Beiträge von Gaivota

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    Hatte Richard auch mehrere Mails geschrieben ohne ne Antwort. Wochen später kam doch ne Reaktion, da spinnt wohl sein Mailprogramm wie er meinte.

    Am besten ihr ruft einfach an.

    VG

    Hi Leute,
    ich frage mich, wie ich bei Race-Segeln die optimale Lattenspannung (im Top) herausfinde.

    Generell ist klar, dass kleine Querfalten raus sein müssen.

    Auch ist klar, dass wie in diversen YouTube Videos zB. von Gun zum Cambertuning, die Latte am Gabelbaum die meiste Spannung braucht. Die darunter etwas weniger, und die darüber auch nochmals weniger.




    Was mich aber beschäftigt, ist das Segeltop. Bei meinem Formulasegel Gun GSR 11,0 kann ich mit der Spannung der oberen Latten recht gut einstellen, wie weit das Segel im Top aufmacht und wie das Profil in dem Bereich aussieht. Bei den anderen Slalomsegeln sehe ich auch die Tendenz.
    Sobald ich minimal mehr Spannung gebe (und alle Latten im Top sind nur sehr sehr wenig gespannt), merke ich wie das Top wesentlich weniger twistet.
    Wieviel Twist ist aber gut für die Segelperformance? Verliere ich Leistung, wenn das Segel zu weit aufmacht?
    Wie ist der optimale Übergang von den unteren 4 Latten zum Segeltop?
    Ich nehme an der sollte möglichst harmonisch verlaufen, aber sicher bin ich mir nicht...
    Welche Rolle spielt der Mast? Muss das auf den genutzten Mast optimalerweise angepasst werden oder bringt die Einstellung für alle Masten in etwa das gleiche Ergebnis?

    Dann habe ich auch wo gelesen, dass diverse Hersteller unterschiedliche Lattentrimms empfehlen (P7 vs North)... keine Ahnung ob da was dran ist.

    Ich kann mir vorstellen dass es da unter den Pros und Regattafahrern eine Menge Know How gibt. Eventuell kann der eine oder andere etwas dazu sagen?
    Wäre schade, wenn man durch falsche Einstellung 1 bis 2qm Segelfläche wirkungslos durch die Gegend fährt, weil der Wind ungenutzt rausgeht.

    VG
    Jens

    5mm drumherum abkleben und mit Klarlack rüber.

    .. und dann verkaufen mit der Bemerkung "kleiner Kratzer an der Nose, vorsichtshalber mit Lack versiegelt"...


    Das ist dort strukturell hin. Kleinste Belastungen an der Stelle und das reißt sofort wieder auf.

    Sowas muss leider richtig repariert werden, sonst wirds ärgerlich.

    VG

    Der größte Teil meines Materials stammt aus Gebrauchtkäufen.
    Was Segel, Masten und Gabeln betrifft hatte ich meistens eher Glück, der Zustand war in der Regel wie beschrieben oder noch vertretbar, dabei waren die meisten Segel auch älter als 2 oder 3 Jahre.
    Nie wieder gebraucht bzw. ohne es persönlich gesehen zu haben würde ich mir Boards kaufen. Da waren die Erfahrungen zumeist schlecht.
    Das ging von grenzwertigen Ansichten zum Zustand bis hin zum glatten Betrug, wo dann Schäden verschwiegen wurden und ich im Nachhinein ordentlich draufgezahlt habe. Transportschäden wegen unglaublich schlechter Verpackung sowieso.
    Gerade bei Slalomboards würde ich nur noch Auslaufware bzw. direkt im Shop kaufen, wo ich sehen kann was ich krieg und ne Garantie auf den Zustand bekomme.

    Wenn ich selbst verkaufe, mache ich umfangreiche Angaben wenn der Zustand nicht mehr der Beste ist. Ich habe auch schon potentiellen Käufern vom Kauf abgeraten, wenn ich der Meinung war, dass sich diese keinen Gefallen damit tun würden (zB. Slalomhobel für Anfänger). So viel Ehrlichkeit sollte sein.

    Leider ist das Risiko Mist zu bekommen nicht gerade gering, auch wenn ich mich im Freundeskreis so umhöre. Aber alles (Race)Material neu kaufen, so gut verdienen glaube ich die meisten Leute nicht. Da sind schlechte Erfahrungen doppelt ärgerlich. Leider scheint es in der Szene von Arsc******* zu wimmeln, denen ihr Ruf und soziales Verhalten gänzlich egal sind.

