Posts by Slaughthammer

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    Ich würde sagen dass ist ein grundsätzlicher Belastungsfehler. Mehr Druck auf den Mastfuß geben, Körperspannung halten und das Board aktiv über die Finne pushen, so dass es sich ein wenig auf die Leekante stellt. Wenn man dann genug Druck im Segel hat, zieht man die Hacken auch nicht mehr durchs Wasser. Möglicherweise hilft dabei auch, wenn man die Gabel mal ein Stück weiter oben montiert als sonst, sollte aber nicht erforderlich sein.


    Es sei denn, dein Hacken ragt unter die Kante vom Unterwasserschiff. Dann musst du deinen Fuß irgendwie weiter zur Boardmitte bekommen. In freier Gleitfahrt sollte oberhalb der Abrisskante kein Wasser mehr sein.


    Gruß, Onno

    Dein Gewicht muss zumindest gefühlt mehr an der Gabel hängen als auf den Fußen zu lasten, dann kannst du auch in die Fußschlaufen. Man nennt das auch Druck auf den Mastfuß geben. Ich hab das mit den Fußschlaufen gelernt als ich (für mein damaliges Können) extrem überpowert war und es ohne Fußschlaufen einfach nicht mehr ging.


    Viele finden es hilfreich zum Lernen, wenn die Fußschlaufen möglichst mittig und vorne montiert sind. Wenn man dann erst das Gefühl für die Fußschlaufen entwickelt hat, kann man die Schlaufen auch wieder in einer sinnvolleren Position montieren.


    Gruß, Onno

    Zum Thema Injektionen bei weichem Deck:

    https://boardlady.com/injection.htm wrote:

    Regarding the failed PVC sheet foam, I have never been able to control Epoxy resin injection well enough to guarantee a useful glue line (and believe me, I have tried, hoping to be able to cut my turn-around times). After many experiments I have come to the conclusion that the only predictably successful repair is replacement of the PVC sheet foam. So very sorry!

    Bei den Slalomfahrern um die 90 kg hat es sich eigentlich die Abstufung 85-71-60 Bei den Boards durchgesetzt. Alles +- 1cm, je nach Hersteller. 85er mit 9,5 und 8,6, 71er mit 8,6/7,8/7 und 60er mit 7 und kleiner.


    Bei 90 kg und 7,8er Segel auf 71er Board würde ich die Gleitgrenze so bei 14 kn ansetzen. Ich selber (80 kg) nehme das 7,8er erst, wenn die Böen schon über 20 kn sind, davor fahre ich besser auf dem 79er Board mit 8,7... aber das ist für einen (Free)raceneuling am Anfang wohl noch etwas heftig, an derartige Anpowerung muss man sich auch erst einmal gewöhnen. Aber ordentlich angepowert ist man mit 7,8 bei 14 kn halt noch nicht. Das bedeutet dann auch, dass man nicht genug Druck hat, um das Board ordentlich frei zu bekommen und man sich dann im Chop schnell festsetzt. Mit etwas mehr Druck kann man das Board dann auf der Finne drüber fliegen lassen.

    Gruß, Onno

    Mein Loftsails Switchblade ist (durchgesetzt) bei Leichtwind um 3 Bft insgesamt zu flach

    Dein 7,8er Switchblade ist auch nicht für 3 Bft konzipiert. Der sinnvoll nutzbare Windbereich fängt bei dem Segel je nach Gewicht des Fahrers bei 13 is 15 kn an. Dafür sollte es dann auch in Böen bis 25 kn einigermaßen fahrbar bleiben. In diesem Windbereich wird sich der downhaul Trimm nicht mehr als einen Zentimeter verändern. Der Rest geht übers Schothorn.


    Gruß, Onno

    Wie kurz ist bei Euch der Rollenabstand Segel-Mastverlängerung, also wie lang ist das Tampen-Sextett. Bzw. wie stellt Ihr die Mastverlängerung ein? Ich hab da meist ca. 4 cm, weil sonst die Tampen gar zu sehr ächzen. Ist das zu groß?

    Ich hab da üblicherweise <2cm. Wenn der Tampen ächzt, hast du da ne Kreuzung in der Taille? Dann fädeln üben. Man kann mit etwas herumprobieren eigentlich jede Verlängerung/Segelkombination ohne kreuzende Tampen fädeln. Dyneematapen sind zwar teuer, verbessern den Trimmkomfort aber ungemein und halten sehr lange. Die haben bei ~4mm dann auch eine Bruchlast zwischen 800 und 1200 kg, da muss man sich keine Sorgen machen.


    Das sollte aber alles keine Auswirkungen auf die Druckpunktstabilität des Segels haben.


