Lagenaufbau XPS

  • Mann, bin ich lahm! Hab es erst jetzt geschafft, das Unterdeck zu laminieren.

    Ich wollte übermorgen ans Oberdeck, hier fliegen noch ca. 1,5 Meter 200er Carbon rum. Mein Plan wäre jetzt, Carbon im Standbereich als Patch auf das Oberdeck zu packen, dann noch ein zusätzliches Patch aus Glas und 3 Lagen Glas (alles 160er) über die ganze Länge.


    Das Carbon Gewebe wäre breit genug, um es auch über die Kanten bis zum Unterdeck zu laminieren. Würde das Brett vielleicht noch etwas steifer machen? Gute oder blöde Idee?

  • Wenn Du Patches drauf machst, dann diese immer als letzte Lage drauf laminieren. Die Übergänge von den Patches zum großflächigen Laminat mit Epoxy-Spachtelmasse ausgleichen und dann verschleifen. Niemals das großflächige Laminat als letztes drauflaminieren und dann an den Übergängen zu den Patches an- und ev. sogar durchschleifen (siehe dazu auch die sog. "Plätzlitechnik").

  • ich machs meistens genau umgekehrt patches unten rein und zum schluss lage die alles abdeckt

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  • Ja, iIch früher auch. Ich wurde dann aber von diversen Modellbaulaminatoren "eines Besseren" (!?) belehrt. Macht einerseits ja auch Sinn, denn das Gewebe wird dadurch nicht verletzt. Andererseits, was ist leichter? Eine Glaslage zum Wegschleifen oder eine Schicht Epoxy/Talkum/Aerosil?

  • meistens schleif ich nix weg wenns nicht unbediungt sein muss (unterwasser)
    und es bleiben ja nur minimale stufen, besonders wenn man mit vakuum arbeitet

    mir gehts v.a. um 2 aspekte - wenn ich mit patches anfang kann ich die genau platzieren weil ich inserts oder so perfekt sehe. wenn ich gleich eine durchgängige lage mache seh ich die inserts nicht oder viel schlechter. und jeder der patches neigt beim laminieren zum ausfransen - das ist weniger schlimm wenn die kante nur einmal überstrichen wird und nicht bei jedem neuen patch aufs neue


    und wenns sein muss und die stuefn weg sollen kann ich genausogut über die oberste lage spachten die stufen ausfüllen und dann vorsichtig schleifen

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  • Ich kenne es auch nur so, erst die ganzen Lagen dann kleiner werden. Genau wegen der Gefahr des Durchschleifens.

    Zum laminieren an sich. Ich glaube Robi hatte das mal beschrieben. Er laminiert zuerst das Deck, mit Überstand ins UWS. Vorher hat er aber eine Nut an der Kante vom UWS heraus gefräst. Ca 1cm breit und vielleicht 1mm tief. An der Kante entlang wird angeklebt, dann laminiert. Das Laminat auf dem Klebeband wird wieder weg geschliffen. Dann wird das UWS laminiert. Wieder mit Überstand an den Rails. Dann die Kante mit gefülltem Harz spachteln und verschleifen. So bekommt eine schöne scharfe Kante und doppelte Laminatstärke. Ist also sehr stabil. So habe ich es jedenfalls bei meinem Eigenbau gemacht.

    man sollte sich die Ruhe und Gelassenheit eines Stuhls zulegen, der muss auch mit jedem Arsch klar kommen

  • Vielen Dank für die vielen Anregungen. Gestern kam wieder was dazwischen, das Oberdeck ist immer noch nicht laminiert. Aufgrund eurer Hinweise habe ich mir mein bereits laminiertes Unterwasserschiff mal genauer angeschaut. Auf das XPS habe ich ein größeres Carbon Patch über die Trackbox bis in den Bereich vor dem Griff gepackt. Darüber ein zweites, kleineres Carbon Stück. Beides jeweils 200 g, beides nicht gerade geschnitten, sondern in Richtung Bug in Dreieckform. Darüber liegen 3 Schichten 160er Glas über die Rails bis zum Oberdeck. Stufen oder Erhebungen sehe und fühle ich nicht. Kann an mir liegen, meine Frau meint, ich sei ein unsensibler Ballerkopp und merke eh nix. Schleifen müsste man nach meinen Ermessen nichts. Minimale Unebenheiten fuscht man am Ende doch mit Hot Coat weg.


    Am meisten beschäftigt mich allerdings die Frage, ob ich das Carbonpatch vom Oberdeck über die Kanten bis zum Unterdeck laminiere oder nur auf dem Oberdeck bis zur Kante. Über die Kante gezogen wäre das Carbon in jeweils 3 Lagen Glas eingebettet. Weiß nicht, ob das eine gute Idee ist?

  • Hallo Surf-Forum,


    bei der Recherche nach der richtigen Laminatstärke bin ich auf dieses Forum gestoßen und hab mich gleich angemeldet.


