Windstärke, Segelgrösse und so

  • Rein vom Gefühl her wenn zw. 20 und 25 Knoten herrschen, zwischen Frühjahr und Sommer...kommt mir im Frühjahr der Wind kräftiger vor.

    Sehe ich ähnlich, wobei konterkarierend hinzukommt, dass man mit dickem Neopren etc gerade nass (und nach Weihnachten ;-) ) spürbar schwerer ist.


    Trainingszustand und Gewöhnung und besserer Trimm spielen aber auch eine Rolle. Wenn's saukalt ist, trimme ich weniger gerne um.

  • dominik49 "nach Weihnachten spürbar schwerer" ^^ du auch !? Das "süße" Leben fordert 8o Wie jedes Jahr zu Beginn meiner Saison steige ich mit ca. 4 kg mehr auf den "Hüften" an Board (Normalzustand zw. 82-83kg)

    Der Neo passt als nasser besser als wenn er trocken ist :D

    Der See mit seinem Wind im Frühjahr ist die beste "Fett-Kur" dazu ein 5er Segel und nach zwei drei Tagen tut Johnny´s Pizza nicht mehr so weh ;)


    Im Frühjahr wenn es kühler/noch kälter ist habe ich den Max-Trimm im LL, passt immer. (Trainingszustand zum vorherrschenden Wind passt nicht ) Was mir auffällt ist das mein 5,0er und mein 5,7er an gewissen Tagen gleich gut funktionieren. Auf Grund meines "super"

    Trainingszustandes wähle ich das 5,0er. Geht super, tags drauf wo ich mich etwas "eingesurft" hatte war mir das 5,0er zu klein. (es hatte ungefähr die gleichen Verhältnisse an den zwei Tagen) Versucht hatte ich es, war mir aber zu langsam und mit dem 5,7er wars perfekt.


    Zu Saisonstart brauchts bei mir zwei drei Tage bis die "Windsurfkondition" wieder passt.

    Da habe ich aber auch den groove wenn ich die "Nase" in den Wind halte, das ich weiß was ich aufbaue . Am ersten Tag bin ich oft planlos und baue gleich zwei Segel auf ^^ Zum schauen was die anderen Leute so fahren/aufgebaut haben kann ich nicht, bin meist sehr früh am Spot. Und wenn möglich vor lauter Gier ohne Zeitverlust am Wasser. 8o

  • mov44 Ad "eingesurft" und Trainingszustand:


    Außer tw in Slalomregatten glaube ich nicht, dass es darum geht, ein größeres Segel fahren zu können. Ziel sollte sein, Segel im designeten Windbereich (also Slalomsegel im Überpower) und noch viel wichtiger über eine große Windrange (ohne trimmen) und über eine noch größere Windrange inkl trimmen zu fahren.


    Wer gut und "eingesurft" fährt, kann im Wave- und Freemovebereich kleinere Segel verwenden (und die noch lange fahren, wenn es auffrischt) und die Handlingvorteile ausspielen.


    Ein anderes LL fahr ich im Winter nicht.

  • Ich weiß eigentlich nie wieviele Knoten es hat oder hatte. Ich weiß dann nur ob's für's 7,7er ausreichend, gut, sehr gut oder heftig war. Oder gleich für ein 5,2er reichte.


    Die Knoten interessieren mich meist nur in den diversen Windvorhersagen.

    Beim meteotrentino ist's zB eh nur eine Vorhersage ob überhaupt Wind sein wird. Die Stärke in Knoten stimmt meist eh nicht. Außer es ist alles tief violett.....

    Wer sich hinter meinem Rücken den Mund über mich zerreißt, ist genau in der richtigen Position um mich am.......

  • Ich weiß eigentlich nie wieviele Knoten es hat oder hatte.

    jein ;)


    ich versuche zu lernen wie windvorhersagen für gewisse spots einzuschätzen sind. wenn ich in ilmeteo nach km/h für torbole, vada oder sant agostino schau kann ich das mittlerweile etwas einschätzen und überlege fahren oder nicht, bzw welche grösse ungefähr aufbauen

    genauso kann ich mit windguru für meine wichtigsten spots ein bisserl was einschätzen.


    wenns ums frei fahren geht - gut


    bei regatten finde ich es schon sehr vorteiulhaft wenn es eine live windmessung gibt.


    da kann ich dann abschätzen wie das 7,2 bei windgeschwindigkeit xx war und tiu mir dann mit fortlaufendem event immer leichter das einzuschätzen.

