Beiträge von sheshe

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    Also grundsätzlich packe ich mein Double Bag (Simmer Wave) wie folgt:


    Freestyler und/oder Waveboard - Surfboard - 2-3 Segel - Gabelbaum zuoberst. Die Masten kommen entweder seitlich zwischen die Boards (da der Freestyler breiter ist als Wave geht das ganz gut) oder die Masten bei nur einem Board durch die vordere Fussschlaufe und an der Nose vorbei. Kleinteile wie Verlängerung, Finnen kommen in die Segelbags.


    ABER: Wenn du das für einfach die Fahrt an den Spot benötigst, würde ich wie gesagt auch nichts auf das Dach laden. Mit dem Kombi kannst du doch die Rücksitze runterlassen, den Beifahrersitz ganz nach vorne und Rückenlehne ganz nach hinten. Dann die Boards hochkant über die Mittellehne, Segel passen sowieso hinten rein, Mast kommt zwischen Seitenwand und Beifahrersitz durchgesteckt. Ich würde für die Fahrt an den Spot nie etwas aufs Dach laden. Erstens kannst du weniger schnell da sein, zweitens hast du die Gefahr des Runterfallens, drittens einen höheren Verbrauch, viertens Knicke im Segel. Ausser du fährst mit Beifahrer, aber der kann notfalls auch hinter dir sitzen (wenn die Rücksitze teilbar sind).


    Wir sind schon im Golf 1 und Chevy Spark zu zweit mit Matos losgefahren. Funktioniert ohne Probleme. Ich schau mal, ob ich Bilder finde.

    So, ich erlaube mir mal, hier den ersten Erfahrungsbericht zu schreiben.


    Das Foil ist am Freitag von Totti geliefert worden, am Samstag habe ich es zum ersten Mal zusammengebaut. Der Aufbau ist einfach und selbsterklärend. Der PB-Adapter war im Paket mit dabei und ich habe ihn gleich montiert. Die einzelnen Teile sehen (einigermassen) hochwertig aus, die Flügel haben anscheinend auch noch Carbon-Anteil. Im Paket ist es mir ziemlich schwer vorgekommen, zusammengebaut fühlte es sich wesentlich leichter an.


    Am Sonntag bin ich dann bei leichter Thermik an den Urnersee gefahren. Zuerst hat es nach super Thermik ausgesehen (15-20kn), der Wind ist aber ziemlich schnell wieder runter. Gemessen wurden 18kn max, am Felsen hatte es aber in den Böen über 20kn. Weil ich das ganze Setup nicht den steilen Weg am Gruonbach runterschleppen wollte, bin ich von der anderen Seite Isleten (Föhnspot) gekommen und musste erst einmal auf die andere Seite des Sees rüberdümpeln. Das Foil habe ich auf meinen alten PD FS 99l gepackt und ein 4.8 Gun Beat geriggt, da ich mit dem 5.3 nicht überpowert sein wollte für den Anfang. Schlussendlich wäre es aber auch mit 5.3 gegangen.


    Schon beim Dümpeln hat sich das ganze Setup komplett anders als sonst angefühlt. Man musste etwas weiter vorne stehen, da das Foil mit dem Eigengewicht gut hinten runter drückt. Mit einem grösseren Board lässt sich das sicher besser ausgleichen. Anluven mit Segelsteuerung ist schwieriger, da der Lateraldruckpunkt wesentlich weiter hinten ist als sonst und das Segel also mehr nach hinten geneigt werden muss. Ich bin eigentlich ganz froh, musste ich erst ein wenig dümpeln und bin nicht schon vollgas los. In den einzelnen Böen, die durchgekommen sind, habe ich ganz lehrbuchmässig versucht anzupumpen und mich hochzukriegen. Ging aber irgendwie nicht so gut. Das Board liegt extrem plan auf dem Wasser und ist sehr stabil. Das erlaubt ein frühes nach Hinten steigen und mit dem vorderen Fuss schon in leichter Angleitfahrt in die Schlaufen zu gehen. Das Foil erzeugt super früh schon sehr viel Lift und mit einem kräftigen Pump kriegt man das Board schon ein wenig aus dem Wasser.


