Super Idee von Copello .HTS 3 D Flex Tail

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  • War in Gladbeck bei einem Kunden. Er zeigte mir seinen 3D Flex Copello. Ist ein Waveboard. Letzter halber Meter Bodenplatte
    ca. 1cm dick, Ausschnitte laufen auf jeder Seite den in etwa halben Meter nach hinten, genau in die Mitte am Ende. Ausschnitte sind ca.3cm hoch ,wie eine Spalte einer Melone. Vorne und hinten auf null auslaufend. Legt man sich in eine Kurve,
    wird die Bodenplatte nach oben verbogen. Man halst radikaler. Seit langem mal eine tolle Idee. Kann man bei Copello im
    Internet sehen. Wolfgang

  • Das Copello Flextail-Board ist tatsächlich genial. Wegen des Null-Rockers gleitet es als 70 Liter Brett erstaunlich früh an, zieht aber trotzdem sehr kontrollierte (auch enge) Halsen, weil bei Druck auf die Kante dosiert Rocker bis 3 cm erzeugt wird. Zudem läuft es bei harten Bedingungen wunderbar ruhig. Ich fahre das Bord im zweiten Jahr und die Konstruktion erweist sich als solide. Es ist allerdings nichts für Freestyler, die rückwärts fahren, weil diese Fahrtrichtung das Flextail sicher nicht gerne hat.
    Eine kleine Korrektur: Dieses Board ist nicht von HTS (obwohl die diese Technologie mal als "3 D Flex Tail" angekündigt hatten), sondern stammt als Custommade (Carbon-Vectran) von Marco Copello direkt. Ob HTS diese Bretter tatsächlich baut /bauen kann, weiß ich nicht. Marco Copello baut sie jedenfalls in Spitzenqualität.
    Falko

  • Als der Mistral challenge flex rauskam, war das Tinkler-Tail schon längst wieder tot. Die Montage der Finne in dem weichen Flextail war nicht förderlich für die Fahrleistungen.


    Jogi hatte damals gute und haltbare Tinkler gebaut. Obels und Flamingo hatten zu dem Zeitpunkt den Bau von Tinkler-Tails schon wieder eingestellt, Softtails waren jetzt angesagt.


    Mistral hatte dann das Patent von Tinkler gekauft und eine "sensationelle Weltneuheit" angekündigt und die Branche hat sich darüber totgelacht. Soweit ich noch weiß, ist das challenge flex auch unter Mitarbeit von Jürgen Hönscheid entwickelt worden als eierlegende Wollmilchsau. Wollte aber niemand haben - ach doch, Totti sagte mal, er hat eins im Keller!


    Als sinnvolle Weiterentwicklungen können die Softrail-Typen und das Soft-Tailkick gewertet werden, hier ist die Finne im festen Teil des Rumpfes verankert. Möglich wäre auch ein altes Softtail in Verbindung mit Quattro-Finnen, weil dann der lange Hebel der Singlefin weg wäre, die Finnen wären besser außen positioniert und man könnte mit FCS-Box eine Versteifung der Flexplatte vermeiden. Also genug Möglichkeiten zum Experimentieren gibt es noch


    meint


    Dr. Spin Out

  • Bouke von Witchcraft schwört seit ca. einem Jahr auf seine neu entwickelten Flextails. Sollen wohl tatsächlich funktionieren. Er hat angeblich auch das Problem des Vertwistens gelöst, dass sonst immer die Idee getötet hat. War ein großer Artikel in einem US-Magazin und eine kleine Notiz in der Surf.

  • Es ist kein sandwich aber ein carbon platte miet viel UD fasern und wird zusammen mit der runde tail ein scharnier, bei Copello ist es eine platte und biegt nicht nur in lange richtung aber auch in breite............mann verliert dan die grip in kurven. Bei Witchcraft biegt es nur in die lange richtung. Die farbstoff ist eine nicht so harte so kann mit biegen.

  • Es ist kein sandwich aber ein carbon platte miet viel UD fasern und wird zusammen mit der runde tail ein scharnier, bei Copello ist es eine platte und biegt nicht nur in lange richtung aber auch in breite............mann verliert dan die grip in kurven. Bei Witchcraft biegt es nur in die lange richtung. Die farbstoff ist eine nicht so harte so kann mit biegen.


    Flextail 1 023.jpgFlextail 2 024.jpgFalko 2k 034.jpg
    @ watermonstertje Die Platte beim Copello biegt tatsächlich auch an beiden Flanken und zwar seitlich vom Finnkasten. Der Finnkasten selbst gehört samt Finne zum starren Teil des Hecks. Der Grip leidet durch den seitlichen Flex nicht, weil der starre Teil des Hecks die maximale Durchbiegung der Flexplatte begrenzt – wie ein breiter Anschlag. Du siehst das auf den beiden Fotos.

