Beiträge von Slaughthammer

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    Moin Chris,


    das PSP Dacron Tape nutze ich seit vielen Jahren, hält immer mehrere Saisons. Die beiden oben verlinkten Tapes haben bisher auch noch keine Schwäche gezeigt. Wobei ich das mit dem breiten Mylartape geflickte Formulasegel nur wenig im Einsatz hatte. Ich verklebe immer möglichst trocken, ist durchaus manchmal etwas fummelig...


    Gruß, Onno

    Ich hatte ne Zeit lang ein 7er Gun Cannonball (Vergänger vom Vector) und ein 5,7 und 5,0 Torro. Das 5,7er bin ich zwei mal gefahren, dann hab ichs verkauft, weil ich ohne Probleme direkt vom 7er Cannonball aufs 5er Torro wechseln konnte, bzw wenn das 7er am Ende war, ging das 5,7er auch nicht mehr gut. Boards waren auch ähnlich wie das was du vorhast, 71er Slalomhobel und 60 cm Freemove. Ein 7er Slalomsegel kann man nach oben raus halt schon ganz schön lange hinhalten. Kleiner baue ich erst auf, wenn die Böen schon deutlich über 30 kn sind und der Durchschnitt über 25 kn liegt... Ist halt die frage, ob man so angepowert fahren mag (wenn nicht sollte man die Segelwahl nochmal hinterfragen)

    Vielleicht kann man auch meine Erfahrungen mit den Vectoren und GS-Rs nicht auf das Sunray übertragen. Vector und GS-R verhalten sich da sehr ähnlich, und bei diesen Segeln habe ich solche Schäden noch nie gesehen. Die sind aber auch explizit darauf hin optimiert im oberen Windbereich gefahren zu werden, wohingegen das Sunray wohl doch eher als Frühgleiter gedacht ist. Aber wie gesagt, Sunrays sieht man hier bei uns so gut wie nie, ich kenne da hauptsächlich Vectoren und GS-Rs.


    Ich glaube aber immer noch nicht, dass diese Schäden durch (zu) starkes Loose Leech verursacht werden. Würde das eher auf falschen Windeinsatzbereich, Materialfehler oder ungünstige Konstruktion seitens Gunsails schieben. Vielleicht hat da einfach der Fabrikant auf Sri Lanka eine etwas zu alte Monofilmrolle günstig bekommen, was dann zu vorzeitiger Alterung beim Kunden führt...


    Gruß, Onno

    Abschließend sei vielleicht einfach gesagt, dass man zu viel LL vermeiden sollte.

    Das würde ich so nicht aus deiner Erfahrung herauslesen. Man sollte eher vermeiden mit viel zu großem Segel die ganze Zeit mit offener Tür und flatterndem loose leech zu fahren. Man könnte auch sagen: Unsachgemäßer Gebraucht kann zu Schäden am Material führen.


    Mal ganz davon abgesehen, was du da beschreibst, extrem viel Downhaul und Outhaul zu trimmen für Überpower, ist meiner Meinung nach auch nicht wirklich hilfreich. Es reduziert zwar die Power aus dem Segel, macht es aber auch ziemlich nervös und damit schlechter kontrollierbar. Durch das viele LL oben bekommst du noch zusätzlich Lift in Board, was auch nicht gerade hilfreich ist.


    Gruß, Onno

    Kleiner 7m² ist auf dem Board nicht mehr wirklich sinnvoll... kann man zwar machen, ist dann aber eigentlich nicht artgerecht. Dafür geht aber ein 8,4er auch noch ganz gut auf dem Hobel. Wenn du kleinere Segel fahren willst, brauchst du eigentlich ein anderes Board. Mit nem 7er Slalomsegel sollte sich das ganze bis satte 6 Bft fahern lassen. Die Finnenlängen könnten hinkommen, das weiß man genau aber erst, wenn mans gefahren ist.


    Bei mir sind 7,9/7,1 auf 69er Manta meine meistgefahrenen Segel. 7,1 fahre ich bei gleichmäßigem Wind auch schon mal auf dem Manta59, 6,3 dann nur noch auf dem kleinen Board. Wenn ich das 7er auf dem 69er nicht mehr halten kann, brauche ich das 6,3er da gar nicht mehr zu probieren, das hat dann einfach zu wenig Dampf um das Board flach zu halten. Die Freerider sind dann aber auch schon dabei Segel um/unter 5m² aufzubauen...

