Posts by robi

    Noch kleiner Nachtrag: Vom Esquinzo bis Gorriones musst du nun via Ausfahrt Costa Calma oeste fahren. Die Autobahn erlaubt zwar höhere Geschwindigkeit, als Surfer bist du in dieser Gegend jedoch der Verlierer: durch die Umwege hat man deutlich längerX(

    Hola Stephan


    Auch wenn du nun gebucht hast, melde ich mich trotzdem.

    Ich bin soeben aus Fuerte zurück (2. Juli - 2. August), wohne jeweils in einem Studio am Risco del Paso (ION-Station), habe aber eigenes Material, selbstgebackene Boards und Severne-Riggs. Ich habe den grossen Vorteil, dass ich meine Material im Keller des Hauses einlagern kann ;). Der Juli war noch nie so windig wie heuer, 2 x 5.5, 2 x 4.7 und sonst stets (26 Tage am Stück!) 4.2 (mein Kleinstes), war oftmals zu gross.

    @ Vergleich Spots Egli - ION: ich finde Risco del Paso deutlich besser, weil abwechslungsreicher, Welle bricht an einigen Stellen, da der Küstenverlauf nicht so geradlinig ist wie bei Egli. Wenn du auch eine Chance auf das Abreiten von kleinen Wellen haben möchtest, klar ION. Auch zum Springen besser, ich brauche schon ein bisschen Anlauf, daher auch hier Vorteile für ION. Der Wind weht nicht immer in Passatrichtung. Es kann vorkommen, dass er am Risco mehr aus westlicher Richtung bläst (aus dem Barranco), dann ist er aber auch deutlich böiger und oft stärker. Lupenreiner Passat ist bei Egli mindestens so gut, oft konstanter. Freestyler bevorzugen klar ION, es hat dort Ausläufe aus der Lagune, die absolut flaches Wasser bieten. Der Nachteil bei ION sind die Kite-Schüler. Da die Lagune eigentlich zum Gebiet von Egli gehört, muss ION-Kite-Schulung oft aufs Meer ausweichen. Die stehen dann mit ihren Schirmen manchmal an besten Stellen im Wasser, der Kite-Lehrer weist Windsurfer weg. Dies bleibt dir bei Egli erspart, da gibt es eine klare Trennung von Windsurf- und Kitezone.

    Material: Klare Vorteile von Egli, was ich an deiner Stelle machen würde: Board und Rigg bei ProWind mieten. Patrik - Point7. Kannst du mitnehmen, d.h. du kannst auch noch nach "Ladenschluss" auf dem Wasser bleiben, die Egli- und ION-Mieter müssen ihr Material um 18.00 Uhr abgeben. Gerade am Risco sind abends oft die besten Bedingungen, das Licht sowieso.

    Wünsche dir auf alle Fälle eine tolle Woche, hoffentlich hat Aiolos nicht allen Wind im Juli rausgelassen...

    Robi

    Vielen Dank für die Komplimente!

    Aber: erst muss sich ja noch bestätigen, dass das Teil funktioniert. Vom Äusseren her ist dies noch nicht ersichtlich. Ich werde berichten, sobald es soweit ist. Frühstens in einem Monat.

    @ Jürgen: das Foilboard nehme ich ganz sicher nicht nach FUE mit. Im Juli sind nach meinen langjährigen Erfahrungen glücklicherweise kleinere Boards angesagt.

    Wünsche auch euch eine windreiche Zeit

    Grüsse

    Robi

    wo liegst du Gewichtsmässig? Ist die Nase extra verstärkt für den Foileinstieg?

    Yep, in Anbetracht der zu erwartenden Schleuderstürze habe ich den Bug unterhalb und oberhalb des Airex zusätzlich verstärkt (mehrere Carbonlagen mit Kohle-Kevlar oder Dyneema dazwischen. Der Gewichts-mässig grösste Brocken liegt jedoch in der DTT-Box und den Verstärkungen im Heck. Ich vermute, bei einer Grundberührung würde es eher das gesamte Heck abreissen..

