Schlaufe permanent rutscht, zu 70% vom Board aus geht nützt auch der beste trimm nichts..

  • Die Mitte ist beim IS angegeben. Die Nut zählt nicht dazu. M.W. ist die Mitte bei aktuellen SL Boards und Freeracern und Freeridern zwischen 100 und 135 Liter bei 130 cm vom Heck. Richtig?

  • Da er schrieb dieses Problem nicht ständig zu haben, kam ein verändern der Schlaufen für mich nicht un Frage. Das würde ich mir machen, wenn das Problem sehr häufig aufkäme. Und die Gabel etwas runter ist erstmal das einfachste.

    Vielleicht hat Mariachi mit den nach hinten gestetzen Schlaufen ja auch in anderen Situationen kein Problem.

    Und zur spontanen Linderung des Problems auf dem Wasser würde ich natürlich auch die Gabel runter nehmen und wäre zufrieden. Ich bin ja auch Freerider :) Aber Mariachi hat schon mehrfach seine Leistungsambitionen betont…

  • Wenn das Problem , dass der vordere Fuß aus der Schlaufe permanent rutscht, zu 70% vom Board aus geht nützt auch der beste trimm nichts..

    ...wie gesagt, war bei mir auch so....ich glaub das hat weniger mit dem Trimm zu tun als mit der Decksform und der Schlaufenposition. Erstere kann man halt nicht ändern - bin gespannt ob mir das dieses Jahr im July auch so geht mit den Starboard i-Sonics.

  • also bei den Isonics alles in die Mitte! max. 1 cm variieren. Auch Fussschlaufen mittig montieren, es sei denn man weicht deutlich von 85 kg Fahrergewicht ab.


    Ich würde mal eine kleinere Finne probieren. Das Phänomen tritt auf wenn zuviel Druck ausschließlich auf dem hinteren Fuss liegt. Das kommt primär von der Finne.

  • Hmm,

    also dann haben wir jetzt wohl alles durch: Gabelbaum tiefer anschlagen, Mastfuss weiter nach vorne geben, Mastfuss nicht ueber die Mitte geben, vordere Fussschlaufen nach hinten, Trapeztampen nach hinten, mehr downhaul.

    Zusammengefasst, es ist ein Trimmproblem - und soweit war ich im Eingangsposting auch schon...


    Irgendwie haette ich mir konsistentere Ratschlaege erhofft :D .

    Wenn´s Dir den Fuß aus der Schlaufe zieht, musst die Schlaufe näher zu Dir, oder Du näher an die Schlaufe. Erste Möglichkeit: theoretisch mehr Speed, freiere Gleitlage, Board also nervöser. Alles andere bringt mehr Kontrolle, macht Dich aber, ebenso theoretisch, etwas langsamer. Möglichkeiten gibt´s genug, ausprobieren musst Du selber. Was ich machen würde, ahnst Du vermutlich bereits...

  • Mal eine Zwischenfrage: wo ist für euch die Mitte der Mastfussschiene? Zählt die Verbreiterung zum Einführen des Nutrnsteins mit?

    Du setzt für den Bergriff Erbsenzähler aber neue Maßstäbe. Sorry, den konnte ich nicht vorbeilassen.

    Ich würde aber sagen die Länge der Mastschiene definiert sich über den nutzbaren Bereich. Dann die Hälfte. Ich muss aber gestehen, ich habe noch nie etwas beim Surfen mit dem Zollstock nachgemessen. Ausser Schraubenlängen vielleicht.

  • Eine Frage ist auch, ob das Phänomen auf Steuerbordschlag und/oder auf Backbordschlag auftritt.


    Falls ungleich könnte das Wellenbild oder eine leicht unterschiedliche Fußschlaufeneinstellung (oder ev Trapezzampeneinstellung) eine Ursache sein.

  • Falls ungleich könnte das Wellenbild oder eine leicht unterschiedliche Fußschlaufeneinstellung (oder ev Trapezzampeneinstellung) eine Ursache sein.

    Genau. Schau dir mal die Gabel an und prüfe, ob die Tampen auf beiden Seiten gleich montiert sind.

    Außerdem hat man hat ja auch ne Schokoladenseite und steht tatsächlich nicht in beide Richtungen gleich gut auf dem Board. Merke ich immer deutlich als Regular Snowboarder :redface:

  • Es gibt nicht wenige leistungsorientierte Windsurfer und Foiler, die mit Maßbändern und Winkelmessern und Waagen arbeiten und auch dort wo es sinnvoll ist, Markierungen setzen.


    Man kann, aber muss natürlich nicht.


    Von wo etwas weggemessen wird ist eine berechtigte Frage und keine Erbsenzählerei.


