Posts by Benni2002

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Das Team des Surf-Forums

    Hinterher ist man immer schlauer ;-)

    Bei unseren gesetzgebenden Organen sollte eine gewisse "Vorher"-Schlauheit einzufordern sein. Genau dafür werden Sie sehr gut von uns bezahlt. Eine Versicherungssumme, die so bei 300 Mio. hätte liegen sollen, mal kurz schätzen und bei 110 Mio. festsetzen: Ach Entschuldigung, wir haben uns ein bisschen verrechnet, kann ja mal passieren. Und ach, das Missverhältnis von möglicher Schadens- und Versicherungssumme war schon seit vielen Jahren bekannt? Blöd, tut uns leid, wir hatten aber soooo viel anderes zu tun.


    Hallo! Es geht um Gesetzgebung und nicht um eine Bachelor-Arbeit!


    Hat die Politik, die "die Verantwortung übernimmt" (=den Schaden verursacht hat), irgendwas zu befürchten? Nein, im Gegenteil. Die entschädigten Reisenden werden sogar dankbare Wähler sein oder werden. Soooo läuft's bei uns!

    Wenn man von Anfang an ein handwerklich fehlerfreies Gesetz gemacht hätte (mit entsprechend höherer Deckungssumme), hätte das den einzelnen Reisenden wahrscheinlich pro Sicherungsschein ein paar Cent mehr pro Reise gekostet. Peanuts! Vor allem hätte es aber eben auch nur die Reisenden, also die Betroffenen, belastet. Jetzt kostet es aber ALLEN Steuerzahlern was, auch den nicht Betroffenen. DAS ist wieder eine Sozialisierung. Es geht um das System! Das EU-Gesetz war ja gut, nur die Umsetzung in D war mangelhaft.


    Wenn jetzt Klagen gelaufen wären, hätte das den Steuerzahler mehr gekostet als die jetzige Lösung. Richtig. Vor allem wäre das Versagen der Politik aber mal so richtig in die Öffentlichkeit getragen worden. Das musste verhindert werden. Und zwar nicht mit den Worten: Wir haben Fehler gemacht, sondern mit der Scheinheiligkeit: Die armen Betroffenen dürfen wir ja nicht im Regen stehen lassen. Das stinkt zum Himmel.


    Ich habe sehr lange in einer (zu Recht!) sehr stark regulierten Branche gearbeitet. Ich kann von handwerklich miserablen Gesetzen ein Lied singen. Mal einen Fehler machen: Ja. Aber IMMER Fehler machen: Nein. Aber ist ja egal, der Steuerzahler badet es aus.

    Ich war zuerst auch verärgert, als ich das gehört habe, finde die Logik dahinter aber nachvollziehbar und mir gefällt der Gedanke, dass die Politik tatsächlich auch mal proaktiv Verantwortung übernimmt, statt immer nur Schuldzuweisungen hin- und herzuschieben.

    Du nimmst also die Politiker in Schutz? Die Politiker, die es versäumt haben, seinerzeit ein einwandfreies Gesetz zur Insolvenzsicherung bei Pauschalreisen zu erlassen?


    Es stimmt: Wir zahlen in diesem Fall mit unseren Steuergeldern nicht für "Unternehmensrettung", "Sozialisierung von Firmenschulden" oder Verschonung von Managern. Wir zahlen für unsere unfähigen Politiker, die sich jetzt auch noch als Gutmenschen verkaufen. Es fällt den Politikern leicht, "proaktiv Verantwortung zu übernehmen", wenn die Verantwortung für deren Versäumnis vom Steuerzahler getragen wird.

    Nur mal so, bei allem Respekt vor dem Entwurf und vor der Race- und Slalomfraktion: Über fünf Segellatten kann man ja diskutieren, aber braucht der abgebildete (ich vermute Wave-)Surfer auf seinem kleinen Schnittchen hinten wirklich eine Doppelschlaufe? :/

    ... er kam dem Material aber nicht hinterher. Was etwas komisch ist, weil von einem Defekt wurde nichts berichtet

    und das Segel war wohl noch am Brett. Normalerweise sollte man da schwimmend schon hinterherkommen.

    Was ist daran komisch? Er war an einer Stelle mit brechenden Wellen (er hat sich ja auf eine Sandbank retten können).


