Camberanzahl bei Freerace-Segeln

  • Tachchen,

    RDM und SDM tauglich - für mich ist dies immer mit Kompromissen verbunden. Natürlich kann man andere Camber verwenden, aber schon optisch sehen die Riggs dann unterschiedlich aus.

    Und was die Performance angeht, kann es nur ein Optimum geben.

    Tschüss

  • Ein Freerace-Segel ist per se ein Kompromiss, das ist schon klar. Aber bis zum 430iger Mast aus meiner Sicht ist ein RDM ein überlegenswerter. Ist hier schon einer das SB mit beiden Masten Vergleich gefahren?

  • Ich muss sagen so ganz einfach finde ich die Frage nicht zu beantworten. Meiner Meinung nach erhöht die Anzahl Camber nicht nur typischerweise die Druckpunktstabilität sondern auch insgesamt die Stabilität des Segels. Letzteres finde ich ist ein wichtiger Aspekt bei großen Segeln was hier für mich eindeutig für 3 Camber spricht. (Zur Erinnerung: Reine Racesegel werden/wurden in großen Ausführungen teilweise auch mit > 4 Cambern ausgestattet.)


    Bei kleinen Segeln ist die Stabilität des Segels an sich nicht ganz so wichtig, sondern vielmehr die Druckpunktstabilität. Mit persönlich sind hier 2 Camber zu wenig, das mag aber gerade bei schwereren Fahrern ggf. anders sein.


    Letztlich habe ich 3 Camber angekreuzt. 2+1 finde ich aber je nach Größe grundsätzlich nicht verkehrt.

  • Ich habe ein 6.7 H2 Racing,da reichen mir auch Zwei Camber

    jeder Tag ohne Zettel am Zeh ist ein guter Tag!

  • 2+1 finde ich am wenigsten sinnvoll - entweder/ oder, und wenn sich der segeldesigner schon nicht entscheiden kann, wie soll es dann der user

    Hitze, Kälte, Dürre, Flut - Hauptsache, es geht der Wirtschaft gut! - Salzburger Graffiti

  • Vollkommen unberücksichtigt in der Diskussion finde ich ist, was der Fahrer anstrebt:

    1.) Immer im überpowerten Zustand auch extreme Winkel (hart am wind oder raumschots); Manöververhalten 2.rangig => Mehr Camber

    2.) Gut angepowert mit nur gelegentlichen Überböen und überwiegend auf halbwindigen Kursen unterwegs und nicht nur perfekte Lay-down jibes fahrend => Eher weniger Camber


    Ich glaube beobachten zu können, dass der "Trend" dahin geht, eine angestrebte Stabilität (auch Druckpunkt-) mit sowenig wie möglich Cambern/Latten zu realisieren.

    Beispiel: Wavesegel mit 3 teilweise 2 durchgehenden Latten(S2 Dualist), oder sehr große FR Segel mit 6/7 Latten etc.


    Für meinen Teil bin ich Mitte der 90er ein NP VX Lightwind 9.3 gefahren mit 6 Cambern, dann ein 2001er NP V8 10.5 mit drei Cambern gefahren und jetzt ein Gaastra GTX 9.8 mit 2 Cambern von 2006.

    Von daher bitte aus der Anzahl der Camber bitte kein Dogma machen, sondern auch den Fahrerwunsch berücksichtigen. Die Industrie bietet uns alle Optionen.


    Sunzi

  • Aloha.

    Ich hab 2+1 angekreuzt weil es dann wirklich FreeRace für jeden ist.

    Oben wurden schon die möglichen wünsche an das Segel je nach FahrerProfil definiert.

    Bei 2+1 habe ich die Variabilität das Segel genau meinen Profil anzupassen... Zumindest in der Theorie.


    Will ich mehr Power und Druckpunktstabilität hau ich den dritten Camber rein... Ist eh nur lässiges Cruisen angesagt nem ich 2...


    Ich fand ja auch den Ansatz von Rrd beim firewing ab 2015 gut mit dem raceupgrade... Man könnte ein gutes 3cam FreeRace Segel mit carbonlattenset und 4tem Cam zum sl-Segel Pimpen...


    Das fänd ich in der FreeRace Liga auch gut.


    Entweder ich kauf es gleich mit 3cams oder erstmal die Softy Variante mit 2 und grade im Zweifel up... Wäre so ähnlich wie 2+1 nur nen bissel anders...


    Ach ja, ich späte mir ggf. Als Hersteller auch eine Linie wenn ich es mit 2cams als FreeRide Performance anbiete ;-)


    Ach ja, ich fahre gun sails vector mit 3cam... Für mich persönlich passt das auch super... Ich denke aber dass Variabilität ohne Einbußen keine schlechte Sache ist...

  • 3 Camber für Freerace,


    2 Camber sind für mich eher Performance Freeride Segel


    2+1 ist nur ein Kompromiss und dass man nur wieder was mehr hat, was man einstellen muss.

  • Hallo,


    ich bin der Meinung dass für Race auch das Race Material verwendet werden soll - da gibt's für mich keine Kompromisse,


    Jeder Surfer sollte aber als sein größtes Segel ein Cambersegel haben - ob das jetzt 2 oder 3 Camber hat ist in meinen Augen nicht soooo entscheidend.


    Wichtig ist, dass man auch bei "Leichtwindbedingungen" (und das ist für jeden individuell) möglichst früh ins Gleiten kommt.


    Gleiten = Fun!


    Dabei solle es nebensächlich sein ob man nun mit 34 oder 48km/h unterwegs ist. Wenn der Wind zulegt nimmt man in der Regel eh ein kleineres Segel und das kann dann ohne Camber auskommen - muss aber nicht. Jeder so wie er es gerne möchte.


    Selbst mein kleinstes 5,6er hat noch 4 Camber. Ich kann mir nicht vorstellen ein camberloses Segel zu fahren, oder ein Segel ohne Schothornverstellung. Wer so was einmal gefahren hat möchte nix anderes mehr. Ich bin aber auch eher speedorientiert und hab mit Welle nix am Hut ;-)


    Gruß


    Christian

    ....und Sie bewegt sich doch...

  • Ich habe als größtes Segel ein S-Type 7,8 und die Möglichkeit 2 oder 3 Camber fahre aber ausschließlich mit 3 da mir die Stabilität wichtiger ist als der kleine Handlingvorteil.