    Nachdem ich dann drüben beim Felsen war (der Wind wird dort um den Felsen gedrückt und verstärkt sich), war ich die elende Pumperei leid und habe mich entgegen aller Vorsichtsmassnahmen eingehängt und passiv angleiten lassen. Mein Tipp: Pumpt am Anfang nicht zu fest, sondern versucht lieber etwas zu fächern (analog den Freestylern) und eher passiv anzugleiten. Das Problem beim Pumpen ist, dass das Board sich auf der Längsachse seitlich neigt und das Foil dadurch verschneidet und wieder absackt. Wenn man das Board schön plan liegen lässt, kommt es stabiler hoch. Das Angleiten passiert schon bei gefühlt 0 Wind und die ganze Phase verschiebt sich extrem nach vorn. Wo ich früher nicht mal mit grossem Segel geglitten bin, kriege ich mit dem Foil schon extrem viel Segeldruck.


    Und dann war es da: Das erste mal Fliegen!! Wow!! ich bin noch immer total stoked! Wisst ihr noch, wie sich damals das erste Mal Gleiten angefühlt hatte? Ich nicht mehr (das war vor 18 Jahren). Als ich das erste mal geflogen bin, wusste ich, das ist es!! Das ist wieder das Gefühl, welches ich schon lange vermisst habe. Etwas Neues und doch so bekannt. Natürlich wollte ich zu hoch raus und irgendwann fängt das Foil an leicht zu gurgeln und sackt aus 85cm runter auf 0. Wenn man sich aber darauf einstellt, geht es ganz gut aus. Mein grösstes Problem anfangs war, dass ich das Board falsch belastet habe und beim Fliegen dann unkontrolliert geneigt habe. Dadurch macht es unkontrollierte Schlangenlinien und irgendwann steht es so quer, dass kein Lift mehr generiert wird und absackt. Ich habe so fast zwei andere Surfer über den Haufen gefahren, ich kannte sie aber und sie haben mir verziehen :-)


    Mit der Zeit habe ich dann den Dreh raus gekriegt. Nach etwa 1.5-2h bin ich dann nur noch geflogen und habe mich an das Feintuning gemacht. Mastfuss etwas anders positioniert (2cm hinter Mitte) und die Füsse etwas mehr auf die Kante gestellt. Dadurch ergab sich eine noch stabilere Flugphase. Bei Windlöchern habe ich festgestellt, dass man vor dem Windloch richtig hoch muss um dann während dem Loch immer leicht nach unten zu fahren und dadurch mehr Speed zu haben, was das Durchgleiten erleichtert. Bezüglich Schlaufen empfehle ich erst mal in der Mitte zu stehen und nach einiger Zeit die Schlaufen eher aussen zu montieren. Die Flugphase ist viel kontrollierter, wenn man eher auf dem Rail steht.


    In den Böen kann man die ganzen gelernten Fahrtwinkel vergessen, mit dem Foil kannst du quasi 0° gegen den Wind fahren. Nicht ganz, aber gefühlt! Voll auf Raumwind heizen habe ich mich noch nicht getraut. Das Ding wird in kurzer Zeit so richtig schnell und man kriegt es anfangs schon mal mit der Angst zu tun. Auch eine Halse habe ich noch nicht probiert, aufgrund der viel höheren Geschwindigkeit ist mir aber ein paar Mal fast das Wasser ausgegangen und ich konnte mich nur mit grösster Müh noch vor den Steinen retten. Das Durchdrücken mit den Füssen bei der Wende geht natürlich ein wenig schwieriger, ist aber möglich.


