Veränderung der Fahrtechnik auf neuem Material

  • Wollte bevor ich wieder mit dem Surfen einsteige, mal Eure werte Meinungg einholen...


    Habe ne lange Pause machen müssen, möchte aber gerne mit dem welken Körper noch einmal angreifen.


    Komischerweise sehen die Freerideboards jetzt ganz anders aus, eher wie große Ostereier. Deshalb meine Frage: gehen die auch mit der alten Fahrtechnik oder muß man sich grundlegend umstellen.


    Bin früher nur kleine schmalere Bretter gefahren und hatte meinen Spaß auf dem Wasser mit durchgeglittenen old shool Manövern und recht unspektakulärem Springen ohne irgendwelche Verrenkungen...


    Wäre schön ein Feedback von älteren Semestern zu bekommen, die da auch schon durch mußten.


    Danke schon einmal!

  • Ich habe auch mal 10 Jahre Pause gemacht das größte Problem war das neue Material richtig aufzubauen Segeltrimm.

    Nach kurzer Eingewöhnungszeit wirst du schnell Spaß auf dem Wasser haben.

  • Danke Dir. Aufbauen geht, das habe ich schon hinbekommen, mit ein wenig youtube Unterstützung bezüglich des Segeltrimms.


    Ich hatte nur Bedenken mit der eng zu den Schlaufen sitzenden Mastspur und dieser riesigen Breite

  • Du wirst dich umstellen müssen. Ich habe zwar nie pausiert, fahre aber mein Material so lange, bis es kaputt ist. "Leider" haben mehrere Boards und Segel ziemlich lange gehalten ;-) . Mit dem neuen Material ist mein Level um 1-2 Punkte gesunken. Alte Bretter, die ich damals als mäßig gleitend empfand, sind jetzt meine Spitzengleiter. Ich verliere langsam aber sicher den Spaß an der Sache.

  • Draufstellen und losfahren! Die neuen Dimensionen sind wirklich ein Fortschritt und kein Modegag (mehr).

    Allerdings ist die Grösstenabstimmung anders als vor 20 Jahren: Bretter weniger Volumen und Segel (sauber getrimmt) etwas größer.

    Halse: kräftiger Tritt nach vorne auf die Leekannte. Gleiten: Füße nach hinten auf die Luvkante.

  • Ich habe alle meine alten Bretter noch.


    Bin aber nie mehr zurück, sobald ich wieder ein neues hatte. Es wurde jedesmal besser.

    Oder zumindest nicht schlechter. :)

  • Du wirst dich umstellen müssen. Ich habe zwar nie pausiert, fahre aber mein Material so lange, bis es kaputt ist. "Leider" haben mehrere Boards und Segel ziemlich lange gehalten ;-) . Mit dem neuen Material ist mein Level um 1-2 Punkte gesunken. Alte Bretter, die ich damals als mäßig gleitend empfand, sind jetzt meine Spitzengleiter. Ich verliere langsam aber sicher den Spaß an der Sache.

    Das ist aber bitter, Exocet Cross war immer draufsteigen und wohlfühlen. Das war nach meiner erste langen Pause und war überhapt keeiine Umgewöhnung.


    Da sahen die Boards von der Outline aber noch aus wie Bretter und nicht wie jetzt wie Türblätter.


    Was mich beruhigt, ist, daß die Meinungen hier aber auch total auseinander gehen. Dummerweise habe ich auch noch den Umstieg von Sitztrapez zu Hüft vor der Brust.

  • Bin zwar kein älteres Semester, aber ich habe trotzdem auf Boards aus dem letzten Jahrtausend gelernt. Du wirst dich schon umstellen müssen. Aber was komplett anderes ist das nicht.

    Als ich zum ersten mal mein "neues" 100L FSW aus 2012 gefahren bin, war der Unterschied schon stark. Deutlich(!) leichter, fährt sich viel freier. Springen macht damit soooo viel mehr Spaß (konnte ich vorher garnicht, das erste mal auf dem neuen Board und schon hab ich erstmal nur versucht das Ding aus dem Wasser zu hebeln :D). Aber die Volumenverteilung ist auch ganz anders. Das Volumen ist viel mehr im Heck als auf den alten Boards (die ich gefahren bin). Bei den ersten Schlägen hatte ich meinen Fuß beim Eiern vor dem Mast, das geht auf dem Board aber überhaupt nicht. Damit sinkt die Nase direkt ab. Also musste ich mir angewöhnen, den vorderen Fuß hinter dem Mast stehen zu lassen. Das ging aber relativ zügig.