    Da die Flextails früher leider (a) schwer und (b) wenig haltbar waren, einige Angaben zum jetzigen Copello. Zu a: Gewicht: 5,5 kg, Länge 230 cm, Breite 54,5 cm, Volumen ca. 70 Liter; Bauweise: Carbon-Vektran Gewebe. Zu (b): Was die Haltbarkeit betrifft, so habe ich vor einem Jahr den ersten Prototypen gefahren (der auch in dem Video zu sehen ist). Er war damals 7 Jahre alt und funktionierte immer noch obwohl er als Testbrett am Brutal Beach stark beansprucht wurde. Wenn meiner so lange halten sollte, wäre ich zufrieden. Bis jetzt ist an meinem nach zwei Jahren intensiver Nutzung noch kein Problem feststellbar. Aber das bleibt abzuwarten. Verglichen mit dem Brett im Video sind die heutigen Boards im Heck übrigens meist schmaler (s. Foto).

    Welche Unterschiede in den Fahreigenschaften zwischen den Flextails von Copello, Witchcraft und Hydroflex bestehen, weiß ich leider nicht. Das könnte einmal ein interessanter Test für ein Surfmagazin sein – insbesondere, wenn da noch zwei oder drei Multifinn-Boards dabei wären.
    Falko

  • Die Platte beim Copello biegt tatsächlich auch an beiden Flanken und zwar seitlich vom Finnkasten. Der Finnkasten selbst gehört samt Finne zum starren Teil des Hecks. Der Grip leidet durch den seitlichen Flex nicht, weil der starre Teil des Hecks die maximale Durchbiegung der Flexplatte begrenzt – wie ein breiter Anschlag. Du siehst das auf den beiden Fotos.

    Hab selber nie auf so einer brett gefahren (nur damals die Challenge flex) aber ein kumpel von mir hat erfahrung mit beider typen und er verliert grip in die kurven mit die platte welche auf alle seiten biegt..........die rail biegt weg weil bei Witchcraft nur die rocker line. Ich kann mich etwas vorstellen dabei.

  • Hab selber nie auf so einer brett gefahren (nur damals die Challenge flex) aber ein kumpel von mir hat erfahrung mit beider typen und er verliert grip in die kurven mit die platte welche auf alle seiten biegt..........die rail biegt weg weil bei Witchcraft nur die rocker line. Ich kann mich etwas vorstellen dabei.


    Hallo Watermonstertje, vielleicht hat Dein Kumpel noch ein Board mit einem etwas breiterem Heck gehabt. Meines hat ein recht dünnes und spitzes Pintail und weder ich noch andere, die das Board gefahren sind, haben etwas vom fehlenden Grip gemerkt. Das könnte bei einem breiteren Heck vielleicht anders sein.
    Falko
    P.S.: Weißt Du zufällig, was die Witchcraft Flexboards wiegen?

  • Ich habe dieser System von Copello schon in der 90er versucht aber hatte Probleme mit der Vertwistung. Wenn mann eine Kurve macht hat man an der Innenseite mehr Druck als Aussen und dadurch verdrehte sich der Platte. Und sobald der Platte sich verdreht hat, biegt der nicht mehr in der andere Richtung, wie auch ein Blatt Papier. Hab ich mir damals auch nicht realisiert, nur das es nicht so funkionierte wie gedacht es wollte nicht wirklich drehen aber wegschmieren beim Wellenabreiten. Zum Halsen hab ich es nie konzipiert. Auf flachen Wasser ist es mir nicht so wichtig das die Kurve mal 1m breiter ausfällt.


    Beim jetztigen System funktioniert es gut. Dreht extrem Eng ohne Griff verlusst.


    Sehe hier: http://vimeo.com/25588985


    Das Gelbe 94L und Orangene 78L sind Flextails.

