Slalom - Trimmfaktoren - Close the gap wird begünstigt durch ...?

  • just do it....


    Irgendwann mal geht alles "wie von selbst" - du surfst nicht mehr mit theoretischen Gedanken, sondern deine Reflexe machen das, was die aktuelle Situation grad erfordert - also geh auf's Wasser und surfe.....


    Ich hab an vielen Spots erlebt, wie sich 10 Mann auf dem Wasser während Stunden amüsiert haben bei allen erdenklichen Wind- und Wellensituationen - selten hat alles immer wunschgemäss 100% gepasst..... Mind. 20 andere Mann standen die gleiche Zeit am Ufer und lamentierten über "richtiges Brett, richtiges Segel, richtige Finnen" etc.


    Als der Tag um war, hatten die einen lange Arme, die anderen einen Frust weil sie's verpasst haben.....

  • In diesem Video sieht man ganz gut die Technik beim Speedfahren.


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    das video passt nicht ganz zur Frage ;)

  • Hier noch ein Video, dass denke ich gut passt. Slalomfahren bei leichtem chop…

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    Man sieht gut die Haltung und wie Lena das Board und Segel kontrolliert.

  • just do it.... ... Mind. 20 andere Mann standen die gleiche Zeit am Ufer und lamentierten über "richtiges Brett, richtiges Segel, richtige Finnen" etc.

    Keine Sorge :) , wenn es von den Bedingungen irgendwie geht, bin ich länger am Wasser als alle mir bekannten anderen. Und an Land meist sehr zügig.


    Die von Capricorn beschriebenen Gruppen hab ich noch nie verstanden.

  • Aber du eiferst einem theoretischem Tiel nach, was du nie erreichen kannst.

    Gerade bei starkem Chop ist der ganze Zustand deines Materials sehr stark instationär. Da bildet sich so gut wir gar kein Vorteil durch ctg. Da sticht nur Kontrolle, dem ist doch mehr oder weniger alles untergeordnet

  • Aber du eiferst einem theoretischem Tiel nach, was du nie erreichen kannst.

    Meine Ausgangsfrage galt zielführenden Trimmfaktoren, die CTG begünstigen - auch bei Chop.


    Nebenbei pendeln die Antworten zwischen "vollautomatisch easy" bis "unerreichbar". Weder will ich ich 100 % CTG (beispielsweise bei der 50 mm Definition) erreichen, noch würde ich es bei der aus anderen Gründen nötigen Überpower im Chop schaffen. Mit verbessertem Trimm durchschittlich auch im Chop mehr Mastrake und CTG zu fahren, ist aber ein (erreichbares) Ziel.


    Ein Vorteil von mehr Mastrake ist ein gewisses depowering - selbst wenn CTG nicht erreicht wird. Die Bewegungen des Gesamtsystems Mensch und Material im Chop lassen sich beschränken.

  • Mir geht's um den Slalomspeed auf den typischen dabei gefahrenen Kursen,


    Grundsätzlich zeigt dies, dass zwischen einem Slalom-Stance und Speed-Stance unterschieden werden sollte, um die richtigen Antworten zu bekommen - wobei es natürlich zahlreiche Überschneidungen gibt. Der Slalom-Stance wird kurs- und conditionsabhängig eine größere Bandbreite aufweisen, als der Speedstance mit einem klar definierten, sehr kurzgetimten Speedziel. Folglich wird innerhalb des Slalom-Stance zu differenzieren sein.


    Ich denke nicht das diese (die letzte) theoretische Annahme ausschlaggebend für einen Slalom-Race-Erfolg - ist.

    Vielmehr ist es die fahrtechnische Performance allgemein - körperliche Fitness etc. -und jetzt kommts: => nicht zuletzt eben das taktische Verhalten bei unterschiedlichen Bedingungen - eben auch des chops. (!)


    Genau deswegen habe ich das Video siehe # 17 gewählt um dies anhand von absoluten Top-Ridern darzulegen:


    Konkrete Beispiele / Sequenzen ......ich hols nochmal ran ...moment ....