    Schleuderstürze können bei so vielen Situationen passieren [...] oder wenn das Board total überpowert

    senkrecht hochsteigt.

    Das ist tatsächlich meine häufigste Form von Schleudersturz. Board hebt ab und taucht anschließend mit der Leerail ein, was dann hart und plötzlich bremst--->over the handlebars. Vorteil: man hat ne knappe Sekunde Vorwarnzeit (aufm Formula gefühlt mehrere Sekunden...) und kann sich mental darauf vorbereiten das Rigg am Board vorbei ins Wasser zu schmeißen und ausm Trapez auszuhaken, klappt aber auch lange nicht immer.


    Wer nicht ab und zu einen Abflug macht Surft nicht an seinem Limit 😉

    Ja, das denke ich mir auch immer wenn ich nach zwei Stunden gut angepowertem surfen mit 7.9 trocken nach Hause komme. Hätte dann wohl doch besser 8,7 fahren sollen.


    Gruß, Onno

    Das sehe ich auch so.


    Ich ging bei meinem Post davon aus, dass das mehr oder weniger common knowledge ist, was ich da schreibe. Das Totti das hier nicht im Forum stehen haben möchte kann ich gut verstehen, und da hätte ich mit etwas Nachdenken vor dem Posten auch selber drauf kommen können, von daher möchte ich mich in die Richtung entschuldigen.

    Naja, mal fix gerechnet: 90 kg+Board (~8 kg)+Rigg (9er, nass ~15kg) +Neo (nass, 3 kg)... Da bleiben von deinen 135 Litern keine 20 Liter Überschuss übrig. 10 Liter mehr heißt also 50% mehr Überschussvolumen. Wenn das Board dazu noch 5 cm breiter wird, macht das in Summe einen sehr deutlichen Unterschied. Mit dem 7,5er ist das nicht so dramatisch. Ich kenne das zur genüge, da ich manche Segel auf verschieden großen Boards fahre. Das 7,9er fühlt sich auf dem 125l/79cm Board deutlich kleiner als auf dem 110l/69cm Board. Passt in dem Fall aber beides. Auf jeden sollten Board und Segel schon zusammen passen, gerade wenn du noch viel zu lernen hast. Erfahrene Surfer könne auf deinem Rocket durchaus ein 9er fahren... optimal läuft das aber trotzdem nicht. Gerade beim Lernen von Schlaufen/Trapez hilft eine gut passende Kombi enorm.


    Bedenke zudem, das 9er ist ja nicht nur schwerer, die Masse sitzt auch noch an einem längeren Hebel. Wenn so ein Segel in der Wende erstmal ein kleines bisschen aus der neutralen Achse kippt, hast du auf so einem vergleichsweise kleinen Board einfach keine Möglichkeit da dann gegenzusteuern.


    Tips zum Fußschlaufen lernen: Einfach mal ne Nummer größer aufbauen als man denkt und dann durchkämpfen. Früh schon einen Fuß in der Schlaufe haben. Schlaufen innen/vorne montieren. Ich habs damals gelernt weil ich so überpowert war, dass ich ohne Fußschlaufen nicht überleben hätte können. Also langer Ausfallschritt, Gewicht auf vorderem Fuß und Mastfuß, während der hintere Fuß fast gewichtsfrei schon mit dem großen Zeh in der Schlaufe hakt. Kommt die Böe, muss man nur noch seinen Körperschwerpunkt nach hinten verlagern, der vordere Fuß landet dann fast von allein in der vorderen Schlaufe. Ist zwar nicht die Lehrbuchvariante und man sollte dann auch noch lernen wie das andersherum geht, weil das bei gerade-so-Gleitwind nicht funktioniert.


    Gruß, Onno

    Am einfachsten handelt sich so ein 9er in einem Stehrevier... Beachstart geht immer. Für einen Wasserstart darf nicht zu viel Welle sein, und am besten lässt man das Segel auch nicht absaufen. Wo wir wieder bei der Anfängerproblematik wären. IMHO ist ein 9er erst dann sinnvoll, wenn man nicht mehr alle Nase lang im Bach liegt. Also wenn die Halse einigermaßen klappt und man sicher mit Trapez und Fußschlaufen fahren kann. Oder wenn man ein Stehrevier hat, die Wulfener Halse ist schnell gelernt.

