Posts by Slaughthammer

    76 cm breites Board mit 7,1er Segel ist jetzt auch nicht die Traumkombination. Sollte aber schon ordentlich laufen wenns richtig getrimmt ist. So ein Material ordentlich angepowert über Chop zu prügeln erfordert aber auch einiges an Erfahrung/Können und Fitness, da ist es gar nicht sooo verwunderlich dass du mit dem Freemove Setup genau so schnell bist.


    Wenn du im Chop schnell sein willst, musst du das Wasser lesen und jede einzelne Welle ausfahren, kontinuierlich Druck auf der Finne haben und das Board dadurch immer über den Chop fliegen lassen. Nico Prien hatte dazu neulich ein Video:

    Generell gibt es sonst auch noch Boris' Slalom Trimmguide, da steht auch einiges dazu drin. http://surf-forum.com/attachme…m-trimmguide-2018-22-pdf/


    Gruß, Onno

    Ich hatte mal ne kurze Zeit ein 7er Freeracesegel und ein 5,7er Freemove. Das 5,7er hab ich dann sehr schnell verkauft, die beiden Segel hatten ungefähr den gleichen Windbereich. Auf der anderen Seite ist Slalomkrempel ordentlich angepowert bei viel Chop auch nicht unbedingt entspannt oder einfach. Letztendlich musst du wissen, in welchen Bedingungen du was fahren willst, ob du lieber ein bis zwei Stunden volle Power fährst und dann körperlich am Ende bist oder lieber 5-6 Stunden Freeride fährst. Ich kenne nur wenige Surfer, die Slalommaterial länger als eine Stunde am Stück artgerecht einsetzen können, kann ich auch nicht. Ich mache dann regelmäßig pausen...


    Gruß, Onno

    Nachtrag: 14 bis 20 kn ist aber weder für die Segel, noch für das Board der Windbereich für den sie konzipiert sind.

    was wäre Deiner Meinung nach der Windbereich für ein 72er mit den beiden 7.0/7.8 Overdrive Segeln?

    Lg mariachi76

    7.8 nehme ich bei ähnlichem Gewicht wir du erst wenn die Böen regelmäßig über 20 kn gehen. Wenn der Grundwind dann deutlich über 20 kn ist, gehe ich auf 7.1. Bis man sich an das Maß an Überpower gewöhnt hat braucht es aber etwas. Ich komme dabei auch noch nicht an die Grenzen der Segel, von daher sollten deine Switchblades das auch locker mitmachen.


    Aber ich sage auch gleich dazu, dass ich in meiner ersten Saison mit (Free)racematerial auch eher in den von dir angepeilten Windbereich mit den Material unterwegs war. Das funktioniert schon, bringt einem gegenüber Freeridematerial keine Vorteile, die hat man erst wenn man den Slalomstuff konsequent größer fährt als man es der Freerider tun würde.


    Gruß, Onno

    Wenn du das 7er drauf fahren willst, dann unbedingt den 72er. Auch sonst sollte das besser passen. Bei 14 kn ist die Fuhre mit dem 7.8 allerdings noch nicht ordentlich angepowert, aber im gleiten solltest du da schon sein. Dafür lässt sich das Board mit 7.0 dann noch deutlich weiter als bis 20 kn fahren.


    Gruß, Onno


    Nachtrag: 14 bis 20 kn ist aber weder für die Segel, noch für das Board der Windbereich für den sie konzipiert sind.

    Ob ich das 5,3er Blade Pro behalte, weiß ich noch nicht. Macht es das 6,3er Mission überflüssig?

    Ich würde es andersherum sehen. Aber ja, die beiden Segel haben einen sehr weit überlappenden Einsatzbereich in Bezug auf die Windstärke. Das 6.3er geht nach innen hin wohl etwas länger, solange das Wasser einigermaßen glatt ist. Das 5.3er macht auf dem f-Race eigentlich keinen Sinn.


    Gruß, Onno

    Bei mir ist mein 86 l Board definitiiv ein Sinker, bei knapp 80 kg Trockengewicht. Das 7er Slalomsegel kriege ich darauf auch niemals hochgezogen. Als der Wind mal sehr schlagartig weg war und ich noch nach Hause dümpeln konnte war ich bis zu den Knien im Wasser. Dabei muss die Boardnase aber immer noch zumindest in der Nähe der Oberfläche sein. Sobald man dann etwas Druck im Segel hat kommt das Board langsam an die Oberfläche, und dann kann man auch, genug Wind vorausgesetzt, angleiten.


