Slalom Finnen rau oder glatt?

  • :D , so wird es schwierig, aber ich kann meine Sonntag mal nach und nach glatt machen, rau genug ist sie ja schon, also habe ich Spiel. Ist ja nur eine Finne die kann man für die Wissenschaft opfern 8)

  • Ich meine auch das es wurscht ist.

    Vor allem ist es nicht Beweisbar ob man jetzt schneller war weil die Finne poliert wurde, jeder Run hat andere Bedingungen.


    Die schnellste von mir gefahrene Zeit (knapp 38 knoten)bei uns am See war mit einer 41er Finne und und 77cm breitem Board.

    Das war aber nicht weil die Finne rau war sondern weil die Bedingungen perfekt waren.

    Solch einen Speed schafft ein Hobby Heizer wie ich nicht wegen einer Finne sondern weil die Bedingungen passen.

    jeder Tag ohne Zettel am Zeh ist ein guter Tag!

  • Wenn die Finne poliert ist, so dass das Wasser abperlt, soll nicht gut sein. Alles andere dürfte egal sein, ob mit 240er Schleifpapier, oder 1000er Schleifpapier geschliffen, wird man sicherlich nicht beim Fahren merken.

  • hier ein Bildschirmfoto aus " Windsurfmechanik-Wie schnell kann man Windsurfen" von Rick Hanke (MUF)

    pasted-from-clipboard.png

    auch findet man dort, dass die Finne nur für etwa 11% am Gesamtwiderstand (also Board+Segel+Fahrer+Finne) verantwortlich ist. (ist aber abhängig von der Geschwindigkeit).

    Laut Rick Hanke wird man 0.26kt schneller bei einer 10%igen Widerstandreduzierung allein der Finne.

    Die Finne sollte also hydrodynamisch glatt sein, wie nach dem Bild .. noch glatter bringt nix.

    Und wenn die Finne doch rauher ist, bist bei hohen Geschwindigkeiten >40kt halt grob geschätzte 3-4 kt langsamer als mit einer hydraulisch glatten Finne.

    Solange Du nicht in Lüderitz unterwegs sein willst, ist es also mMn halbwegs wurscht wie glatt/rauh die Finne ist.

  • Die Widerstandskraft bildet sich ja nur zum Teil aus der Reibung. Der "hydrodynamische" Teil, der durch die Aufnahme der Querkräfte entsteht ist mindestens genauso hoch. Der reduziert sich durch geeignetet Strömungsprofile.

  • auch findet man dort, dass die Finne nur für etwa 11% am Gesamtwiderstand (also Board+Segel+Fahrer+Finne) verantwortlich ist. (ist aber abhängig von der Geschwindigkeit).

    Laut Rick Hanke wird man 0.26kt schneller bei einer 10%igen Widerstandreduzierung allein der Finne.

    Diese 11% der Finne teilen sich noch mal in Formwiderstand und Reibungswiderstand auf. Ich würde mal über den Daumen peilen, dass der Formwiderstand überwiegt. Also kann man durch Oberflächentuning höchstens einen kleinen Teil von 5% (vorsichtig geschätzt, wahrscheinlich eher 2-3%) des Gesamtwiderstandes einsparen... Klar, unter Rekordbedingungen macht man alles was auch nur einen kleinen Vorteil bedeutet, inwiefern das Bedeutung für Hobbyisten hat sei mal dahingestellt.


    Die Finne sollte also hydrodynamisch glatt sein,

    Wie genau ist hydrodynamisch glatt denn definiert?


    Gruß, Onno

    wissen ist macht. nicht wissen macht auch nichts.

  • Fas hängt an der Reynolszahl, ja geringer diese ist, desto rauer dürfte die Oberfläche sein, um noch hydraulische glatt zu gelten. Aber wie schon bemerkt, hat das alles nur geringen Einfluss ins wenn überhaupt bei ziemlich hoher Geschwindigkeit, gleich hoher Reynolszahl

  • Fas hängt an der Reynolszahl, ja geringer diese ist, desto rauer dürfte die Oberfläche sein, um noch hydraulische glatt zu gelten. Aber wie schon bemerkt, hat das alles nur geringen Einfluss ins wenn überhaupt bei ziemlich hoher Geschwindigkeit, gleich hoher Reynolszahl

    Alle „wissenschaftlichen“ Erkenntnisse zusammengefasst dürfte man also sagen:


    MEHR SPEED DURCH HÖHERE GESCHWINDIGKEIT ! ;-)

  • Wie genau ist hydrodynamisch glatt denn definiert?


    Gruß, Onno

    bin keine Hydro-/Aerodynmiker ... aber nach meinem Kenntnisstand gibt es innerhalb der Grenzschicht eine viskose Unterschicht .. wenn die Oberflächenrauhigkeiten innerhalb dieser viskosen Unterschicht bleiben, dann gilt eine Oberfläche als hydraulisch glatt ... müsste da aber jetzt selber nochmal genau nachgucken...

  • schau mal bei wikipedia https://de.wikipedia.org/wiki/Fluiddynamische_Grenzschicht


    660px-Abloesungplatte.png


    "Jede Wand besitzt – auch unter einer turbulenten Grenzschicht – eine viskose Unterschicht (englisch viscous sublayer), früher auch laminare Unterschicht genannt. Erst wenn die Rauigkeit der Wand diese Unterschicht durchstößt, hat sie einen Einfluss auf die Grenzschicht, den Reibungswiderstand und die Strömung. Wenn die Unterschicht die Rauigkeit hingegen vollständig bedeckt, ist die Wand hydraulisch glatt."