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    Rahmenbedingungen: Wind - nicht zu knapp - Chop - unterschiedlich - bisweilen massiv .... ;) ...


    So: Beispiel bei ab ca. 0:32 A2 geht -. ALL-In (!!) ...der möchte def. al erster um die Boje 1 - der chop wird von hinten überbügelt - hier ist für die TOP-Rider eben der chop noch gut bei HIgh-End-Speed zu handeln ...in der Folge ...um bei B.P. zu bleiben .... ( "Hammer-down) ... .. A2 legt alles rein (kurz steigt ihm die Kiste auch mittel schwer ...egal .. bei performance pwa ...) ...muss er auch schließlich fahren um herum fahren ja auch keine Bratwürste .....( ahhh geil ... aber sich schweife ab :S ...)


    => und jetzt quasi das Gegenbeispiel - völlig andere Situation: ab 2:09. A2 in Führung, trifft auf massiven chop (als erster) und nimmt sehr deutlich den Fuß vom Gas - steht viel aufrechter - Segel leicht aufgemacht - fast bis 2:19 ..um auf auf jeden Fall - kontrolliert zur Boje zukommen ...den chop "abzuwettern" ...auch um den Preis dass wohl M.I. mit etwas mehr Risiko rankommen kann (was er tut) ...kein Sturz, kein Spin out - volle Kontrolle und als erster um die Boje ..... ...dann sieht er weiter ... ;) ....


    ( Ahh - ich hab damals das Rennen life am screen verfolgt ...ich weiß es noch genau ..... und wär fast ums Haar von meinem Gesundheits-Stuhl gefallen .... :D .... vor Nervenkitzel ....)

  • Aber du eiferst einem theoretischem Tiel nach, was du nie erreichen kannst.

    Meine Ausgangsfrage galt zielführenden Trimmfaktoren, die CTG begünstigen - auch bei Chop.


    Nebenbei pendeln die Antworten zwischen "vollautomatisch easy" bis "unerreichbar". Weder will ich ich 100 % CTG

    Das geht sich ja beides aus, weil du erreichst es vergleichsweise automatisch oder es wird eben nichts. Zwanghaft sich diesem unterzuordnen bringt aber doch eher Leistungsverlust.

    Daher ist es meiner Meinung nicht sinnvoll sich diese Ziel einzeln rauszupicken, das ist doch ein Aspekt dem man beim Fahren nicht unterdrücken sollte, ihn aber nur wenig bewusst herbeiführen kann.

  • Ist trotzdem ein guter Plan mal an Technik bzw. Trimm zu arbeiten. Sonst gibts ja keine Verbesserung.


    Zum Racing A² / MI:
    Da treffen zwei Maschinen aufeinander. 95 kg, optimiert und fokussiert. Kein "Leichtgewicht" unter 90 kilo kommt bei diesen Konditionen da ran.


    Zum Video von Lena Erdil:

    Insgesamt sehr schön anzusehen 8)
    Was fällt beim Titelbild auf?

    Vorderes Bein gestreckt, Hüfte leicht in Fahrtrichtung gedreht.
    Hinteres Bein angewinkelt. Das Rigg steht schön aufrecht und liegt auf dem Board auf.

  • ..

    Daher ist es meiner Meinung nicht sinnvoll sich diese Ziel einzeln rauszupicken, das ist doch ein Aspekt dem man beim Fahren nicht unterdrücken sollte, ihn aber nur wenig bewusst herbeiführen kann.

    er fragt doch eh nach allen möglichen einflussfaktoren und damit gehts ja ums gesamtbild


    ich find das bislang sehr interessant zum mitlesen, habe mir in der zwischenzeit viele bilder angeschaut


    und lieber eine "theoretisierende" detaildiskussion über ein surfthema als virologische laienexzesse ;)

  • Volle Zustimmung zu blinki-bill in #49 im ersten Absatz.