    FAZIT:

    Ich bin hoch begeistert! Es ist der Wahnsinn, wie man ohne nur den leisesten Ton übers Wasser saust und das Ganze bei gefühlt 0 Wind und mit Mini-Segel. Die Flugphase ist einigermassen stabil, selbst Chop bringt einen nicht aus der Ruhe und man schneidet einfach durch. Meine ideale Flughöhe lag so bei 40-50cm, somit hatte man noch genug Spielraum gegen oben und unten. Die Steuerung der Höhe kriegt man ganz einfach raus und geht nur über Gewichtverteilung. Der Tipp, am Anfang einmal Ollie-mässig mit dem hinteren Fuss zu kicken, um das Board raus zu kriegen, hat viel gebracht. Man kann aber auch normal auf dem Wasser gleiten, so dass das Board das Wasser immer berührt. Einen heftigen Sturz hatte ich nicht, ich empfehle aber mindestens einen Helm anzuziehen. Vielfach ist das Board leicht seitlich abgeknickt und ich bin so schräg nach unten gekommen. Wichtig: Immer den Gabelbaum festhalten und niemals loslassen.


    PS:

    Die Powerbox-Adapter-Schraube war zu lang. Ich habe noch etwa 5-6mm Unterlagsscheiben unterlegen müssen, sonst hätte es gewackelt in der Box. Die Schraube werde ich also noch ca. 5-7mm kürzen. In der Anleitung hiess es, das PB-Loch mit einer Rundfeile zu vergrössern, was ohne Probleme ging. Ich habe dann aus Angst, dass es mir die Box rausreisst, das Foil noch mit einer Schnur (Leash) an der Schlaufe befestigt, das werde ich auch in Zukunft so machen. Das Board hat das Experiment ohne Schaden überstanden. Trotzdem werde ich noch einige Lagen Glas um die Box rum laminieren, damit die Auflagefläche eben (durch die Doppelkonkave im UW lag die Platte nicht überall 100% bündig an) und der Bereich um die Box ein bisschen verstärkt wird.


    Probiert es aus! Es geht schnell, bis man den Dreh raus hat und das Gefühl ist einfach überwältigend! Danke Windsurf-Industrie, dass du mir einmal mehr eine geile Alternative aufgezeigt hast. Danke Totti für den immer sehr guten Kontakt und den reibunglosen Bestellvorgang! Danke Windsurfen, dass du einfach meine grösste Liebe bist und mir seit bald 20 Jahren positive Energie schenkst!

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    Ich habs mir selbst ohne Kurs beigebracht. Nach 15min konnte ich auf beide Seiten etwas fahren, nach spätestens 1h bin ich wieder zum Ausgangspunkt gekommen inkl. kleinerer Hüpfer. Danach hats mich nicht mehr interessiert und ich bin weiter gewindsurft :-)


    Ich kann aber Drachenfliegen, Wakeboarden, Surfen, Windsurfen und ein bisschen Segeln und habe mich im Vorfeld selbst schlau gemacht. Das hilft halt schon!

    Beim Kiteboard kannst du eine Schlaufe gross machen, mit dem Segelarm durchschlüpfen und dann normal mit beiden Händen an der Gabel zurücksurfen. Das Board hängt dann senkrecht runter. Geht tiptop, sogar mit Wasserstart! Habe ich schon oft gemacht.


    Was auch geht, ist das Kiteboard mit dem Trapez am Rücken festzumachen. Geht aber besser, wenn kein Handle und die Finnen sind voll auf Kopfhöhe... Also aufpassen.


    Beim Surfboard hätte ich das Board auf meine hintere Schlaufe gelegt in Fahrtrichtung, dann nach dem Schotstart mit dem hinteren Fuss auf die Nose des "angehängten" Boards gestanden und zurückgedümpelt. Habe ich so auch schon gemacht. Mit dem kleinen Waveboard geht das aber nicht. Ich habe aber auch 5m Tampen am Trapez für Notfälle.

    Bei den Bergseen ist es doch so, dass zu viel Phosphat/Nitrat (ich weiss nicht mehr welches) im Wasser ist und es deswegen kein Leben mehr gibt im Wasser. Dadurch gibts natürlich auch keine Algen -> Klares Wasser.
    Ich hatte das aber zum letzten Mal in der Schule vor 20 Jahren...

    Die gesamte Cross-Palette inkl. Freestyle Wave. Um 100l mit verschiedenen Finnen oder quad-twin-single Wechselmöglichkeit. Bist du vorwiegend in Wellen unterwegs?


