Masthülse an der falschen Stelle gelockert

  • Hallo zusammen,


    ich weiß dass es kaum ein älteres Thema gibt als "wie bekomme ich den Mast auseinander" und ich weiß dass ich selbst Schuld bin die Hülse nicht mit Vaseline einzustreichen oder zumindest den Übergang mit Tape abzukleben. Ich habe dieses Problem des nicht zu lösenden Mastest auch schon öfters gehabt. Daher kenne ich die Tricks mit Mast schwingen, Öl, zwei Gabelbäume anbringen und gegeneinander drehen. Ich habe sogar den Trick mit den Zurrguten an beiden Gabeln und auseinander ziehen mit den Ratschen versucht. Leider erfolglos. Zu viert haben wir es schließlich geschafft, die Hülse bis auf ungefähr 70% aus dem Oberteil rauszudrehen. Da dachte ich kurz vor dem Ziel zu sein. Danach hat sich die eingeklebte Hülse im Mastunterteil gelöst. Dieses Problem hatte ich noch nie, es zeigt aber wie viel Kraft wir aufgewendet haben. Jetzt habe ich die Hülse im Oberteil, es sind maximal noch 5-8 cm, die drin sind und das Sch... Ding lässt sich nicht mal um einen Millimeter bewegen!

    Primär möchte ich das Oberteil des Mastes retten (P7, 100% Carbon). Eine neue Hülse könnte ich besorgen und einkleben.

    Was haltet ihr davon, ein Loch durch die Hülse zu bohren, dann einen Stahlstift (großen Schraubenzieher o.ä) durchzustecken um einen Hebel zu haben. Ich frage mich nur ob das Carbon das Drehen dann mitmacht oder sofort am Loch reißt. Außerdem weiß ich nicht wo und wie ich das Masttopl fixieren soll. Die Gabelbaumtechnik stößt hier auch an ihre Grenze. Schraubstock ist auch keine gute Idee einen hohlen, runden Carbonmast zu fixieren.

    Oder kann man die Hülse am Übergang zum Mastoberteil absägen und dann von innen irgendwie sprengen? Sie ist ja nur fest und nicht eingeklebt im Oberteil.

    Oder habt ihr noch andere Ideen?


    Und ja, ich werde zukünftig mit Vaseline arbeiten, das habe ich mir ganz fest vorgenomen (zumindest an Sandstränden ;))


    Ich freue mich auf eure Ideen!

  • Ich würde das Topp senkrecht auf ein Holzbrett schlagen, bis das Übergangsteil tief genug sitzt, und das Unterteil lose lassen.

  • Mit dem richtigen rutschfesten Tampen um die Masthülse und dann an einen Baum gebunden hat man

    doch den gleichen Hebel wie mit einem Stahlstift. Und es geht nichts kaputt. Von dem Loch-bohren halte ich

    nichts.


    Also Mast bzw. Hülse am Baum fixieren, das hält Bombe und dann können mehrere Leute am Mast drehen.

  • Was haltet ihr davon, ein Loch durch die Hülse zu bohren, dann einen Stahlstift (großen Schraubenzieher o.ä) durchzustecken um einen Hebel zu haben. Ich frage mich nur ob das Carbon das Drehen dann mitmacht oder sofort am Loch reißt.

    Aus eigener Erfahrung kann ich dir sagen, dass du den Stift gefühlt ungebremst durch das Carbon drehen kannst.

    Das ist nicht die beste Idee...

    Dieser Text wurde nach alter, neuer und eigener Rechtschreibung geschrieben und ist daher fehlerfrei!
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  • Was bei mir immer super funktioniert hat: einen langen Tampen mit Stopperstek an der Hülse befestigen, anderes Ende irgendwo stabil festbinden (Baum,...). Dann mit Schwung ausholen, so dass es einen kräftigen Schlag auf den Tampen gibt, wenn er gespannt wird. So bekommst du viel höhere Belastungsspitzen auf das Teil. Normalerweise bewegt es sich dann.

  • Kannst du nicht den Mast oben öffnen und die Hülse von oben heraus schlagen??

    Für die Zukunft würde ich keine Vaseline benutzen. Verklebt nur mit Sand. Aber unbedingt abkleben.

    Ich nehme immer Panzertape

    Das benutzte Stück klebe ich immer längs auf das Mastunterteil, bis es ersetzt werden muss. Dann hat man das Tape immer zur Hand und sieht es gleich beim aufbauen. Dann vergisst man es auch nicht.

    man sollte sich die Ruhe und Gelassenheit eines Stuhls zulegen, der muss auch mit jedem Arsch klar kommen

  • Ich würde das Topp senkrecht auf ein Holzbrett schlagen, bis das Übergangsteil tief genug sitzt, und das Unterteil lose lassen.

    habe ich auch schon überlegt, aber dafür müsste ich die Hülse wieder weiter rein schlagen. Gibt es eigentlich einen Grund warum die Hülsen immer im unteren Teil verklebt sind?

  • Ich weiß nicht, ob das noch aktuell ist, aber ich habe mal vor Jahrzehnten direkt von North zwei Masten zum Spottpreis bekommen, weil irgendein Dödel die Hülse ins falsche Mastteil gepappt hatte. Haben wunderbar funktioniert, bloss war halt ein Mastteil viel länger als das andere, wenn es ums verstauen ging.

    ich schätze mal, bei einem heutigen Mast dürfte das auch kein Problem sein.

