Beiträge von Dr. Spin Out

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    Wenn ich Reparaturen am Surfboard hatte, dann habe ich immer darauf geachtet, daß es technisch einwandfrei und dicht ist.


    Farbe kommt später - und meistens gar nicht.


    90 % aller Farbversuche enden absolut gräußlich, sieht schlimmer aus als vorher. Der Farbton stimmt nicht und die Farbe verdeckt eben leider nicht die handwerklichen Fehler bei der Oberflächenbehandlung.


    Wer sich soviel Mühe gibt wie zB kaktus, der muß sehr, sehr viel Zeit investieren für ein überzeugendes Ergebnis!

    Ezzy Segel kann man auch nach 10 Jahren noch zu einem guten Preis verkaufen. Es gibt genügend Surfer, die wissen, daß die Ezzys dann immer nochmal 10 Jahre halten, auch bei häufigem Gebrauch in unseren Breiten (UV Strahlung).


    Für die normale Monofilm-Folie ist nicht so sehr das Alter sondern die gesamte UV-Belastung wichtig. Segel im Verleih aus Dahab sind nach 6 Monaten fertig, Segel in Dänemark halten 10 Jahre.

    Der Trick bei dem "halben" Kardangelenk ist, daß das Unterteil aus einem elastischen Material besteht, ähnlich wie bei einem Powerjoint.


    Man hat also einen "Powerjoint plus Gelenk"


    Einsetzen auch in der Welle kein Problem, fährt aber fast keiner mehr auf dem Meer, weil die feste Sehne eben "in" ist.


    Mir ist in 10 Jahren keiner von dem alten Fanatic Kardan-Joints gebrochen.

    Glauben heißt: nicht wissen!


    Aber du hast recht, Wolfgang braucht eher 4-5 Stunden. Er baut auch sowas einfaches nicht husch-husch, sondern aufwändig und genau!


    Allein das Abschleifen des alten Fußes dauert locker eine Stunde, denn es muß alles alte Harz weg, ohne das Finnenblatt auch nur ein bisschen anzukratzen.


    Sieht zwar hinterher keiner, aber der Wolfgang macht das eben so!


    Und das glaube ich nicht, das weiß ich.


    mfg

    Dr. Spin Out

    Fremdfinnen reparieren oder Fuß angießen ist immer ein Risiko, da man Material und Aufbau der Finne ja noch nicht kennt.


    Ganz sicher ist aber, daß für die individuell anzupassenden Arbeiten schnell mal 3 Arbeitsstunden weg sind, in Sonderfällen noch mehr. Wenn man Material und Zeitaufwand zusammenrechnet, dann müßte ein neuer Tuttlefuß immer mindestens 80 - 100 Euro kosten.


    Niemand will so viel Geld für diese Arbeiten bezahlen - also gibt es niemanden, der diese Arbeit macht.


    Wenn Wolfgang diese Arbeiten für seine Lessacher-Finnen macht, dann ist das eher unter dem Thema "Service" zu verstehen. Verdienen kann man damit nix.


    mfg

    Dr. Spin Out

    So eine Aussage ist eigentlich geschäftsschädigend aber sehr ehrlich, den die begrenzte Lebensdauer gilt doch für alle Racesegel.


    Diese Segel sind ausschließlich leistungsorientiert, da bleibt die Robustheit natürlich auf der Strecke.


    Außerdem verkaufen die Regattafahrer ihre Segel doch nach einer Saison sowieso, da es ja im neuen Jahr "bessere" Modelle gibt. Wer also so ein Segel dann kauft kann noch viele Jahre seine Freude daran haben, je nach eigenem Pflegeaufwand.


    Denk doch mal dran, wie lange beim Vettel im Rennen die Reifen halten - nur wenige hundert Kilometer. Hält dich das jetzt davon ab, einen Satz Pirellireifen für dein Auto zu kaufen???

    Vergleiche das mal mit dem Ezzy Cheetah, die arbeiten doch schon lange nach dem gleichen Prinzip.


    Wenig "loose leech" und nur die obere Segelsektion schlackert total locker im Wind.


    Der Rest des Segels ist bis fast nach oben sehr bauchig gehalten.


