Beiträge von Dr. Spin Out

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    Stell dir mal vor, es gäbe tatsächlich einen nennenswerten ground-effect, dann würde doch ein schnell fahrendes Formula nach einem kleinen Hüpfer überhaupt nie wieder ins Wasser eintauchen und ewig über den Wellen schwebend weiterfahren.


    Hier sind Leute am Werk, die nicht den blassesten Schimmer einer Ahnung über die anliegenden Kräfte habe.


    Oder ist Dr. Zak eine frei erfundene Figur, die man mieten kann, um etwas mehr traffic in einem Forum zu erzeugen????????

    Praxis meint auch mit Tendon-Teilen nichts passiert?

    Na ja, in der "Bedienungsanleitung" ist ja sogar ein Kardangelenk gezeichnet. Da ist dann wirklich die Frage, wo die kinetische Energie des Aufschlags wohl hingeht, da das Teil selbst auch nicht dämpft/federt. Irgendwo wird es dann einen 2. Sieger geben.


    Ich denke, für die Anfängerschulung ist das Teil ok, wenn der Schüler einfach mal den Mast fallen läßt. Wirksamen Schutz bei einem echten Schleudersturz aus vollem Speed wird das Teil nicht bieten können.

    Das ist ein völlig unbrauchbares Teil, vielleicht im Anfänger-Schulbetrieb einsetzbar.

    Einen Schleudersturz kann dieser "Dämpfer" in keinem Fall entschärfen!!!


    In Bild 6 sieht man, daß der erste Mastkontakt mit dem Dämpferelement erst eintritt, wenn der Mast nur noch 30 cm vom Bug des Surfboards entfernt ist. Nun nehmen wir mal an, die Gabel saust mit ca. 10 m/s auf die Bugspitze zu. In weniger als einer 1/10 Sekunde erfolgt der Einschlag. Der Hebelarm vom Mastfuß bis zur Gabel ist ca. 150 cm, der Hebelarm vom Mastfuß zum Dämpferelement ist ca. 7 cm, also ca 1 zu 20. Das bedeutet, daß bei 30 cm Weg der Gabel das Dämpferelement ca. 1,5 cm zusammen gedrückt werden kann, bis die Gabel endgültig aufschlägt. Was soll das lütte Ding da auf den letzten 1,5 cm noch dämpfen???

    Na ja, in Wirklichkeit kommt die Gabel ja doch durchaus auch noch 40 cm :evil:weit, aber genau das will man doch verhindern;(


    Also völliger Schwachsinn in bunten Farben - es werden sich also viele Käufer finden


    meint

    Dr. Spin Out

    Lieber Dr. Zak,


    leider habe ich nur 2 Patente, muß aber trotzdem darauf hinweisen, daß es völliger Schwachsinn ist, so ein Teil ausschließlich auf der Basis von Glasfasern zu bauen.


    Bei den zu erwartenden Belastungen an der Finnenbasis treten durch den langen Hebelarm bei dieser Bauweise sehr große Verformungen (Flex, Twist) auf, die man mit einfachen Carbonfasern deutlich reduzieren könnte. Teure HT oder UHT-Fasern sind dazu nicht nötig, aber billige Glasfasern sind doch nur bei stark reduzierten Ansprüchen einsetzbar.


    Aber vielleicht sind die FRP-fly-fin Kunden ja recht anspruchslos?


    Wer dazu gehören möchte, der sollte es mal ausprobieren.


    mfg

    Dr. Spin Out

    Da die allgemeinen Großwetterlagen in den letzten 10 Jahren nicht mehr so sicher laufen wie zB 20 Jahre davor, sind Voraussagen und Windstatistiken völlig wertlos.


    Ich würde 3 Tage vor Urlaubsbeginn nach gründlicher Internet-Wettervorhersage entscheiden, wohin es gehen soll.


    Fehmarn

    Ringköbing Fjord

    Ijsselmeer


    Selbst wenn du dann nochmal vom Ijsselmeer zum Ringköbing Fjord und zurück umsiedeln mußt, hast du immer noch wesentlich weniger km und Urlaubstage im Auto verbracht als bei der Fahrt nach Frankreich (ist zu der Zeit total überlaufen und sehr teuer!!!)


    Mein Tipp ist Dänemark, weil es dort für alle Windrichtungen gute Reviere gibt.


    mfg

    Dr. Spin Out

    Hallo Wolfgang,


    bei der 10er schüttelt es mich ein bisschen, aber die 15er sieht super aus. Das wäre ja eine ganz neue Dimension in Strand Horst oder anderen Flach-Revieren.


    Bleib dran und berichte, wenn die Tests gewesen sind!!!


    mfg

    Dr. Spin Out

    Da könntest du genau so fragen, warum deine niegelnagelneuen Pirelli Formel 1 Supersoft Reifen auf deinem GTI im Stadtverkehr überhaupt nicht auf die nötige Arbeitstemperatur kommen!


    Was soll man da also machen?????


    Oder andersrum: bist du sicher, daß bei deinem Fahrkönnen C-Fins eine gute Wahl sind?


    da wundert sich

    Dr. Spin Out

    .......Anyway - die untere Lage soll doch vor Allem Zugkräfte aufnehmen, und da ist Carbon bei gleichem Gewicht Glas doch deutlich überlegen. :headscratch:.......

    Hast du schon jemals gesehen, daß die untere Lage auf Zug gerissen ist????