    Im oben beschriebenen Szenario kam dann irgendwann ein fieser Winddreher/Windloch was dann zur Wasserung führte. War zum Glück vor Steinhude, da kann man überall stehen. Konnte dann hinterher im GPS aber schön sehen, dass dümpeln mit Wasser bis zu den Knien trotzdem noch doppelt so schnell geht wie Surfmaterial im brusttiefen Wasser hinterher zu ziehen (4 vs 2 km/h). Es lohnt sich in solchen Situationen also irgendwie aufm Board zu bleiben und das Segel weiter zu nutzen. Solange man genug Wind im Segel hat um sich ausbalancieren zu können, kommt man auch vorwärts, und zwar deutlich schneller als man Schwimmen kann.


    Gruß, Onno

    Ich würde auch die Rotationsprobleme im heimischen Garten nicht überbewerten, auf dem Wasser fühlt sich das dann gleich ganz anders an.


    Wenn das dein erstes Cambersegel ist, auch noch der Hinweis dass die Segel von hinten nach vorne rotieren. Also erstmal zum rotieren mit der hinteren Hand rucken bis die Latten einfallen und dann erst mit der vorderen Hand nachziehen.


    Abschleifen des Camber ist bestimmt nicht so toll da es ja ein Rollencamber ist.

    Den Camber kürzt man natürlich am anderen Ende. Sollte beim S-Type aber nicht erforderlich sein.


    Gruß, Onno

    dann muss es doch zu schaffen sein (?), dass durch das Überziehen des Segels und das Ankanten des Boards(bzw. Finne) das Gewicht von FahrerIn+Board vollständig aufgehoben wird, oder ?

    Ich würde sagen, dass ein Tailwalk sowas in der Richtung darstellt. Komplett das Gewicht aufheben funktioniert nicht, da man dass nicht kontrollieren kann ohne Foil+Stabilisator. In dem Moment wo die Auftriebskomponenten die nach oben gerichtet sind größer werden als das Systemgewicht wirst du einfach abfliegen. In dem Zustand gibt es einfach kein (semi)stabiles Gleichgewicht, sei es die Position auf der Z-Achse oder das Board um die Längsachse, beides wird durch den Kontakt zur Wasseroberfläche stabilisiert.


    Sich an diesen Punkt heranzutasten ist ja die hohe Kunst des Slalom/Speedsurfens. Je weniger Kraft das Board aufs Wasser drückt, desto weniger Widerstand produziert es. Zu viel Lift und man fliegt (meist ziemlich spektakulär) ab.


    Irgendjemand hat hier mal überschlägig ausgerechnet, dass beim Speedsurfer in Lüderitz bei ~50 kn ungefähr 70% des Widerstands vom Board kommt, an der stelle lohnt sich das optimieren also richtig.


    Gruß, Onno

    Unique SDM and RDM mast compatibility. Tekcam2 Large (installed) and Reduced (in sail bag) included with size 8.6 and down

    Die RDM Camber sollten doch beiliegen? Warum nicht die nutzen?


    Ansonsten so lange mehr Spacer rein bis es nicht mehr rotiert, dann wieder welche raus nehmen bis es wieder geht. Ist immer ein Kompromiss zwischen gutem Handing und maximaler Leistung. Wenn ich Racesegel von Regattafahrern kaufe nehme ich meist noch ein paar Spacer raus, die sehen den Kompromiss dann wohl anders als ich.


    Ansonsten ist ein 7,8er aber auch kein Leichtwindsegel mehr, das muss keinen super tiefen Bauch haben. Man kann so ein Segel aber auch ganz gut mit negativer Schothornspannung fahren, dann zieht sich noch etwas mehr Bauch rein wenn Wind reinkommt.


    Mit den SDM Cambern wird das aber nicht optimal gehen. Ich würde mich da auch um den Mast sorgen. Wenn ein Camber nicht richtig anliegt fräst der sich ziemlich schnell ins Carbon ein.


    Gruß, Onno

    Ich glaube reggi hatte mal hier im Forum durchgerechnet, dass Kavitation, also der Effekt dass Dampfblasen entstehen, an einer Windsurffinne unter 50 kn gar nicht auftreten kann. Ich kann mir das auch nur schwer vorstellen, ich hab auch noch nie davon gehört, dass es passiert oder die dadurch unausweichlich entstehenden Schäden irgendwo gesehen. In dem Video ist auch nur von Ventilation die rede.