    GUN ist aber jetzt ganz konsequent und hat gleich einen besser dazu passenden Mast entwickelt - der passt dann aber zu gar nix anderem mehr.

    Wird Vorteile bringen, kann aber auch der Pferdefuß sein bei den zusätzlichen Kosten.


    mfg

    Dr. Spin Out

    Stell mal ein Bild von dem Segel hier ein.


    Da GUN schon seit 20 Jahren ein Gummi zum Zusammenrollen dran hat befürchte ich, daß das Segel wohl noch älter ist.


    Das Aufriggen von einem so großen 2-Camber-Segel ist eine Wissenschaft für sich, ist selbst für geübte Surfer ausgesprochen schwierig.

    Es funktioniert nur, wenn du in der richtigen Reihenfolge in vielen ganz kleinen Schritten Vorliek und Achterliek wechselweise spannst und auch beim Abbau entsprechend entspannst.

    Sonst brechen dir die Lattenspitzen in den Cambern ab - und man kriegt die Bruchstücke nur äußerst mühsam wieder aus der Lattentasche.

    .......Und eine Handgemachte von Wolfgang; habe eine, wenn die alle so grottig vom Finish sind, na Prost Mahlzeit.

    Ha, ha, reingefallen!


    Die Finnen sind tatsächlich nicht zum Ansehen gemacht, sondern zum Surfen. Sie sehen tatsächlich so aus, wie tempograd sie beschreibt.

    Oder sollte Wolfgang das extra so machen??????? Ist immerhin gut genug für Läufe mit GPS 50 kn und nationale Speed-Rekorde!

    ....Nur weil ihr (besonders du) dauernd die Finnen von Wolfgang hier übermaßen über den Klee lobt heißt das nicht das sie auch so toll sind.

    In der wirklichen Welt macht Niemand solch einen Aufriss.

    Könnte das bedeuten, daß sogar dir aufgefallen ist, daß auch viele andere Surfer mit ihren Lessacher Finnen sehr zufrieden sind?


    So, nun ist gut, jetzt warte ich auf den Vergleich von tempograd

    Es gab mal vor einiger Zeit einen Surfer hier im Forum, der mehrmals seine Select Slalomfinnen abgebrochen hat. Er hat sich sehr heftig über diese Firma beklagt.

    Bei anderen Surfern waren Probleme mit Select-Finnen unbekannt.


    Später kam aber raus, daß der gute Mann sein Hochleistungs-Slalomboard und seine Slalomfinne dazu benutzt hat, auf Flachwasser durch die hohe Geschwindigkeit megahohe Sprünge zu üben.

    Für diese Belastungen ist aber weder das Board noch die Finne für ausgelegt, schon nach kurzer Zeit sind seine Finnen abgebrochen.


    Auch die hier gezeigte Finne hat deutliche Spuren von mehrfacher Überlastung. Sie hat sich lange gewehrt, ist aber letztendlich doch an einer Stauchstelle abgebrochen.


    Also auch eine technisch einwandfreie Finne kann bei nicht artgerechter Haltung mal abbrechen.


    Ist damit deine Frage beantwortet?

    ....Und Vergleich dieser beiden Finnen, Lessacher vergleiche ich bestenfalls mit billigsten Tekknofinnen, schlimmer könnte ich mein Geld nicht aus den Fenster werfen als mit den Kauf seiner Finnen bzw die mit seinem Design.

    Selten so gelacht, eben typisch der bernie!

    Man kann sehen, daß die Finne eigentlich technisch ok ist, sonst wäre sie direkt am Tuttlefuß abgebrochen.


    Auf dem letzten Bild sieht man unterhalb der Bruchstelle den Beginn eines weiteren Stauchbruches. Ich denke nicht, daß das nur ein Kratzer ist, genau an der dicksten Stelle des Profils. Kann man nur dann genau sagen, wenn man eine Cutterklinge drüber legt und die Struktur etwas eingefallen oder rausgedrückt worden ist.


    Auch die weißen Kanten am Übergang zum Tuttlefuß erscheinen mir verdächtig. Weiß bedeutet immer, daß da was gebrochen ist.


    mfg

    Dr. Spin Out