    Erst wenn das Sandwich komplett delaminiert ist, bricht die untere Lage, üblich bei Cobra 50 - 80 g Glas. Ich habe schon oft eingebrochene Decks gesehen, bei denen das obere Laminat und die Sandwichschicht gebrochen sind und so komplett rausgepult werden können, und darunter ist die fast unversehrte untere Glasschicht noch erhalten. Zu meiner Verwunderung auch teilweise mit großen Bereichen völlig ohne Harz, da braucht man sich nicht zu wundern, daß das nix hält. Aber das Gewichtslimit hatten sie wohl eingehalten und man sieht ja hinterher nichts mehr davon.


    Da die leichten Carbongelege (kommen vom Raketenbau!) sehr schweineteuer sind, nimmt man Glas wegen der besseren Auswahl.

    Letztendlich ist tatsächlich eine Lage aus 80 g Glas leichter als eine Lage aus 80 g Carbon, da der Carbonfaden mit seinen geringeren spez. Gewicht natürlich dicker ist und somit bei dem üblichen Handlaminierverfahren auch deutlich mehr Hatz aufnimmt.


    mfg

    Dr. Spin Out

    Der grundsätzliche Nachteil gängiger Sandwichtechniken im Surfboardbau ist der schnelle Übergang von "weichem" Kernmaterial zu "hartem" Sandwich.


    Das Strukturversagen entsteht, weil durch die Belastungen das Sandwich durchfedert und so auf Dauer den darunter liegenden Schaum zusammendrückt. Dadurch liegt das Sandwich dann "hohl" und als nächstes delaminiert das Sandwich. Dann ist Schluß mit Lustig.


    Eine "mittelharte" Zwischenschicht würde bei Belastungen die Kräfte auf eine viel größere Fläche auf dem "weichen" Kern abstützen. Das kann der Kern dann ab und die Zwichenschicht muß fest genug sein, um nicht in Beulen zusammenzubrechen.


    Ich würde folgender Maßen vorgehen:


    Als erstes mit einer Oberfräse ausgehend vom Originaldeck kreuzweise Linien mit ca 1 cm Tiefe durch die defekte Stelle fräsen. So ein Schachbrettmuster mit 1x1 cm großen "Feldern".

    Die Felder einzeln rausbrechen, die Rillen bilden genau die alte Deckskontur ab.

    Dann mit PU-Kleber eine normale 4 mm Sandwichplatte einsetzen. Dann eine Lage 80 g Glas drüber (falls es dir noch nicht aufgefallen ist - eine Lage 80 g Glas ist im Endeffekt leichter als eine Lage 80 g Carbon!!!). Diese Lage sollte unter das vorhandene Sandwich an den Rändern laufen. Das eigentliche Sandwichmaterial habe ich immer einfach durch mittelhartes 5 mm Balsaholz (65 g) ersetzt, das verklebt sich sehr gut mit den Glas/Carbonlagen und lässt etwas in der Kontur nachschleifen an der Oberseite. Außen 2 x 160 g Carbon und 1 x 80 g Glas hat sich bei mir als unkaputtbar erwiesen.


    Der Aufbau ist also:

    weicher Kern, etwas härterer Sandwichschaum, Stützlage Glas fürs neue Sandwich, jetzt wieder etwas härteres Balsaholz, knüppelharte Außenlage mit 2 x Carbon gegen jegliches Durchbeulen.

    Alle gängigen Kräfte können die Außenlage Carbon/Balsaholz nicht nennenswert durchbiegen, deshalb bleibt der Innenschaum immer unter der Belastungsgrenze für Punktbelastungen.


    mfg

    Dr. Spin Out

    Ich hatte selbst auch mal einen Rocket 145 und bin mit 7,5er Segel mit der 32 Duo Weed überhaupt nicht klar gekommen.


    Ist bei mir kein Problem, denn mein Köcher mit Lessacher Finnen ist immer prall gefüllt - also die Duo Weed 36 rein und alles hat funktioniert.


    Aber ob die im Rocket auch noch mit 9,3er läuft, wage ich zu bezweifeln. Ich fand den Rocket supergut im Angleiten, aber er schmierte dann immer leicht weg und ich kam nicht auf Speed, erst mit einer deutlich größeren Finne lief er wieder frei und wurde dann auch schnell.


    Also mein Tipp: 36er für die kleineren Segel und 40er fürs große Besteck.


    mfg

    Dr. Spin Out

    Rein rechnerisch von der Geometrie her ändert sich die relative Dicke.


    Es wird aber noch mal komplizierter!


    Beim Berechnen der Auftriebsverhältnisse an stark gepfeilten Flächen/Finnen hat man festgestellt, daß die Berechnungen wenig Übereinstimmung mit den tatsächlich gemessenen Werten haben. Man berechnet die Verhältnisse deshalb doch so, als ob die Strömung rechtwinkelig zur t/4 Linie laufen würde und korrigiert das Ganze mit einem praktisch ermittelten Faktor entsprechend der Rückpfeilung. Bei der Berechnung taucht also doch wieder die Originaldicke des Profils auf.


    Die Berechnung ist doch nur ein Versuch, die original Strömungsverhältnisse in einer mathematischen Formel abzubilden. Bei dieser Abbildung werden viele Randbedingungen weggelassen, da die Berechnung sonst zu kompliziert wird. Folglich ist auch das Ergebnis immer recht unscharf. Bestes Beispiel ist jegliche Wettervorhersage. Ist doch auch nur ein 3-dimensionaler Durchmischungsprozess mit dutzenden von Randbedingungen. Die Diskussion über "die beste Finne" ist ungefähr so sinnvoll wie die Diskussion über das Wetter von Über-Über-Übermorgen.


    Aber die Hoffnung stirbt zuletzt


    meint

    Dr. Spin Out