    VG

    Hey Rüdi,

    ja im Prinzip sind wir da glaube ich einer Meinung.

    Manchmal aber ist es eben etwas differenzierter zu sehen, weswegen ich von solchen harten Formulierungen eher absehen würde.

    Normalerweise würde ich auch keinen alten Kram mehr fahren wollen.

    VG

    Wie waren denn die Halsen?

    Grande catastrophe, wie sonst ;)
    Habe eine gestanden, aber auch nicht viele versucht. Fährt nur Riesenradien und ist natürlich kippelig wie kein Zweites wenn man Manöver versucht. Nur Wenden sind darauf fast noch schwerer, weil das Ding einfach nicht dreht. Wenn die Nase endlich im Wind steht, steht auch die Geschwindigkeit bei 0.
    Aber darum gings ja auch nicht, Manöver waren in den Bedingungen und an dem Tag höchstens Kür, Spaß hatte man ja auch so und wassergestartet hat man so ein kleines Segel eh im Nu.

    Vorher an dem Tag, als der Wind noch zahm war, hatte ich meinen 111er Falcon mit 7.0 auf dem Teich. Hatte auf ein paar nette Slalomschläge gehofft wenn es dann langsam aufdreht.
    Leider drehte der Wind wirklich von 0 auf 100 in einem Augenblick auf. Wie eine Wand die plötzlich mit voller Wucht da war. Da konnte ich den Falcon nicht mehr wirklich fahren bei 69 Boardbreite. War völlig unkontrolliertes rumballern, ich war heilfroh dass ich das Slalomzeug heil zum Strand zurückbekommen habe!
    Denn wir wissen, ein Fahrfehler in diesen Bedingungen = Schleudersturz = Riesenschaden am Board. Da fährt die Angst immer mit ;).

    Ich würde auch nicht sagen daß dieser alte Shape der Bee irgendwie leichter zu fahren ist als moderne Boards. Keineswegs! Die Manöver sind hammerschwer und eher Glückssache. Und das Board ist sehr schmal. Wirklich ins Gleiten kommt man auch nur sehr viel später als mit breiten Shapes.
    Nur eben in diesen Extrembedingungen an diesem Tag war es einfach das Board der Wahl, das den anderen irgendwie überlegen war, zumindest im Funfaktor. :)

    VG
    Jens

    Hi Leute,
    warum eröffne ich dieses Thema? Einfach nur um diese alte Planke zu feiern!

    IMG_20160904_111554.jpg


    Ich weiß nicht wie alt das Ding ist (30 Jahre?), aber es hat ca. 130L, ist ca. 3m lang, 9,4kg mit Schlaufen, sehr schmal, quasi manöverunfähig und doch hatte ich schon oft einen Riesenspaß damit.
    Es war mein erstes eigenes Board (nachdem ich auf modernen Freeridern weitestgehend gelernt hatte), und nach ein paar Jahren und einigen neueren Brettern wollte ich das Teil schweren Herzens verkaufen, weil überflüssig geworden.
    Wie man an meinem Profil sieht ist meine Ausrichtung mit der Zeit eben andere Wege gegangen, was soll man noch mit so einem Ding. Es stand lange zum Verkauf in den Kleinanzeigen, doch als endlich jemand die Bee haben wollte (für 80€, allein dafür würde man auf Facebook schon Hohn ernten - Entsorgung blabla), habe ich einen Rückzieher gemacht.

    Was war passiert?

    Genau 2 Tage vorher war ich an einem Binnenspot mit kranker Windvorhersage, irgendwas um die 30kts Grundwind mit fiesen Böen. Einer dieser Stürme die ein, höchstens zweimal im Jahr durchs Land fegen.
    Da dachte ich noch dass mein 115l Freerider ganz gut herhalten würde in den Bedingungen mit kleinem Segel, aber ich wurde eines Besseren belehrt. Trotz kleinster Segelgröße ein elendes Rumgezicke von dem Board, Abwechselnd Reißen am Segel und Windloch, unbeherrschbar, unfahrbar, frustrierend.
    Da erinnerte ich mich dass ich lange vorher bei ähnlichen Bedingungen mit dieser Bee unterwegs war, und Spaß hatte!

    Also wollte ich es nochmal wissen. Und habe den Verkauf abgeblasen.