    Mit vielen Tipps per PN von User SLic hab ich nun das Laminieren bald abgeschlossen und es geht an das Spachteln. Leider ist die Oberfläche durch die Fäden des Biax-Gewebes etwas wellig geworden. vielleicht war das Vakuum zu stark? Glattschleifen ist wohl keine Option.


    Nun meine Frage: Hat jemand Erfahrungen Abspachteln mit angedickem Epoxy? Welches Verhältnis von Harz und Microbubbles ist da ideal? Muss danach noch Lack drauf?


    Gruß


    Foiltier

  • Leider ist die Oberfläche durch die Fäden des Biax-Gewebes etwas wellig geworden. vielleicht war das Vakuum zu stark?

    moinsen,

    Jetzt weiss ich wieder, warum ich beim Laminieren einzelne Lagen Unidirektional-Gelege verwende und kein Biax, Quadrax...... :/

    Wa genau für ein Gewebe hast Du denn verwendet? Sieht für mich auf den Bildern nach Carbon-Kevlar aus, das habe ich allerdings noch nie als Biax gesehen. :/

    Zum Abspachteln: Ich würde die Microballoons zugeben, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist, die dürfte je nach Größe der Balloons und Viskosität des Harzes im Bereich 1:3 - 1:5 (Volumen) liegen.

  • Mich wundern die Kreismuster und tiefen Eindrücke. Hast du ohne Abreißgewebe gearbeitet? Oder Küchenrolle einvakuumiert?

  • Leider ist die Oberfläche durch die Fäden des Biax-Gewebes etwas wellig geworden. vielleicht war das Vakuum zu stark?

    moinsen,

    Jetzt weiss ich wieder, warum ich beim Laminieren einzelne Lagen Unidirektional-Gelege verwende und kein Biax, Quadrax...... :/

    Wa genau für ein Gewebe hast Du denn verwendet? Sieht für mich auf den Bildern nach Carbon-Kevlar aus, das habe ich allerdings noch nie als Biax gesehen. :/

    Zum Abspachteln: Ich würde die Microballoons zugeben, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist, die dürfte je nach Größe der Balloons und Viskosität des Harzes im Bereich 1:3 - 1:5 (Volumen) liegen.

    Servus, hab 150er Biax Carbonfaser verarbeitet und als Abschluss 110er Glasgewebe.

  • Mich wundern die Kreismuster und tiefen Eindrücke. Hast du ohne Abreißgewebe gearbeitet? Oder Küchenrolle einvakuumiert?

    ja, Abreißegewebe ist ausgegangen und jetzt hab ich das hübsche Blümchenmuster von der Küchenrolle. Beim nächsten Mal bestell ich mehr🙂

  • Ich schließe mich dann mal der Frage von stripe an . wie war der Aufbau beim Vakuumieren?


    Vernähte Gelege habe ich bisher eigentlich nur verwendet, wenn ich eine fühlbare Struktur haben wollte (Lautsprecher-Gehäuse), dann aber ohne Vakuum.

    Unter Vakuum habe ich das Zeig nur einmal verwendet und bekam eine zielmich glatte Oberfläche:

    Aufbau: Laminat-Abreissgewebe-Lochfolie-Saugvlies-Vakuumhülle.

    In sofern ist mir die entstandene Struktur auch noch etwas rätselhaft :/


    edit: Dann staune ich, dass Du die Küchenrolle wieder vom Laminat runterbekommen hast.

    @ Stripe: Treffer - gutes Auge! :thumbup:^^

  • Die Küchenrolle diente nur als Saugvlies. Darunter war natürlich noch eine dünne selbst gelochte Folie, aber eben halt kein Abreißgewebe.

  • Immerhin kreativ ;)

    Dass sich Unregelmäßigkeiten im Lagenaufbau (beim Vakuum) unschön bemerkbar machen, hatte ich auch schmerzhaft gelernt. Damals hatte ich mangels Schlauch-Anschlussstück einen wunderschönen Abdruck des in den Vakuumsack weit hineingeführten Vakuumschlauches nebst "Saugsonde" eingebracht - in dem 4,5 mm dickes!! Laminat aus UD-Carbon sogar besonders tief ;(:D

    Ich würde auf's weitere Schleifen weitestmöglich verzichten. Den Rest muss, wie Du schon selbst vorhattest, Spachtel ausgleichen. Das geht zwar wieder auf's Gewicht, aber dank leichter Füllstoffe nicht ganz so dramatisch.

  • Wenn du kein Abreißgewebe drauf hattest, dann hoffe ich für dein Board dass die Haftung von deinem Spachtel gut genug wird, wenn du nämlich versuchst alles gleichmäßig zu schleifen holst du dir jetzt dein Gewebe mit runter.


    Kannte das mit Küchenrolle nur von den Fliegern, die erst Gewebe tränken, dann damit Harz rausziehen und dann in die Form legen.