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Wie Alu-Fuselage vor Korrosion schützen?

  • SPACESH1P
  • May 3, 2020 at 6:43 PM
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    • May 3, 2020 at 6:43 PM
    • #1

    Hallo zusammen,

    habe an meiner Alu-Fuselage (Starboard) einige Korrisonsschäden festgestellt, insbesondere an den Schraubenlöchern. Was kann man machen, damit sich das nicht weiter hineinfrisst?

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  • t36
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    • May 3, 2020 at 6:51 PM
    • #2

    Bist du viel im Salzwasser damit unterwegs? Sieht ja richtig übel aus.

  • SPACESH1P
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    • May 3, 2020 at 7:17 PM
    • #3

    Ja, bin vor kurzem ans Meer gezogen und habe es auch einmal vergessen auseinanderzubauen und so waschen. Habe das Foil allerdings gebraucht gekauft, da waren schon erste Spuren von Korrosion vorhanden.

  • t36
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    • May 3, 2020 at 7:30 PM
    • #4

    mein NP Alu musste ich letztes Jahr täglich abbauen - weil ich es nicht mehr aus der DT-Box bekam. Keine Korrosionszeichen aber n. 3 Wochen.

    mein Vorschlag (frag unbedingt den Mias und den AlexF - die müssten die längste und meiste Erfahrung im Forum haben):

    -mit Süsswasser spülen und komplett ausbürsten

    -Klarlack (nicht wasserlöslich drauf)

    -dann TefGel drauf

  • Blitz
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    • May 3, 2020 at 7:37 PM
    • #5

    Zwischen zwei unterschiedliche Metalle und ein Elektrolyt entsteht elektrochemische Korrosion. Das bedeutet, dass das unedlere Metall (Anode, Alu) Elektronen an die Kathode (Schrauben) abgibt um die Schrauben zu schützen. Das bedeutet auch, um den Schrauben löst sich das Alu auf weil ein Strom fließt. Man muss also die Schrauben gegenüber das Alu isolieren damit kein Strom fließen kann. Slingshot hat dafür bei den Alufoils ein Rolle Teflonband liegen. Ich verwende Teflonfett (PTFE Fett). Außerdem schraube ich grundsätzlich alles auseinander, wenn ich das Foil länger nicht benutze, damit kein Strom fließen kann.

  • t36
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    • May 3, 2020 at 7:58 PM
    • #6

    Ist wohl bei Starboard ein bekanntes Problem:

    https://www.seabreeze.com.au/forums/Windsur…problems?page=1

    P.s. das bedeutet nach jedem Surfen, zerlegen, spülen, Teflenband und tefgel

  • Totti-Amun
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    • May 4, 2020 at 10:25 AM
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    • #7

    Nicht umsonst ist den Foil's eine Bedienungsanleitung beigelegt und da wird auch genau auf dieses Thema eingegangen, -> einfetten!

    Dieser Text wurde nach alter, neuer und eigener Rechtschreibung geschrieben und ist daher fehlerfrei!
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    • May 4, 2020 at 6:46 PM
    • #8

    Mit TEFGEL einfetten hilft, allerdings so richtig auch nur bei Teilen, die sich nicht zueinander bewegen z. B. Schraube in Gewinde. Bei glatten Flächen, die aneinander reiben oder Schraubenkopf auf Fuselage reibt sich das TEFGEL oder Fett irgendwann ab. Dann hilft nur auseinanderbauen, spülen und frisch einfetten.

    Oder ein echtes Vollcarbonfoil inkl. Fuselage.

    Das bekommen aber nur wenige hin, z. B. Aeromod oder Gofoil, u. a. deshalb hab ich auch ein Aeromod.

    Die meisten Hersteller machen sich's deshalb einfach und bauen eine Alu-Fuselage.

    Die Alu Fuselage wiegt halt auch mehr, unter 4 kg wird's eng, mein Aeromod wiegt nur 2,9 kg (und fährt super stabil und einfach).

    Alex

  • Totti-Amun
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    • May 4, 2020 at 6:49 PM
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    • #9
    Quote from AlexF

    Mit TEFGEL einfetten hilft, allerdings so richtig auch nur bei Teilen, die sich nicht zueinander bewegen z. B. Schraube in Gewinde. Bei glatten Flächen, die aneinander reiben oder Schraubenkopf auf Fuselage reibt sich das TEFGEL oder Fett irgendwann ab. Dann hilft nur auseinanderbauen, spülen und frisch einfetten.

    Genau auch das steht in den Bedienungsanleitungen.

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    • May 4, 2020 at 6:58 PM
    • #10

    Mal eine (vermutlich blöde) Frage zu dieser Alu vs. Korrosionsthematik (Phantom hat ja auch Alu-Fuselage).

    Tragt Ihr das Tefgel nur auf die Schrauben auf oder auch auf die Bohrungslöcher in der Fuselage?

    Viele liebe Grüße, Boris

  • sheshe
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    • May 4, 2020 at 7:40 PM
    • #11

    Ich war jetzt in 3 Baumärkten, ein Tefgel gibt es bei uns nicht, nur teflon spray. Habe den aber nicht genommen und stattdessen ein normales Fett gekauft. Das wird schon gehen, Korrision sehe ich bei meinen Alu teilen noch nicht so sehr, fahre aber auch hauptsächlich in Süsswasser.