    @ momentanem Gewicht: keine Ahnung, das Teil ist schwerer als alle bisher selbstgebauten Sandwichboards. Ist jedoch auch bezgl. Volumen das bisher üppigste Board. Ich lege jedes Board bewusst nicht während des Bauvorgangs auf die Waage, damit ich nicht der Versuchung erliege, möglichst viel Gewicht zu sparen und als Folge davon zu mager laminiere. Bei einem Foilboard ist das Gewicht ohnehin nicht der wichtigste Faktor. Hab ich jedenfalls irgendwo mal gelesen.

    Aktueller Stand kurz vor Spielschluss:


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    Gleitfläche und Rails: einmal mit weiss eingefärbtem Harz gestrichen (mit breitem Pinsel) einmal 2K Farbe mit Roller und einmal 2K Farbe gespritzt


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    Deck: mit angedicktem Harz am Bug gespachtelt, einmal weiss eingefärbtes Harz gepinselt


    Seitenansichten:

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    An der Gleitfläche erfolgt noch der finale Schliff mit 400er nass, Deck und Cutouts werden noch gespritzt (orange und weiss)


    In der Verlängerung noch Pads und Standfläche und dann wäre das Teil ready to foil (nur der Fahrer noch nicht:tongue:)

    @ Robi: Super Projekt, weiter so und immer her mit den Bildern! Mir ist das jetzt erst aufgefallen: du bist der Mann mit den Interlagos-Boards?! Gefallen mir schon lange!

    Danke für die Blumen. Es muss sich ja erst weisen, ob das Ganze einen Sinn machte. So wie es aussieht, kann ich am 2. Juli für einen Monat nach FUE verreisen. Habe ja noch ein Interlagos, welches noch kein Wasser gesehen hat: (Das Board hat nur Singleplugs:))


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    Ich verstehe nicht, wieso Du so viele Fußschlaufenplugs eingebaut hast. Für das eigene Board sollte es doch eigentlich klar sein, wohin die Schlaufen müssen. ???

    Pushtacker sagt es: ich bin kompletter Foil-Anfänger und es ist vermutlich etwas verwegen als ein solcher schon mal ein Board zu bauen. Alter schützt eben nicht vor Torheit. ;)

    Deshalb musste ich warten bis ich das Foil hatte, um den Auftriebsschwerpunkt zu ermitteln. Von diesem Punkt aus habe ich die Mitte der Plugreihen bestimmt. Nun kann ich noch je 5 cm in beide Richtungen schieben. Die Schlaufen liegen auch recht zentriert. Zum Anfangen sollte es gefühlsmässig in etwa stimmen. Sollte ich (wider Erwarten) mit diesem Board auch ein mehr race-orientiertes Foil benutzen, kann ich später problemlos weiter aussenliegende zusätzliche Plugs einbauen.

    Hallo Ruben


    Soweit ich dies beurteilen kann, ist bei deinem Board bis auf die Zone rund um die Finbox die gesamte Gleitfläche im Eimer. Ich habe vor knapp 2 Jahren für einen guten Kollegen eine delaminierte Gleitfläche an seinem heissgeliebten Hönscheid-Custom repariert. Darüber habe ich eine bebilderte Reportage auf die Seite eines französischen Selbstbauer-Forums gestellt: http://guidedupetitshapeur.1fr1.net/t642-delamination-carene

    Bei diesem Board war ebenfalls eine ähnliche Zone wie bei deinem Board zu ersetzen. Vielleicht wäre eine vergleichbare Reparatur bei deinem Board möglich und du kannst evtl ein paar Tips aus meinen Fotos in der Reportage übernehmen. (Den Text mit meinem manchmal armseligen Französisch brauchst du nicht unbedingt zu verstehen:hae_wiejetzt:)

    Von einer Reparatur mit "Doppelsandwich" rate ich ab. Das wird dein Board unnötig schwer werden lassen. Mit plus 500g musst du jedoch auf alle Fälle rechnen.


    Grüsse

    Robi

    Hallo Ruben


    - 0,4 mache ich auch, wenn ich auf den geshapten Blank das Decks-Airex vakuumiere. Da ist nur blanker 15er Styro als "Unterlage". Dieser Belastung sollte auch ein Leichtbau locker standhalten.

    Frage: hast du beim Vakuumieren evtl. noch geheizt? Bei Zufuhr von zu grosser Wärme können sich beim Vakuumieren Verformungen ergeben. Bei jedem Vakuum prüfe ich den Unterdruck durch Ziehen an einer Falte des Plastiksackes. Ich verlasse mich lieber auf dies als auf die Anzeige beim Manometer.


