Gleiten nur in eine Richtung

  • Hallo,


    ich war heute in der SF Bay windsurfen, Wind war ca. 18kn und ich mit 5.5. Freeride Segel und 105er Board etwas untermotorisiert. Wellen waren ca. 1m hoch, es war Flut knapp vor dem Hoechststand. Es war mein erstes mal an dem spot.


    In Richtung raus ging gleiten trotzdem wunderbar - einhaengen, abfallen, speed holen, in die Schlaufen und ab ging die Post. Reproduzierbar und eben so wie immer gewohnt.

    Nur in Richtung Urfer ging gar nichts. Ich bin nicht und nicht ins Gleiten gekommen. Das Segel hat sich auch nur in diese Richtung ziemlich zickig angefuehlt, auf die Seite gezogen aber den Wind nicht in Vortrieb umgesetzt. Trapeztampen waren auf beiden Seiten auf der selben Position und gleich lang eingestellt.


    Ist mir wirklich ein Raetsel - ist euch sowas schon mal passiert? Habe dann das VL noch einen cm angezogen, das Segel war dann etwas weniger Zickig aber gleiten ging trotzdem nur in eine Richtung.


    Ich haette auch noch nie bemerkt, dass ich eine bevorzugte Seite habe. Bei anderen Boardsportarten habe ich zwar den linken Fuss vorne - und das war hier auch beim Rausfahren der Fall, aber ich surfe ja schon lange und habe da wirklich keine einseitige Schwaeche...


    Das war jetzt wirklich das erste mal dass ich sowas erlebt habe. Ich habe danach auch meinen GPS-Kurs angeschaut - die Kurse raus und rein waren ziemlich parallel. Ich bin also auch in beide Richtungen gleich abgefallen.


    Irgendeine Idee?

  • Die Begründung hast du selber schon genannt, du warst Untermotoriesiert.

    Das kenne ich auch wenn ich in einem Revier mit Welle und Strömung Surfe.

    In die eine Richtung wirst du von der Welle und der Strömung beim angleiten unterstützt

    Und in die andere Richtung Bremsen dich die Bedingungen aus.

    jeder Tag ohne Zettel am Zeh ist ein guter Tag!

  • Hallo Ruedi,

    Alle anderen waren aber auch mit ähnlichen Segelgroessen unterwegs - in beide Richtungen.

    Es hat sich einfach das Segel komplett zickig angefühlt in die eine Richtung. Da waren in die Richtung sogar 3 Schleuderstuerze dabei - was mir sonst eigentlich kaum mehr passiert.


    Die Wellen waren komplett parallel zur Surfrichtung. Die Strömung war quasi mit den Wellen mit im Rechten Winkel zur Fahrtrichtung (sehe ich in der GPS Aufzeichnung, als ich mal im Wasser getrieben bin).


    Naja, ich werde mir nicht weiter den Kopf darüber zerbrechen. Nächstes mal wieder anderer Spot und im Zweifel das größere Segel nehmen.


    Lg mariachi76

  • Sehe ich wie Rüdi, habe ähnliche Erfahrungen gesammelt und allen Sessions hatte es gleich dass ich unterpowert unterwegs war. Bei 15-18 knoten geh ich (82kg) mit 7,2 raus bzw wenn Tendenz mehr dann mit 5.8er. Ich habe irgendwann festgestellt dass windsurfen nur Spaß macht wenn man genug Druck in der tüte hat. Seitdem bin ich in den meisten meiner Sessions absolut überpowert unterwegs :P

  • Sehe ich wie Rüdi, habe ähnliche Erfahrungen gesammelt und allen Sessions hatte es gleich dass ich unterpowert unterwegs war. Bei 15-18 knoten geh ich (82kg) mit 7,2 raus bzw wenn Tendenz mehr dann mit 5.8er. Ich habe irgendwann festgestellt dass windsurfen nur Spaß macht wenn man genug Druck in der tüte hat. Seitdem bin ich in den meisten meiner Sessions absolut überpowert unterwegs :P

    Absolut :-)

    Ich war in den letzten Jahren zumeist auf grossem Equipment unterwegs, und praktisch ausnahmslos auf Slalom-Segeln.

    Bei 18kn war ich da mit 7.0 oder 7.8 unterwegs - aber eben Slalom Segel, welche ich da immer einen m2 groesser nehme.

    Habe aber momentan nur meine 4.2/4.7/5.5/6.5 Gators (Crossover Segel) zur Verfuegung und muss noch etwas ueben, die Segelgroessen richtig zu treffen. Da ich auch den spot nicht kannte, habe mich da auch auf die anderen am Ufer verlassen, welche sogar noch kleiner aufgebaut haben.


    Ich fahre aber auch nicht gerne unterpowered, mit dem 6.5er haette die Session definitiv mehr Spass gemacht.

  • ich denke auch insbesondere Strömung war die Ursache.

    Mir geht's auch oft an Spots, wo ich das erste mal bin, das irgendwas an den gewohnten Abläufen nicht funktioniert.

    Halse weil die Wellen anders laufen als gewohnt. Höhe laufen weil Strömung...

    Meist ist es beim 2. Mal dann alles vergessen und man hat sich dran gewöhnt

  • An neuen Spots brauche ich auch einen ganzen Tag bis ich die erste Halse durchgleite.

