Posts by Fredstyles

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    Sehr interessant. Wenn ich das richtig verstehe ist ein Doppelsandwich gleicher Dicke nicht unbedingt stabiler als ein gutes Einzelsandwich? Aber dafür schwerer, weil mehr Harz verbraucht wird.


    Genau!


    Und es ist billiger zu produzieren, das einfach komplett übers Board zu ziehen, obwohl man das garnicht braucht oder so?


    Der Vorteil in der Produktion liegt darin, dass einerseits sehr preiswerte Sandwichmaterialien verwendet werden und sich durch dünnere Platten Handlingvorteile (leichter zu biegen/formen) ergeben. Dass das Doppelsandwich auch nur dort ist, wo es Sinn macht, lässt sich in der Serienproduktion gut realisieren. Die Blanks sind dann entsprechend gefräst, z.T. aber auch mit abruptem Übergang von Double zu Single-Sandwich.



    p.s.: mir fällt gerade auf, dass unsere gedachte Marke sagt, das TechnoraKevlar schwarz-gelb ist. Wie kann das sein, wenn beide Aramidfasern sind. Kohle-Kevlar ist natürlich schwarz-gelb, aber ist Technora von Hause aus auch schwarz oder muss da auch nachgeholfen werden.


    Heutzutage gibt es nahezu jedes Garn in allen möglichen Farben (Coatings). Designgewebe sind groß in Mode. Die originäre Farbe von Technora kenne ich nicht, im Yachtsegelbereich ist Technora auch als "Technora Black" bekannt. Verständlich, dass die Boardbrands sich um diese Bezeichnung drücken, um evtl. die Carbonillusion aufrecht zu erhalten.


    Achso und wozu baut man ein Waveboard mit Doppelsandwich im U-schiff, aber einfach im kompletten Deck???


    Dafür kommen viele Gründe in Betracht. Z.B. belasten flache oder verunglückte Landungen das gesamte UW-Schiff enorm, im Deck kommt man dagegen gut mit lokalen Verstärkungen zwischen Mastbox und Schlaufen sowie im Standbereich aus.


    Fred

    Technora ist ein Markenname für eine Aramidfaser, ebenso wie Kevlar. Die Aramidfasern heben sich besonders durch ihre Schlagfestigkeit hervor.


    Carbonfasern sind dagegen konkurrenzlos bei der Steifigkeit, aber sehr schlagempfindlich.


    In den Marketingabteilungen der Boardbrands sind die Faserarten momentan ein beliebtes Argument. In einem Promofilm wird behauptet, dass es Brands gibt, die mit schwarz eingefärbtem Harz lediglich einen Carboneffekt vortäuschen.


    Was wirklich drin ist in den Boards wissen am ehesten die Reparaturwerkstätten.


    Fred

    Hallo Robi,


    sehr schick, Dein neuestes Schnittchen. Könnte glatt als Highwind-Slalom durchgehen, wenn es nicht diesen starken Rocker hätte. In Serie gibt es glaub ich nichts Vergleichbares mit so viel Rocker.


    Wenn ich richtig gelesen habe, dann hat ja sogar der Deutschlandimporteur einer renommierten Brettmarke seinen Bauauftrag bei einem Profishaper storniert, um sich von Dir ein Senioren-Waveboard in 110 l bauen zu lassen.:D


    Gruß
    Fred

    Schade,


    bei dem Titel "Gebrochener Fanatic Skate" hab ich mich auf so ein richtig schönes Kadaver gefreut...


    Eine Rep. könnte so aussehen:


    1. Wegschneiden des weichen Sandwichs und evtl. Entfernen des zerstörten EPS


    2. Trocknungsphase (höhere Temp.)


    3. Neuaufbau des Laminats mit PVC-Platten (Vakuum) und ggf. PU-Schaum


    4. Lackieren



    Wichtig! Wenn wirklich Wasser im Brett ist, muss das so schnell wie möglich raus!


    Fred

    Bei Wasser im Brett ist immer Eile geboten und man sollte schleunigst Trockenlegungsmaßnahmen ergreifen, um den Schaden zu begrenzen.


    Mich würde mal interessieren, wo genau das Wasser ein- bzw. ausgetreten ist. Riss im Kasten oder irgendwo zwischen Laminat und Kasten?


