[Video:] Segel kann ich nicht lange dichthalten inkl. Spinouts. Was kann ich tun?

  • Hallo zusammen,


    ich fahre seit kurzem die äußerste Schlaufenposition auf meinem JP Super Ride 132 mit einem 7.9er Freerace Segel bei ~15 Knoten Grundwind und 23 Knoten in Böen laut

    der Wetterstation vor Ort. Das Revier hatte kaum Kabbelwellen und keine Strömung.

    Mastfuß war 1-2 cm weiter vorgestellt ausgehend von der Mittelposition. Gabelbaumposition: Mitte. Trapeztampenlänge: 28"

    Finne: 32er G10 Seegrasfinne "Windsurfen Hamburg" (Siehe Fotos).

    Mein Gewicht: 83 Kilo. Meine Durchschnittsgeschwindigkeit im Gleiten war 30 km/h. VMax war wie immer 45 km/h.


    Leider schaffe ich es nicht das Segel komplett dichtzuhalten (Close the Gap) für mehr als 1 Sekunde.

    Ich bleibe einfach nicht eingelockt in der perfekten Position (siehe unterstes Bild). Bei jeder Welle oder Böe zieht es mich wieder hoch, das Segel öffnet sich und ich habe somit

    keinen stabilen Stand mehr auf dem Brett. Wie haltet ihr euren Stand, so dass ihr eingelockt bleibt? Einfach die Beine und Körper strecken? Körperspannung halten?


    Zu meinem Spinout: Ab Minute 1:50 habe ich das Segel wahrscheinlich zu arg dichtgeholt und somit zu viel Druck

    auf die Seegrasfinne gegeben.

    Lösung:

    - Weniger Druck auf die Finne geben?

    - Gabelbaum etwas runtersetzen?

    - Auf Leekante fahren?


    Zur Veranschaulichung hier ein selbst gedrehtes Video von letzter Woche:


    External Content youtu.be
    Content embedded from external sources will not be displayed without your consent.
    Through the activation of external content, you agree that personal data may be transferred to third party platforms. We have provided more information on this in our privacy policy.




    pasted-from-clipboard.png Mastfuss.jpg  Fußschlaufen.jpg

    pasted-from-clipboard.png

  • müsste der mastfuß trotz Seegrasfinne noch weiter vor?

    du hast den spinout so richtig wunderschön zelebriert

    über 10 Sekunden im Drift ohne Gegenmaßnahme wie Segel aufmachen oder abfallen, um Druck rauszunehmen und/oder mit hinterem Fuß aktiv ranziehen?


    ich würd sagen: einfach machen, also Segel dichthalten

    bist ja nicht der erste, der sagt: ich kann das Segel bei Druck einfach nicht dichtnehmen
    von Mädels höre ich das normal. die fahren dann mit offenem Segel, vor den Schlaufen stehend und vielleicht sogar noch ohne im Trapez zu sein, weil: geht ja nicht


    doch, geht wohl: einfach machen

  • Diese komische Fischaugenoptik verfälscht die Darstellung. Es sieht so aus, als ob du das Segel nicht dicht genug, sprich. in Brettachse hältst.


    Ich kann dir aber auch Unrecht tun.

  • das weiß er ja!
    er fragt, was er tun kann

    ich sage: eben dichthalten (und bei spinout schnell und angemessen reagieren)

    so einfach ist das

  • das weiß er ja!
    er fragt, was er tun kann

    ich sage: eben dichthalten (und bei spinout schnell und angemessen reagieren)

    so einfach ist das

    "einfach machen" ist immer einfach gesagt. Ich denke ich muss einfach wesentlich mehr Körperspannung aufbauen.

    Da hing ich sicherlich zu locker in den Seilen.

  • Ist das segel vielleicht einfach etwas groß?

    Zu groß für was? 7.9 bei so wenig Wind war genau richtig. Ich hätte auch gerne ein größeres fahren können!

  • Körperspannung brauchts eh
    ist ja keine gemütliche Wanderung

  • Eine Grasfinne ist grundsätzlich schon mal eine Schweinefinne für ein Board, was ansonsten ganz gut funktioniert. Dazu muss die Mastspur weiter nach hinten bei Grasfinnen, was das Ganze vom Grundsatz nochmal weiter verhunzt.

    Und man muss sagen, dass das Segel kein Racesegel mit ausgestelltem Unterliek ist und der Wind insgesamt nicht allzu sportlich war.

