Posts by Fjuri

Liebe Mitglieder,

die Surf-Wiki wurde für die Bearbeitung durch die Mitglieder des Surf-Forums freigeschaltet. Es können neue Artikel erstellt und vorhandene bearbeitet werden.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Ihr braucht einfach nur die Surf-Wiki aufrufen und könnt sofort loslegen. Viel Spaß dabei.

Das Team des Surf-Forums

    Ob der Surfer vorher eng an Fähren heran gefahren ist weiß ich nicht.

    Das scheint ja laut den (übersetzten?) Informationen so gewesen zu sein. Da kann ich auch verstehen, dass man als Schiffsführer nicht jedes Mal Slalom fährt, wenn ein Draufgänger(?) (anscheinend) vorschriftswidrig den Weg kreuzt.

    Vielleicht ist das hundert mal gutgegangen und jetzt einmal nicht.

    Also ich finde es eher pietätlos dem Kapitän irgendwas anzulasten, ohne das hier irgendwer ganz genau weiß was passiert ist.

    Da hast du natürlich auch recht.


    Nützt dem Surfer alles nichts mehr …

    Aber vielleicht anderen. Bei jedem Fehler besteht die Hoffnung, dass er nicht nochmal gemacht wird.

    Traurig ist das ganze. Hoffentlich passiert sowas nicht nochmal.

    Fjuri - du machst mir angst

    Wie?

    Finden die KVR überhaupt Anwendung?

    Wahrscheinlich nicht. Das sind russische Gewässer.

    Ich schrieb

    Quote

    Ist eigentlich bekannt, welche Kollisionsverhütungsregeln da gelten? Nach den internationalen hätte das Schnellboot doch sogar ausweichen müssen.

    Das war halt nicht, um den Fall zu bewerten, sondern um mein Wissen zu erweitern. Die deutschen Regeln dazu sind auch klar, aber bei den internationalen war ich mir halt nicht sicher.

    Da wird es passiert sein:

    Davon gehe ich auch aus. Auf Openseamap sieht man die Fahrtroute der Fähre, nach Петегроф. Wie gesagt, sehr wahrscheinlich russisches Recht.

    Wurde nicht die Editierzeit mal verlängert?


    Also, da ich mit dem Forum eigentlich gute Erfahrungen gemacht habe: Wie gesagt, ging es mir nicht darum, rechtzuhaben oder den unglücklichen Unfall für Selbstdarstellung zu nutzen. Ich wollte nur darauf aufbauend mein Wissen der Regeln bestätigen oder erweitern. Aber ich hatte das Gefühl, als würden meine Aussagen als falsch, provozierend oder unsinnig hingestellt.

    Eine Quelle, die meine Aussagen widerlegt oder zum Beispiel 'Nach KVR hast du Recht, aber in den meisten Ländern gelten davon abweichende Regeln', also ein berechtigter Einwand hätte meiner Meinung nach die Diskussion deutlich entspannt.


    Laut dem Artikel im Eröffnungsbeitrag war der Surfer im Unrecht. Das scheint außer Frage zu stehen. Die Quelle kennt sich sicher besser in russischem Recht aus, als ich.

    in AUT nicht, in ITA auch nicht ich kenne kein land wo windsurfer zumindest seglern gleichgestellt wären

    USA anscheinend zum Beispiel: https://uswindsurfing.org/introduction-course-3/. Ich habe mich aber auch auf die internationalen Regeln bezogen.

    Natürlich sollte man nicht vor größeren Schiffen fahren, insbesondere nicht vor so schnellen. Meiner Erfahrung nach braucht man die Regeln ja sowieso meistens nicht, weil mindestens einer aufpasst und deutlich bevor die zur Anwendung kämen.


    Ansonsten bin ich jetzt erstmal raus. Eine über 'wenn ich das schreibe, stimmt es' hinausgehende Diskussion mache ich aber gerne weiter mit.

    - und wie totti ganz richtig schreibt - windsurfer sind keine segelboote, sondern das allerletzte glied in der hierarchie - ist halt so.

    Stimmt. In Deutschland sind es Sportgeräte, international Segelfahrzeuge. Wie es in Russland ist, weiß ich nicht. Keine rechtsverbindlichen Quellen, aber doch mehr als 'hab ich mal gehört': https://www.vdws.de/world-of-s…ndsurfing/ausweichregeln/

    "Maschinenfahrzeuge weichen Segelfahrzeugen aus. […] Surfer sind nach KVR Segelfahrzeuge."

    http://www.nautisches-lexikon.de/b_gesetz/kvr/f.html

    "Fahrzeug: Umfaßt alle Wasserfahrzeuge einschließlich nicht wasserverdrängende Fahrzeuge (z. B. Luftkissenfahrzeuge) und Wasserflugzeuge, die als Beförderungsmittel auf dem Wasser verwendet werden oder verwendet werden können. Flöße gehören ebenfalls dazu, Segelsurfbretter nach überwiegender Ansicht auch."


