COVID-19 Basisdiskussion und Auswirkungen auf die Surf-Branche

  • Und weil in einem Labor offensichtlich ein Fehler passiert ist, ein generelles Problem abzuleiten halte ich auch für gewagt.

    Ich habe nur gezeigt, dass der (alte) Bericht nicht mehr stimmt, in dem es heißt:

    „Die Zahl der falsch-positiven Tests würde damit praktisch auf Null gesenkt.“


    Es gibt kein generelles Problem. Aber es gibt Fehler, teilweise massive, wie man gesehen hat.

    Nicht mehr und nicht weniger.

  • In dem geschilderten Bericht ist von 58 falsch positiven Proben die Rede. Das würde ich bei der schieren Masse an Testung auch mit viel Phantasie nicht als massiv beschreiben.

    Es gibt auch keine Test-Änderung oder neue Zahlen warum man von der Annahme abweichen sollte, dass der PCR weiterhin eine sehr verlässliche / die verlässlichste Methode ist, mal vorsichtig ausgedrückt und nicht „gesagt praktisch auf Null“, weil das sehr unwissenschaftlich ausgedrückt ist und man dann wieder über die Definition streiten könnte.

    Und außerdem haben wir leider keine 100% sichere Testmethode (wirst du in der Medizin nie finden) und somit auch keine Alternative.😉

  • Doch - es gibt ein generelles Problem.


    Der Aussagewert eines Positiv-Tests ist - nach der Logik bedingter Warscheinlichkeiten - in starkem Maße abhängig von der tatsächlichen Verbreitung in der Bevölkerung.


    Beispiel: aktuell gibt es laut Website der Bundesregierung ca 219.000 aktiv Infizierte - macht etwa 0,27% der Bevölkerung Deutschlands. Nun machst du 10.000 Tests mit einer fals-positive-Rate von 0,7%.


    In Erwartung sind dann 27 tatsächlich Infizierte plus 70 falsch als positiv Getestete - die Warscheinlichkeit, dass du bei positivem Tests tatsächlich infiziert bist liegt bei lediglich 28% (27/27+70).


    Um dem zu begegnen, sollen die Positiv-Tests durch Gegentests auf ein anderes Gen bestätigt werden - aber die Spatzen pfeifen seit Monaten von den Dächern, dass das nur in völlig unzureichendem Maße gemacht wird - weitere Fehler und Unfälle ontop.


    Leider sind solch traurige Fehlleistungen, wo sich von 60 positiv Getesteten bei einer Nachkontrolle 58 als falsch herausstellten, keineswegs Einzelfälle.


    Hier gibt einen guten Artikel, der die Problematik auf sachliche Weise beleuchtet:

    https://www.heise.de/tp/featur…heitsnotlage-4942433.html



  • Die Korrelation der Quote tatsächlich erkrankte zu falsch positiven ist doch genau das, was ich versucht habe zu erläutern.


    Daher ist dein Beispiel auch nicht sinnvoll, da du davon ausgehst, dass man einfach nach dem Zufalls Prinzip 1,5 Millionen Test über die Bevölkerung verteilt. Genau das passiert aber nicht. Zurzeit eine Positivrate von ca 7%! Die Teststrategie bzw Möglichkeit einen Test zu bekommen wurde sogar gerade noch einmal verschärft! Siehe RKI.

  • Also bezieht sich die 0,7 Prozent nicht auf die positiv getesteten, also das wären dann die 27 und nicht 10.000. Und wenn doch von der gesamten Zahl getesteter, ist der Fehler ja nicht neu und würde somit grundsätzlich nichts an den steigenden Zahlen ändern.

    Zweifel ist absolut erlaubt, aber im Zweifel vertraue ich eher demjenigen die sich schon ein paar mit der Thematik beschäftigen. Ich lass mich ja auch nicht von meinem Metzger operieren, obwohl der bestimmt geschickt mit dem Messer ist.