    Gestern wieder einer dieser Tage, 25kts Grundwind, 40kts Böen in der Ansage, auflandiger Spot. Der Tag war gekommen.
    Wie zu erwarten eine Menge Leute mit mir am Start. Als der Wind dann plötzlich in der prognostizierten Stärke einsetzte, haben alle kleines Zeug aufgebaut. Waveboards, Sinker, Segel um 4,2 bis 5qm.
    Ich habe mein 5,0er Combat Wavesegel geschnappt, eine uralte Hurricane Finne (Lessacher Design ;) ) unter die Planke geschraubt und ab gings!


    Was soll ich sagen! Sonst hab ich nur soviel Spaß wenn ich mit SL Zeug deutlich über 50 kmh unterwegs bin. Das ist dann auch eher kurz. Gestern hingegen über die Wellen gebrettert, gesprungen, langsam schnell, immer im Wechsel, immer mit Mordsgaudi! Dazu azurblaues Wasser und Sonne, was für ein geiles Surfen! Einfach mal wieder sch*** auf GPS, sch*** auf Speed, einfach nur Surfen, riesige Kabbelwellen abreiten, in Böen nach vorne brettern, Amwind, Raumwind, immer hin und her, immer gut angeblasen. Was für ein Spaß! :D

    Dann Pause am Beach. Dort durchwachsene Stimmung, niemand kam richtig klar mit dem Wavezeugs (klar, abwechselnd von einer Sekunde auf die andere, zu viel und zu wenig Wind, ruppig, unkonstant. Binnenrevier eben). Einer hatte sich das Brettnäschen eingehauen. Ein paar hatten sich schon wieder umgezogen, "war nix heute".


    Das fand ich krass! Ich hatte so viel Spass und die anderen nicht, warum?
    Hier kommt denke ich ins Spiel was anderswo schon diskutiert wurde: Welches Material macht Spaß beim Surfen!

    Diese Bee ist robust: Mich hats auch einmal auf die Nase genagelt als ich in der Böe die Schlaufen verfehlt habe, nix dran. Das ist früher schon häufiger passiert -nix dran. Diese ASA Haut hält unglaublich viel aus!

    Länge läuft: Ich muss mich nicht ums aktive Angleiten bemühen bei Bedingungen die volle Aufmerksamkeit für Wind und Wasseroberfläche erfordern, das macht das Teil von alleine!

    Volumen! 130L helfen halt beim Durchgleiten auch wenn mal für 10m ein Windloch ist, und die waren häufig, musste selten aus den Schlaufen.

    UWS mit Konkaven von vorn bis hinten: Unglaubliche Kontrolle, trotz der geringen Breite fährt sich die Planke sehr stabil egal was darunter passiert, und trotzdem

    Schnell! Hatte das GPS spaßeshalber nochmal umgemacht, knapp 50kmh auf der Uhr in den Bedingungen, das hat von den Leuten mit Wavezeug keiner hinbekommen.


    Und deswegen werde ich dieses alte Ding nie wieder verkaufen! Weil ich damit Surfspaß in Reinform haben kann, wenn die Bedingungen stimmen!


    Und die Moral von der Geschicht: Die Bee hält seit damals, was der Werbeprospekt noch heute verspricht! ;)


    VG
    Jens

    PS: Bitte verzeiht mir diese Lobpreisung. Ich weiß heutiges Material zu schätzen und bin fast ausschließlich damit unterwegs, und ich möchte auch mein SL Geraffel nie wieder hergeben! ;)

    Dennoch hat auch manch altes Board seine Stärken, wenn man sie entdeckt und zu schätzen weiß, wie ich anhand dieses Berichts hoffentlich zum Ausdruck bringen konnte! :)



    Das Problem ist dass dort eventuell das Laminat gerissen ist, d.h. Haarriss. Das kann man zwar oberflächlich abdichten, aber gegen mechanische Belastung wird das nicht widerstehen. Da reicht es dann bestimmt eine Halse zu versemmeln so dass das Segel die Spitze touchiert, und schon ist das wieder offen.
    Daher wäre eine richtige Reparatur im Prinzip sinnvoller, auch wenns weh tut. Man sieht den wahren Schaden halt leider erst wenn man es aufmacht.
    VG

    Das kann undicht sein. Eh man versiegelt sollte man herausfinden ob das Wasser gezogen hat.
    Da gibts ja verschiedene Methoden. Z.B. ab in die Sonne und schauen ob sich Bläschen bilden, oder mit Überdruck in die Lüftungsschraube gehen und den Riss mit Seifenlauge einpinseln.
    Sollte es feucht sein kann Delamination drohen wenn man es gleich dicht macht.
    VG

    Edit: Als Sekundenkleber nur solchen verwenden der kein Styropor anfrisst!