    Ausnahmen gibt es in betonnten Fahrwassern, Verkehrstrennungsgebieten und für eingeschränkt manövrierfähige Schiffe.


    Wie gesagt, es geht mir nicht ums Rechthaben. Wenn mir jemand mit vertrauenswürdige Quellen etwas anderes zeigen kann, lerne ich gerne was dazu.

    da gehts um eine linienfähre, nicht um ein "motorschiff" und schongarnicht um ein sportboot. und ein windsurfer ist ein windsurfer und kein segelboot.

    Der zweite Satz war nur ein Gegenbeispiel. Wenn du mir in den Internationalen Kollisionsverhütungsregeln irgendeine besondere Behandlung von Berufsschiffen, außer Fischereifahrzeugen, zeigen kannst, gerne. Dann habe ich was dazugelernt. Aber ich habe nirgendwo was von Linienschiffen gelesen. Nach meiner Kenntnis dieser Regeln ist das Tragflügelboot ein Wasserfahrzeug unter Maschine und ist damit gegenüber dem Surfbrett/Surfer als Segelfahrzeug ausweichpflichtig.

    Mit russischen Wasserrecht kenne ich mich gar nicht aus.

    Nicht Linienschiffe, sondern Motorschiffe. Ein mit Motor fahrendes Sportboot muss einem Segelschiff ausweichen. Die Rangfolge ergibt sich aus Regel 18. https://www.gesetze-im-internet.de/seestro_1972/index.html

    Eine Unterscheidung zwischen Berufs- und Freizeitschiffen kenne ich in den internationalen Regeln nicht. Ich bin aber auch kein Jurist.


    Allerdings kann es gut sein, dass in dem Bereich, in dem der Unfall passiert ist, nationale Regeln gelten. In Deutschland gibt es zum Beispiel meines Wissens noch die Kategorie Sportgeräte, die allen anderen ausweichpflichtig sind.

    b) Ein Fahrzeug von weniger als 20 Meter Länge oder ein Segelfahrzeug darf nicht die

    Durchfahrt eines Fahrzeugs behindern, das nur innerhalb eines engen Fahrwassers oder

    einer Fahrrinne sicher fahren kann.

    Die Unfallstelle kenne ich nicht, aber ich glaube nicht, dass das für das Tragflügelboot anwendbar ist. Dafür müsste es neben der Fahrrinne so flach sein, dass das Tragflügelboot nicht mehr sicher fahren kann.

    Ich habe gelernt, dass Kursschiffe IMMER Vorfahrt haben (bzw. alle anderen Ausweichpflicht). Dies gilt soweit ich weiss sogar für manövrierunfähige Surfer.

    Nach Regel 18 a der Internationale Regeln von 1972 zur Verhütung von Zusammenstößen auf See müssen Maschinenfahrzeuge Segelfahrzeugen ausweichen. Eine Unterscheidung aufgrund des Zwecks der Fahrt ist da nicht gegeben. Die Frage ist, ob Surfbretter Fahrzeuge sind. Soweit ich weiß, aber ohne eine Quelle nennen zu können, sind sie es, im Gegensatz zu bestimmten deutschen Gesetzen, in denen zwischen Segelfahrzeugen und Sportgeräten unterschieden wird.


    Nebenbei, richtig schön: Auszug aus Regel 3a, zur Frage, ob ein Surfbrett ein Wasserfahrzeug ist: "Der Ausdruck "Fahrzeug" bezeichnet alle Wasserfahrzeuge[…]"

    Das ist natürlich richtig unschön. Solange man nichts Genaueres weiß, kann man auch nicht viel dazu sagen.

    Vielleicht war einer genau in Richtung der Sonne, so dass er nicht gesehen werden konnte.

    Ohne spekulieren zu wollen, sollte man sich damit aber wieder vergegenwärtigen, dass man in gefährlichen Gegenden (und auch sonst) immer alles im Blick haben sollte, auch wenn man dafür die Haltung oder den Kurs ändern muss.

    Bereiche, die man nicht sieht, sind nicht 'wahrscheinlich leer', sondern benötigen besondere Aufmerksamkeit.

    Warum nicht? Gibt es da gar nichts? Nichts, was wir tun können?

    Man bräuchte neue Materialien, deren Entwicklung sich die relativ kleine Surfindustrie nicht leisten kann. Es werden ja schon selten mal Bretter mit Holzanteil hergestellt, aber so richtig sinnvoll scheint das nicht zu sein.

    Ein paar Ideen hätte ich, kann aber aufgrund mangelnder Kenntnisse nicht sagen, wie sinnvoll das wäre.