    v.a. weil ja an vielen spots der wind draussen ganz anders ist als an land. da in aller ruhe durch die winddiagramme zu scrollen empfinde ich gut.

    besonders beim defi, weils in PLN einfach oft sehr anders ist als in gruissan und man das kaum abschätzen kann.



    ob es jetzt objektiv aber 18 oder 20kn sind ist mir da egal



    und als wettfahrtleiter erleichtert eine ordentloiche windmessung die arbeit ausserordentlich.


    haben wir in 2021 gesehen wo wir bei allen regatten unsere windmessung hatten - sehr viel positives feedback

  • Ja, wir haben mit dieser Messeinrichtung von User698 einen ganzen Tag bei maximal grenzwertigem ablandigen Wind gewusst, dass selbst big board und 8.6 bzw 9.0 nicht geht.


    Alle haben sich so bei einer fünftägigen Veranstaltung einen Wassertag erspart - ohne Technik auf dem Wasser wäre dieser Grenzbereich kaum zu beurteilen gewesen und zumindest ein Mitglied der Wettfahrtleitung hätte draußen manuell (mit mehr Fehlerquellen) Wind zu messene versucht.

  • Servus,


    bevor ich jetzt einen neuen Thread aufmache probier ich erst mal hier Antworten zu bekommen.


    Bei den derzeitigen Windverhältnissen an meinem Homespot ( Bayrischer Binnensee ) wo die Range von 7 Kn bis 15 Kn Grundwind und in den Böen bis 27 Kn oder mehr geht habe ich etwas Probleme nach was ich mich bei der Segelgröße richten soll.

    Wenn ich mein 7er Ezzy nehme fahr ich natürlich bei wenig Grundwind gut und wenn mich mal eine Böe ordentlich anschiebt hauts mich auch gern mal rein, das wird mir dann auch von der Power her zuviel. Wie macht Ihr das wenn die Windrange so arg groß ist? Zur Verfügung habe ich momenten an modernen Segeln eben ein neues Ezzy cheetah 7.0 und mein Gaastra Hybrid 5,6. Da ist die Stufung vielleich etwas groß, ich habe vor mein auch noch vorhandenes GA Hybrid 6.7 gegen ein 6.2 zu tauschen ( Vielleicht liest ja jemand mit der Interesse hat an dem 6.7 Hybrid ).


    Danke!

  • Windrange von 7 - 27 kn? Zuhause bleiben :)


    Also keine Ahnung was ihr da für Spots habt aber wenn das wirklich so krass ist das ist doch unfahrbar. Bei 27 kt würde ich Material fahren das ich bei 7-12 kn niemals würde fahren wollen und umgekehrt...

  • Nimm das 7,0 und ordentlich festhalten... 😁 🤙

    Fährt Ezzy auf Tabou, Goya und RRD

  • Du kannst auch zwischen 10 und 30 Knoten mitteln und ein Segel für 20 Knoten wählen.

  • Also ich würde beim 7,0er bleiben, kommt aber auf Dein Gewicht und das Board an.

    Ich würde bei 14-30 ktn. erstmal meinen 100l nehmen, das 5,8er oder das 6,6er und eine 33-36er Finne. Wenn es Schaumkronen gibt gerne auch ne 30er.


  • An meinem Heimrevier ist es genauso. Nur reicht der Grundwind kaum zum Gleiten, ich nehme daher gleich ein

    kleineres Segel, das auch in den Böen fahrbar ist, meist ein 6,6 qm Segel ...

  • Bevor es mich dauernd reinballert ( Ich bin Aufsteiger, kein Wasserstart, keine Schlaufen, nur Trapez bisher ) nehm ich das 5,6er.

    ich bin eh mir zügiger Verdrängerfahrt schon recht happy, wenns ab und an mal fürs Gleiten reicht ist mir das auch recht.

    Das kostet nicht soviel Kraft. Nach 5-6 mal Schotstart bekomm ich eh schon dicke Backen.

  • Ich denke diese Verhältnisse hat es inzwischen bei vielen Binnenseen.

    Konstant brauchbarer (12kn + x ) Westwind ist gefühlt die letzten 5 Jahre weniger geworden.

    Die surfbar erscheinenden Westwindtage sind nun häufig welche wo der Unterschied Grundwind zu Böen - laut Vorhersage - gerne größer 10Knoten ist.

