Eure ersten Erfahrungen als Anfänger bei starkem böigem Wind

  • Hi Chris,


    ich kann Dir statt Bad Zwischenahn auch das Große Meer empfehlen.

    Gruß

    Dag

  • Die Rede ist da immer vom Gleitfahrt.

    Da bist du noch lange nicht.

    Wie schon oft geschrieben, kannst du mit deiner Kombi nicht gleiten lernen. Wenn das Board passt, ist das Segel zu klein. Wenn das Segel passen würde, ist das Board viel zu groß.

    Das Segel muss wenigstens genug Vortrieb erzeugen, das die Fuhre stabil fährt. Dann ist es auch nicht mehr so wackelig.

    Du musst erst mal sicher bei 3 Bft hin und her kommen. Wenden und Leichtwindhalsen üben. Dann wird es Zeit ans gleiten zu denken. Hast du das einmal erlebt, sitzt der Stachel so tief, daß du es nie wieder lassen wirst. Dann, in Gleitfahrt wird alles deutlich stabiler. Da bist du aber noch nicht. Mit dem 4.7er wirst du da auch nie hinkommen, leider.

    Du musst dir mal vorstellen, wie das ist.

    Du stehst auf dem Board, nahezu in Ruhe.

    Also das Board fährt nicht wirklich.

    Jetzt kommt eine Böe und drückt ins Segel.

    Das Segel würde jetzt gern weg, kann es aber nicht. Da es das große, schwere Board mit dir darauf nicht so schnell in Bewegung bringen kann, zerrt es also an deinen Armen. Das ist dann schon echt Arbeit. Deshalb gehe an Tagen mit leichtem Wind aufs Wasser, mit dem 5.3er bis du diese Bedingungen beherrschst.

    Versuche beizeiten dein Trapez zu nutzen.

    Wenn das alles klappt, dann taste dich weiter voran. Mehr Wind und größere Segel. Wirst sehen, das wird schon.

    Aber das wichtigste ist Time on water.

    So oft es geht aufs Wasser, auch an nicht perfekten Tagen und üben, üben, üben.

    man sollte sich die Ruhe und Gelassenheit eines Stuhls zulegen, der muss auch mit jedem Arsch klar kommen

  • kurzum du warst einfach noch nicht soweit


    Es ist gut sich selbst zu hinterfragen, mir scheint es als gehst du viel zu verkopft an die Sache heran.

    Manchmal ist einfach machen besser.


    Solange du nicht gleitest ist alles über 20knt nur frustrierend

  • Moin Chris909,


    ich bin auch in der Aufsteigerphase und kann dir sagen, aus den Surftagen, über die man sich am meisten ärgert, lernt man am Ende doch am meisten ;-)


    Ich will in diesem Jahr das Thema Fußschlaufen in Angriff nehmen. Man sagte mir, dass man sich damit auch bei Böen besser reinhängen und auf dem Brett halten kann. Wir werden sehen :D


    Was ich dir noch sagen kann: Wenn du erstmal dein eigenes Material hast und trimmst, lernst du noch mal zich mehr Sachen übers Windsurfen. Wenn ich z.B. auf dem Wasser bin und merke, der Wind frischt auf und mein Segel ist eigentlich zu groß, zieh ich das Vorderliek ein bisschen mehr durch und nehme am Schothorn etwas mehr Bauch aus dem Segel. Das hilft dann meistens schon. Ist natürlich im Stehrevier einfacher als im tiefen Wasser.


    Nicht aufgeben :) Der Weg bis zur ersten Gleitfahrt ist lang aber wenn du da erstmal angekommen bist, wird es noch mal riiiiichtig genial 8)

    Aloha!


    Fahren, gleiten, dümpeln, schreddern

  • Nordsee kannste jetzt schon mit, bei 4-5 BFT. Hast Du FB?