    Gruß, Onno

    Als ich die Tampen von vornherein weiter nach hinten nahm, war`s fürs Gleiten angenehmer, für`s Dümpeln dann eben weniger komfortabel.

    Dümpeln ist eh immer unkomfortabel, also lass die Tampen ruhig weiter hinten. Das ist auch für den restlichen Trimm durchaus vorteilhaft.

    Ansonsten ja, (Free)Racesegel haben sehr viel weniger Druckpunktwanderung, wodurch man sie dann auch entsprechend größer fahren kann. So ein 7er Racesegel fängt erst bei ~30 kn Wind an etwas zu zicken. Da bekommt man dann aber schon ganz andere Probleme... aber keine großartige Druckpunktwanderung.


    Ein Mittel das Problem zu lindern ist ein Schothorntrimmsystem. Damit kann man dann im Fahren das Schothorn nachtrimmen um den Druckpunkt zu stabilisieren oder halt den gerade benötigten Bauch zu geben. Ist aber auch nicht jedermanns Ding.


    Gruß, Onno

    Hängt es mit den immerzu kürzeren Brettern zusammen, warum die variable Mastschiene weitgehend verschwunden ist?

    Auf den längeren Brettern konnte man früher das Segel somit weiter verschieben, je nach Einsatzbereich.

    Hatte das bei der Segel-Range zu wenig gebracht, oder warum sind die Dinger wieder fast verschwunden?

    Das liegt eher am Verschwinden der Schwerter. In erster Linie muss man die Mastschiene verstellen, wenn man das Schwert ein- oder ausklappt, da das den Lateraldruckpunkt enorm verschiebt.


    Gruß, Onno

    Da steht übrigens dabei:

    Due to their increased control they have the potential to offer higher top speeds than World Cup Slalom boards for the recreational sailor.


    Also das Gegenteil von „bremsen“ : higher top Speed.

    Du liest auch nur das, was du lesen willst?


    Da steht: Einfachere Kontrolle kann für den Normalo, der ein echtes Slaomboard nicht fahren kann dazu führen, dass er mit dem gemäßigten Board einen höheren Topspeed erziehlt. Nicht dass das Freeraceboard eine besseren Topspeed hat.


    Gruß, Onno

    In meiner (sehr begrenzten) Erfahrung und theoretischen Recherche bedeute mehr Rake eigentlich immer weniger Lift, aber mehr Kontrolle. Also ggf. mehr kontrollierbarer Lift, aber man braucht dann ne größere Finne. Weniger Lift liegt wohl auch daran, dass mit mehr Rake der Flex automatisch auch Twist mitbringt, und die Finne so bei viel Druck besser depowert. Mehr Kontrolle, weniger Lift. Das hatte ich so aus Ausführungen von mehreren Finnenbauern als Konsens abgespeichert. Muss nicht zwangsweise richtig sein.


    Gruß, Onno

    Wenn du deinen Slalomkram artgerecht verwendest, sollte sich zur 97 Liter/5,3er Kombi ein breiter Überlappungsbereich einstellen. Ich wiege ziemlich genau so viel wie du, und 7er Segel mit 69er Board fahre ich erst, wenn der Grundwind in Richtung 20 kn geht. Dann fährt die Bump&Jump Fraktion meist zwischen 5 und 5.7. Ich hatte mal unterm 7er Cannonball ein 5,7er Torro... Das Torro habe ich dann sehr schnell wieder verkauft, die beiden Segel deckten für mich ziemlich genau den gleichen Windbereich ab.


    Aber wie gesagt, das gilt nur, wenn du den Slalomkram so überpowert fährst, wie es eigentlich gedacht ist.


    Gruß, Onno

    Also, wie gesagt hatte ich auch schonmal genau das Problem und bei mir war es eine angebrochene Latte, genau am Camber.

    Ja, genau das Phänomen hatte ich auch schon mehrfach... die 2010er MegaXS konnten das super. Wenn die Latte in dem Bereich wo der Camber aufhört zu weich wird, springen die Camber ab. Das erkennt man aber erst, wenn man die Latte rauszieht und den Schrumpfschauch abmacht. Frühzeitiger Lattenwechsel hat dann aber den Vorteil, dass man die abgebrochene Spitze der Latte nicht aus der Lattentasche fummeln muss. Ich hatte mal eine Latte, bei der die Spitze sich der Länge nach gespalten hatte (Scherbelastung in der neutralen Faser). Die war dann deutlich zu weich, der Camber sprang ab.


    Die neueren, verstärken Camberlatten von Gunsails halten etwas länger, brechen in den betroffenen Segeln aber auch irgendwann. Bei den MegaXS wurde das ab 2011 durch längere Camber behoben.


