Posts by Peter Essen

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    Es gab hier ja schon genug Erfahrungsberichte von Carbon-Gabel-Fahrern, man muss sie dann auch einfach mal akzeptieren.


    Ich fahre etwa seit 8-10 Jahren zwei Carbon-Gabeln (Maui-Sails) und bin sehr zufrieden. Meine persönliche Erfahrung ist, dass ein größeres Freerace- (und natürlich Slalom-) Segel für einen sinnvollen und sicheren Einsatz eine Carbon-Gabel erfordert. Für den Freeride-Einsatz bis etwa 2,10 cm Gabelbaumlänge tut es für mich auch eine gute Alu-Gabel, aber mir wäre das Bruchrisiko zu hoch. Das hängt natürlich vom Revier ab. Empfindlichkeit an Land ist kein Thema, ich schmeiße meine Gabeln nicht durch die Gegend und der Grip ist bei Alu und Carbon ja gleich empfindlich. Sehr gute kleine Carbon-Gabeln (Wave/Freemove) sind glaube ich schon leichter als brauchbare Alu-Gabeln. Und ich liebe leichtes Material.


    ... sagt der Fuchs, der nicht an die hoch hängenden Trauben kommt

    bzw keine > 600 Euro für eine gute Carbongabel ausgeben kann oder will

    Also hier mal meine Meinung von jemanden, der viele Finnen von Wolfgang fährt: Wolfgangs Carbon-Finnen fahren sich deutlich besser als die G10 von Project 11 und sind normalerweise auch extrem stabil und halten einiges aus. Ob hier eine ungünstige Schraubenlänge, eine ungünstige Grundberührung oder eine Verarbeitungsschwäche - die immer mal passieren kann - vorliegt, ändert an dieser Meinung nichts.

    Dunki auf Peter Thommen-Shapes ist mir über die ganzen Jahre bleibend in Erinnerung. Hat aber wohl ich noch keiner nachgezählt.:)


    Bei Frage nach "erfolgreichstem" Shaper kann man wohl kaum mit Einheitsklassen und Olympiamedaillen argumentieren. Da muss man sich schon auf Klassen mit Shaper- und Segeldesignerfreiheit konzentrieren. Einheitsbretter müssen nur einheitlich, aber nicht besonders gut sein.

    Es geht nicht nur um das Festhalten, festhalten und Arme strecken beim Schleudersturz. Das hilft auch zuverlässig sich immer aushaken zu können...


    Grüße

    teenie

    festhalten und Arme anziehen macht ja gar keinen Sinn......, Arme sind doch immer gestreckt, gerade wenn es einen aushebelt,

    Ich hatte schon viele brutale Schleuderstürze, aber noch nie dadurch ein kaputtes Board, nicht mal eine Delle.
    Natürlich lasse ich die Hände am Gabelbaum, wo sollen die auch sonst hin?

    Das Festhalten mit beiden Händen am Gabelbaum ist wohl nicht der natürliche Reflex. Geht allerdings immer zu schnell, um das zuverlässig zu beurteilen, Wenn man mit der hinteren Hand schön dicht hält fliegt man selbst am Mast vorbei und dann mit Rigg nach Lee, man kann also in Ruhe den Flug genießen bis der Bremsfallschirm zündet. Das Board treffe ich dabei nicht mehr.:)

    Ohne jetzt das Ding auseinanderzulegen: Das Rigg hängt doch an der Arretierung des Pins, und das bei jeder Verlängerung mit North -Pin. Diese Arretierung (Metallklammer) hängt nicht nur an der Bodenplatte, sondern das ganze Ding nimmt die Kräfte auf. Ich kann nur Gutes über die Uni XT berichten (bis auf den serienmäßigen Tampen). Längs oder quer, geloopt oder gefädelt, alles geht. Die zwei Minuten habe ich, da ich nun mal Segel mit Längs- und Querrollen fahre.

    Das North SL und das Sailloft Mission haben vergleichsweise lange Gabelbaumlängen, was den Wasserstart und das Handling wahrscheinlich nicht einfacher macht. Wenn du es dir leichter machen willst, würde ich einen Blick auf die Severne Overdrive und das Loftsails Switchblade werfen, welche in diesem Punkt etwas gemäßigter sind. Leichter als deine reinen Slalomsegel werden alle zu fahren sein; kommt also darauf an, was dir wichtig ist.

    Das 9.4er Overdrive, zumindest das 2019, ist aber trotz kurzem Schothorn für 490 geeignet. Das finde ich für den Freizeitfahrer besser. Bei den Wettkampf-Heroen vielleicht egal.

    Aber auch da mussten die Kunden des 8.6 vor 2 Jahren von 460 auf 490 wechseln. Zeigt den Grundtrend auch da. Irgendwo muss die Fläche ja hin und man kann deshalb das größte Randsegel nicht völlig anders konstruieren. Die Segelmacher denken sich durchaus was dabei.

    Schon klar! Habe 370 bis 490, und dabei bleibst es für mich halt persönlich. Foil statt 520iger? Ansonsten zieht das 8.6 er ja auch gut, halt einen Knoten später. Ich will ja keine Regatten gewinnen.😃

    Das 9.4er Overdrive, zumindest das 2019, ist aber trotz kurzem Schothorn für 490 geeignet. Das finde ich für den Freizeitfahrer besser. Bei den Wettkampf-Heroen vielleicht egal.

    Theoretisches Argument pro Carbon: Ab einer gewissen Finnenlänge - etwa ab 37 cm - kannst man mit Sandwichfinnen aus Carbon gezielter das Biegeverhalten der Finne optimieren, trotz schlanker Outline und dünnen Profil. Mit G10 ist das nicht zu machen.


    Ich denke, das ist der Grund, warum es am Markt diverse Anbieter von Carbon-Slalomfinnen gibt. Viele Leute geben ein Schweinegeld dafür aus. Nur aus Prestige? Mit G10-Finnen verdient keiner Geld. Also ist Carbon schneller. :)8)

    Ich habe den Eindruck, dass die Balance das Board (Face 120) etwas stärker liftet als die Bull, wohl weil der Flächenschwerpunkt vielleicht weiter vorne ist. Ich würde jedenfalls zwischen den beiden mich für die Balance entscheiden, siehe aber Terence oben, klingt auch interessant.


    Nach meinen Erfahrungen ist die Carbon von Wolfgang viel besser als die G10-produzierte, weiß allerdings nicht so recht, warum. Jedenfalls gut angelegtes Geld.