    Trimmänderungen und die anfängliche Fragestellung sehe ich sehr praxis- und anwendungsnah. Selbst beim Ausprobieren hilft es, wenn man Hypothese hat, was für einen selbst und das eigene Material funktionieren könnte. Wissenstransfergrenzen (zB von Slalom auf Wave ) erkennt man mit einem theoretischen Unterbau schneller.


    Hier hielt Theorie ua deshalb Einzug, weil nicht wenige mein(t)en, ein maßvolles Mehr an CTG dürfe doch kein Ziel sein, sei unerreichbar oder funktioniere vollautomatisch, wenn man sich nicht ganz deppat anstelle (nur A2 und MI schaffens halt zufällig im Video nicht ;) ) und die Frage oder das Anliegen sei überhaupt blöd ...


    (Off topic: Diese Reaktionen finde ich eher psychologisch interessant.) Naturgemäß theoretisch war die Antwort auf die Frage: Was ist endplate effect, um mal die englische Bezeichnung heranzuziehen.


    Das mit den ca 50 mm Maximalgap (für endplate effect) stammt meiner Erinnerung nach aus diesem Forum :) (und erscheint mir nach all den einstigen Focktrimmtestkilometern plausibel).


    Wer auf's Wasser geht mit dem Ziel Spaß zu haben und alles zugleich zu verbessern wird mE eher erfolglos bleiben, als jemand der sich beispielsweise auf zwei Teilaspekte bei der Geradeausfahrt und ein Halsentechnikdetail konzentriert und dabei Spaß hat.


    Natürlich spielen Taktik, Fitness, etc etc auch wichtige Rollen, nur helfen solche gutgemeinten Hinweise (mir) bei einer konkreten Frage zu Trimmfaktoren nicht weiter.


    Michlsurf : Ab ca 2:32 sehe ich es so, dass A2 immer wieder leicht anluvt um MI unter Druck zu setzen und nicht frei fahren zu lassen. Hat A2 die Halse zuvor gar so angelegt, dass er ua durch das Rausnehmen vor der Halse dann auf dem Schlag ins Ziel im dominateren Lee bleibt.

  • A² ist auf dem 2. letzten Schlag klar vorn bis er bei 2:09 einen Spinout hat und dadurch viel Tempo verliert. Er bekommt die Fuhre bis zur Boje nicht wieder vernünftig unter Kontrolle und halst schlecht und auch noch in der schlechteren Position als MI. Der ist innen schon fast durch und damit entgegen deiner Meinung, Dominik, in der besseren Ausgangslage weil in Luv. Diesen Vorteil kann er nicht nutzen, da A² wieder im Rennen ist, das Tempo von MI auf der Leeseite hält und ihn quasi ausluvt.


    So sieht das für mich aus. Klasse Manöver vom A². Die beiden letzten Halsen waren bei MI besser.

  • ..

    Daher ist es meiner Meinung nicht sinnvoll sich diese Ziel einzeln rauszupicken, das ist doch ein Aspekt dem man beim Fahren nicht unterdrücken sollte, ihn aber nur wenig bewusst herbeiführen kann.

    er fragt doch eh nach allen möglichen einflussfaktoren und damit gehts ja ums gesamtbild

    Klassisches jein. Die Ursprüngliche Frage war schon so, aber Dominik schwenkte doch selber klar in Richtung CTG.

    Grundsätzlich ist den natürlich zuzustimmen nicht zuviel Faktoren gleichzeitig und unspezifisch berücksichtigten zu wollen. Aber CTG lässt sich dich gerade nicht unabhängig alleine betrachten und sollte in seiner Wirkung auf das Gesamtsystem nicht überschätzt werden. Nur meine Meinung.

  • Den Swell hatte MI einfach besser erwischt und kam so gefährlich nahe und war wenn auch überlappt mit dem Bug sogar vorn.


    Die Ausgangslage in Luv ist gerade bei Überpower an der Kontrollgrenze mE nur bei Chance mit dem Speedvorteil durch tieferen Kurs kollisionsfrei vor den Bug oder daran vorbei runterzukommen (oder Wind wegzunehmen) wirklich besser.