    Gruß, Onno

    Moin,


    weiß jemand wo man das Mauisails Kopfstück käuflich erwerben kann? Konnte so auf die schnelle nichts finden, Totti hat den ganzen Mauisails Kram ja rausgeschmissen... Oder falls jemand noch eins liegen hat und sich davon trennen wollte...


    Dank schon mal im Voraus.


    Gruß, Onno

    In der Diskussion mit meiner Tochter ging es um den Unterschied zwischen einem Wavesegel und einem Freeridesegel: bei exakt gleichen Bedingungen (selbes Board / Wind / Wasser) fahre ich bei gleicher Segelgröße mit einem Freeride / Race-Segel schneller als mit einem Wavesegel.

    Ich möchte bezweifeln, dass ein gleichgroßes Racesegel einen nennenswerten Geschwindigkitsvorteil gegenüber einem Wavesegel hat. Das Racesegel zieht seinen größten Vorteil daraus, dass man es 2 m² größer als ein Wavesegel fahren kann, ohne dass man Kontrollprobleme bekommt.


    Das kann ich auch hier am Spot oft genug beobachten. Wenn ich als Racer genau so groß fahre wie alle anderen auch, bin ich auch nicht wirklich schneller. Wenn die Waver aber 5m² Fahren und ich 7m², kann ich Kreise um die Fahren.


    In der Theorie kann der tiefere Bauch des Racesegels auch bei gleicher Fläche etwas mehr Vortrieb generieren. Das bedeutet aber auch immer höhere Widerstandswerte. Da kommt beim Racesegel dann das frei auswehende Top ins Spiel, Stichwort Randwirbelvermeidung. Das senkt dann den Widerstandswert wieder, allerdings wird dann im Top auch kein Vortrieb mehr erzeugt. Am Ende also in etwa ein Nullsummenspiel, was aber dazu führt dass der Druckpunkt im Racesegel deutlich tiefer liegt. Kombiniert mit vielen Latten, Cambern und hoher Vorspannung in der Folie wird das Profil auch noch sehr stabil, wodurch das Segel dann 2 m² größer gefahren werden kann.


    Gruß, Onno

    Ich denke eher, dass es daran liegt, das Duotone einfach kein Material in den Test gegeben hat. Irgendwo war mal geschrieben, dass die Surf die Hersteller anschreibt mit ihren Testplänen, und die Hersteller dann das ihrer Meinung nach zu dem Test passende Material einsenden.


    Ein anderes Kriterium um die Beziehungen zwischen Duotone und der Surf zu bewerten wären die Anzeigen. Hat Duotone in der Surf Werbung? Mehr oder weniger als Pryde?


    Gruß, Onno

    Der 69er Manta kann nicht mehr mit den modernen Slalomboards verglichen werden. Im Vergleich ein relativ dünnes Heck, dadurch auch die Schlaufen etwas weiter innen. Ich fahre ihn ja noch, und immer wieder gerne. Meistgefahrenes Board, mit 7,0 und 7,9. Mit Abstrichen geht auch 8,7, da nehme ich aber lieber das große Board.


    Der 69er Manta ist sehr gutmütig (gemütlich... so weit würde ich nicht gehen) zu fahren. Lässt sich nach oben raus echt lange kontrollieren, geht super durch die Halse. Ideales Board für Slalomeinsteiger. Ich fahre darin eine Hurricane SR2 38 im unteren Winbereich und eine C-Fins 4.1 38 im oberen Windbereich. Ne 40er geht auch noch ganz gut... aber wenn ich die bräuchte fahre ich lieber größeres Material.


    Kurzum ein schönes Board. Nicht der letzte Performanceschrei, eher ein Freeracer, aber mit Potenzial. Ich bekomme den regelmäßig auf über 33 kn, andere Leute holen da noch mehr raus.


    Gruß, Onno

    Du vergisst die Profilverteilung und Ausprägung, so wie den Twist/Loose Leech im Segel. Outline ist halt wie beim Board nur einer von vielen Faktoren. Du kannst Segel mit identischer Outline bauen, die sich komplett unterschiedlich verhalten. Da reichen manchmal auch einfach nur 2 cm mehr oder weniger Vorlieksspannung um das zu erreichen. Man kann Segelcharakteristiken nicht nur an der Outline festmachen.


    Und nein, das Convert sieht nicht wie ein Freestyle Segel aus, dazu ist der Fuß und das Schothorn zu tief geschnitten. Zudem haben die Freestyler noch eine etwas höhere Streckung und vor allem ein schmaleres Top. Wenn man sich dann mal Bilder vom Segel im Einsatz anguckt, werden die Unterschiede noch deutlicher: Das Convert hat ein viel tieferes Profil und etwas mehr Twist.


    Gruß, Onno