COVID-19 Basisdiskussion und Auswirkungen auf die Surf-Branche

  • Nachweislich haben sich in Deutschland bisher fast genau 4 Mio. Personen mit Covid-19 infiziert. Darunter sind alle Altersgruppen. Es spielt keine Rolle wie viele noch infiziert waren. Diese sind mittlerweile geimpft bzw. werden dazu aufgerufen, wenn sie impfbar sind. Auch die 4 Mio. sind bereits nach der halbjährlichen Wartezeit geimpft oder sollten es danach werden, wenn sie impfbar sind.


    Die einzig entscheidende Zahl ist die der volljährigen Impfverweigerer, und die liegt bei ca. 14%.

  • Ach - werden wir wieder persönlich - und unterstellen einen psychichschen Defekt, wo man argumentativ nicht weiterkommt?


    Aber ich werd dir antworten. Tatsächlich glaube(!) ich, eine Infektion bereits durchgemacht zu haben. Das war eine eine besonders heftige „Grippewelle“ Ende Februar 2020, die sich quer durch Familie, Freunde, Bekannte und Kollegen zog. Fast alle lagen gut 2 Wochen flach, und ich selbst war zuvor noch nie sooo „erkältet“ gewesen - Corona galt noch als (weitgehend) chinesisches Problem, Masken als wirkungslos, jedenfalls vor dem 1. Lockdown.


    In der Folge haben etliche Leute aus meinem Umfeld Antikörpertest au eingene Kosten machen lassen - manche haben welche, andere nicht. Aber NIEMAND von ihnen hatte in der Folge je einen positiven COVID-Test. Und da die Kontakte doch regelmäßig und zT. recht eng waren - und Antikörper bei Einigen vorhanden - ist für mich die Warscheinlichkeit SEHR hoch, die Erkrankung bereits durchgemacht zu haben.


    Wie sieht dann eine persönliche Risikoabwägung aus? Wenn ich von 90% Warscheinlichkeit für eine durchgemachte Infektion ausgehe (weil es sich einfach rechnen lässt) - also 10%, dass es nicht so ist - dann bleiben von einer Chance von 1:2xxx ins Krankenhaus zu müssen (nach dem Rechner der Uni Oxford) nur noch 1:20xxx - oder daran zu sterben 1:50xxx … das gehe ich persönlich gerne ein.


    Und wie sieht es mit dem kollektiven Risiko aus - das ich angeblich darstellen soll? Das hängt doch wohl sehr stark von meinem Status einer durchgemachten Infektion ab. Der aber interessiert keine Sau - selbst wenn ich ihn auf eigene Kosten nachweise. Die Forderung „lass dich Impfen, sonst bist du ein Risiko“ - heisst also im Klartext - „ob du tatsächlich ein Risiko bist, ist scheiossegal - Hauptsache du lässt dich Impfen“ - und das ist wirklich asozial!


    … und deshalb, britzise - ist so wichtig, dass diese Dinge klar benannt werden, auch wenn sie für viele von uns „nicht überraschend“ sind. Habe fertig - erstmal.

  • 3 G wäre für die Getesteten (Ungeimpften) nur safe, wenn sich die Geimpften auch testen würden.

    Die Geimpften können die Ungeimpften infizieren, die dann auch eher krank werden.

    Das ist das Risiko bei 3G.

    Ja ne das war die Aussage vom Herrn Kekule das geimpfte und gezesteste ca. die gleiche Risikostufe haben und deshalb auch gleich behandelt werden sollten. Und er sagte auch das sich viele Geimpfte nicht mehr testen lassen ist auch ein Problem, nicht weil die infektiöse als getestete sind, sondern sorgloser unterwegs sind und sich entsprechend schlecht schützen. Was wohl zum großen Teil an der mangelhaften Aufklärung liegt.

    Man kann ja über unseren Festus geteilter Meinung sein, um es mal vorsichtig auszudrücken, aber das er das mangelnde Wissen und die teilweise fehlende Bereitschaft dies sich neutral zu erschließen beklagt, da ist schon etwas dran. Dazu vertragen sich wohl auch Wahlkampf und Pandemie nicht besonders gut.

  • Habe fertig - erstmal.

    Bleib dabei ..... ;)....(zu diesem Thema) ....

  • was soll die Häme? was ist z.B. gegen seine Ostseereiseberichte oder Beiträge zu fahrtechnik und Trapezerfahrungen einzuwenden?

    traurig, dass sowas (also das Ausschließenwollen) noch geliked wird


    unglaublich schlechte Diskussionskultur

  • was soll die Häme? was ist z.B. gegen seine Ostseereiseberichte oder Beiträge zu fahrtechnik und Trapezerfahrungen einzuwenden?

    traurig, dass sowas (also das Ausschließenwollen) noch geliked wird


    unglaublich schlechte Diskussionskultur

    Typisch für die heutige Zeit und auch politisch inzwischen gang und gäbe.