    Halsen sind auch etwas anders, gefühlt muss man mit dem Gewicht weiter nach vorne. Aber ich konnte, als ich gewechselt habe, noch nicht sicher genug halsen, um das jetzt präzise vergleichen zu können.


    Bei Freerideboards kam mir der Unterschied aber von der Fahrtechnik weniger groß vor, zumindest kam ich mit den neuen großen Freeridern direkt ohne nennenswerte Probleme klar. Die kamen mir immer ziemlich gutmütig vor.

    Der Unterschied bei den Slalomboards sind aber Welten, die neuen breiten Boards fliegen so viel freier über die Finne und wollen aktiv(er) angepumt werden. Einmal im Gleiten gleiten die auch im Vergleich viel länger duch.


    Einen grundlegenden Unterschied finde ich, dass die alten Board einen flüssigeren Übergang zwischen dem Gleiten und der Verdrängerfahrt haben, aber auch im Gleiten satter im Wasser liegen.


    Such dir zum Wiedereinstieg aber besser gute Bedingungen und keinen Böigen Hack aus. Ich habe schon häufiger mitgekriegt, wie Surfer wieder nach einer langen Pause aufs Wasser gehen. Oft lief es auch nicht gut und die erste Session endete eher im Frust. Ich denke das lag aber eher an teils schwierigen Bedingungen, fehlender Fitness, 30 Kilo mehr und natürlich der sehr langen Pause.


    Aber viel Spaß beim Wiedereinstieg! :)

  • Da hast du Recht. Der Exocet war toll. Hätte ich den mal behalten ... .

  • Dann geh doch wieder darauf zurück, Die werden immer mal wieder in sehr gutem Zustand angeboten. Würde ich gar nicht lange rum machen, Entwicklung hin oder her.


    Bei mir ist das Volumen mittlerweile wichtiger als früher, nicht nur weil ich 20 kg mehr habe. Vertraue mener Scchulter nicht mehr nach zwei OPs und brauchte was womit ich zur Not auch mit Schotstart zurück komme.


    Da sollen die Ostereier ja viel stabiler sein. Revier leider auch noch Atllantik.

  • Es gab mal im Surf-Magazin vor einiger Zeit einen Artikel, der sich mit dem Trimm (z.B. Gabelbaum höher anschlagen bei breiteren Brettern) und Fahrtechnik (mehr relativen Druck über den Mastfuß, weil neuere Bretter tendenziell etwas luvgieriger sind) befaßt hat. Habe die Ausgabe aber gerade nicht greifbar.


    Wenn man sich der Mechanismen bewußt ist und gewillt ist zu unterstellen, dass moderne Designs, von wenigen Ausnahmen abgesehen, mit der richtigen Fahrtechnik artgerecht zu bewegen sind, der bringt auch den Fleiß und die "Demut" mit an seiner Fahrtechnik solange zu arbeiten, bis es klick macht.


    Als ich Anfang der 80er angefangen habe, ware viele der damaligen Bretter luvgierig, die Riggs alles andere als Druckpunkt stabil und bei sehr böigen Verhältnissen, war der Kampf gegen einen Schleudersturz eine sportliche Herausforderung, der man sich einfach stellen mußte. In den folgenden Jahrzehnten, wurde das Material besser in fast allen Aspekten. In letzter Zeit erfordert der kurz/breit Trend eine gewisse Umstellung in der Fahrweise und dem Trimm (keine Wertung).

    Möglicherweise gibt es auch schon moderate "Gegenbewegungen", die man aus Marketinggründen so aber nicht formulieren würde.


    Ich würde aber grundsätzlich unterstellen wollen, dass es im Markt fast keine "Gurken" mehr gibt und hier im Forum zu lesen ist welches Material im Zweifelsfall fehlertoleranter/passiver/... gefahren werden kann und welches andere Material mit mehr Leistung überzeugt, wenn es unter den richtgen Bedingungen, richt bewegt wird. Das schließt permanentes Feintuning seitens der Hersteller nicht aus...