  • Mit dem richtigen rutschfesten Tampen um die Masthülse und dann an einen Baum gebunden hat man

    doch den gleichen Hebel wie mit einem Stahlstift. Und es geht nichts kaputt. Von dem Loch-bohren halte ich

    nichts.


    Also Mast bzw. Hülse am Baum fixieren, das hält Bombe und dann können mehrere Leute am Mast drehen

    Was bei mir immer super funktioniert hat: einen langen Tampen mit Stopperstek an der Hülse befestigen, anderes Ende irgendwo stabil festbinden (Baum,...). Dann mit Schwung ausholen, so dass es einen kräftigen Schlag auf den Tampen gibt, wenn er gespannt wird. So bekommst du viel höhere Belastungsspitzen auf das Teil. Normalerweise bewegt es sich dann.



    das versuche ich mal, erscheint mir noch als gute Option!

  • Kannst du nicht den Mast oben öffnen und die Hülse von oben heraus schlagen??

    Für die Zukunft würde ich keine Vaseline benutzen. Verklebt nur mit Sand. Aber unbedingt abkleben.

    Ich nehme immer Panzertape

    Das benutzte Stück klebe ich immer längs auf das Mastunterteil, bis es ersetzt werden muss. Dann hat man das Tape immer zur Hand und sieht es gleich beim aufbauen. Dann vergisst man es auch nicht.

    dann müsste ich eine 2 Meter lange Stange durchführen um bis zur Hülse zu kommen. Und auf der Hülse sitzt ne Plastikkappe, die direkt durchgeschlagen werden würde...

  • Schon klar.

    Ich würde eine Holzstange( Besenstiel oder ähnliches) mit max passendem Durchmesser versuchen. Ich würde auch versuchen, die Stange am Rand zu platzieren. Probieren geht über studieren!

    Wenn alles nicht geht, würde ich die Hülse abschneiden und dann die Hülse von innen schwächen, also aufbohren oder Fräsen, bis sie sich herausholen lässt.

    man sollte sich die Ruhe und Gelassenheit eines Stuhls zulegen, der muss auch mit jedem Arsch klar kommen

  • Ich habe mal eine Hülse mit einem Schlüssel zum Ölfilter wechseln rausbekommen.

    Das ist ein Schlüssel mit Lederband.

    jeder Tag ohne Zettel am Zeh ist ein guter Tag!

  • Ich würde das Topp senkrecht auf ein Holzbrett schlagen, bis das Übergangsteil tief genug sitzt, und das Unterteil lose lassen.

    habe ich auch schon überlegt, aber dafür müsste ich die Hülse wieder weiter rein schlagen. Gibt es eigentlich einen Grund warum die Hülsen immer im unteren Teil verklebt sind?

    Genau so habe ich es gemeint. Die Hülse weiter rein schlagen, nur ist dann das Top länger als das Unterteil und passt nicht mehr ganz in die Aufbewahrungstasche.


    Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass die Hülse das schwächste Teil ist. Ich hatte an der Hülse einen Mastbruch. Auch hatte ich versucht, mit ein altes Unterteil meine Radmuttern zu lösen. Radmuttern blieben fest, Hülse löste sich auf.

  • ich finde die Idee mit dem klebrigen Fett auch völlig abwegig (und klebe auch nicht ab)

  • Ich habe mal eine Hülse mit einem Schlüssel zum Ölfilter wechseln rausbekommen.

    Das ist ein Schlüssel mit Lederband.

    genau damit habe ich es auch probiert, allerdings habe ich nur einen Schlüssel mit einem Blechband und leider nicht mit Lederband. Meiner hat sich dann verbogen. Muss mal schauen ob ich so einen mit Lederband irgendwo bekomme.

  • Ich habe es geschafft!!!


    Nachdem alle anderen Versuche gescheitert sind, habe ich die Hülse längs in einen Schraubstock gesteckt und den Mast angefangen zu rütteln und dabei zu ziehen. Nach einer gefühlten Ewigkeit habe ich ca. 1 mm gewonnen. Das hat mir gezeigt dass sich etwas tut. Nach weiteren 2 Stunden und durchgeschwitztem T-Shirt war er raus. Allerdings hat das Carbon zig mal geknackt. Ich tippe auf die Hülse im Schraubstock, da die neben den Biegekräften auch punktuelle Druckkräfte aushalten musste. Der Mast sieht so aus, als hätte er nichts abgekommen.

    Dennoch kein gutes Gefühl, da ich das erst auf dem Wasser final merken würde.


    Ich würde die Hülse gerne austauschen, aber wo bekomme ich eine Neue? Ist die Hülse anfällig für Bruch? Bislang sind mir Masten nur oberhalb der Hülse gebrochen. Bis auf die paar Millimeter am Überhang ist der Mast ja eigentlich durch die Hülse verstärkt, sodass sie nicht so viel kompensieren muss, oder?


    Womit klebt man sie denn ein? Einfache Epoxy drauf?


    viele Grüße

    Stepan