    Cancel Culture vom Feinsten.

  • Die NZZ hat sich in ihrem Artikel vom 30.8. gefragt, warum die Corona-Impfung, die die Wende zum Positiven in der Corona-Krise hätte bringen sollen, nun zu Spaltungstendenzen führt. Die Punkte stark gekürzt und zusammengefasst:

    Quote
    • Immer mehr Wissen: Je unklarer die Bedrohungslage ist, desto geschlossener ist die Gesellschaft. Wissen führt dazu, dass sich die Menschen Meinungen bilden.
    • Facebook, Twitter, Telegram und Co: Extreme Positionen geniessen grössere Aufmerksamkeit. Je eindeutiger die Meinungen, desto häufiger werden sie weiterverbreitet. Durch die Anonymität und die Distanz in den sozialen Netzwerken verliert man die Beisshemmungen.
    • Der Brennglas-Effekt: Krisen machen Konflikte besser sichtbar, die unterschwellig ohnehin vorhanden sind. Im Mittelpunkt steht in der gegenwärtigen Krise die Frage, wie egoistisch oder wie solidarisch Individuen handeln müssen. Der Mensch braucht beides – Freiheit und gesunden Egoismus
      auf der einen Seite und soziale Normen auf der anderen. Bei der Impfung geht um die alte Frage, wie viel Verantwortung der Einzelne für das Kollektiv trägt.
  • Die Geschichte ist voller Beispiele von Leuten, die in ihrer Zeit in Knast oder Irrenhaus sassen, posthum aber die aufrechten Helden waren.


    Gerade empfiehlt die britische Stiko eben keine generelle Impfung gesünder Kinder.


    Ich persönlich vertraue demjenigen am ehesten, der die Grenzen seiner Thesen, Modelle, seines Wissens kennt und klar benennt.

    Bei der Stiko hatte ich den Eindruck.

    Ein gutes Beispiel dafür, dass es eventuell ganz gut ist, einfach zu akzeptieren, dass andere beim gleichen Problem zu anderen Lösungen kommen.


    Und die Briten gehen ja eh gerade einen anderen Weg - mit welchen Vor- und Nachteilen, wissen wir hinterher.


    Es gibt immer Alternativen.


    Ein Problem der heutigen Zeit ist ja offenbar, dass man nicht weiss, was man glauben soll.


    Viele haben es offenbar satt, manipuliert zu werden. Aber keiner kann dem entgehen. Wir sind alle Kinder unserer Zeit. An gar nichts zu glauben, geht nicht.

  • Das aktuell brennende Thema ist ja die Durchbruchsinfektion nach 2 x Impfung.


    Im Lancet ist eine neue Studie zu den Risikofaktoren dazu:


    To conclude, the odds of post-vaccination infection following the first dose were increased in frail, older adults and in those living in more deprived areas, and were decreased in individuals without obesity. Compared with unvaccinated controls, after their second vaccine dose, individuals were less likely to have prolonged illness (symptoms for ≥28 days), more than five symptoms in the first week of illness, or present to hospital. Most symptoms were less common in vaccinated versus unvaccinated participants. Fully vaccinated individuals with COVID-19, especially if they were 60 years or older, were more likely to be completely asymptomatic than were unvaccinated controls. This finding might support caution around relaxing physical distancing and other personal protective measures in the post-vaccination era, particularly around frail older adults and individuals living in more deprived areas, even if these individuals are vaccinated. Our findings might also have implications for strategies such as booster vaccinations.


    Also alt, krank und fett - wieder die schon für Corona Erstinfektion bekannten Risikofaktoren - diesmal für den Impfdurchbruch.

  • Auf medrixv gibts eine neue Studie aus Israel als preprint - deren Zahlen nahelegen - dass eine bereits durchgemachte COVID-19-Infektion gegen eine erneute Infektion 27x besser schützt als eine doppelte Impfung mit dem Pfizer-Impfstoff:


    Comparing SARS-CoV-2 natural immunity to vaccine-induced immunity: reinfections versus breakthrough infections


    Wenn sich das bestätigt, bin ich für g2 (=genesen und gesund) - im Gegensatz zu 2, 3, oder auch 5G - und genau die Restriktionen für Geimpfte - die bis dato für „Impfverweigerer“ gefordert werden. Und selbstverständlich kostenlose Antikörper- bzw T-Zellentests für diese.

    Ich habe das hier gefunden


    https://www.medrxiv.org/conten…08.18.21262237v1.full.pdf


    Hier wird berechnet, dass im genannten Kollektiv unter den Studienbedingungen der Schutz ungefähr gleich ist, geimpft oder genesen

  • Quote
    • Der Brennglas-Effekt: Krisen machen Konflikte besser sichtbar, die unterschwellig ohnehin vorhanden sind.

    Es ist auch mein Eindruck, daß sich viel angestauter Unmut am Impfen festmacht. Das ist bloß der Auslöser.


