COVID-19 Basisdiskussion und Auswirkungen auf die Surf-Branche

  • Also "Party" ins Logische übersetzt: Menschenansammlungen, die sich auf engem Raum ausgiebig unterhalten. Wenn du Partys so definierst, dann ja, kamen Infektionen so zusammen. Du hast ein wesentliches Beispiel vergessen: Familie.


    In meiner Familie sitzen wir entfernt und reden relativ leise. In den Bars bei lauter Musik schreien sich

    die Leute fast ins Ohr. Das ist schon ein großer und entscheidender Unterschied.

  • Also "Party" ins Logische übersetzt: Menschenansammlungen, die sich auf engem Raum ausgiebig unterhalten. Wenn du Partys so definierst, dann ja, kamen Infektionen so zusammen. Du hast ein wesentliches Beispiel vergessen: Familie.


    In meiner Familie sitzen wir entfernt und reden relativ leise. In den Bars bei lauter Musik schreien sich

    die Leute fast ins Ohr. Das ist schon ein großer und entscheidender Unterschied.

    nochmal der link, da wird der Unterschied zwischen still sein, sprechen und Singen sehr plakativ dargestellt und auch quantifiziert.


    https://english.elpais.com/soc…fDAeLKeNRqQH102opSWwAoWkU

  • Moin zusammen,

    interessante Diskusion!

    Ich bin auf jeden Fall auch der Meinung, dass hier von seiten der Regierung einiges verschlafen wurde. Wir hatten jetzt mehr als ein halbes Jahr Zeit und haben jetzt wieder einen Lockdown.

    Was mich ärgert ist, dass ja anfänglich hauptsächlich die Gefahr der überlasteten Krankenhäuser ausschlaggebend für den Lockdown oder die "Angst" vor dem Virus war. Zumindest wurde es so kommuniziert. Da ging es weniger darum, dass evtl. Menschen sterben, wie sie es im Straßenverkehr, Krieg oder an Hunger oder anderen Krankheiten auch tun sondern vielmehr darum, dass sie nicht angemessen versorgt werden können. Was natürlich auch zu mehr Toten führt, was mir aber nicht als das primäre Problem vorgekommen ist.

    Dieses Problem der Krankenhauskapazitäten hätte man in der Zeit wohl mit Geld vermutlich recht gut lösen können. Aber bevor man Krankenhausangestellten mehr Lohn zahlt, um den Job attraktiver zu machen oder Krankenhäuser erweitert, wartet man scheinbar lieber auf steigende Zahlen, um dann unendlich viel Geld in kleine Unternehmen zu pumpen, damit die über die Runden kommen. Da das Virus mit oder ohne Impfung nicht in Kürze verschwinden wird, ist das meiner Meinung nach die einzig sinnvolle Maßnahme. Und wenn hier in jeder Stadt in der Zwischenzeit extra Corona Krankenhäuser gebaut worden wären, dann hätte man das Geld wesentlich besser investiert, als jetzt die Wirtschaft hier wieder komplett zum erliegen zu bringen, und Ubsummen an Hilfsgelder zu zahlen. Und das jetzt Jahr für Jahr?!

    Da sind natürlich nur Vermutungen, die ich hier nicht belegen kann, aber ich ich habe hier zumindest nicht das Gefühl dass die Krankenhäuser in meiner Gegend, sich irgendwie vermehrt oder verändert hätten. Wohnhäuser sind in der Zeit dagegen ohne Ende gebaut worden.