  • Die Platte geht immer nur innen hoch,da du dich in die Kurve legst,Gewicht auf die Platte bringst. Das steife Teil ist ein 60° steifes Teil,wie ein Tortenstück. Die Platte die links wie rechts übersteht gibt nur da nach ,wo Du belastest,links oder rechts.Nach einem Sprung setzt das Brett
    laut Falko,butterweich ein,weil beide Seiten dämpfen. Ferner soll anpumpen durch auf und ab Bewegung Vorteile bringen.Wo Du hier von Vertwistung redest ist mir ein Rätsel.Wolfgang

  • Die Platte geht immer nur innen hoch,da du dich in die Kurve legst,Gewicht auf die Platte bringst. Das steife Teil ist ein 60° steifes Teil,wie ein Tortenstück. Die Platte die links wie rechts übersteht gibt nur da nach ,wo Du belastest,links oder rechts.Nach einem Sprung setzt das Brett
    laut Falko,butterweich ein,weil beide Seiten dämpfen. Ferner soll anpumpen durch auf und ab Bewegung Vorteile bringen.Wo Du hier von Vertwistung redest ist mir ein Rätsel.Wolfgang


    Genau denn wenn es nur links oder rechts hoch biegt. Wenn das passiert verliert man Griff, sogar eine Menge. Vielleicht nicht wichtig in einer Halse aber beim Wellenabreiten wohl. Nimm mal ein Blatt Papier als Heck und mach das mal. Und versuch denn noch mal Rocker herein zu biegen.


    Auch wird zwar das Angleiten auch sehr gut (gebe sogar ein Tick negativ Rocker in Ruhestand) aber beim Geradeausfahrt mit viel Druck auf den Mastfuß und vordere Füße merkt man kaum dämfende Wirkung. Kann schon sein das das bei Copello besser ist. Ich hab dafür auch nicht gemacht sondern hauptsächlich die Fahrleistungen in der Welle zu verbesseren. Vor allem bei Leichtwind sind die Vorteile extrem. Man wünscht sich gar kein Starkwind mehr solange es eine schöne Welle hat.

  • Genau denn wenn es nur links oder rechts hoch biegt. Wenn das passiert verliert man Griff, sogar eine Menge. Vielleicht nicht wichtig in einer Halse aber beim Wellenabreiten wohl. Nimm mal ein Blatt Papier als Heck und mach das mal. Und versuch denn noch mal Rocker herein zu biegen.


    Auch wird zwar das Angleiten auch sehr gut (gebe sogar ein Tick negativ Rocker in Ruhestand) aber beim Geradeausfahrt mit viel Druck auf den Mastfuß und vordere Füße merkt man kaum dämfende Wirkung. Kann schon sein das das bei Copello besser ist. Ich hab dafür auch nicht gemacht sondern hauptsächlich die Fahrleistungen in der Welle zu verbesseren. Vor allem bei Leichtwind sind die Vorteile extrem. Man wünscht sich gar kein Starkwind mehr solange es eine schöne Welle hat.


    @ Witchcraft Das mit dem Blatt Papier funktioniert prima - sofern man es nicht parallel zur Längsrichtung des Boards biegen will, sondern in einem Winkel von 30-40 Grad dazu. Dann wird der Rocker bei der Halse in diejenige Heckseite rein gedrückt, die in das Wasser schneidet. Genau in solchem Winkel sind die flexenden Teile beim Copello-Board ja auch angebracht.

    Richtig ist Deine Beobachtung, dass bei schneller Geradeausfahrt auf Flachwasser mit viel Druck auf dem Mastfuß wenig Unterschied zu einem konventionellen Board spürbar ist. Bei Kabbelwasser merkst Du es aber schon. Da läuft das Board weicher. Den Hauptvorteil sehe ich aber darin, dass man ein sehr wendiges, kleines und gut kontrollierbares Board fährt, das trotzdem super angleitet. Vermutlich gilt das wohl auch für die Bauweise, die Du alternativ entwickelt hast und die dann noch etwas andere Schwerpunkte setzt.
    Falko

  • @ Witchcraft Das mit dem Blatt Papier funktioniert prima - sofern man es nicht parallel zur Längsrichtung des Boards biegen will, sondern in einem Winkel von 30-40 Grad dazu. Dann wird der Rocker bei der Halse in diejenige Heckseite rein gedrückt, die in das Wasser schneidet. Genau in solchem Winkel sind die flexenden Teile beim Copello-Board ja auch angebracht.


    Wenn den Flex aus mehrere Teile besteht wird das in der Tat möglich sein, bei mir war das früher ein Teil. Nur hat man bei seitlichen Aufbiegen trotzdem den Griffverlusst. Beim Halsen eher unwichtig, da hat man ja auch keine zusätzlichen Segeldruck auf dem hinteren Fuß, beim Wellenreiten schon. Da kan man jeden Griff gebrauchen, es ist ja eh nur Wasser was immerhin nachgibt, kein Asfalt oder Eis. Wenn man den Rails im hinteren Bereich nur ein wenig abrundet spürt man schon Griffverlusst. Ausserdem gibt ein Flex der nur im Langsrichtung biegen kann zusätzlich Schub nach vorne wenn es flext so dass man beschleunigt in der Kurve.