    Moin,


    dein Board kann ein 9er nicht mehr sinnvoll tragen, das wird dir kaum Angleitvorteile gegenüber einem 8er bringen. Für frühes Angleiten brauchst du bei 90 kg ein größeres Board, und dann wäre ein leichtes 9er noch OK, wenn du wirklich ambitioniert (und leidensfähig*) bist. Es kommt halt auch immer drauf an, wie schnell einer lernt. Es gibt Surfer, die brauchen fahren drei Saisons mit nur einem Fuß in der vorderen Schlaufe und maximal halb dicht gezogenem Segel rum, und andere, die nach fünf Tagen mit richtig Wind sauber in beiden Schlaufen stehen. Da musst du dich wohl selber einschätzen, zu welcher Sorte du da gehörst.


    *So ein 9er Segel ist zum Starten wirklich unkomfortabel. Selbst wenn es ein leichtes Segel ist, die Hebel sind lang und die Fläche auf der Wasser ist ist groß. Auf einem 135er Board mit 72cm breite bei 90 kg wird das ganze auch sehr kippelig. Und spätestens beim halsen lernen wirds mit so einem Lappen frustig.

    Ich bin sehr Equipment-affin und bin über jegliche Materialtipps dankbar.

    Zu deinem derzeitigen Stand wird dir keine Materialschlacht der Welt helfen Zeit auf dem Wasser zu ersetzen!


    Gruß, Onno

    Kommt auf die Gabel an. Wenn das keine vernünftige Carbongabel ist, solltest du gleich ne längere suchen. 2018 war das doch schon das S-Type SL, also ein recht potenter Freeracer. Ohne eine passend steife Gabel kann man da nur den unteren Windbereich sinnvoll nutzen.


    Ansonsten hilft da wirklich nur ausprobieren. Da die Segel- und Gabelhersteller da teilweise unterschiedliche Messmethoden haben und die Gabellänge auch davon abhängt, wie hoch diese am Mast montiert ist, kann man das leider nicht so genau vorhersagen. Es kann durchaus funktionieren, muss aber nicht.


    Gruß, Onno

    Auf Flachwasser halte ich mit meinen knapp 80 kg bei 7 bft (also 28-34 kn) wenn es unbedingt sein muss noch ein 7er, 6,3 ist dann aber definitiv die bessere (=schnellere) Lösung. Wohlgemerkt, Slalomsegel auf entsprechenden Boards auf Flachwasser. Bei Chop wird das 7er dann für mich schnell unbeherrschbar, 6,3 wird dann auch irgendwann eng wenn es deutlich über 30 kn geht. An solche Einsatzbereiche muss man sich rantasten, und konsequent immer etwas überhalb der persönlichen Komfortzone aufbauen, dann gewöhnt man sich (und seinen Körper) mit der Zeit daran (Wissen um richtigen Trimm setze ich mal voraus). Muss man halt wollen, das fällt einem nicht in den Schoß. Die Slalomsegel können das ab, der Schwachpunkt befindet sich üblicherweise zwischen Gabel und Fußschlaufen ;-)


    Gruß, Onno

    Ich habe den, ich nutze den. Hat eine Neoprenhaube integriert, an warmen Tagen nutze ich den nicht. Generell nutze ich den den eher als Neohaube zum Kopf wärmen. Das Neopren hat über den Ohren sehr kleine Löcher drin, die unangenehme Windgeräusche produzieren. Passform ist bei mir gut, trage Hutgröße 59-60. Die Plastikkappe fürs Kinn fand ich unangenehm, ist aber auch schnell entfernt.


    Gruß, Onno

    Mh, ne der Mast ist glaube ich ein uralter North sting in 35% Carbon. Müsste aber CC sein.

    Ich stecke ihn spaßeshalber mal rein.

    Danke für deine Antwort, dann versuche ich das erstmal mit der North Gabel für die ersten Anläufe

    Jo, zieh ruhig die alten 135er Asphalttrennscheiben die du noch in der Garage liegen hast auf den günstig geschossenen Porsche. Wird schon irgendwie fahren.


    Die Gabel kannst du erstmal nehmen, kaputt gehen wird die davon nicht. Um den Mast würde ich mir da mehr sorgen machen. Die Vorliekskurven sind schon extrem, die niedrigprozentigen Masten sind da nicht für ausgelegt. Kann klappen, muss aber nicht. Kann auch Probleme mit den Cambern wegen des Durchmessers geben, man braucht halt mehr Glasfasern um die Steifigkeit hinzukriegen.

    Ich muss sagen, als jemand der sonst nur gebrauchtes Equipment kauft, bin ich gerade echt versucht da mal mit der Tradition zu brechen. Weiß nur nicht, ob ich da der Betatester sein will....