Beiträge von CHARON

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    ich darf von den ersten Erfahrungen mit meinem Sailloft Traction 9,5 berichten:

    Im Frühjahr hatte ich eigentlich keine Gelegenheit es in dem ihm bestimmten Umfeld bei wenig Wind artgerecht zu testen. Jetzt im Sommer in Prasonisi, wo uns der Wind wieder einmal schwer enttäuscht hat, war es eigentlich das am meisten genutzte Segel.

    Es ist ein extremes Frühgleitsegel mit all den Vor- und Nachteilen. Bei mir hat es einen etwas älteren (5Jahre?) Gunsails Cannonball ersetzt. man merkt, dass das ganze Rigg deutlich leichter und im unteren Windbereich um einiges leistungsfähiger ist. Es hat auch nur 6 Latten und 2 kleine Camber in einer engen Masttasche. Das Handling ist abgesehen von der langen Gabel-245+langer Zacken im Achterliek- recht einfach. Man kann es genau nach den Angaben trimmen. Bei zu viel Gabel schlagen die Camber nicht mehr komplett um und ist auch kaum ein Angleitvorteil zu bemerken. Auch ist dann die Druckpunktwanderung bei auffrischendem Wind gelinde gesagt abenteuerlich. mit wenigen cm mehr an Gabel hat man das dann deutlich besser im Griff. Die Beschleunigung und auch die Endgeschwindigkeit sind im unteren Windbereich beeindruckend, allerdings merkt man, dass dem Rigg der obere Bereich fast völlig fehlt. Überpowerd wird das Rigg unruhig, das Achterliek beginnt zu flattern, ist offensichtlich überfordert und kann dann eigentlich nicht mehr zulegen etc. Ich kann dann allerdings nahtlos auf ein 7,5er umsteigen. In Prasonisi sind auch viele Leute mit wirklich dem neuesten Material unterwegs und es wird unentwegt gegeneinander gefahren, so hatte ich einmal die Gelegenheit mich mit einem Fanatic Falcon befeuert von einem North Warp in der gleichen Größe zu messen. In der Endgeschwindigkeit hatte ich mit meinem Lorch Bird 164 und dem Traction erwartungsgemäß keine Chance, da war mein Gegner deutlich schneller, allerdings musste er nach der Halse erst ein paar Mal pumpen und auf eine Böe warten. Hingegen hat meine Kombi sofort anstandslos beschleunigt, sodass mich der Racer über die gesamte Länge von ca 1,5 bis 2 km meist nicht mehr einholen konnte. Was auch beeindruckend ist, ist der Umstand, wie lange das Ding, wenn es einmal im Gleiten ist, in diesem Zustand verharrt.

    Was mir nicht gefällt ist die teilweise äußerst billige/lieblose Gestaltung und Verarbeitung. Etwa die Lösung am Masttop - ein billiger Becher am Gurtband, da muss man beim aufriggen jedes Mal aufpassen bzw rumfummeln - und im unteren Bereich - Mastprotektor und die Details der Gestaltung dort - sowie das verwendete Material, das bereits nach etwa 5 Mal aufriggen deutliche Gebrauchsspuren zeigt, da wäre noch einiges an Verbesserungspotential, wobei ein Teil der von mir monierten Punkte wahrscheinlich auch dem Leichtbau geschuldet ist, also da muss man wohl auch die Kirche im Dorf lassen.

    Einen Kurzbericht darf ich von meinem 118er Freewaver noch nachreichen. Ich komme soeben aus Rhodos zurück und der Wind war heuer wieder äußerst dürftig in Prasonisi, mein kleinstes Segel in 2 Wochen dort, 5,4. Am öftesten bin ich das 9,5er gefahren und 5 Tage konnte man gar nicht aufs Wasser.

    Jedenfalls bin ich mein neues Flikka doch ein paar Mal gefahren. Mit 5,7er Severne Blade Pro und 34er Finne bin ich auf der Flachwasserseite überhaupt nicht zurecht gekommen, weil es doch relativ viele Spinnouts produziert hat und im Vergleich zu den anderen Boards auch nicht besonders schnell wurde.

    ein paar Tage später konnte ich dann die Fehlerquelle dafür ganz klar lokalisieren, da habe ich das Schmuckstück nämlich mit einem 6,9er Gunsails Torro auf der Wellenseite durch bis zu zwei Meter hohe Wellen bei leider abflauendem Meltemi gescheucht. Das war ein traumhaftes Erlebnis. Kein einziger Spinnout mit der selben Finne und dem deutlich größeren Segel. Angleiten supereinfach. Fazit, auch das Freewave ist -zumindest für einen Binnenländer wie mich- ein verkapptes Waveboard, das sich in den Wellen deutlich wohler fühlt, als im aufgewühlten Kabelwasser der Flachwasserseite. Das 5,7er Segel ist ihm eigentlich zu klein und mit einem Segel um die 7m² ist man optimal bedient. Das war aber ohnehin meine Vorgabe, weil ich ein Board für 6-7m² wollte. Traurige Erkenntnis zum Schluss, das Ding kann viel mehr als ich.

