Fanatic Gecko HRS 2020 148L als erstes eigenes Board?

  • Hallo, ich bin Aufsteiger und möchte mir dieses Jahr vermutlich mein eigenes Equipment holen. Ich bin nun auf das Fanatic Gecko 2020 HRS in 148L gestoßen.


    Kurz zu mir:

    Bisher bin ich fast nur mit 180L Boards mit Schwert gefahren welche ich mir hier im Surfclub ausgeliehen habe. Wiege 82 KG. Wasserstart kann ich noch nicht (sind auch nicht oft Bedingungen auf dem See hierfür zum Üben). Beachstart ja. Schnelle Wenden und normale Halsen klappen schon ganz gut. Ich fahre Hauptsächlich auf einem See hier in der Nähe (Salzgittersee), wo halt böige Windbedingungen herrschen. Meist nutze ich ein 6,5er oder 5,4er Segel. 3 Wochen im Jahr bin ich aber auch am Wulfener Hals auf Fehmarn Trapezfahren habe ich letztes Jahr angefangen, zum Gleiten bin ich leider noch nicht gekommen und arbeite dran. Ebenso Schlaufenfahren.


    Wäre das ein taugliches Board welches ich auch länger nutzen könnte? Oder ist die HRS Version nicht so gut? Habe gelesen Körpergewicht + 60 wäre eine gute Literzahl.

    Und welches Segel kann man für meine Bedingungen empfehlen. Wäre das Duotone E_Pace was?


    Gruß Jens

  • Das ist eine ähnliche Boardklasse. Allgemein gilt das Rocket m. E. als etwas spritziger. Das Gecko ist dafür 4cm breiter. Das dürfte Dir als Anfänger etwas mehr Kippstabilität geben.

  • War exakt mein Anfängerboard. Hat seinen Zweckwacker erfüllt.

    Wenn Du im Binnenland gleiten lernen willst, wirst Du irgendwann größere Segel brauchen.

    E_Pace paßt sich auch. Ich hatte zu Beginn in der gleichen Gewichtsklasse 7,3 er E-Type, dann ein 8,2er.

  • Board ist perfekt für dich.

    Alternativen wären JP X-Cite Ride oder Magic Ride. Würde dir grad für den Anfang kein neues Board empfehlen, da du unvermeidlich Schleuderstürze haben wirst und auch mal was kaputt geht (tut bei nem alten Board nicht ganz so weh).

    Zum Thema HRS/LTD etc gibts viele threads hier im Forum.. musst du einfach mal suchen.

    Die E_pace Segel sind perfekt für dich. Super leicht zu riggen & einfach zu fahren. Wird deine Lernkurve auf jeden Fall steigern (hab mit dem Segel auch in windeseile Riesen Fortschritte gemacht.

  • Hallo JenSCH,


    ja passt sehr gut.


    Ein Lorch Breeze M (gleiche Volumensklasse) sollte ebenfalls passen.


    Es muss im Übrigen nicht das 2020er Modell sein. Die Änderungen in den letzten 3-5 Jahren hielten sich in Grenzen.


    Lieber das gesparte Geld später in ein passendes größeres Rigg investieren.


    Windige Grüße

  • Ja - Board-Volumenüberlegung => völlig in Ordnung. Ich weiß nicht genau was der Gebraucht-Markt an jungen 3-5 Jahre alten 145 Freeride-Boards so hergibt ...aber da findet man sicher auch gute Preis-Leistungsverhältnisse. Bessser dann etwas später in ein größeres Rigg und oder ein 2. Board ...(noch mehr Wind...) investieren ... :thumbup:

  • Ja, das Brett passt gut, habe gerade selber ein Board für den Freund meiner Tochter nach laaaaaagem suchen gekauft.

    In der der Bordklasse sind gebrauchte Bretter rah und wenn du eins findest, schnell zuschlagen. Die Preise sind recht hoch für gebrauchte Bretter in der Volumenklasse ca. 600-1.000 €, aber du kannst das Brett anschließend ohne großen Verlust, wenn du dich weiterentwickelt hast gut wieder verkaufen.

    Sunzi hat recht, es muss kein neues Bord sein, aber wie gesagt man braucht etwas Geduld und langen Atem bei der Suche (DD, ebay kleinanzeigen, Facebook). Das gleiche gilt für Segel, auch hier reicht es vollig aus als Einsteiger und Fortgeschrittener sich gebrauchte Segel zu kaufen. würde dir hier erstmal zu camberlosen Segeln raten. Hier wäre ein Segel +/- um 8 m² als Ergänzung sinnvoll. Ich komm nochmal allgemein auf das Brett/Segel zurück, hier gibt es einige änhliche Bretter wie Tabou Rocket, JP Magic Ride, JP Super Ride, Lorch Breeze usw., bei den Segeln ist es ähnlich ob Duotone E_Pace, GA Matrix, Gunsails Stream, Rapid, Exceed, NP X Ride, Speester, Hellcat, Sailloft Cross, Serverne Gator, NCX, Ezzy Cheetah usw., ich würde mich nicht so sehr auf eine bestimmte Marke konzentrieren sondern schauen was es an Angeboten gibt, wichtiger ist es am Anfang oft aufs Wasser zu kommen und fortschritte in der Fahrtechnik zu erzielen, wenn dann Trapez fahren/gleiten, halsen, Wasserstart klappen und du weiterhin Spass am surfen hast kannst du die immer noch anderes Material kaufen. Dann ist einige Zeit ins Land gegangen, du kannst in dieser Zeit selber feststellen was dir mehr liegt oder welche Bretter oder Segel zu dir passen.