    Anders als andere bin ich tatsächlich auch nicht der Meinung, dass wir mit dem Virus auf einmal, anders als mit anderen Krankheiten eine Situation haben, in der die komplette Menschheit sich komplett einschränken muss, um Menschenleben zu retten. Nicht weil ich keine Leben retten möchte, ich weiß ja auch selber nicht, wie ich den Virus überstehen würde, sondern weil ich der Meinung bin, das jeder selber verantwortlich ist. Ich hatte den Virus bis jetzt scheinbar noch nicht und habe mich dieses Jahr, mehr als sonst, von anderen Menschen ferngehalten. Weder mich groß mit Familie oder Freunden getroffen, noch in den Urlaub geflogen oder andere "risikoreiche" Dinge getan, wo man schlecht Abstand zu Menschen halten kann . Meinen Urlaub habe ich auf Campingplätzen verbracht und eigentlich zu niemanden nahen Kontakt gehabt. Das Risiko kann jeder in Gewisser Weise selber bestimmten. Für vieles gibt es Lösungen, ohne vielen Menschen zu begegnen.


    Ich habe zufällig kurz nach dem Tag Urlaub gehabt, als der erste Lockdown zu Ende ging und war sehr überrascht, wie viele Menschen Ü-70 schon wieder auf den gerade geöffneten Wohnmobilstellplätzen an der Ostsee standen. Abstand und Maske war da bei vielen überhaupt kein Thema(unabhängig vom Alter). Klar, kann man nie wissen, wer nun ein erhöhtes Risiko hat, aber ich glaube wir müssen uns nicht darum streiten, dass mit zunehmendem Alter das Risiko vermutlich nicht geringer sein wird. Und ich sehe mich nicht in der Pflicht für vermeintliche Risikogruppen, ohne zu wissen, ob ich selber dazugehöre, sämtliche Aktivitäten ruhen zu lassen, wenn die, die es selber in der Hand haben ihr Risiko zu minimieren, es nicht tun.


    Als nächstes würde ich den Beführwortern dann die Frage stellen, wie man denn jetzt die Menschen einordnet die besonders in der dunklen Jahreszeit, in eine depressive Stimmung verfallen und nun auf Grund der Beschränkungen noch weniger Chancen haben, sich eine schöne Zeit zu machen und somit eventuell noch mehr dieser Menschen in Suicid Gedanken verfallen. Sind die nun weniger wichtig, als die vermeintlichen Corona Infizierten, weil das Virus nun gerade in aller Munde ist? Was ist mit den Hungernden auf dieser Welt? Es wäre ein leichtes, hier Geld zu spenden oder ähnliches. Spenden die Leute, die jetzt klar ein Akzeptieren sämtlicher Einschränkungen fordern, um Menschenleben zu retten, regelmäßig, um die Menschen vorm Verhungern zu schützen?

    An die frische Luft zu gehen und sich zu bewegen ist nachgewiesener Maßen, das Wichtigste, um Gesund zu bleiben. Sollte man das nun ernshaft verbieten und die Leute in den Wohnungen einsperren, weil das zu weniger Toten führen wird? Ist das überhaupt sinnvoll? Was ist mit dem Risiko durch Rauchen an Krebs zu sterben? Tötliche Krankheiten durch zu viel Zucker, schlechte Ernährung usw. Was wird denn hier von den Regierungen unternommen?


    Ich will hier niemanden auf Grund seiner Meinung anklagen, weil ich keiner bin, der hier nur schwarz-weiß denkt. Und ich gehe davon aus, dass jeder seine Beweggründe für seine Sichtweisen hat. Aber Fakt ist zum Beispiel auch, dass dieser Lockdown einigen sehr wehtun wird und anderen eben garnicht. Sowohl körperlich, finanziell, geistig usw. Jenachdem zu welcher Gruppe man gehört, wird man auch Stellung beziehen. Mein Fazit ist hier aber dennoch, dass ich hier das Ausbau des Gesundheitssystems als höchste Prio sehen würde, damit ohne Lockdown mit dem Virus gelebt werden kann. Alles andere führt nur zu weiteren Krisen und Lockdowns und ist meiner Meinung nach sehr fragwürdig. Ich bin hier kein Experte und vermutlich übersehe ich hier etwas. Aber ich habe z.B. nicht das Gefühl, dass die Regierung hier versucht ihre Herangehensweise zu erklären, um Verständnis dafür zu bekommen. Ich finde bei diesen erheblichen Einschränkungen, ist man der Bevölkerung einfach eine Erklärung schuldig, warum man diesen Weg wählt und warum andere Optionen nicht in Frage kommen.