    Zum Strömungsabriss: das muss ich nicht mehr belegen, da seit über hundert Jahren bekannt.

    Interessant. Ich dachte immer, Windsurfen wurde erst post-WWII erfunden. Da erstaunt es schon, dass die dabei auftretenden Effekte an den Finnen schon deutlich länger bekannt sind.

    Es wuerde mich wirklich sehr interessieren, was das fuer einTest gewesen ist und bei welchen Bedingungen.

    In der Videobeschreibung steht doch drin für welches Paper die das gemacht habe. Frei zum Download hier: https://www.researchgate.net/p…rison_against_Model_Tests Interessant ist Seite 9.

    (für den Fall dass das irgendwann nicht mehr Verfügbar ist hänge ich das noch an)

    Ich würde mal behaupten - gestützt auf eigene Erfahrung , dass mind 90% aller Spinouts durch Strömungsabriss passieren, entweder beim Angleiten oder zu starken und/oder zu langsamen Höhe pressen. Die anderen 10% finden durch Ventilation statt ( Kabbelwasser)

    In meiner Erfahrung es halt genau andersherum. Liegt vielleicht auch daran, dass du eher Speed fährst und ich eher Slalom, vgl. erster Beitrag. Macht aber auch keinen Sinn sich da über Prozentzahlen zu streiten, wir sind uns ja prinzipiell Einig, dass beides vorkommt. Strömungsabriss eher bei sehr niedrigen Geschwindigkiten (Angleiten), Ventilation eher bei höheren Geschwindigkeiten.


    Gruß, Onno


    Nachtrag: Da war ich gerade am Schreiben als du geantwortet hast. Ja, die haben erstaunlich langsam getestet, dafür aber mit enormen Anstellwinkeln (bis 20° :eek: ) Ansonsten dazu volle Zustimmung!

    Hier ventiliert das Profil aufgrund des hohen Unterdrucks auf der Saugseite. Es wird Luft von der Wasseroberfläche angesaugt und dadurch tritt über das gesamt Profil Kavitation auf.

    Was jetzt, Ventilation oder Kavitation? Das sind zwei sehr unterschiedliche Vorgänge!

    Beim ‘normalen’ Spinout triit eine Ablösung der Strömung infolge eines zu hohen Anstellwinkel auf. Typischerweise tritt das bei langsamen Anströmgeschwindigkeiten auf.

    Woher nimmst du dieses Wissen? Wenn du das schon so als absolutes Faktum hinstellst, sollte das auch irgendwie belegbar sein.


    Meiner Erfahrung nach (wo natürlich auch viel raten bei ist, was da gerade genau an der Finne passiert) macht sich ein klassischer Strömungsabriss ohne Ventilation durch ein kurzes seitliches wegschmieren des Hecks bemerkbar, was sich aber eigentlich sofort wieder gibt, wenn man etwas Druck von der Finne nimmt. Passiert wohl häufiger bei kleinen Finnen mit dünnem Profil in Verbindung mit recht großen Segeln (z.B. Speedsurfen, MUF Delta Finne etc.). Mit konservativeren Setups ist das eigentlich kaum hinzubekommen. Wie sich Multifinboards da verhalten weiß ich nicht, kein eigene Erfahrung.


    Was der gemeine Surfer als Spinout bezeichnet ist aber dann doch mit Ventilation verbunden, also genau das, was man da im Video sieht. Wenn man während eines Spinout mal das Kielwasser anguckt, sieht man da ganz eindeutig die Blase, die an der Finne hängt. Etwas hinter dem Board schließt sich die dann, wodurch das Wasser deutlich nach oben spritzt, je länger die Finne, desto spritziger wird das. Ich hab das mal mitm Formula und 70 cm Finne provoziert, das sieht dann schon recht spektakulär aus. Das lästige an so einem Spinout ist, dass der Zustand recht stabil ist. Man muss die Finne sehr viel mehr entlasten um die Ventilation loszuwerden als beim reinen Strömungsabriss.