    Gibt glaube ich genug Auswahl :-)

    Ich geb auch mal noch meinen Senf dazu. Was für ne Halterung verwendest du? Ich könnte die Flymount empfehlen, die kann man schnell an verschiedenen Stellen anbringen. Generell finde ich Einstellungen vom Gabelkopf besser als vom Schothorn, da man den Fahrer (und die Gesichtsausdrücke) sieht. Dazu kann die Kamera auch gerne mal an den Mast gehängt werden (nicht allzuweit oben wegen dem Weitwinkel!). Noch schöner wäre es, wenn du drei GoPros gleichzeitig verwenden würdest. Dann hätte man pro Manöver schon mal drei verschiedene Einstellungen und kann den Schnitt etwas spannender machen.


    Und natürlich auch von aussen gefilmt. Wenn du wirklich niemand hast, der (mit anständigem Zoom und Tripod) dich filmt, gibt es immernoch das hier: https://soloshot.com/

    Ein Kumpel hat das in Kapstadt ausprobiert (war damals noch als Kickstarter und er hat drei Jahre oder so auf die Fertigstellung gewartet) und das Ergebnis ist echt toll. Die Kamera kann auch automatisch zoomen etc. Gegen Diebstahl hilft das Aufstellen im Auto, hast dann halt nur einen beschränkten Winkel, ohne dass dir die A/B-Säulen in den Weg kommen.


    Drohne ist eigentlich auch immer geil und ne kleine Mavic pro fliegt auch bei viel Wind.


    Der Rest wurde eigentlich schon gesagt. Reines Slalom ist halt einfach nicht so spannend....

    Ich mach das auch beim Freestylen. Gerade bei wenig Wind und Kursen mit viel Druck auf der Finne (Amwind) hilft das sehr. Spinouts lassen sich in diesen Bedingungen durch Halten der Startschot stark verringern und Windlöcher besser durchgleiten.


    Sieht aber richtig doof aus :-)

    Reine Zeit auf dem Wasser nützt aber nicht immer viel. Man muss sich unbedingt etwas vornehmen und dieses dann auch üben. Beispiel Duckjibe: Wenn ich das üben möchte, mache ich JEDEN SCHLAG einen Versuch, den ganzen Tag lang. Vielfach (auch aus eigener Erfahrung), denkt man sich dann: "Ach, aber es wäre endlich mal Wind und ich will eigentlich nur ein bisschen fahren und nicht die ganze Zeit reinfallen". Das kann man schon, bringt einen einfach nicht weiter...


    Als Relation:

    Bis ich meinen ersten Vulcan stand, war ich zwischen 1-2 Monate jeden Tag mind. 1h auf dem Wasser und hab nur Vulcan geübt. Das sind ca. 40 Tage, in denen ich nur geübt habe und praktisch keine Fortschritte verzeichnen konnte. Bis es irgendwann mal "Klick" gemacht hat und ab da ist alles einfach. Dafür kann ich jetzt viele Tricks auf Port- und Starboard Tack.

    Nachdem ich zwei Jahre als Stationsleiter/Instruktor jeden Tag aufm Wasser war, war bei mir die Motivation auch ziemlich weg. Dann bin ich in die Welle und jetzt ist sie wieder da, wie am ersten Tag :-)


    Ich habe zudem weitere Lust gewonnen, in dem ich neue Manöver gelernt habe. Also auch Sachen wie Monkey-Jibe etc., die ganzen Oldschool tricks und mich nicht nur auf New School versteift habe. Das könnte evtl. etwas bringen? Ich habe mir vorgenommen, sämtliche Tricks im Tricktionary zumindest mal zu probieren. Bin an vielen gescheitert, aber einige haben wieder extrem viel Spass bereitet.

    das slingshot sieht auch so aus. oder meinst du dieser hubbel in der mitte?


    PS: der Air-style 93 fühlt sich richtig gut an am fuss, er ist noch etwas gewöhnungsbedürftig kurz. mehr kann ich noch nicht sagen, da zu wenig wind. morgen vielleicht nochmal ne front...