    Da fehlt mir das können um mich schnell an neuen Bedingungen anzupassen

    jeder Tag ohne Zettel am Zeh ist ein guter Tag!

  • Das Lag an der Strömung ist in der SF Bay immer so, wenn flooding brauchte ich ca 0,5 qm mehr, war bei den anderen Surfern auch so. Sprich mit ein paar locals am Spot die können die Bedingungen normalerweise sehr gut erklären.

  • Vielleicht das nächste mal bei solchen Bedingungen das nächst größere Segel nehmen und schauen ob es besser läuft. Ich könnte mir auch vorstellen das du beim reinfahren instinktiv mehr nach luv drückst, weil du das Ufer siehst. Und daher zum gleiten tendenziell eher weniger als mehr abfällst als beim rausfahren. Geht mir häufig auch so, gerade in für mich neuen Revieren.

  • Ich hatte mal eine whitewater Finne extra für meinen offroad gekauft und mich im ersten Urlaub in Paros gewundert, dass das Ding ebenfalls nur in eine Richtung ins gleiten kam. Ich habe das damals meinen mäßigen skills kurz nach dem Wiedereinstieg zugeschrieben. Nach diesem Urlaub bin ich dann draufgekommen, dass die Finne am top verbogen war, was offensichtlich zu dieser eigenwilligen Charakteristik geführt hat

  • kenn ich auch, ist schlicht und einfach zu kleines Segel für die Bedingungen, wo warst Du draußen, Crissy Field oder weiter in der Bay...

    In Palo Alto. Haette gemeint dass das Wasser dort flacher ist, und es wäre auch von meinem Haus aus der nächstgelegene Spot.

    War aber wie gesagt nicht so toll…

    Am besten finde ich bislang eigentlich Coyote Point.

    Crissy war ich noch nie - ich wohne an der East Bay und das war mir zu weit.

  • Vielleicht das nächste mal bei solchen Bedingungen das nächst größere Segel nehmen und schauen ob es besser läuft. Ich könnte mir auch vorstellen das du beim reinfahren instinktiv mehr nach luv drückst, weil du das Ufer siehst. Und daher zum gleiten tendenziell eher weniger als mehr abfällst als beim rausfahren. Geht mir häufig auch so, gerade in für mich neuen Revieren.

    Genau das mit dem “befreiteren” Abfallen hinaus und zaghafteren Abfallen beim reinfahren habe ich mir auch gedacht - eben weil man dort Referenzpunkte hat und keine Höhe verlieren mag. Ich habe aber extra darauf geachtet und bin wirklich stark abgefallen (auch lt GPS) - und Enno trotzdem nicht ins Gleiten gekommen.


    Das Segel war einfach zu klein… und Nuancen bei Strömung und Wellen haben dann wohl den Unterschied zwischen rein und rausfahren gemacht.

  • kenn ich auch, ist schlicht und einfach zu kleines Segel für die Bedingungen, wo warst Du draußen, Crissy Field oder weiter in der Bay...

    In Palo Alto. Haette gemeint dass das Wasser dort flacher ist, und es wäre auch von meinem Haus aus der nächstgelegene Spot.

    War aber wie gesagt nicht so toll…

    Am besten finde ich bislang eigentlich Coyote Point.

    Crissy war ich noch nie - ich wohne an der East Bay und das war mir zu weit.

    Cool, den Spot kenn ich nicht, ist das am Wildlife Preserve in der Nähe der Hochspannungsmasten oder woanders...?

  • https://www.google.com/maps/pl…37.4577211!4d-122.1011624


  • Gestern war der Wind aber auch relativ boeig - das war ich von den anderen Spots wie 3rd Av oder Coyote point nicht gewohnt.

    Ich werde da wahrscheinlich nicht mehr hingehen - auch wenn der Platz zum aufriggen und starten ueber den schwimmenden Steg schon komfortabel ist.


    Ich suche in der Bay eigentlich einen spot mit Flachwasser und gutem Wind. Bin eher der Heizer und sehe chop und Wellen da als laestig an - auch wenn sie beim angleiten oft nuetzlich sind. :-)


    Kennst du einen Flachwasser-spot in der Bay? Ist Candlestick flacher als 3rd av?


    lg

    mariachi76

  • Danke, das ist am Wildlife Preserve, offenbar ist das Sportverbot dort aufgehoben worden. Mit dem Auto bis ganz ran scheint ja nicht zu gehen, da gefällt mir 3rd Ave besser..

  • Doch, der Parkplatz und Aufriggplatz ist fast direkt am Wasser. Man muss das Material vielleicht 30-40m über einen Steg tragen, das ist noch zu schaffen. 😀

    Ich finde irgendwie coyote point sympathisch. Mit gutem Surfshop und Dusche…

    Candlestick muss ich mal probieren!

    Lg

    Mariachi76

  • Ich hatte es manchmal, dass eine Richtung anders funktioniert und schrieb es den Strömungen zu, da man scheinbar doch nicht in dem Winkel wie man denkt fährt und zurück wieder anders, so dass unser Winkel sich je Richtung anders zur Strömung verhält. Wer hat schon ein Geodreieck und einen Schwimmkörper dabei ?


    Dann noch Böen, die nicht mit den Strömungen korrelieren und regio Faktoren, die den Wind umlenken, etc. .