    Windige Grüsse


    PS: Coaches wie Jem Hall sind der Meinung, dass permanentes Tuning am Setup und der eigenen Fahrtechnik ein Großteil des Spasses ausmacht. :-)

  • Fährt man einen Freerider auch optimalerweise auf der Leekante oder sind das eher die Slalomboards?

    Das kommt in beiden Fällen auf den UW Shape an.


    Es gibt schon noch ein paar Firmen, die nicht ganz so moderne Shapes im Angebot haben. Alles was Stubby usw. heisst würde ich am Anfang weglassen, bis Du wieder sicher und kontrolliert auf dem Board stehst.


    Mit einem älteren Shape, den Du kontrolliert surfen kannst, hast Du jedenfalls mehr Spaß als mit den neuen Shapes, die mehr und schnellere Technik benötigen.


    Gerade das etwas langsamere Angleiten der älteren längeren Board gibt mehr Zeit, um sich auf dem Board zu sortieren. Der Endspeed ist dann auch nicht weniger.

  • ich fand mein schmales Leichtwindboard mit 102l damals durchaus leichter zu springen als die späteren breiteren Boards, wo ich weiter außen stehe beim Gleiten

    wie auch immer

    ich wollte eigentlich nur anmerken, dass der Umstieg auf Hüfttrapez nicht notwendig ist, da es noch Sitztrapeze gibt und nichts* dagegen spricht, die zu benutzen

    ich persönlich nutze "aus Gründen" Sitztrapeze aus den 1990ern



    * persönliche Meinung, die andere anders sehn ;-)

  • c-bra

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  • Ich hab das Gefühl - dass sich moderne Segel mit starkem loose leech - nicht besonders gut mit der weit vorne liegenden Mastspur älterer schmaler Boards vertragen.


    Absichtlich so vorsichtig formuliert - weil es durchaus auch an meiner eigenen Dusseligkeit liegen kann - bin letzten Sommer ebenfalls nach langer Pause wieder eingestiegen. Jedenfalls äussert sich das so - dass ich zB auf nem alten Electron oder Flow mit einem 5er Wavesegel aus derselben Zeit relativ problemlos klarkomme - mit einem relativ modernen 5,5er Freeride-Segel mit Schlabberliek (auf denselben Brettern) jedoch ständig gegen Schleuderstürze ankämpfen muss.


    Besonders beim Höhe ziehen - Füsse in den Schlaufen und Gewicht über den Mastfuss weit vorn - ne Bö fällt ein mit raumendem Wind - das Top macht auf - das Segel zieht plötzlich viel stärker nach vorn als seitlich - wenn du nicht aufpasst wie ein Luchs, zieht es dich aus den Schlaufen und hinterher - und du knallst von Luv her mit dem Mast gegen den Bug.


    Mit einem kurzen und breiten "modernen" Brett, mit weiter hinten liegender Mastspur, gab es das Problem übrigens nicht - aber da hatte es auch gleichmässigen Wind.

  • PS. Beim Reincarven in die Halse muss man auf den breiten Brettern natürlich deutlich kräftiger auf die Kante treten. Aber ein Tick zuviel - und du fährst auf der Kante geradeaus. Hier das richtige Mass zu finden musste ich gezielt üben, während sich das auf den "Donnerbalken" komplett intuitiv anfühlte. Dafür kannst du einfach hinten stehen bleiben, wenn du aus dem Gleiten fällst ;-)

  • Totti-Amun

    Changed the title of the thread from “Veränderung der Fahrtechnik auf neuem Marterial” to “Veränderung der Fahrtechnik auf neuem Material”.
  • Sitztrapez ist leider zu klein mittlerweile...


    Hört sich nach manche finden die neuen Board gut, einige aber auch nicht. Brauche halt ein Board mit 145 oder mehr Liter bei neuem Shape, das wären 155 oder mehr Liter der längeren Outlines.


    Irgendwie wird es da dann dünne ohne Schwert oder?

  • Da findet sich einiges, je nachdem wie sportlich es für den Einstieg sein soll. Fanatic Gecko, Blast, Jag, bei JP Magic Ride, RRD Firemove, Goya Volar oder Carrera pro, Tabor Rocket oder Bullit und die anderen Firmen haben da auch alle was im Programm. Alle ohne Schwert

  • Dann schau Dir mal die Lorch Boards und das Thommen Glide/Gleitwunder an.