    Stehen da zb eine 16 als Wind und ein 27-30 als Böen im Windfinder äußert sich das häufig wie folgt:

    ->der Grundwind ist weit weg von 16kn meist dann eher 8-12, also vom rumdümpeln bis fast stillstand alles dabei zumal man aufgrund der angesagten Böen ja nicht sein ganz großes Segel aufgeriggt haben wird (und oft nichtmal im Auto liegen)

    ->Ab und an hauen dann Böen rein von Hack bis halbwegs surfbar, das ist dann an diesen Tagen das was man an Gleitfahrt mitnehmen kann

    ->zur besonderen Freude dreht für die Zeiträumen wo die Böen stattfinden auch gerne die Windrichtung um 30-45 Grad

    ->garniert wir das ganze gerne noch mit vorbeiziehenden Regengebieten wo mitunter dann auch mal 30 oder 60min Wind aus ist oder der komische Wind der angesagt ist erst ne Stunde später als erwartet überhaupt stattfindt

    ->was auch noch auffällt ist, dass ein nicht geringer Teil der Böen sich an solchen Tagen eher wie Fallwind von oben anfühlt - man sieht zwar wie der Wind aufs Wasser trifft aber er bringt teilweise keinen oder nur wenig vortrieb, mitunter schafft er es gar nicht über den ganzen See


    Da den Wind nicht nutzen kein Lösung ist sieht meine Lösung da wie folgt aus:

    1. Brett eher klein wählen. da bleibts zumindest in den Böen noch halbwegs kontrollierbar. shotstart muss halt noch gehen denn sinker am Binnensee bei solchen verhältnissen ist einfach mist

    2. Segel vergleichsweise groß (in Bezug auf das Brett) wählen und auch gerne 1qm Größer als man es bei angesagtem Grundwind eigentlich fahren würde. Eben weil der Grundwind meist gar nicht wirklich stattfindet aber man mit dem eher großem Segel möglichst viele der auftretenden Böen mitnehmen kann und auf diese Weise dann doch auf etwas Gleitzeit kommt.

    3. hackt es mal zeitweise zu doll, dann den Segeltrimm entsprechend ändern (glattziehen) oder (notfalls) auch mal kurz im Uferbereich/Stehbereich abwarten. Ist's erst ruhig und dann hauen Böen rein sind dann dann vielleicht die 27er Böen die sich sehr kurze Zeit später dann aber vielleicht schon auf 20 abgeschwächt haben und dann mit dem große Segel und kleinem Board durchaus fahrbar sind

    4. in den Zeit wo gedümpelt wird soviel Höhe wie möglich fahren. Da nimmst die Böen - die ja auch schnell wieder vorbei sein können - möglichst zeitig mit. Desweiteren bist vorbereitet auf den erwähnten Effekt dass die Windrichtung sich während dieser Böen ändert.

    (5) keine Lösung aber eine Alternative: Mehr von den kalten Tagen mitnehmen. War bisher nicht Meins aber gestern mal einen Novembertag mitgenommen, 13-16:00 Uhr (etwas spät vorher war wohl besser) , da stellt man fest "wenns mit der Klimaerwärmung so weiter geht, ist schnell die Temperatur nicht mehr der begrenzende Faktor sondern das Licht", es wurde nämlich beim Abriggen ratz fatz dunkel.


    Ich denk mit dem beschriebenem Problem bist nicht allein. An meinem Homespot waren dieses Jahr fast alle Westwindtage von diesem "Grundwind fehlt" aber "böen surfbar" Phänomen betroffen. Muss man dann nehmen wie's kommt. Inzwischen fährt sich Ostwind - wenn er denn mal reicht - angenehmer.

  • Ja, Ostwind ist meistens viel besser. Bei Ostwind hatte ich heuer meine besten und kontrolliertesten Sessions.

    Leider hast Du mit Deiner Ausführung völlig Recht. Einige male bin ich heuer völlig überfordert von den chaotischen Bedingungen nach einmal hin- und her fahren frustriert vom Wasser. Manchmal wenn ich das richtige Zeug aufgebaut und es nicht ganz so chaotisch war hatte, gings aber auch.

  • Trifft perfekt den typischen Tag am Chiemsee :D

    Mir ist es dieses Jahr aber ein paar mal so gegangen, dass ich das kleine Material daheim liegen lassen hab, weil ich dachte es ist deutlich weniger Wind.