    "Ich komme von einer Farm in der Wüste, wo es weit und breit keine Wellen gibt. Also, wenn ich Wave-Weltmeister werden kann, dann kannst du es auch, wenn du nur willst - Live your dream!!"

  • t36
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    • May 4, 2020 at 7:44 PM
    • #12

    https://www.amazon.de/gp/product/B07…0?ie=UTF8&psc=1

    z.Zt. nicht toll lieferbar ...

  • User698
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    • May 4, 2020 at 7:51 PM
    • #13

    an die primärelement geschichte glaube ich in der realtät nicht wirklich

    - die einwirkzeit vom salzwasser ist ja ziemlich gering - besonders imvergleich zu booten, und da dauert das jahre

    - wenns wirklich ein problem wäre dann besser (wie am boot) eine opferanode anschrauben

    - eine dünne fettschicht wird bei einer fest anzogenen schraube keine oder kaum eine elktrische isolierung schaffen - der vorteil liegt einfach in der besseren lösbarkeit einer festen schraube.

    kann aber auch falsch liegen

    die bilder sehen mir eher nach einer nicht ausreichenden elovierung aus - kanten und ecken haben ja oft eine geringere eloxaldicke, das ist schwierig hinzubekommen und noch schwieriger zu konhtrollieren. wenn dann noch kleine risse dazukommen gibts korossionsprobleme.

    als vorbeugung würde ich am bestesn eine nac - eloxierung sehen, vielleicht hast du ja wen in der nähe oder kannst das selber, sonst die bereits erwähnten lackierungen ( da gibt es speziallacke, z.b. owatrol ) oder mal mit einem pulverbeschichter reden. vorher muss die korrodierte stelle natürlich überarbeitet werden

  • galileo
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    • May 4, 2020 at 10:33 PM
    • #14

    Das ist eindeutig Kontaktkorrosion oder genauer gesagt elektrolytische Korrosion wie es auch schon Blitz erklärt hat. Elektronen fließen vom unedleren zum edleren Element. Übrigens gilt das auch für Carbonfasern in Verbindung z.B zu Aluminum. Als Elektrolyt wirkt immer das Salzwasser. In Süßwasser ist der Prozess aufgrund der geringen Leitfähigkeit extrem verlangsamt.

    Das Teflonband ist sicherlich eine gute Idee wird aber wahrscheinlich an den Kanten der Gewinde beim Einschrauben zerstört. Ansonsten halt wasserbeständiges Fett mit Korrosionsschutz verwenden. Ich sehe hier keinen Vorteil für sogenannte Teflonfette. (was da für 10 Euro als Teflonfett angeboten wird enthält nur ein paar Spuren Teflon)

    t36 einfach das Gewinde dünn einstreichen, das genügt. Überschüßiges Fett bringt nichts, das wird beim Eindrehen der Schraube eh verdrängt.

    Letztlich hilft aber nur wie schon oben beschrieben - auseinander bauen, reinigen und beim Zusammenbau neu einfetten.

  • User698
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    • May 4, 2020 at 10:51 PM
    • #15
    Quote from galileo

    Das ist eindeutig Kontaktkorrosion ..

    warum ist die dann aber an stellen wo kein kontakt zwischen schrauben und alu besteht ersichtlichm, aber an der stelle mit kontakt sehe ich auf denm bild kaum korrosion?

    soweit ich das sehe und einschätze geht es um senkschrauben - die lieben an der angefasten fläche auf - die fasen sehen auf dem bild aber relativ gut aus.

    auf dem bild sehe ich aber die stärkste korrosion am kleinsten lochdurchmesser - der ist aber freigestellt und hat keinen kontakt zur schraube / z.b. M6 Schraube in 7,5er loch

    die korrosion die ich kenne ( niro niet in aluprofil irgendwi am boot seh ich in den bereichen starker flächenpressung ( enger kontakt. und auch da dauert das jahre bis die alureling, leiter etc rund um den niro - niet weggammelt

    aus diesen beiden punkten meine skepsis bzw überlegung dass es zunächst an ungenügendem korrosionsschutz liegt, und wenn man das nicht ändert wirds nicht wirklich besser


    hier schnell eine skizze gesucht wie das aussieht mit kontaktfläche bei senkschraube

    Geschraubte Verbindungen im Stahlbau. Merkblatt PDF Free Download

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    und wenns wirklich kontaktkorrosion ist - dann wäre wohl eine opferanode die einfachste, beste und bewährteste lösung, oder?

  • Blitz
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    • May 4, 2020 at 11:12 PM
    • #16

    Bei Kohle würde das Alu Theoretisch auch als Opferanode dienen, wenn Kohle oxidieren würde. Früher hatte man die 1,5 V Batterien aus Zink mit -0,76 V und der Pluspol war aus Kohle mit +0,74 V. Aber da der Kohlemast ein Deckschichtharz als Isolierschicht hat, kann da kein Strom fließen, und somit keine Korrosion am Alu stattfinden.