    Du bist doch in diesem Thread von Anfang an dabei und solltest die Erfahrungsberichte gelesen haben, in denen ein intaktes Board mit Rigg nach einem Abgang von Forumsteilnehmern eben NICHT mehr schwimmend erreicht wurde. Das passiert sogar austrainierten Weltklasse-Surfern wie Campello, nicht nur erfahrenen 80-jährigen. Im Internet kursieren -zig Videos, in denen sehr gute Windsurfer ihren Schrott in den Felsen von Ho'okipa oder sonstwo abholen, weil ihnen - bei normalen, gar nicht mal selektiven Windstärken - ihr Material in den Wellen abhanden gekommen ist.


    Blätter einfach mal im Thread zurück. Ich vermute eher, dass Du noch nie in Revieren mit hohen/brechenden Wellen und Strömung bei entsprechenden Windstärken unterwegs warst. Anders kann ich mir diese Ignoranz vom grünen Tisch aus nicht erklären (Normalerweise sollte man da schwimmend schon hinterherkommen)

    Da hilft nur Aufriggen. Bei deinem Gabelbaum kannst du ja vorher mal nachmessen, ob die cm-Angaben wirklich zutreffen (Mein Zollstock hat da schon wertvolle Dienste geleistet ...), und ob die Angaben auf dem Segel stimmen, wirst du erst aufgeriggt sehen.


    Grundsätzlich halte ich bis ca. 3 cm Distanz zum Gabelbaumende für o.k., "knackiger" ist das Gefühl aber schon, wenn es hinten sauber abschließt.

    Katastrophale Bildregie bei den Kursrennen. Immer, wenn nach hektischem Hin und Her eine Einstellung gefunden wurde, aus der man die Positionen an der Spitze mal hätte erkennen können (Drohne auf Führungslinie oder eine Tonnen-Einstellung), wurde auf ein anderes Bild umgeschnitten. Wenn man so einen hohen technischen Aufwand mit vielen Kameras und Drohne betreibt, hätte man auch einen fähigen Mann (oder Frau) für die Bildregie bezahlen können. Schade, zwar nicht viele Zuschauer im Stream, aber wäre eine Chance gewesen, auch abseits der PWA mal spannende Rennen im Binnenland zu featuren.

    Django : Ich geh‘ einfach von den geschriebenen Buchstaben aus. Und die sind eine Verharmlosung. Aber vielen Dank für diese Lese-/Interpretations- und auch Lebenshilfe.


    @Alle: Die hier leider wiederholt ins Spiel gebrachten 99% gelten nach meiner Erfahrung bei gemäßigten Bedingungen in Stehrevieren. Für alles Andere ist so eine Prozentzahl ein „In-Sicherheit-Wiegen“.


    Ich selbst hab in meiner Surflaufbahn schon dreimal mein Brett schwimmenderweise nicht mehr einholen können, davon nur einmal Materialbruch. Und in zwei der drei Fälle ging es um Leben oder Tod und glückliche Zufälle, dass ich nicht ertrunken bin. Deshalb rollen sich bei mir die Fußnägel auf, wenn ich solche Beruhigungspillen wie „man hat immer sein Brett“ oder „99%“ lese. Offenbar bin ich dabei aber nicht der Einzige, wenn ich den o.g. Thread „Das passiert mir nie, habe ich gedacht“, die anderen weiteren hier geschilderten Fälle oder die Zustimmung zu meinem Beitrag #6 sehe.


    In meiner Surflehrerzeit auf Gran Canaria und am Gardasee habe ich genug Notfälle erlebt, wenn Unerfahrene (die sich selbst für „sichere Surfer“ halten) auf’s große weite Meer hinaussurfen. Da gelten andere Gesetze und andere Prozentzahlen. Selbst am Gardasee.


    Die Unglücksursache des verunglückten Surfers Neumann ist identisch mit dem Fall von mir, den ich in dem Thread „Das passiert mir nie,…“ geschildert habe. Der Sportsfreund Neumann war ERFAHREN, wusste, dass ihm bei so einer Tour, wie er sie unternommen hat, was Lebensbedrohendes passieren kann (auch „Brett-weg“ wie schon einmal vor Hawaii), und hatte deshalb sein Handy mitgenommen mit einprogrammierter Seenotrettungsnummer. Auf dem Meer überlegt gehandelt, alles richtig gemacht. Der Rest war Glück. Super! Ein Unerfahrener mit dem 99%-Tipp im Hinterkopf wäre wahrscheinlich gestorben.