    Neben der wichtigen gefühlsmäßigen Einstellpunktfindung gibt es das Ziel der raschen Reproduzierbarkeit und das Ziel der genauen Reproduzierbarkeit.


    Dabei ist es auch die Frage mit wievielen Riggs, Boards etc man es zu tun hat und wie schnell man mit einem selten gefahrenen Material, schnell aufgebaut in richtigen Bereich ist, der Spaß macht und feingetunet werden kann.

  • Du setzt für den Bergriff Erbsenzähler aber neue Maßstäbe. Sorry, den konnte ich nicht vorbeilassen.

    Frage mich, was du dann hier in dem Thema machst, wo Tipps wie "Mastfuss 1cm vor die Mitte" gegeben werden?

    Nach meiner Erfahrung haben unterschiedliche Segel (-Marken, -Typen, -Jahrgänge ) unterschiedliche Druckpunktlagen. Ich halte daher Hilfestellungen für Mastfusspositionen nur als grobe Richtlinie für sinnvoll, wenn überhaupt.

  • Du setzt für den Bergriff Erbsenzähler aber neue Maßstäbe. Sorry, den konnte ich nicht vorbeilassen.

    Frage mich, was du dann hier in dem Thema machst, wo Tipps wie "Mastfuss 1cm vor die Mitte" gegeben werden?

    Ich habe doch schon sorry geschrieben, muss man das dennt so ernst nehmen? Tue ich doch auch nicht.

    Ich bin da bei Peter aus Essen. Im Windsurfen ist sind doch die Einstellungen sehr subjektiv und eher Gefühlssachen. Jeder ist auch etwas anders. Daher bringen Angaben von jemand anderem genau nachzustellen meistens nicht so viel. Es geht eher um Tendenzen. Ich stelle meine Sachen nach Optik ein. Und dann etwas vor oder zurück, je nachdem wie es sich verhält. Kann man jetzt, wenn man möchte, seine Einstellungen mit dem Zollstock für sich ausmessen. Das ist dann aber auch nur für sich selber gültig. Ich habe das aber nie für nötig gehalten und halte das auch für zu pingelig.

  • Hallo Alle,

    ich war am Wochenende 3x ausgiebig surfen, am Sonntag auch auf einer Flachwasser-Rennstrecke mit meinem iSonic 72, 7.8er Overdrive Segel, 37.5cm Z-Finne. Habe da gleich beim aufriggen mal alle tips von euch beachtet:


    - Mastfuss 1cm vor der Mitte

    - Gabelbaum ca. 3 cm tiefer als sonst angeschlagen.

    - Vordere Schlaufen ganz nach hinten positioniert. Hintere Schlaufen in Mittelposition belassen.

    - Eher mehr Vorliekspannung - auch eher wegen dem starken Wind.


    Trotzdem war's genau das selbe - beim Speed Run bei 55 km/h das beaengstigende Gefuehl, dass der vordere Fuss nun gleich aus der Schlaufe faellt.

    Wind war 18kn mit Boen bis 28kn.


    Am Vortag war ich an einem anderen spot mit eher mehr Wellen und Wind 18-22kn mit meinem Fox 105 und Overdrive 7.0 draussen. Das war jetzt weniger speedsurfen, aber ich bin da auch oefters mal abgefallen und mit 50 km/h durch den chop gebrettert ohne das Gefuehl, dass der vordere Fuss gleich rausfaellt (habe auch da Mastfuss etwas nach vorne und Gabelbaum 3cm tiefer angeschlagen, Schlaufen aber vo und hi in Mittelposition ganz aussen gehabt).


    Was mir generell auffaellt - bei solchen downwind-speedruns und v.a. beim iSonic verlagere ich mein Gewicht stark nach hinten. Das bewirkt sicher das Gefuehl, dass der vordere Fuss aus der Schlaufe faellt. Weiters habe ich dann beim iSonic echte Kontrollprobleme und das board ist mir bei starken boen 1-2 mal dann komplett abgehoben, was dann in spektakulaeren crashes geendet hat.

    Wenn ich nur am Wind segle, habe ich mit dem iSonic keine Kontrollprobleme - auch bei extremer ueberpower wie 7.8er Segel in Boen ueber 25kn.


    Was nun? Ich will dieses Jahr jedenfalls die 60 km/h mit dem iSonic knacken (58 warens letztes Jahr), aber mit diesem Gefuehl dass der Vorderfuss aus der Schlaufe rutscht und den genannten Kontrollproblemen bei Downwind fuehle ich mich da echt nicht gut dabei...


    lg

    mariachi76

  • Versuche doch einmal zum Test kleinere Segel zu fahren. Inwiefern ändert sich dann der Zusammenhang von Speed, Kontrolle und aus der Schlaufe rutschen?


    Vielleicht passt die jetzige Kombi nicht optimal zusammen!?