  • Keine Ahnung wie bei Dir der Wind so ist, für den See als Haupteinsatz könnte 148L deshalb tauglich sein, wenn du ohnehin eher Segel 7qm aufwärts fährst. Ich kann allerdings von meiner Erfahrung berichten: Ich habe im letzten Jahr angefangen und mir auch - nach langem verzweifeltem Suchen auf dem Gebrauchtmarkt - ein 145 L Brett gekauft, welches mir jedoch bereits jetzt für die 20 Knoten aufwärts Tage deutlich zu groß ist... Die Fortschritte - vorausgesetzt, du kommst häufig aufs Wasser - sind am Anfang so drastisch, dass ich überlegen würde, vor allem, wenn es ein neues Brett werden soll, direkt eins zu kaufen, welches als Leichtwindbrett auch später noch taugt. Ich fahre aktuell eigentlich in allen Bedingungen mein kleineres (130 Liter) Brett und wiege 90 kg. Demnach könnte man auch überlegen, direkt um die 130L zu schauen. Aber wie gesagt, ich bin nur auf Ostsee/Nordsee unterwegs, aber gibt hier ja einige, die das besser wissen müssten.

  • Das Board passt für dein jetziges Können bzw. als nächsten Lernschritt jedenfalls, und die robuste Ausführung steckt auch einiges weg.


    Bei deinem Gewicht wird dir aber das Board nach einer Saison bald mal zu gross sein. Insofern musst du für dich überlegen, ob du jetzt ein 148L kaufen willst, oder die ersten 8-10 sessions nicht eher ein grosses Board ausleihen willst und danach ein 130er kaufen, mit welchem du wahrscheinlich mehrere Jahre Spass hast.

    Die Segel scheinen auch etwas klein zu sein, da kann ja kommendes Jahr ja noch ein 7.5 - 7.8 dazukommen.


    lg

    mariachi76

  • So unterscheiden sich die Meinungen/Erfahrungen.

    also mein 140 Liter Board ist mir (80 kg) bei typischem Gleitwind am böigen Binnensee auch nach 40 Saisons mit 8,5er Segel oft lieber als mein 125er

    bei seltenerem ziemlich viel Wind am böigen Binnensee dann 125 Liter und 7er Segel


    auf großem Revier und/oder Revier mit gleichmäßigem Wind sieht das anders aus


    Für die Tage mit weniger Wind dann lieber ein Vereinsboard mit 175 Liter und 5,5er Segel zum rumspielen.

  • Danke für Eure zahlreichen Antorten.

    Hat jemand Erfahrung welche Segelgröße für Fehmarn (Wulfener Hals) für einen Aufsteiger gut zu nutzen wäre?

  • Die eine Segelgröße gibts nie.

    Wulfener Hals kann vom viel bis gar nix alles sein. Und hängt ja auch von deinem Fahrkönnen bis dahin ab.

    Mit nem 6er bist du aber denk ich ganz gut bedient. Das kannst du mit deinem Board dann noch gut fahren

  • Achso und für den Wulfener Hals brauchst du im Sommer dann nachher auf jeden Fall auch ne Seegrasfinne. Auch vom Tiefgang her ✌🏼

  • Ich meine auch, daß perspektivisch (im Binnenland) 2 Boards nützlich sind.

    Da könnte ein größeres Anfangsbrett ggf. später zum absoluten Leichtwindbrett werden.

    Sorry, aber ein Gecko 148 HRS ist alles andere als ein gutes Leichtwindbrett. Zumindest, wenn man unter einem Leichtwindbrett einen Frühgleiter versteht.

    Ich bin das Brett selbst schon mehrere male im Verleih gefahren, das HRS ist schwer und klebt fast am Wasser, trotz des Volumens und der Breite.


    Insofern ist das meiner Erfahrung nach wirklich nur ein stabiler Tanker für fortgeschrittene Anfänger - aber keines, mit dem man auf 3-5 Jahre Spass hat.

    Schliesslich machts dann ja auch keinen Spass, wenn um einen herum viele schon am Gleiten sind und man selbst das Board nicht vom Fleck bekommt.


    lg

    mariachi76

  • Sehe ich genauso.

    Daher wäre eine Option ein etwas größeres Board in LTD (soll ja angeblich ebenso stabil sein wie HRS) für den Aufstieg zu nehmen - und später dann eins um 130 l. Dadurch würde man sich das Anfängerbrett sparen, das es ja offenbar auch nicht so leicht gebraucht gibt.