  • Ich habe das schon immer gesagt, wenn sich Bildung und Gesundheitswesen rechnen müssen, läuft es falsch und zwar gewaltig.

    Das sind Bereiche des Lebens, bei denen man nicht in Euro oder Dollar rechnen kann.

    man sollte sich die Ruhe und Gelassenheit eines Stuhls zulegen, der muss auch mit jedem Arsch klar kommen

  • kaktus da zeigt sich wir sind in einem Land groß geworden, was sogar ein pandemie Gesetz hatte.

    Man könnte Armee, Studenten, Pensionäre... Als Helfer einsetzen. Aber es geht nur um Geld, wir werden sehen mach der pandemie sind die reicher, die auch schon vorher reich waren.

  • Mehr Geld in Personal... wer hätte das gedacht :/ und dafür musste ich nicht mal Experte, Arzt, Politiker oder sonst wer sein, der beruflich irgendwas im Gesundheitswesen zu tun hat, um auf die Idee schon vor des ersten Lockdowns zu kommen. Man könnte fast meinen, es handelt sich um eine konkrete (!!) Maßnahme, die hier ja so oft vermisst wurde..


    Edit: jedenfalls danke für den geteilten Beitrag acidman !

  • Ich habe das schon immer gesagt, wenn sich Bildung und Gesundheitswesen rechnen müssen, läuft es falsch und zwar gewaltig.

    Das sind Bereiche des Lebens, bei denen man nicht in Euro oder Dollar rechnen kann.

    Vor allem in die Bildung ! Ich finde es erschreckend, wie viele Deppen (Verschwörungstheoretiker) unterwegs sind.....

  • Ich finde es erschreckend, wie viele Deppen (Verschwörungstheoretiker) unterwegs sind.....

    Viel erschreckender ist aber, dass 'der Staat' (wer auch immer verantwortlich ist), anscheinend alles tut, um denen Zulauf zu bescheren. Ich denke, man muss erstmal selber betroffen sein, um zu merken, dass nicht auf der einen Seite der Staat als der Gute und auf der anderen Seite die "Verschwörungstheoretiker", "Radikalen", "Querdenker" als die Bösen stehen.

  • Ich finde es erschreckend, wie viele Deppen (Verschwörungstheoretiker) unterwegs sind.....

    Viel erschreckender ist aber, dass 'der Staat' (wer auch immer verantwortlich ist), anscheinend alles tut, um denen Zulauf zu bescheren. Ich denke, man muss erstmal selber betroffen sein, um zu merken, dass nicht auf der einen Seite der Staat als der Gute und auf der anderen Seite die "Verschwörungstheoretiker", "Radikalen", "Querdenker" als die Bösen stehen.

    Das sehe ich (fast) komplett anders. Es geht nicht um gut oder böse......

  • Das sehe ich (fast) komplett anders. Es geht nicht um gut oder böse......

    Man muss nicht selber betroffen sein? Ok, kann sein.

    Aber der Staat geht mit der Krise so beschissen um, dass das Entstehen von Protesten absolut kein Wunder ist.

    Aktuell im Ärger bin ich auf der Seite der Protestierenden. Das wird sich wahrscheinlich morgen wieder gelegt haben, aber die Protestierenden sind auch nicht schlechter als der Staat. Nur dass der Staat viel mehr Macht hat.

  • Aber der Staat geht mit der Krise so beschissen um, dass das Entstehen von Protesten absolut kein Wunder ist.

    Aktuell im Ärger bin ich auf der Seite der Protestierenden. Das wird sich wahrscheinlich morgen wieder gelegt haben, aber die Protestierenden sind auch nicht schlechter als der Staat. Nur dass der Staat viel mehr Macht hat.

    Das ist EINE Sichtweise. Der Staat hat auch sehr viel Verantwortung und sorry, aber wenn da so ein Pfosten seine Theorien über Impfzwang, Bill Gates oder Ähnliches raushaut.....nunja.

  • wenn da so ein Pfosten seine Theorien über Impfzwang, Bill Gates oder Ähnliches raushaut.....nunja.