    Stehrevier Stunde vor und nach HW. Einigermaßen konstanter Wind zum lernen. Alleine biste da auch nicht ;-)

    Besser geht es nicht


    BZM bis Ende März Winterfahrverbot!

    BZM böhiger wie die Nordsee, da gibt es bestimmte Bereiche, wo der Wind sich gleich verhält.

    Das bekommste mit der Zeit raus.

    Welten aber zum Unisee!

  • OK, danke Leute, jetzt habe ich es verstanden. 8)

    Den ersten Schritt habe ich ja schon vor 2 Wochen gemacht: Erstes kleineres Brett (160L) gekauft und ein etwas größeres Segel als angedacht mit 5.8 m².

    Größere Segel kann ich mir dann immer noch im Verein leihen oder ein noch ein größeres kaufen.

    Und jetzt, mit eigenem Material, kann ich jederzeit (wenn es wieder etwas wärmer wird) überall üben üben und nochmals üben.


    Nochmal zu dem Erlebnis in Ägypten: Es war nur frustrierend, da ich auf dem Wasser wirklich über 1 Stunde wie ein Löwe gekämpft und nicht aufgeben wollte.

    Aber irgendwann lassen dann doch die Kräfte nach und man steht alleine auf dem Brett und versteht nicht was hier falsch läuft.

    Das Segel hatte ich dann offen gehalten, aber selbst das war nicht einfach. Als würde der Wind jede Sekunde leicht die Richtung ändern und flog hin und her.

    Auch an dem pfeifen vom Segel merkte ich, jetzt muss der Wind noch stärker sein als ich jemals erlebt hatte. Ab da wurde mir klar, dass ich ruhig bleiben muss

    und mit geöffnetem Segel etwas Höhe laufen damit ich am nächsten Strand ankomme und nicht aufs Meer getrieben werde.

    Auch waren links und rechts von der Surfschule viele große Boote die dort vor Anker waren. Die versperrten mir auch den Weg zum Strand. Alles nicht

    so optimal, aber ich habe jetzt daraus einiges gelernt! Hat mich auch etwas Zeit und Überwindung gekostet das hier öffentlich zuzugeben!


    Auch wenn ich auf dem Meer total gefrustet war, hatte es dann doch auch etwas positives: Ein paar Strände weiter abgetrieben, musste ich mein Material

    zurücktragen. An einem Strand der etwas windgeschützer war, lerne ich noch 2 junge Ägypter kennen die auf dem Wasser am gleiten waren ohne große

    Probleme. Als sie an Land kamen, fragte ich den Typen wie er das nur schafft bei dem Wind zu surfen! Zur Info: Er nutzte ein 155L Board mit einem

    5.3er Segel (siehe Bild) mit einem Körpergewicht von nur 50 Kilo.

    Er wusste wohl nicht so ganz was er darauf antworten soll. Aber als ich seinen Bruder fragte, erklärte er mir, dass die hier an der Surfschule erst seit 2 Monaten sind.

    Der Surflehrer bringt denen Surfen bei, aber erst seit 2 Monaten! =O

    Aber als ich nochmal nachfragte, gaben sie zu auch jeden Tag mindestens 3-5 Stunden zu üben. Das erklärt natürlich einiges.

    Sie fragten mich, ob ich denn nicht Lust hätte nächsten Tag mit ihnen um die Wette zu surfen.

    So war ich am nächsten Tag mit den beiden am Strand mit dem gleichen Equipment (Starboard Go 155L und North Sails Hero 5.3)

    und habe deren Surflehrer kennengelernt, bei dem ich in 1 Stunde mehr gelernt hatte als bei dem Surflehrer den ich die Woche zuvor hatte für 4 Stunden.

    Deren Lehrer war extremst motiviert und zeigte mir die richtie Haltung bzw. Technik. Höhe Laufen ist jetzt kein großes Problem mehr für mich.