    Grüsse

    Robi

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    DT Box eingepackt in Airex und Hart-PVC (110g), mit stabilem Kragen, knapp 3mm verpresstes Carbon, in der Box liegen insgesamt 12 Lagen 200er Biax (je Seite)


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    Box eingeharzt mit 160er Glas


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    Damit die Löcher für die Schrauben richtig liegen, habe ich mir eine Bohr-Schablone aus Sperrholz hergestellt. in die beiden Aluröhrchen passt genau ein 7mm Bohrer, auf diese Weise kann ich nicht verkanten.


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    Schablone in der Box


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    Bohren bis ans Deck (braucht hier einen Langlochbohrer)


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    Vom Deck her bohre ich dann 22er Löcher bis auf das Carbon der Box.

    Hier sieht man nun die Lage der angezeichneten Plugs und der Mastbox. Vielleicht erstaunt die Anordnung der Plugs für die hinteren Schlaufen: mache ich bei meinen Boards mit Doppelschlaufe schon seit einigen Jahren so. Für mich viel bequemer, in aussenliegende Heckschlaufen zu steigen. Beim skizzierten Halbreis am Bug soll die Dyneema-Verstärkung hinkommen.

    Board ist noch nicht verschliffen. Man sieht noch einige zu bearbeitenden Rundungen im Bugbereich

    Vor ein paar Tagen endlich ein Foil (AFS 85 mit 800er Flügel)l zum Vermessen bekommen, es geht weiter:

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    SR Schablone genommen und bei 7,5 cm vom Heck die Zeichnung der DT Box aufgeklebt. Die 7,5 cm stammen von Bruno André, dem Entwickler der AFS Folie. Er meinte, bei meinem Board wäre von 6 - 9cm jedes Mass möglich. Habe mich für die Mitte entschieden.


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    So sieht meine Messanordnung aus


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    Angenommener Auftriebsschwerpunkt auf die Kante des Tischchens gesetzt. Mit einem Winkel das Foil ausgerichtet.


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    Distanz Mitte vorderer Schraubenkanal bis Tischkante (= Senkrechte zu Wing-Schwerpunkt) : ein Sprüchen mehr als die 11 Inches. Der halbe cm liegt evtl. in der Ungenauigkeit meiner Mess-Anordnung oder in der unterschiedlichen Boarddicke, der Schraubenkanal steht nicht rechtwinklig zur Deckslinie. Aber ich habe ja 5er Plugs, da kann ich noch je 5cm nach vorne oder nach hinten schieben.

    Somit stehen folgende Masse fest: (alles vom Heck gemessen)

    Schwerpunkt des Flügel-Auftriebs: 48cm

    Mitte Plugreihe vorne von hinterer Schlaufe: 27,5cm

    Mitte Plugreihe hinten von vorderer Schlaufe: 68.5cm, mein Stance liegt bei 41cm

    Files

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    Bin momentan in der Warteschlaufe. Das Foil sollte in den nächsten Tagen eintreffen, dann kann ich richtig Mass nehmen und schauen, ob bei meinem Exemplar ebenfalls 11 Inches zwischen vorderem DT-Bolt und Center des Stances sind.

    Hier zwei Pics von der laminierten DT Box. Habe heute das Hart-PVC rund herum gepresst. Bei dem milden Winterwetter momentan braucht es 2 Tage Aushärtezeit, bis sich etwas vernünftig schleifen lässt.


    Grüsse

    RobiDSC04599.jpeg

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    Es geht weiter:

    Board ist an den Rails grob verschliffen, den endgültigen Feinschliff des Airex mache ich nach dem Einsetzen der Boxes und Plugs.

    Cutouts herausgefräst und geschliffen, passende Airexstücke geschnitten.

    Carbon für DT-Box geschnitten. Die Negativform ist aus einer erhöhten Tuttlebasis gemacht.

    Negativform 4 x mit Trennwachs eingerieben und nach dem Trocknen immer wieder abgewischt dazwischen.

    Cutouts laminiert und DT Box in einem ersten Schritt laminiert. 6 Lagen 200er Carbon Biax. (Die Hart-PVC Stücke und weiteres Carbon kommen erst in einem 2. Schritt hinzu.)

