Upwind Speed

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  • Sagt mal, gibt es irgendeinen heiligen Gral beim Upwind Surfen?


    Ich bin gestern eine ganze Zeit mit 6 richtig guten Holländern am Brouwersdam Slalom gefahren. Downwind gings ganz gut, Halbwind auch noch so halbwegs, aber Upwind bin ich jedes mal so dermaßen gebügelt worden...ätzend. Teilweise haben die sogar mehr Höhe gezogen und waren tendenziell immer noch schneller :(
    Also klar, mit einer längeren Finne lässt sich schon was machen. Zum Beispiel ging die 46er viel besser als die 42er, aber gereicht hat das nicht.
    Ist vielleicht die Boardbreite entscheidend oder ist es die Technik? Wir sind alle in etwa die gleiche Segelgröße gefahren, aber ich hatte mit 74cm das schmalste Board. Die anderen waren zwischen 79cm und 85cm. Kann das der Punkt sein? Also an sich war mein Board nicht zu klein, ich war zum Beispiel auch immer mit am frühesten im Gleiten...


    Danke ;)

  • Tampenlänge!
    Für richtig gut Höhe ziehen sollten die schon ordentlich kurz sein.


    Vielleicht hätte es was gebracht wenn du den Mastfüß 1-2cm Nach hinten geschoben hättest. Du wärst dann aber ein Stück schlechter im Angleiten.


    Gabelbaumhöhe nimmt auch Einfluss.


    P.S.: Mit Segeltrimm kann man auch für upwind performance tunen.


  • Ist vielleicht die Boardbreite entscheidend oder ist es die Technik? Wir sind alle in etwa die gleiche Segelgröße gefahren, aber ich hatte mit 74cm das schmalste Board. Die anderen waren zwischen 79cm und 85cm. Kann das der Punkt sein? Also an sich war mein Board nicht zu klein, ich war zum Beispiel auch immer mit am frühesten im Gleiten...


    Danke ;)


    Du siehst das schon richtig;
    große Finne, breites Heck ist Upwind durch nichts zu ersetzen, besonders wenn Du noch nicht richtig angenagelt bist.
    Das gilt auch auf Halbwind.
    Nachteil ist das man deutlich mehr Körperspannung braucht(geht tierisch auf die Beinmuskeln).
    Wichtig sind lange Tampen, damit das Segel möglichst aufrecht steht.
    Fahrtechnik ist wie beim Formulaboard leicht auf die Leekante gestellt, weit rausgelehnt, Oberkörper nach vorn.

  • Lange Tampen auf Upwindkurs? Da schleif ich dann immer mit dem Hintern durchs Wasser. Mein persönlicher Favorit sind 20" bei Leichtwind, 24" bei Starkwind und 20" bei Upwindkurs sowie 24" bei Downwindkurs. Verstellbare Tampen natürlich. Glaube da hat aber jeder Surfer andere Favoriten (Körperstatur --> 193 cm und lange Beine, Trimm --> Gabel meist auf Höhe der Nase). Mein Onkel ist wesentlich kleiner, benutzt aber extrem lange Tampen mit denen ich nie klar gekommen bin, ca 30".


    Um Upwind mithalten zu können braucht man Heckbreite, Boardbreite, lange Finnen und große Segel. Der Vergleich zum Formula liegt da nahe. Auf Halb- und Downwind sind die Dinger dann natürlich etwas schwieriger zu fahren, bzw. man benötigt mehr Fitness in den Beinen.


    Jeder der das erste Mal einen Formula gefahren hat wird das am Abend merken.


    Die Christopher Rappe Technik (Tampen etwas nach hinten schieben, hinteren Fuß in Richtung Finne drehen und dabei nach vorne lehnen bis man fast um den Mast sehen kann) war bei den schmaleren Brettern gut um noch etwas mehr höhe zu ziehen. Sollte eigentlich auch auf den jüngeren, breiten Boards funktionieren.


    Aber wahrscheinlich ist der 74er Tabou einfach nur zu schmal im Heck um nen guten Winkel Upwind zu ziehen. Ich nehme an die anderen Surfer waren auch 10-20 kg schwerer?

  • Lange Tampen auf Upwindkurs? Da schleif ich dann immer mit dem Hintern durchs Wasser. Mein persönlicher Favorit sind 20" bei Leichtwind, 24" bei Starkwind und 20" bei Upwindkurs sowie 24" bei Downwindkurs. Verstellbare Tampen natürlich. Glaube da hat aber jeder Surfer andere Favoriten (Körperstatur --> 193 cm und lange Beine, Trimm --> Gabel meist auf Höhe der Nase). Mein Onkel ist wesentlich kleiner, benutzt aber extrem lange Tampen mit denen ich nie klar gekommen bin, ca 30".


    Man gewöhnt sich irgendwann daran.
    Hat bei mir aber ewig gedauert.
    Zur Finne selbst:
    Kann es sein Pat das Du Deine Finnen zu sehr auf Downwindperformance aussuchst?
    Harte Finnen mit mehr Rake laufen zwar gut Downwind; doch gehts um Performance auf Halb oder Upwind siehst Du keinen Stich mehr.
    Bestes Beispiel sind die hier allseits Beliebten; auf einen Achterslalomkurs siehst Du ganz alt damit aus.