    Ich habe heuer im Frühjahr ein letztjähriges 6,9er Torro erstanden und bin es zu Ostern in Sardinien ordentlich angepowert gefahren. Ich war begeistert von dem Teil, vor allem von der Unkompliziertheit und der Windrange im oberen Bereich. Ein Angleitwunder ist das Torro allerdings nicht und auf Deinem Board wäre es mir eigentlich schon zu klein, da würde ich doch ein deutlich kleineres Board dazu fahren wollen.

    Das 6,7er Rapid habe ich auch, allerdings ein etwas älteres Modell. Das Rapid ist auch eines meiner Lieblingssegel mit deutlich mehr Bums als das Torro, wobei das Handling nicht einmal so viel schlechter ist, allerdings ziemlich schwer, das muss man sagen. In 6,7 geht es gerade noch.

    Ich habe auch einige Segellinien gemixt, wobei der Hinweis, sich auf eine Segellinie zu konzentrieren, schon was hat.

    Ich habe in den letzten Jahren ein 9,6er Cannonball und dann als nächstes Segel bereits ein 7,5er gefahren, das 8,6er kam nie mehr zum Einsatz. Ich hielte auch ein 7,8er oder was ähnliches für sinnvoll in Deiner Range

    Ja, windfinder ist ziemlich unzuverlässig, lokale Gegebenheiten berücksichtigt er überhaupt nicht. Das ist zumindest meine Erfahrung an diversen Spots.

    Danke für Deinen ausführlichen Bericht über Samos. Das hatte ich für diesen Sommer auch erwogen, leider bin ich überstimmt worden. Aber vielleicht kommendes Jahr.

    luka hatte mir eine 32er vorgeschlagen. Durch einen Fehler in der Verständigung wurde es eine 30er und eine 34er. Die 30er ist für mich zu klein, mit der 34er läuft es hervorragend und völlig spinnoutfrei. Bleibt das große Rätsel, wie wäre es mit der 32er gelaufen

    hallo trufo,

    also ich habe den Freewaveshape mit 118 Litern und ebenfalls Rocker 4. Der ist also nur marginal größer, als das was Dir vorschwebt.

    Im Zuge des Bestellvorganges hat mir Luka Jures zur Carbonvariante geraten und ich bin seinem Rat gefolgt. Ich hatte eigentlich auch Bedenken wegen der Stabilität, die habe ich aber bereits bei der ersten Session getestet, da bin ich in Podersdorf über den Entenzaun gestolpert und mit dem Board voran im Schotter gelandet. Das Ergebnis war nicht einmal ein Kratzer.

    Zum Angleitverhalten kann ich Dir keine Vergleichswerte zu dem von Dir genannten Board geben. Ich bin das Board leider erst 2 Mal gefahren und bei einer Session war deutlich zu viel Wind. Ich habe aber die Fahreigenschaften als durchaus rund empfunden und gerade beim Angleiten war ich positiv überrascht. Allerdings hatte ich mich für die Singlefinoption entschieden. Mit dem 5,3er Segel würde ich aber bereits ein kleineres Board fahren. Ich sehe den 118er eher mit Segeln von 6,9 als größtes bis 5,7.

    Ich verwende das Board halt hauptsächlich am See und wenn im Meer dann eher bei gemäßigtem Wind und auch nur in gemäßigten Wellenrevieren.

    Allerdings habe ich die Erfahrung gemacht, dass Dir von Luka Jures äußerst kompetent weitergeholfen wird, wenn Du mit ihm über das Kontaktformular in Verbindung trittst. Im Ergebnis hat das, was er geraten hat auch immer gepasst, aber ich habe erst 2 Bords von den Jungs.

    Ich habe am letzten Wochenende so eine Luftmatratze zum ersten Mal live in Aktion gesehen. Was uns die Industrie und deren Proponenten alles einreden wollen, sagenhaft.

    nein, aber du kannst sie dazu ordern. Laut Liste kostet sie EUR 100,-- es wird dir aber immer ein guter Preis gemacht.

    Und ich kann nicht nachvollziehen, warum Du - Theoretiker (nomen est omen?) - da schon wieder rumätzen musst gegen Boards, die Du offenbar selber nicht kennst. Keiner stellt in Abrede, dass Wark auch gute Boards baut, ich würde mir aber ersparen, darüber oder dagegen was zu schreiben, weil ich noch nie eines unter den eigenen Füßen hatte. Deine Infoquelle über Flikka ist eine Verkaufsanzeige im Forum?

    Allerdings habe ich inzwischen 2 Flikas im Keller liegen - eins gehört meinem Sohnemann - und das sind beide wirklich tolle Boards. Erstens sind sie handwerklich perfekt gemacht und zweitens erfüllen beide shapetechnisch exakt, was wir geordert hatten. Ich bin jedenfalls damit höchst zufrieden und es wird sicherlich nicht mein letztes Board aus Laibach sein.

    Ich habe den Lorch Offroad 102 als kleinstes Board, wiege allerdings 90 kg. Den fahre ich mit einem Gunsails Torro 6,9 als größtes und einem Gunsails Blow 4,0 als kleinstem Segel. Mir wäre er als Einbrettlösung zu klein, das liegt allerdings an meinem Gewicht.