    Dann Board mit laminierter Negativform in den Vakuumsack gelegt.

    Pics:

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    Planke ist im Sack. Deck-Airex ist drauf. Ist beim Bordbau mit Abstand die heikelste Phase.

    Meine Schritte:

    - C70.75 in 3mm auf der äusseren Seite mit Abdeckend abkleben, und zwar dort wo das Airex gebogen wird. So kann ich das Vorbiegen mit Heissluftfön umgehen und das fragile 70.75 bricht nicht beim "Um die Rails biegen". Abdeckband gut andrücken.

    - Alle Gewebe bereitstellen. Hier: Glas-Patches für Mastbox- und Finboxverstärkung, ca. 140cm Carbon Biax 200g, kommt auf die Standfläche bis kurz vor die Mastbox. Über das gesamte Deck eine Lage 160er Glas, 10cm - Streifen 160er Carbon-Kevlar als Verstärkung vom Bug bis auf Höhe Mastbox.

    - Mit angedicktem Harz (nicht zu stark andicken, mit Microballoons und Aerosilpulver) Airexplatte, Heckairex, Hart-PCVblock für Mastbox und Verstärkungsairex für Finbox einspachteln.

    - Patches mit Harz tränken und HartPVC und Finboxverstärkung platzieren.

    - Glas 160g über ganzes Deck laminieren. Ich laminiere nicht mehr auf einem Tisch, sondern direkt auf das Board. Dafür spachtle ich den Styro nicht mehr ein mit angedicktem Harz. Carbon und Carbon-Kevlar auflaminieren.

    - Heckplatte (vorgängig angepasst) mit 3 Nägeln an die richtige Position fixieren. Auf Deck muss sie schön bündig mit dem Styro liegen.

    - rund um das gesamte Board die untersten 3 - 4 cm der Rails grosszügig mit stärker angedicktem (Aerosil) Harz spachteln.

    - Handschuhe ausziehen

    - Airexplatte zentriert aufbringen und mit Ducttape an Bug und Heck fixieren.

    - Von der Boardmitte aus mit Ducttape (oder solidem Gewebeklebeband) unter strammem Zug um die Rails pappen. Ich lege immer einen stattlichen Bund Hefte (dazu finden die Surfmag's gute Verwendung) an der zu klebenden Stelle auf das Deck, damit das Airex schon recht gut aufliegt. Gewebeband so lang abschneiden, dass beide Enden auf der Gleitfläche überlappen und gut andrücken. So arbeite ich mich in 30cm-Schritten zum Heck und anschliessend zum Bug. Am Bug muss man natürlich Einschnitte machen, das Airex lässt sich nur bedingt stauchen.

    - Planke umdrehen und mit nun kürzeren Gewebebandstreifen das Airex satt um die Rails ziehen. Auf dem Abdeckend an den Rails hält das Gewebeband sehr gut.

    - Konterscoop montieren und ab in den Sack. Unterdruck 0,4 bar.

    Das Spezielle an diesem Board: durch die hohen Rails und das ausgeprägte TUE (tucked under edge) brauchte ich ca 30 - 40 m Gewebeband. Sonst reicht eine 50m Rolle locker für zwei Boards.

    Ich habe mich entschlossen, die Heckplatte nicht in einem separaten Vakuumierungs-Gang aufbringen. Dies hat, glaube, ich recht gut funktioniert. Wie gut werden wir morgen sehen.

    Nun noch ein paar Pics zu diesem Roman:DSC04583.jpeg DSC04584.jpegDSC04585.jpegDSC04586.jpegDSC04587.jpegDSC04588.jpegDSC04589.jpeg

    Hola (muss schon mal üben, wenn Sanchez gnädig ist, fliege ich am 2. Juli doch noch nach FUE8)


    ...sonst übe ich mich im Foilen, so es genügend Wind hat.

    Planke fertig geshaped. Vertiefungen für Verstärkungen für Tuttle- und Mastbox herausgefräst.

    Die Rails von meinem Foiler sind wirklich gewöhnungsbedürftig, so hoch habe ich die breiteste Stelle am Rail noch an keinem Board gemacht, auch bei den übertriebenen Boxrails an den grossen Slalom-Raceboards in den 90ern.

    Wir werden ja sehen, ob das was taugt.



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