    Das ist klar und da stimme ich dir zu. Trotzdem gibt es ja auch einen Grund für deren Erfolg. Sicher sind einige (nicht wenige) davon Spinner, denen es nur darum geht, irgendwie Ärger zu machen. Aber sicher nicht alle.


    Man merkt halt, dass es dem Staat nicht um die Bürger geht. Die Zahlen sollen schön sein, aber die Menschen die dahinter stehen interessieren kaum. Damit wird der Grundstein für ein Misstrauen gelegt, was dann dazu führt, dass sich Bürger nach Alternativen umsehen. Davon profitieren halt andere und das müssen nicht unbedingt die besseren sein.


    (Wenn ich 'Staat' schreibe, meine ich die Verantwortlichen auf staatlicher Seite. Wer das ist, hängt von der Situation ab.)

  • Ihr dreht euch im Kreise :rolleyes:

    Das mit "Geld in Gesundheitswesen stecken", ist zwar alles schön und gut, aber es gibt nunmal keine Brutkästen, die über Nacht oder in den nächsten Wochen medizinisches Fachpersonal hervorzaubern. Es ist sicher gut, wenn in Zukunft der Beruf attraktiver wird und auch besser bezahlt wird und mehr Leute die Ausbildung machen werden. Ist aber Zukunftsmusik ...

    Die Pandemie ist jetzt und in den nächsten Wochen, ev. Monaten ... jetzt fehlen uns die Fachleute in den Krankenhäuser, wenn zu viele Menschen auf einmal einen schweren Verlauf haben, werden mehr ins Spital eingewiesen werden. Woher sollen diese Fachkräfte kommen, wenn fast überall auf der Welt die gleiche Situation herrscht und ein Mangel an medizinischem Fachpersonal herrscht ?

    Wo ist also die Lösung für jetzt ?


    Worüber ich mich auch wundere, ist die Aussage im Berliner Artikel ... "früher hatte ein Arzt 7 Schwestern um sich" ... ja das kenne ich von früher auch .. ist lang lang her. Als ich das gelesen habe, hab ich mir gedacht, das muss ein älterer Arzt sein oder eine unklare Aussage, die die Situation ungenau dargestellt. Ich bin nicht so genau informiert, wie es heutzutage in Berlin oder in Deutschland allgemein ist, aber in der Schweiz hat sich der Beruf schon lange aufgesplittert, eine Fachpflegekraft hat unter sich mehrere "Helfer", FaGe's, Room- und Essenservice, Hotellerie usw.... die unter ihren Anweisungen arbeiten und die die nicht medizinischen Aufgaben erledigen.

    Daher ja, es gibt weniger Fachpflegekräfte, die mit dem Arzt direkt arbeiten, aber auch darum, weil sie nicht mehr wie früher alles alleine machen müssen. Wie gesagt ich spreche von der Schweiz. Denke aber, das in D. auch so eine ähnliche Entwicklung stattgefunden hat... oder nicht ?

  • Ich habe in meinem Bekanntenkreis 1 OP-Schwester (die macht nun aufgrund des höheren Verdienstes Ernährungsberatung) und 1 ausgebildete Stationsschwester, die aufgrund des Stresses auf den Stationen (Unterbesetzung) vor 2 Jahren gekündigt hat und nun im Pflegeheim arbeitet.


    Sie hat mir gesagt, sie könne es nicht verantworten wenn in der Überbelastung durch ihre Schuld ein Patient falsche Medikamente bekommt und dadurch einen gesundheitlichen Schaden erleidet. Das kann ich sehr gut nachvollziehen.

  • Danke Henning93

    Dann hat sich leider diesbezüglich nichts zum besseren geändert in D. 😌

    Auch hier springen Leute ab, oder arbeiten nur Teilzeit (ich ja auch) die wurden vom Roten Kreuz Schweiz gebeten sich zu melden um zu helfen b. B.

    Ist sowas in D. auch im Gang?