    Naja genug geschrieben und vermutlich liest es eh keiner bis zum Schluss aber ich habe mich meiner Gedanken erleichtert :).

    Einen schönen Abend noch.


  • Langes Statement .. und vieles kann ich nachvollziehen. Nur eines gebe ich zu bedenken: Bisher schaffen es die
    Ärzte nicht, alle Behandelten Corona-Patienten zu retten. Es sterben sehr viele trotz intensiver Behandlung, trotz
    Medikamenten und künstlicher Beatmung. Egal, wie sehr man das Gesundheitssystem ausbaut.

  • Ich fürchte der Ausbau von mehr Krankenhäusern dauert dann doch deutlich mehr als 6 Monate, du brauchst ja auch noch das qualifizierte Personal.

    Und es geht beim erneuten Lockdown ( wenn man ihn so nennen will) erneut um die Gefahr eine überlastetes Gesundheitssystem.

    In einigen Asiatischen Ländern hatt man sich aufgrund vorheriger Erfahrungen auf so etwas vorbereit. Dort hat man z. B. durch die SARS Epidemie einigen Vorsprung. Was ein Grund für die geringeren Fällen ist. Es liegt nicht immer am totalitären System oder verschleiern von Zahlen.

  • Ich fürchte der Ausbau von mehr Krankenhäusern dauert dann doch deutlich mehr als 6 Monate, du brauchst ja auch noch das qualifizierte Personal.

    Und es geht beim erneuten Lockdown ( wenn man ihn so nennen will) erneut um die Gefahr eine überlastetes Gesundheitssystem.

    In einigen Asiatischen Ländern hatt man sich aufgrund vorheriger Erfahrungen auf so etwas vorbereit. Dort hat man z. B. durch die SARS Epidemie einigen Vorsprung. Was ein Grund für die geringeren Fällen ist. Es liegt nicht immer am totalitären System oder verschleiern von Zahlen.

    Es ist weniger das Gesundheitssystem, die Krankenhäuser oder dessen Personal. Das nützt alles nichts, um die Zahlen zu drücken.

    Je mehr in die Krankenhäuser müssen, desto mehr sterben dort auch.

    In den asiatischen Ländern war man anders vorbereitet, nämlich mit schnellen Reaktionen und (teilweise totalen) Lockdowns

    und Abriegelungen ganzer Städte. Oder Schließung von Grenzen und Reiseverbote, die bis heute gelten.

  • Man kann noch 100 Krankenhäuser bauen mit 10000 Intensivbetten

    es fehlt an Personal !

    jeder Tag ohne Zettel am Zeh ist ein guter Tag!

  • Man kann noch 100 Krankenhäuser bauen mit 10000 Intensivbetten

    es fehlt an Personal !

    Das ist definitiv so - und solange es Patienten gibt die meinen sie hätten einen Hotelaufenthalt im Krankenhaus gebucht und arrogant und ich bezogen dort liegen, wird es schwierig sein mehr Personal zu bekommen. Und dieses Umdenken von unserer "Ich Gesellschaft" sehe ich derzeit nicht in naher Zukunft.

  • ein guter Schritt wäre das Personal besser zu bezahlen!

    jeder Tag ohne Zettel am Zeh ist ein guter Tag!

  • ein guter Schritt wäre das Personal besser zu bezahlen!

    Geld ist nicht alles ! eher die Arbeitsbedingungen wie zB Wechselschicht oder Arbeitszeiten ...

    Natürlich ist Geld nicht alles, aber jeder geht doch letztlich Arbeiten um Geld zu verdienen.

    jeder Tag ohne Zettel am Zeh ist ein guter Tag!

  • ... und in erster Linie die irre Arbeitsbelastung, seitdem Krankenhäuser Wirtschaftunternehmen sind und Rendite erwirtschen sollen.