    Versteckte Schäden an den Inserts und unter den Pads mit Wassereintritt sind die fiesesten Mängel, die man sich bei Boards vorstellen kann.


    Fred

    Hallo Robi,


    cooles StarWars-Benutzerfoto!


    Dein Brett sieht wieder mal perfekt aus. Hast Du zufällig die Vorher-Nachher-Gewichte ermittelt? Die Gewichtszunahme bei volldeckender weißer Lackierung interessiert mich sehr.


    Meine Gabel wird wohl zum Ende der Woche fertig, dann kann ich mich endlich auch den Brettern widmen. Vorher möchte ich jedoch noch ein paar Werkzeuge ersetzen. So möchte ich ein neues 70 cm Schleifbrett aus Alu bauen.


    Unschlüssig bin ich jedoch noch hinsichtlich der Schleifmittelbefestigung. Verwendest Du bei Deinem langen Schleifbrett Kletthaftung und fertig konfektionierte Klett-Rollenware?


    Gruß


    Fred

    Hallo Totti,


    zu den Pics gleich mal ein Schwung Fragen an Wolfgang:


    1. Weshalb sind die Formen bezogen auf die Finnen doch relativ breit?


    2. Wie dick sind die Formen?


    2. Gibts für jedes Boxsystem eine eigene Form oder nur eine Form, bei der später jeweils entsprechend angegossen wird? Oder vielleicht sogar eine vierteilige Form?


    3. Wurde die Finne in der Mitte wirklich komplett in Negativformbauweise hergestellt?




    Gruß


    Fred

    Hallo Burney,


    zu Deinen Bedenken:


    1. Auswahl hast Du ja jetzt. ;)


    2. Einfach mal mit rumspielen. Lass Dir Zeit (gilt für das gesamte Vorhaben) Quality first!


    3. Ich auch nicht. CNC ist ja auch keine Bedingung für CAD. Ich kann aber die Anmutung meines Brettes in 3D vorab kontrollieren, habe immer das korrekte Volumen und kann meine Shapes mal eben ruckizucki zoomen (resizen). Die Schablonen drucke ich mir aus und schneide sie dann per Hand aus Hartfaserplatte aus. Von einer CNC-Großfräse oder -Styroschneideanlage träume ich noch.


    Jaja, die anderen...:rolleyes: Kann auch schnell umschlagen in "Kannst Du mir mal mein Brett reparieren?" oder "Baust Du mir auch so ein tolles Custom?"


    Weiter so!


    Fred

    Hallo Totti,


    beim Streamlined bin ich zumindest skeptisch in Bezug auf Korrosion und Verschleiß der Gurtbänder.


    Zusätzlich zu der von Dir angesprochene Härtethematik (Hart ist geil!) sollte man aber auch mal über axiale Beweglichkeit der Frontstücke reden. ;)


    Gruß
    Fred

    Leider habe ich es wieder nicht fertig gebracht ne Kamera oder ne Frau mit ner Kamera mit in die Werkstatt zu nehmen.


    Bei der Schmiege handelt sich lediglich um eine 3 cm Styroporplatte in Form des Rohrbogens. Das Bauteil wird mit nur leichtem Druck daran angelegt. Im Inneren des gekrümmten Gabelrohres verbleibt die PE-Rundschnur (Das gleiche Material, das in den Verlängerungsholmen der Kaufgabeln steckt) als Formgeber.


    Die Maße sind 200 - 250, widebody, gebaut aus 80g unidirektional und +-45Grad biax 160g HT-Gelege sowie UHM-Rovings, jeweils auf Folie vorgetränkt. Meine Doku über Lagen und Ausrichtung hab ich z.T. schon verloren, in einigen Fällen auch mal kurzfristig geändert. Jedenfalls variieren Holmdurchmesser und Wandstärke. Im Griffbereich habe ich 29 mm bei 2 mm Wandstärke. Im Frontbogen sind es 35 mm bei 7mm im Klemmbereich des Frontstücks. Gewogen habe ich noch nicht. Variosystem: Doppelpin.
    Frontstück: Das Frontstück (Streamlined) habe ich mir gleich zu Beginn meines Projektes besorgt, ist ja schließlich auch wichtig für die Rohrdimensionierung. Damals gabs das Mauisails-Teil noch gar nicht, es steht aber ganz oben auf meiner Einkaufsliste.


