Beiträge von Dr. Spin Out

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    Das wäre eine Winterbeschäftigung. Mehrere Platten lackieren unterschiedlich grob schleifen und schauen wo Wassertropfen am wenigsten stark ausgebilden.

    Entscheidend ist der Gegensatz von hydrophob und hydrophil.


    Das hat nicht unbedingt was mit der superglatten Oberfläche zu tun, es bedeutet, daß hydrophil Wasser mag und hydrophob Wasser abstößt.


    Also zum Testen mal Wasser draufgießen. Verläuft das Wasser zu einer großen Oberfläche ist die Fläche hydrophil ( sehr sehr gut! Wasser gleitet gut auf Wasser, Spüli Effekt!)

    Bildet das Wasser kleine kugelige Tröpfchen ist die Fläche hydrophob (zB gewachste Oberflächen, neu poliertes Auto usw) und der Reibungswiderstand unter Wasser vervielfacht sich.

    Flextop wird die Biegekurve des Mastes bezeichnet, es gibt auch Hardtop und Constantcurve.


    Fixed Top ist ein Baumerkmal des Segels, der Anschlag für den Mast oben im Segel kann nicht verstellt werden.

    Andere Segel haben ein Variotop, da darf der Mast ein kleines Stück oben rausgucken. Man kann also auch etwas zu lange Masten in dem Segel fahren, das spart evtl eine zusätzliche Mastlänge ein.

    NP möchte, daß du für jedes Segel einen eigenen Mast kaufst, deshalb Fixedtop.


    Ob du das so möchtest, das mußt du selbst entscheiden.


    NP ändert auch schon mal die Mastbiegekurve und schneidert die Segel passend zu den neuen Kurven.

    Es ist deshalb sinnvoll, Mast und Segel aus dem gleichen Jahrgang zu nehmen, sonst könnte es auch mal überhaupt nicht passen, obwohl beides von NP ist.

    Wenn ich Reparaturen am Surfboard hatte, dann habe ich immer darauf geachtet, daß es technisch einwandfrei und dicht ist.


    Farbe kommt später - und meistens gar nicht.


    90 % aller Farbversuche enden absolut gräußlich, sieht schlimmer aus als vorher. Der Farbton stimmt nicht und die Farbe verdeckt eben leider nicht die handwerklichen Fehler bei der Oberflächenbehandlung.


    Wer sich soviel Mühe gibt wie zB kaktus, der muß sehr, sehr viel Zeit investieren für ein überzeugendes Ergebnis!

    Ezzy Segel kann man auch nach 10 Jahren noch zu einem guten Preis verkaufen. Es gibt genügend Surfer, die wissen, daß die Ezzys dann immer nochmal 10 Jahre halten, auch bei häufigem Gebrauch in unseren Breiten (UV Strahlung).


    Für die normale Monofilm-Folie ist nicht so sehr das Alter sondern die gesamte UV-Belastung wichtig. Segel im Verleih aus Dahab sind nach 6 Monaten fertig, Segel in Dänemark halten 10 Jahre.

    Der Trick bei dem "halben" Kardangelenk ist, daß das Unterteil aus einem elastischen Material besteht, ähnlich wie bei einem Powerjoint.


    Man hat also einen "Powerjoint plus Gelenk"


    Einsetzen auch in der Welle kein Problem, fährt aber fast keiner mehr auf dem Meer, weil die feste Sehne eben "in" ist.


    Mir ist in 10 Jahren keiner von dem alten Fanatic Kardan-Joints gebrochen.

    Glauben heißt: nicht wissen!


    Aber du hast recht, Wolfgang braucht eher 4-5 Stunden. Er baut auch sowas einfaches nicht husch-husch, sondern aufwändig und genau!


    Allein das Abschleifen des alten Fußes dauert locker eine Stunde, denn es muß alles alte Harz weg, ohne das Finnenblatt auch nur ein bisschen anzukratzen.


    Sieht zwar hinterher keiner, aber der Wolfgang macht das eben so!


    Und das glaube ich nicht, das weiß ich.


    mfg

    Dr. Spin Out

    Fremdfinnen reparieren oder Fuß angießen ist immer ein Risiko, da man Material und Aufbau der Finne ja noch nicht kennt.


    Ganz sicher ist aber, daß für die individuell anzupassenden Arbeiten schnell mal 3 Arbeitsstunden weg sind, in Sonderfällen noch mehr. Wenn man Material und Zeitaufwand zusammenrechnet, dann müßte ein neuer Tuttlefuß immer mindestens 80 - 100 Euro kosten.


    Niemand will so viel Geld für diese Arbeiten bezahlen - also gibt es niemanden, der diese Arbeit macht.


    Wenn Wolfgang diese Arbeiten für seine Lessacher-Finnen macht, dann ist das eher unter dem Thema "Service" zu verstehen. Verdienen kann man damit nix.


    mfg

    Dr. Spin Out

    So eine Aussage ist eigentlich geschäftsschädigend aber sehr ehrlich, den die begrenzte Lebensdauer gilt doch für alle Racesegel.


    Diese Segel sind ausschließlich leistungsorientiert, da bleibt die Robustheit natürlich auf der Strecke.


    Außerdem verkaufen die Regattafahrer ihre Segel doch nach einer Saison sowieso, da es ja im neuen Jahr "bessere" Modelle gibt. Wer also so ein Segel dann kauft kann noch viele Jahre seine Freude daran haben, je nach eigenem Pflegeaufwand.


    Denk doch mal dran, wie lange beim Vettel im Rennen die Reifen halten - nur wenige hundert Kilometer. Hält dich das jetzt davon ab, einen Satz Pirellireifen für dein Auto zu kaufen???

    Vergleiche das mal mit dem Ezzy Cheetah, die arbeiten doch schon lange nach dem gleichen Prinzip.


    Wenig "loose leech" und nur die obere Segelsektion schlackert total locker im Wind.


    Der Rest des Segels ist bis fast nach oben sehr bauchig gehalten.


    GUN ist aber jetzt ganz konsequent und hat gleich einen besser dazu passenden Mast entwickelt - der passt dann aber zu gar nix anderem mehr.

    Wird Vorteile bringen, kann aber auch der Pferdefuß sein bei den zusätzlichen Kosten.


    mfg

    Dr. Spin Out