    Interessant wäre auch der Preisbereich. Bei einem Brett für 1000 € vom Vorjahr, bei dem man aufgrund der Lackierung alle Reparaturen sehen würde, hat man wohl bessere Chancen, als bei einem gebrauchten, abgenutzen zehn Jahre alten Brett für 50€.

    Ich plane ziemlich fest damit, meinen ersten Anzug von Patagonia zu kaufen. Die benutzen Yulex, das natürlich gewonnen oder aus altem Material wiederverwendet wird.

    Sicher sein kann man natürlich nie, dass das alles wirklich echt ist, aber es macht, auch nach weiteren Informationen auf mich schon einen guten und ehrlichen Eindruck.


    Beim sonstigen Material ist es noch schwierig. Ich habe mal gesucht, ob ein Holzbrett möglich wäre, aber mit dem ganzen Schutzlack ist es am Ende doch wieder Sondermüll und außerdem noch sehr schwer.


    Wie viele sind überhaupt bereit sich auf diesen Gedanken einzulassen?

    Deutlich mehr, wenn es kleine Veränderungen sind.

    Beim Rauchverbot sieht man das ganz gut. Das kam ja auch nicht von heute auf Morgen. Ich bin noch in Zügen mit Raucherabteil gefahren, heute ist der Gedanke daran absolut abwegig und man hört schon immer öfter, dass die Leute froh sind, dass sie nach einem Kneipenbesuch nicht mehr stinken müssen.

    Aus dem Grund bin ich gegen die Absolutheit.

    Es wäre schon viel getan, wenn man den unnötigen Verbrauch verhindern würde. Bei dem Plastiktütenbeispiel heißt das nicht, dass man keine Plastiktüten mehr benutzen darf, sondern nur, dass man nicht bei jedem Einkauf eine (oder sogar mehrere) neue nimmt.

    So auch bei den Surfbrettern. Klar erzeugt Surfmaterial Müll, aber das Material kann man viele Jahre nutzen. Selbst wenn man es sich leisten kann, muss es nicht jedes Jahr neues sein, auch wenn der Shaper ausführlich erklärt hat, dass es genau dieses Jahr nochmal riesige Verbesserungen gab.

    Das sind zwei Beispiele, da gibt es noch so viel mehr, wo jeder problemlos ein bisschen was einsparen kann.

    Vor Allem darf es kein 'Ihr müsst euch einschränken, aber bei mir ist das was ganz anderes' werden (wie ich es oft gerade bei den Grünen erlebe).

    Mich stört es, dass man sich ja schon gegen Tüten wehren muss. Wenn ich Essen hole, gibt es das selbstverständlich in einer Tüte und ich muss extra dazusagen, dass ich keine will. Warum ist es nicht umgekehrt.


    Ich denke aber auch, dass man das ganze nicht so mit absolutem Zwang machen sollte, sondern Anreize zum richtigen Verhalten schaffen sollte. Manchmal braucht man zum Beispiel Plastiktüten. Wenn es die nicht mehr gibt und man seine Einkäufe im Arm nach Hause balancieren muss, weil man die Tasche vergessen hat, führt das eher zu Ablehnung gegen 'die da oben' und das, was sie machen.

    Wenn aber jede Tüte zwei Euro kostet, hat man die Möglichkeit, eine zu kaufen, wenn man sie braucht, aber die meisten werden doch auf die Idee kommen, dass es besser ist, eine eigene mitzubringen, als acht Euro pro Monat für Tüten auszugeben.

    viel Glück mit der Diss.!

    Danke. :)

    Irgendwas stimmt nicht am Verhältnis, wie ich Lebenszeit einteile und wie der Job sie verlangt.

    Das sehe ich ja auch so und das war, trotz der hohen Preise in der Gegend, ein wichtiger Pluspunkt für die Stelle.

    Es ist eine Stelle mit 39-Stunden-Woche, was im Vergleich zu 40 immerhin eine ganze Woche Arbeitszeit pro Jahr ausmacht und die Arbeitszeiteinteilung ist wohl eher locker.

    Die Arbeit muss natürlich gut gemacht werden, aber dafür habe ich dann (hoffentlich) auch die Freiheit, die Zeit einigermaßen frei einzuteilen. Der Ammersee ist nah und ans Mittelmeer sind es wohl auch 'nur' 300 km.

    So, mal eine Rückmeldung. Wenn zwei sich streiten, freut sich der Dritte. Streit war es nicht, aber der Spruch passt trotzdem. Ich konnte mich nicht entscheiden, den Ausschlag hat dann meine Freundin gegeben. Es wird jetzt eine andere Promotionsstelle. In Zukunft werde ich um den Ammersee rum aktiv sein und hoffentlich oft zum Surfen kommen.

    Leider sind die Preise schon ziemlich hoch. Da steht dann vielleicht doch mal eine eigene Ausrüstung an.