    A2 ist bei Schlag ins Ziel immer drangeblieben (hat insbesondere Heil nicht in der Tiefe gesucht) und konnte von Lee aus die Fahrlinie von MI entscheidend mitbestimmen - etwa durch luven, wobei A2 den Zeitpunkt wählen konnte, MI hingegen ziemlich rasant reagieren musste.


    Tolles Rennen jedenfalls, ich war damals auch live online dabei.


    Hifly666 : Wenn hier als Antwort auf den Threadtitel geschrieben würde: Trimmfaktoren x, y und z unterstützen CTG (wie tw im Trimmguide von Boris), dann denke ich ich schon, dass die allermeisten Slalomfahrer hier einordnen können, was jede der verstellten Stellschrauben x, y, z an potentiellen Nachteilen mitbedeutet. Ich denke, niemand würde naiv glauben, dass mit x, y, z alles nachteillos gut wird oder so ähnlich. Und falls doch, würde er ziemlich sicher am Wasser erfahren, dass dem nicht so ist. x kann Mastfussposition sein und y Tampenposition und z irgendein Hüftpositionsmerkmal.

  • Ich habe nur auf deine Frage reagiert. Wie gesagt halte ich diese Fokussierung auf CTG für überbewertet und würde dort nicht zuviel Energie investieren. Nur meine Empfehlung. Das du dir insgesamt Gedanken machst finde ich gut.

  • kurze Frage vom Anfänger, gibt es da Unterschiede beim CTG freeride und Slalom? Habe dem CTG ewig hinterhergetrauert, also dass ich es nicht schaffe egal was ich mache und wie ich trimme. Bin aber hauptsächlich mit freeride Material unterwegs.

    Dann eines Tages.. 18-22 knoten und mal das 5,8er voll überpowert auf dem 145L gefahren und siehe da : das rigg viel ganz von alleine ins "Gap". Null Anstrengung, null Technik oder sonst was an Hokuspokus. Einfach maßlos überpowert. War aber Orther Reede , von daher wohl geradeso machbar mit dem segel.

    Ich glaube wenn man den richtigen trimm hat und ein stimmiges setup (Board Rigg finne), dann brauch man für ein CTG gar nichts. Es viel mir jedenfalls kinderleicht an dem Tag. Auch kinderleicht viel mir dort das erste Mal kreuzen oder generell das fahren von extremen Kursen. Sonst war ich oft damit beschäftigt auf Krampf keine Höhe zu verlieren im gleiten.


    Ich finde CTG schön anzusehen auf den Videos von daher war immer der Wunsch da , auch mal so "pro mäßig " zu surfen. Hoffe mir kann die frage trotzdem jemand beantworten ob es da ein unterschied zwischen Slalom und Freeride gibt.

  • Ich muss dieses Thema noch einmal kurz aufgreifen.


    Ich hatte früher Segel, da musste ich nicht nachdenken, da ging "Close the Gap" einfach: Trapez einhängen, Angleiten, in die Fussschlaufen und dann das Segel "hinten ablegen". Und schon war man in der nächsten Dimension.


    Aktuell muss ich das Segel mit "Kraft" nach unten ziehen und es zieht sich dann wieder hoch.


    Habe ich es jetzt richtig verstanden, dass ich bei solchen Problemen a) die Mastverlängerung um 2cm weiter ausfahre und b) eventuell noch den Gabelbaum 2 cm nach unten nehme?


    Und ja, so lange es funktioniert macht man sich keinen Kopf. Aber wenn es auf einmal nicht mehr funktioniert, und man es partout nicht mehr hinbekommt, dann macht man sich Gedanken, was dann an diesem System nicht passt.


    Danke.

  • Mit der Mastverlängerung kann ich jetzt nicht so nachvollziehen.

    Ich würde mal mit der Position in der Mastfussschiene etwas spielen. Mal etwas nach vorne oder etwas zurück und schauen ob sich dann was ändert. Denn kann man auch mit der Gabelhöhe etwas spielen.