    Das liegt aber auch am Gesundheits System, das den Eindruck erweckt, mit viel und teurer Technik alles in den Griff zu bekommen.

    Es gibt Studien, die zeigen, das viele Eingriffe unnötig sind. Es könnte also viel Zeit und Geld gespart werden. Aber die Kassen bezahlen lieber teure Arztaktivitäten, als preiswerte Vorsorgemassnahmen.


    Ich habe jede dauerhafte Maschinenhilfe ausgeschlossen, auch bei Covid. Aufpassen, dass man es nicht bekommt ist ein besser Weg.

  • Ein großes Problem im Gesundheitswesen ist unser allgemeines Bildungssystem. In Hamburg zum Beispiel haben fast 2/3 der jungen Leute eine Hochschulreife. In meiner Stadt werden für die Ausbildung zur Kinderkrankenpflege nur noch Abiturientinnen genommen, da das Niveau der Sekundarstufe II zu schwach dafür ist. Im letzten Ausbildungsjahr sagen deutlich mehr als die Hälfte der Auszubildenden, dass sie weiter studieren möchten. Und genau dazu würde ich auch jeder mit Abi in der Tasche raten.

  • Gestern gab es ein Urteil, das die Coronaverordnung (vom Frühjahr) für ungültig erklärt hat: https://www.wz.de/nrw/urteil-i…tz-ungueltig_aid-54414665

    Es war nur ein Amtsgericht, also ist noch nicht klar, wie sich das entwickelt. Die Grundaussage ist, dass so massive Grundrechtseingriffe wie das Kontaktverbot nicht einfach durch eine Verordnung vorgenommen werden dürfen, sondern dass es dafür ein Gesetz braucht.


    Ich bin kein Gegner der Coronamaßnahmen, aber dem stimme ich zu. Das Grundgesetz hat ja schon im Normalzustand (leider) kaum eine Bedeutung, aber ich habe ein bisschen das Gefühl, dass in dieser Krisenzeit seine Bedeutung noch mehr vernachlässigt wird.

    Mal abwarten, wie es mit dem Urteil weitergeht.

  • Gestern gab es ein Urteil, das die Coronaverordnung (vom Frühjahr) für ungültig erklärt hat: https://www.wz.de/nrw/urteil-i…tz-ungueltig_aid-54414665

    Es war nur ein Amtsgericht, also ist noch nicht klar, wie sich das entwickelt. Die Grundaussage ist, dass so massive Grundrechtseingriffe wie das Kontaktverbot nicht einfach durch eine Verordnung vorgenommen werden dürfen, sondern dass es dafür ein Gesetz braucht.


    Ich bin kein Gegner der Coronamaßnahmen, aber dem stimme ich zu. Das Grundgesetz hat ja schon im Normalzustand (leider) kaum eine Bedeutung, aber ich habe ein bisschen das Gefühl, dass in dieser Krisenzeit seine Bedeutung noch mehr vernachlässigt wird.

    Mal abwarten, wie es mit dem Urteil weitergeht.

    Deshalb wird nächste Woche ja auch das Infektionsschutzgesetz erweitert. Ob das dann auch rückwirkend Erlasse rechtfertigt müssen Gerichte entscheiden.

  • Man kann noch 100 Krankenhäuser bauen mit 10000 Intensivbetten

    es fehlt an Personal !

    ... und selbst mit 10.000 Intensivbetten und ausreichend Personal stirbt ein großer Teil der beatmeten Patienten.

  • Gerade drüber gestolpert:


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    "Ich komme von einer Farm in der Wüste, wo es weit und breit keine Wellen gibt. Also, wenn ich Wave-Weltmeister werden kann, dann kannst du es auch, wenn du nur willst - Live your dream!!"

  • so wie im Video dargestellt schaut es aus, ausser man ist Windsurfer😎

    jeder Tag ohne Zettel am Zeh ist ein guter Tag!