    Das Teflon Fett nehme ich, da es Seewasserfest ist und gut isoliert. Normales Fett ist nicht einmal Süßwasserfest und schadet im Wasser somit die Umwelt.

  • galileo
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    • May 4, 2020 at 11:57 PM
    • #17

    User698

    Wenn sich Oberflächen ohne Schmierschicht aufeinander bewegen gibt es immer Abrieb, manchmal auch mikroskopisch feinst. Dieser Abrieb kann dann auch an Stellen zu Korrosion führen die mit der eigentlichen Verschraubung bzw Abriebstelle gar nicht in Verbindung liegt. Aluminium ist normalerweise durch eine Oxidschicht geschützt. Durch Verschleiß wird aber eine neue, reine Aluminiumoberfläche geschaffen welche wieder reagieren kann. Mir hat es mal vor Jahren in drei Tagen Salzwasser eine schwarz eloxierte Aluverlängerung in einem Carbonmast korrodiert, so schnell konnte ich gar nicht schauen. Mittlerweile denke ich sind die Carbonmasten untenrum besser gegen Abrieb geschützt oder die Eloxierungen sind besser geworden.

    Blitz

    Es gibt zig Fette welche Seewasserfest sind. Kommt immer den Verdickertyp an.

    Was zahlt Du für Dein Teflonfett per 100g? Unter 100 Euro? Dann ist es kein sogenanntes Teflonfett sondern enthält nur ein paar Anteile an Teflonpulver.

    Ein echtes "Teflonfett" besteht aus Polyfluorpolyether (das Zeug ist sauteuer) als Grundöl und Teflon (PTFE) Pulver als Verdickter.

  • t36
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    • May 5, 2020 at 8:02 AM
    • #18

    Das von mir oben genannte Produkt kommt aus dem Marinesport - ich weiß nicht, ob es das "Standardprodukt" ist - auf jeden Fall wird es sehr viel verwendet

  • User698
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    • May 5, 2020 at 8:19 AM
    • #19
    Quote from galileo

    User698

    Wenn sich Oberflächen ohne Schmierschicht aufeinander bewegen gibt es immer Abrieb, manchmal auch mikroskopisch feinst. Dieser Abrieb kann dann auch an Stellen zu Korrosion führen die mit der eigentlichen Verschraubung bzw Abriebstelle gar nicht in Verbindung liegt. Aluminium ist normalerweise durch eine Oxidschicht geschützt. Durch Verschleiß wird aber eine neue, reine Aluminiumoberfläche geschaffen welche wieder reagieren kann. Mir hat es mal vor Jahren in drei Tagen Salzwasser eine schwarz eloxierte Aluverlängerung in einem Carbonmast korrodiert, so schnell konnte ich gar nicht schauen. Mittlerweile denke ich sind die Carbonmasten untenrum besser gegen Abrieb geschützt oder die Eloxierungen sind besser geworden.

    im prinzip mag das ja so sein, aber mmn ist das grundproblem bei dem teil eine zu dünne eloxalschicht an den problemzonen

    abrieb - bei den schrauben... die ziehen vielleicht bei der letzten halben umdrehung so fdass abrien entstehen könnte - aber die fasen sehen ja relatib gut aus - da war auch ned viel mit abrieb in der eloxalschicht - und wenn die das teil jetzt reinigst und "einfach so" in salzwasser steckst wirds auch langs gammeln bis es so aussieht wie jetzt.

    jetzt drüberfetten wirds verlangsamen, aber gut ist es deshalb nicht.

    kenn ich jedenfalls von diversen booten und aluteilen am wohnmobil.

    daher glaube ich dass eine grundsätzliche neubeschichtung eine bessere lösung wäre

    und checken wie die gewinde im mast aussehen - denn egal ob elektrochemie oder beschichtungsqualität - wenn das aussenteil gammelt ist das auch im gewinde erwartbar

    was ich bei deinem carbonmast / verlängerungsbeispiel nicht verstehe - ich kenne keine mastverlängerung bei der der mast direkt das rohr berührt - da ist immer oben ein ring der für etwas spiel sorgt, und unten der verstellring - somit ist es komplett egal (abrieb/korrosionstechnisch) wie der mast da aussieht mmn

    Power.XT 2.0

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  • galileo
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    • May 5, 2020 at 9:39 AM
    • #20

    Das war damals eine MXT der ersten Generation. Der Plastikstöpsel oben hat keinen Überstand. D. h. der Mast hat beim Fahren minimales Spiel und bekommt Kontakt zur Verlängerung. Bei den UXT Verlängerung werden merkwürdigerweise andere Stöpsel mit Überstand verwendet.

    Auf dem Verstellung der MXT sitzt normalerweise ein Gummiring. Manchmal durch den Zug des Vorlieks wird der Gummiring im Laufe eines Surftages dann über den Verstellung gepresst. Dann hat man Edelstahl vom Verstellring, Alu und Carbon zusammen. Ich vermute aber das mittlerweile die Eloxalschichten dicker gemacht wurden. In dem Ausmaß habe ich Korrosion nie wieder gehabt.

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