    Also unterm Strich ein positiver Abschluss und eine Motivation für mich, dann doch weiterzumachen. Die Böen können mich mal :D


    Und hier noch die Bucht an der ich gestrandet bin und die Jungs kennengelernt hatte inkl. Material:

    (Roter Pfeil: Mein Surfspot Tornado Surf Center von dem ich abgetrieben bin)


    IMG_5131 (2).JPG

  • Das ist doch totaler Quatsch was hier erzählt wird.


    Du bist starken Wind nicht gewohnt. Punkt.


    Dich daran gewöhnen kannst du nur wenn du auch bei solchen Bedingungen aufs Wasser kommst.


    Also, geh aufs Wasser.


    Surfe niemals bei ablandigen Wind.


    Dein Material ist für mehr Wind geeignet, jeder der hier was anderes erzählt, hat das noch nicht ausprobiert. Ich bin viel mit Aufsteigerboards bei mehr Wind gefahren, das geht.

    Gerade auch gleiten lernen geht super mit deinem Board, nur, du musst mehr aufs Wasser, fertig.


    Grüße

    teenie

  • Hallo Chris

    Du hast öfter über wackeliges Brett geschrieben. Problem habe auch gehabt mir hatte Gleichgewicht Übungen geholfen. Ich habe Balance Disc gekauft und morgens und abends bei Zähne 15782696601567906983983339090605.jpg15782697684601420832922720748647.jpgputzen drauf Balancetrenining gemacht.Hier noch eine Seite mit Tipps und Tricks http://www.educatium.de/windsu…ndsurfen-lernen-tipps.htm

  • Da kann ich Teenie nur zustimmen. Bei ablandigem (starkem) Wind sollte man nicht rausgehen, schon garnicht als Newbe. Da habe ich schon sehr gute Surfer in Bedrängnis gesehen. Der Kopf spielt immer mit und wenn man Angst bekommt, weil man vielleicht die Höhe nicht mehr bekommt und abtreibt, dann klappt vieles nicht, was man sonst eigentlich sicher beherrscht.


    Man kann halt nicht immer alles am Material festmachen.

  • Tja, sehe ich anders.

    Aber nichts ist schwierig, wenn man es kann.

    Zuerst muss man mal wissen, wie man den Segelzug in Vortrieb umsetzt. Bei kräftigem, aber halbwegs gleichmäßigem Wind vielleicht noch machbar für einen Anfänger.

    Bei stark böigem Wind schon eine Aufgabe, wenn man auch noch mit dem Gleichgewicht zu tuen hat.

    man sollte sich die Ruhe und Gelassenheit eines Stuhls zulegen, der muss auch mit jedem Arsch klar kommen

  • Da muss ich fast 40 Jahre zurückdenken ... also gelernt habe ich auf einem See, Wind mit Wald-Abdeckung, das war

    von Anfang an immer total böig. Gleitfahrten waren nie lang. Und die schlapprigen Segel mit 2,60 Gabel und Bretter

    mit 3,60 m Länge und Verdrängerbauch waren nicht einfach zu beherrschen bei starken Böen.


    Den Wasserstart, Surfen auf der Leeseite auf dem Segel liegend, auf der Boardkante sitzen usw. konnte ich

    vor den ersten Starkwind-Erfahrungen.


    Die ersten Ausfahrten am Gardasee, Mittelmeer, Dänemark waren dann (ohne die Böen) ein echter Genuss.

  • Hallo Chris

    Du hast öfter über wackeliges Brett geschrieben. Problem habe auch gehabt mir hatte Gleichgewicht Übungen geholfen. Ich habe Balance Disc gekauft und morgens und abends bei Zähne putzen drauf Balancetrenining gemacht.Hier noch eine Seite mit Tipps und Tricks http://www.educatium.de/windsu…ndsurfen-lernen-tipps.htm

    Hallo Aristarh,

    ein Balanceboard von Domyos hatte ich vor meinem Urlaub gekauft und über 3 Wochen fast täglich geübt. Aber irgendwie war es dann doch alles zu wackelig.