    Gruß
    Fred

    Für die Gabel habe ich zunächst die geraden Griffholme einzeln hergestellt per Vakuum mit Innendornabzug in hauchdünner Wandstärke. Dadurch bekam ich einen perfekten Innendurchmesser. Dann habe ich den vorderen Rohrbogen mit Hilfe einer Schmiege aus EPS und einer PE-Rundschnur als Formgeber ebenfalls in hauchdünn gefertigt. Anschließend habe ich die 3 Teile mit Verbindern zusammengeklebt und alle weiteren Lagen durchgehend aufgebracht.


    Für die Verlängerungsholme habe ich eine Negativform aus GFK gebaut. Dazu wird einfach ein Alurohr in eine Trennebene eingelassen und dann wird mit Formenbauharz und dem üblichen Lagenaufbau aufgebaut (analog Anleitung bei r&g).


    Die Fertigung der Verlängerungsholme erfolgt im Schlauchblasverfahren. Über einen passenden Rundstab wird ein Folienschlauch gezogen, der am Ende ein Ventil enthält. Erst dann kommt das Gelege drauf. Den Schlauch und das Ventil habe ich von innen mit Butylkautschukband abgedichtet. Alternativ könnte man den Folienschlauch auch zwischen den Formhälften einklemmen. Das Ventil wird von innen durch ein Loch in der Form gesteckt und außen mit einer Mutter gesichert. Dann die Form gut verschrauben und ordentlich Druck (hatte ca. 4 bar) unter Wärmezugabe machen.


    Wenn ich mit den Brettern durch bin, möchte ich mal eine Mastverlängerung in Angriff nehmen - ebenfalls im Schlauchblasverfahren - wobei die Löcher für den Sicherungstift bereits in die Form integriert werden sollen. Zunächst möchte ich bei der Gabel aber erst mal sehen, was die gebohrten Löcher so aushalten.


    Fred

    Hallo Robi,


    bin froh, Deine bebilderte Selbstbaubeschreibung gefunden zu haben. Habe mich nur deshalb hier angemeldet. Die Fotos sind klasse. Werde ich auf jeden Fall archivieren.


    Ursprünglich bin ich recht zufriedener Nutzer des DATDesigner98 und warte schon ziemlich lange auf das Nachfolgeprodukt. Nun hatte ich das Warten satt und habe mich in Shape3D eingearbeitet.


    Mache gerade die Entwürfe für einen Freestyler a la Tabou mit 108 Litern und ein Waveboard mit 95 Litern. Ein Slalomrenner mit 120 - 130 Litern soll folgen.


    Demnächst werde ich hoffentlich auch Bilder meiner Custom Carbongabel präsentieren können.


    Machst Du auch die Mastboxen sowie Fußschlaufenplugs aus Carbon? Habe mir jetzt mal Silikonkautschuk besorgt, um ein Vergleichsexemplar in Carbon herzustellen.


    Ich wünsch Dir weiterhin zweistellige Werkstatttemperaturen


    Fred

    Hallo Burney,


    Respekt für Dein Vorhaben!


    hast Du schon mal darüber nachgedacht ein spezielles CAD-Programm für Deine Entwürfe einzusetzen? Vorteile: Akkurate Schablonen, automatische Volumenberechnung, 3D-Visualisierung, schnelles Resizing. Nachteil: Zeitaufwand zur Einarbeitung in die Software.


    Folgende Produkte habe ich schon getestet:


    Dat Designer 98: http://cetic.swan.ac.uk/surfs/products/dat98/index.asp
    30-Tage-Version, älteres Programm, läuft m.E. nicht auf XP; Nachfolgeversion ist angekündigt


    Shape3D:
    http://www.shape3d.com/try-buy.htm
    1-Monats-Trial, wohl das Beste derzeit


    AkuShaper (früher: APS3000):
    http://aps3000.com/software.php
    Freeware


    boardcad
    http://www.surfineurope.com/
    relativ neues opensource Projekt


    Viel Erfolg


    Fred