    Dieser Text wurde nach alter, neuer und eigener Rechtschreibung geschrieben und ist daher fehlerfrei!
    Tipp Weltmeister F1 2011 & 2013, Tipp Team-Weltmeister F1 2009, 2010, 2011, 2017, 2019, 2020, 2021!


    Check out:
    Surf-Wiki.com
    Windcraft-Sports.de


    Verbrauch derzeit:
    810081.png, mit C253.
    595812.png, mit R107.
    896532.png, mit E28.

  • Ich habe gemerkt dass es bei unseren freeride segeln mit close the gap nicht möglich war.

    Bei race segeln dann auf anhieb ohne Probleme, segel berührt manchmal sogar die Füße. Da war vorher nicht dran zu denken. Und meine bessere Hälfte schaffte es auch auf Anhieb..

    Ob es mit deiner Kombi funktionieren müsste das gap richtig zu closen weiß ich nicht .

    Das nur als kleiner input, Video habe ich nicht gesehen

    Viel Glück

  • Also ein Windsurflehrer aus Bremen fährt das Simmer Style 7.9 mit einem Simmer Style Raceboard und fährt das Segel

    fast immer Close the Gap. Möglich ist es auf jeden Fall! Selbst gesehen.

    Aber einfach machen ist wie gesagt einfach dahingesagt. Ich denke ich brauche einfach viel mehr Übung und auch etwas mehr Wind.

  • Gibt es sonst noch Punkte, die ich hätte besser machen können laut dem Video?

    Ich brauche mehr Kritik!

  • Gut anderes brett

    Egal welches Brett ich bis jetzt gefahren bin, wenn Wind war ging immer Close the Gap. Ging auch mit jedem Freeride-Segel.

    Freerace und Slalom machen es viel einfacher, mit den anderen geht es Es aber auch.

    Zu Wave und Freestyle kann ich nichts sagen, bin ich noch nicht gefahren.

  • Sind das wirklich Handschuhe?


    Hinter der Finne gibt es immer einen weißen Steifen im Wasser, ich denke, die bekommt Luft, ausserdem gibt es da gute und weniger gute Seegras Modelle.


    Ich denke auch zu wenig Körperspannung, vielleicht auch etwas zu wenig halbwinds für Close the Gap bei so wenig Wind.


    Vielleicht hat der von Dir beschriebene Kumpel das Board erstmal mit kräftig Pumpen schnell gemacht und ist dann erst in Close the Gap gegangen und nicht gleich im Halbgleiten?

  • Das Board wird auch gar nicht richtig frei und klebt am Wasser habe ich das Gefühl, Mastfuß in dem Fall etwas weiter nach hinten. Totti hat ja schon gesagt, dass durch die Grasfinne der Trimm sowieso angepasst werden muss (= Mastfuß weiter hinten). Wenn du ins Gleiten kommst dann geh ruhig mal kurz Downwind in einer Böe und bau Geschwindigkeit auf. Damit dich das Segel dabei nicht nach vorne rüber zieht musst du in Torso, Arme und vor allem den Beinen Spannung haben. Auf leichtem Downwindkurs vorderes Bein lang und durchgestreckt und das hintere anggewinkelt und Spannung halten! Wenn dann die Böe kommt geht es vorwärts. Das Board muss dabei frei fliegen können.


    Segel hat genug loose leech? Sonst ziehts dich nämlich auch in jeder Böe nach vorn.


    Bei Spinout musst du die Finne wieder einfangen (= Strömung an der Finne wiederherstellen), dazu musst du mit dem hinteren Fuß das Boardheck zügig zu dir ziehen, also in kurzer Zeit vorderen Fuß lang und hinteren anwinkeln. Mit etwas Übung klappt das dann auch direkt beim ersten Mal.

  • So von den bisherigen Schilderungen zu deinen Surfkünsten hätte ich nicht davon abgeleitet, dass du die Fussschlaufen in der äussersten Position montierst. Es kann gut sein, dass sich das für dich unbequem anfühlt und viele Dinge dann deswegen schlechter laufen. Ich möchte mich nicht so verstanden haben, dass man mit den Schlaufen 1 Stufe weiter innen besser dichtholen kann. Aber es sieht auf dem Video noch etwas verkrampft aus und das setzt sich dann fort, wie du das Board belastest …

    Man kann im Video nicht gut erkennen, auf welchem Kurs zum Wind du startest. Wenn es dir schwerfällt, beim Starten dichtzuholen, dann kann es auch sein, dass du zu tief Raum anfährst. Raumshot mit passiver Technik anfahren und dichtholen ist heavy.