    Weil die Stimmung so aufgeheizt ist, würde ich persönlich den Druck auf Ungeimpfte nicht erhöhen. Auch, weil es die Politikansage war: "keine Impfpflicht". Handhabt es die Politik dann anders, verliert sie an Vertrauen.

    Der Preis für dieses Vorgehen wären Kranke und Tote. Aber die Gemüter wären erstmal wieder kühler. (Wäre momentan ziemlich wichtig aus meiner Sicht.)

    Und es gibt eben Länder, wo es die ganze Zeit mit weniger Druck gehandhabt wird. (Und Druck erzeugt Gegendruck.) Ob bei denen die Mortalität höher ist und die Impfquote niedriger, weiß ich nicht. (Schweden?) Das wäre ein alternatives Vorgehen in einer Gesellschaft, die die Freiheitsrechte und die (Patienten)Autonomie so sehr betont.

  • Quote
    • Der Brennglas-Effekt: Krisen machen Konflikte besser sichtbar, die unterschwellig ohnehin vorhanden sind.

    Es ist auch mein Eindruck, daß sich viel angestauter Unmut am Impfen festmacht. Das ist bloß der Auslöser.


    Weil die Stimmung so aufgeheizt ist, würde ich persönlich den Druck auf Ungeimpfte nicht erhöhen. Auch, weil es die Politikansage war: "keine Impfpflicht". Handhabt es die Politik dann anders, verliert sie an Vertrauen.

    Der Preis für dieses Vorgehen wären Kranke und Tote. Aber die Gemüter wären erstmal wieder kühler. (Wäre momentan ziemlich wichtig aus meiner Sicht.)

    Und es gibt eben Länder, wo es die ganze Zeit mit weniger Druck gehandhabt wird. (Und Druck erzeugt Gegendruck.) Ob bei denen die Mortalität höher ist und die Impfquote niedriger, weiß ich nicht. (Schweden?) Das wäre ein alternatives Vorgehen in einer Gesellschaft, die die Freiheitsrechte und die (Patienten)Autonomie so sehr betont.


    Kekulé warnt vor „unsichtbarer Welle der Geimpften“ - die am Ende Ungeimpfte trifft

  • Ja, die eigentlichen Opfer sind natürlich diejenigen, die sich nicht impfen lassen können.

    Und jetzt bitte ein Konzept, wie man diese Bevölkerungsgruppe überhaupt wirksam schützen kann....


    Infektion wird sich ohne Dauerisolation nicht vermeiden lassen, gute Impfquoten können das verlangsamen aber nicht verhindern. Die Antigentests sind zu unzuverlässig um längerfristig zuverlässig Einzelpersonen zu schützen, PCR zu aufwendig.


    Aus meiner Sicht ist das einzige was man für diese Personen tun kann dafür zu sorgen, dass wenn sie Krank werden sie adäquat behandelt werden können und die Intensivstation gerade nicht mit freiwillig ungeimpften verstopft ist.


    Gruß, Onno

    wissen ist macht. nicht wissen macht auch nichts.

  • Mein Knack-Punkt und derjenige, den wohl Gerichte zu klären haben werden, weil man sich in den Lagern da eben offenbar nicht einigen kann, ist:

    Wieviel (auch Menschenleben) ist uns unsere Freiheit wert?


    Die Moralisten werden jetzt sagen: Kein einziges.

    Die Realos: So wenige wie möglich.

    Die Freiheitsfanatiker: Jedes.


    Ich persönlich halt`s mit den Realos.

    Weil alles andere entweder doppelmoralisch ist. Opfer kostet es in jedem Fall. Hat es ja schon. (s. Corona-Totenstatistik!)

    Oder weil der Preis der absoluten Freiheit kaum einen gesellschaftlichen KOnsens finden wird.


    Um diese Abwägung geht es seit 1 1/2 Jahren. Da wurden und werden ständig Werte/Interessen (wirtschaftliche, parteipolitische, medizinische etc.) gegeneinander abgewogen: hinter verschlossenen Türen - statt offen parlamentarisch.

    Und mich kotzt die Hypermoral und das Gerede von der Alternativlosigkeit eingeschlagener Wege ziemlich an.


    Egal, welchen Weg du gehst, Opfer fordert der in jedem Fall.

  • Das Problem der bisher zugelassenen Impfstoffe: Sie bieten zwar einen hohen Schutz, nicht schwer an Covid zu erkranken. Aber eine Infektion und auch eine Weitergabe des Virus schließen sie nicht aus. Weil das Virus trotz Impfung in den Körper eindringen kann, erzeugen die Impfungen also keine „sterile Immunität“.

    Das ist vor allem deshalb problematisch, wenn noch ein großer Teil der Bevölkerung (besonders Alternative 14 Prozent, durch Youtube ausgebildete Doktoranten )nicht durch eine Impfung geschützt ist.....