    Hat gefühlt nichts gebracht. Aber vielleicht geht es auch weniger um Balance sondern mehr darum, auf welchem Punkt man auf dem Brett steht.

    Wenn man an der falschen Position auf dem Brett steht, bringt einem die ganze Balance nichts.

    Hier mein Brett von Domyos:


    Balanceboard_Domyos.jpg

  • kaktus

    ----"kannst du mit deiner Kombi nicht gleiten lernen. Wenn das Board passt, ist das Segel zu klein. Wenn das Segel passen würde, ist das Board viel zu groß." ----


    Da gib mal Konacup, Bic 297, Woldcup Windsurfen, olympische Spiele, Longboard Windsurfing, etc. bei Youtube ein oder lese die Artikel über den Europa-Umsegler mit ca. 270 Liter - fahren die alle bei unter 12 Knoten ? Nein. Dümpeln sie ? Auch nein, so gebe ich Teenie Beifall:


    teenie

    "Gerade auch gleiten lernen geht super mit deinem Board, nur, du musst mehr aufs Wasser, fertig. Ich bin viel mit Aufsteigerboards bei mehr Wind gefahren, das geht. Das ist doch totaler Quatsch was hier erzählt wird."


    Jawoll :) und je nach Boardshape ist es dann etwas behäbiger oder nicht, anspruchsvoller oder ähnlich und anders uuuuund zumeist ohne Gleitschwelle, und wem es gefällt, der kann dabei bleiben. Bei uns auf dem See gibt es viele davon ...



    Mittwoch 11°C !

  • Du redest auch wieder von Leuten die es können.

    Soweit ist Chris aber nun mal noch nicht.

    Wie schon gesagt, nichts ist schwierig, wenn man es kann.

    man sollte sich die Ruhe und Gelassenheit eines Stuhls zulegen, der muss auch mit jedem Arsch klar kommen

  • u.g. Balanceboard finde ich viel anspruchsvoller als so ein Domyos Wackelbrett ;)

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  • Du redest auch wieder von Leuten die es können.

    Soweit ist Chris aber nun mal noch nicht.

    Wie schon gesagt, nichts ist schwierig, wenn man es kann.

    Und du empfiehlst ein 100l Board für jemanden der nicht gleiten kann? Oder soll er lieber an Land bleiben?


    Ich habe auch diverse Anfängerkurse gemacht, wo die Teilnehmer es echt schwer hatten bei guten 5-6Bft in BorkHavn.

    Die konnten auch fix durch die Gegend fahren und einzelne später sogar gleiten und das mit den Magnums von Hifly und, oh Graus, ohne Schlaufen.


    War in Hvide Sande im Sommer auch nicht anders, die haben auch bei 5Bft geschult, ohne größere Probleme...


    Gerade wenn man es nicht kann, kann mans schneller mit so einem Board wie Chris es schon hat.


    Nebenbei bemerkt glaube ich nicht wirklich das es besonders böig war, starker Wind ist eben erstmal ungewöhnlich für Einsteiger. Je nach Segelstellung und Geschwindigkeit

    ist ja nunmal auch ein Druckunterschied im Segel festzustellen.


    Grüße

    teenie

  • Da hast Du vollkommen recht.

    Ich erinnere mich noch gut daran, dass ich mal meinen Kumpel auf unser BIC Nova 165 gestellt habe.

    Der hatte quasi null Erfahrung und war bei ca. 30 Knoten in Makkum nach ner halben Stunde definitiv im Gleiten.

  • Da hast Du vollkommen recht.

    Ich erinnere mich noch gut daran, dass ich mal meinen Kumpel auf unser BIC Nova 165 gestellt habe.

    Der hatte quasi null Erfahrung und war bei ca. 30 Knoten in Makkum nach ner halben Stunde definitiv im Gleiten.

    😲 nach einer halben Stund . Krass!