    Warum auch Ventilation eher bei niedrigen Geschwindigkeiten auftritt ist auch zu erklären: Man bekommt mit viel weniger Kraft hohe Anstellwinkel und damit auch sehr starken Unterdruck an der Saugseite hin. Wie Tim schon schreibt, kann das aber auch bei höher Geschwindigkeit immer noch passieren, wenn da zu viel Luft an die Finne kommt. Laut Wolfgang Lessacher hat man in der Grenzschicht zwischen Board und Wasser aber immer eine gewisse Menge Luft. Letztendlich ist das dann wohl auch eine Frage der Finne, ob da eher die Strömung abreißt oder Ventilation auftritt. Dickere Profile sind bzgl. eines Strömungsabrisses nicht so empfindlich und können daher bei geringen Geschwindigkeiten schon sehr viel mehr Sog erzeugen als dünne. Wenn die Finne also genug Unterdruck zum ventilieren erzeugen kann ohne einen Strömungsabriss zu bekommen wird eine Strömungsabriss auch nicht auftreten.


    TL;DR: Ich denke, was man in dem Video sieht entspricht im wesentlich dem, was die meisten Surfer als Spinout bezeichnen.


    Gruß, Onno

    Segel aber auch nicht ZU bauchig trimmen, sonst gibt es Spin Outs

    Ach, für einen wirklich tiefen Raumschotrun kann das Segel fast nicht zu bauchig sein. Sollte man dann aber vorm Anluven oder Halsen wieder etwas flacher ziehen. Bei meinem 7,9er kann man da schon gerne mal 4-5 cm loslassen gegenüber einem neutralen Halbwindtrimm. Und wie immer, währen man noch Speed aufbaut muss man natürlich vorsichtig mit dem Druck auf dem hinteren Fuß sein. Das geht am besten in Böen, die so stark sind dass man auf Halbwindkurs schon aufmachen müsste. Durch die tiefen Winkel wird der Druck im Segel dann deutlich weniger und alles fühlt sich auf einmal wunderbar leicht an. Bis der Speedstrip zu Ende ist und der Chop anfängt und man auf einmal mit knapp 60 km/h schräg von hinten über die Wellen drüber muss... Dann bloß nicht langsamer werden ohne anzuluven, sonst kommt der Wind auf einmal mit voller Wucht von hinten, und so schnell kann man dann das Segel gar nicht so weit aufmachen.


    Gruß, Onno

    46er Finne erscheint mir auch reichlich gross.

    Was würdet ihr für Finnengrössen empfehlen?

    Board wie gesagt Josh Angulo 118 mit 73cm. Ich 80kg/179cm. Segelgrösse würde ich auf dem Board 7.0 und 7.8 fahren.

    Moin,


    ich würde da was im Bereich von 38 bis 42 cm versuchen. Hängt natürlich auch immer von der Finne selber ab. 46 cm kann man auf dem Board mit 8,6 wohl noch gut fahren, gerade als G10 Finne müsste das ganz gut gehen. Mit dem 7er wird das aber dann wahrscheinlich nicht so gut laufen.


    Je kleiner du die Finne wählst, desto vorsichtiger musst du die belasten, auch wenn man mal über Chop drüber muss. Das verschlechtert dann auch das An- und Durchgleiten etwas. Geschwndigkeitspotenial wird aber besser, auch durch die verbesserte Boardkontrolle. Das kann bei zu kleinen Finnen dann aber auch wieder umkippen, dann wird das Board um die Längsachse instabil, was insbesondere bei nicht perfekt glattem Wasser Probleme geben kann.


    Wahrscheinlich ist für dich erstmal eine 42er Finne am besten, sonst wird der Sprung vom Super Lightwind zu groß. Wenn dir dann die Finne mit dem 7er Overdrive zu groß wird, kannst du auch bequem auf den Fox umsteigen. Wenn du aber lieber absoluten Downwind Topspeed mit dem 7er voll angepowert fahren willst, eher die kleinere Finne wählen.


    ausserdem erhoffe ich mir von der schlanken Carbon-Finne die 2-3 km/h mehr, die mir noch auf den 50er Fehlen

    Ich glaube den Speed musst du eher zwischen Gabelbaum und Fußschlaufen suchen statt in der Finnenbox ;) 50 km/h ist für so eine Kombi bei 20 kn Wind und Flachwasser kein Speed, auch mit der großen G10 Finne sollte das locker gehen. Einfach mal ordentlich abfallen in einer guten Böe, Segel bauchig Trimmen und die Kiste fliegen lassen. Klar, man muss hinterher wieder zwei Schläge Höhe knüppeln, aber den Spaß ist das eigentlich wert!

    Oder da stimmt am Trimm noch was nicht so richtig. Aber für den ersten Versuch ist das schon in Ordnung, die 50 wirste schon noch knacken!


    Gruß, Onno