  • Sicher, ein Board mit einem breiten Heck kann deutlich besser Höhe laufen. Eine größere Finne hilft zudem. Wenn die Kollegen aber auch Downwind auf deinem Niveau waren, liegt es fast nur an der Technik.
    Achterliektrimmsystem nutzt du?
    Mit Änderungen an der Trapeztampenlänge konnte ich keine Vorteile rausfahren. Aber ich weiß natürlich daß es Leute gibt, die an der Gabel einen kurzen und einen langen Satz Trapeztampen montieren. Sieht man mal bei Formulafahrern, nie bei Slalom-Piloten.
    Ich schiebs einfach nur auf die Technik, Pat...

    Dieser Text wurde nach alter, neuer und eigener Rechtschreibung geschrieben und ist daher fehlerfrei!
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  • Okay, viele Ansatzpunkte, danke soweit. Ich versuche mal kurz zusammenzufassen...


    Trapeztampen:
    Ich fahre Varios von 24"-28". Ich habe die Tampen aber fast immer auf 28" stehen. Ich konnte ehrlich gesagt noch nie eine bessere Performance auf egal welchem Kurs erfahren, wenn ich die Tampen kürzer gestellt habe. Das mache ich wenn eigentlich nur bei Ultralowwind.


    Mastfussposition:
    Weiter hinten geht praktisch nicht mehr...


    Segeltrimm:
    Yeah Achterliektrimmsystem mehr oder weniger vorhanden. Kein komplettes Racesystem, aber ich kann unterwegs umtrimmen. Habe ich auch gemacht, hat subjektiv auch was gebracht, aber konkurrenzfähig war ich dennoch nicht...


    Finne:
    Die 46er ist eine Tectonics F8 Tomcat. Also keinesfalls eine Downwindfinne. Generell hat Bernie auf jeden Fall recht, mit manchen Finne kann man auf der Kreus keinen Blumentopf gewinnen...ich denke aber eigentlich die Finne sollte ganz gut passen, oder gibt es anderweitige Meinungen?


    Gabelbaumhöhe:
    Ich habe die Gabel fast ganz oben, vielleicht noch ein paar wenige cm Luft. Sollte eigentlich passen bei meinen 182cm, oder meint ihr noch höher könnte was bringen?


    Technik:
    Kann ser gut daran liegen, auf was muss ich denn beim Upwind fahrfen besonders achten? Vor allem um schnell zu sein, den Winkel bekomm ich zur Not noch hin...


    Danke :)

  • Hi Pat,


    sicherlich kann man etwas optimieren am Trimm, wenn man nur in eine Richtung fährt.
    Aber du willst ja auch mal zurück. Verstellbare Mastspuren gibt es ja leider nicht mehr, nicht mal bei Formulaboards.
    Also liegt es immer nur noch nach an der Finne oder an der Technik. Aus Erfahrung kann ich dir sagen, es liegt an Letzterem... ;)


    Grüße


    Totti

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  • Ahhhhh


    Ich glaube ja auch, dass es an der Technik liegt. Downwind und Halbwind habe ich ja auch ein Konzept wie ich fahre, Upwind bin ich aber sozusagen planlos.


    Sag doch bitte mal was zur Upwind-Technik :hae_wiejetzt:

  • Quote

    Technik:
    Kann ser gut daran liegen, auf was muss ich denn beim Upwind fahrfen besonders achten? Vor allem um schnell zu sein, den Winkel bekomm ich zur Not noch hin...


    Danke :)


    Hi pat,


    wenn du wind mäßig schon richtig angepowert bist, versuche in den stärksten boen immer noch ein wenig mehr anzuluven um dann wieder danach nur ein wenig abzufallen, wenn möglich gebe noch mehr druck über die lee-kante des brettes in dem du es ein wenig, aber kontrolliert das brett leicht ankantest...

  • Ahhhhh


    Ich glaube ja auch, dass es an der Technik liegt. Downwind und Halbwind habe ich ja auch ein Konzept wie ich fahre, Upwind bin ich aber sozusagen planlos.


    Sag doch bitte mal was zur Upwind-Technik :hae_wiejetzt:


    Ich will ja nicht laufend auf diesem Thema rumreiten; doch hier halte ich es für angebracht.
    Wieviele Formulafinnen gibt es in G10?
    Keine!
    Mal Gedanken darüber gemacht warum das so ist?
    Und warum Unsummen für FW Finnen ausgegeben werden um die beste Upwindperformance zu bekommen?
    Ich gehe mal davon aus das Dein Fahrkönnen ausreichend gut(untertreibe absichtlich) ist.
    Schau Dir beim nächsten Mal die Finne der "Gegner" an, achte auf Deren Körperhaltung beim Höhepressen und leih Dir einfach mal ein breiteres Board mit längerer Finne aus.
    Das bringt Dich auf jeden Fall weiter.

  • Sagt mal, gibt es irgendeinen heiligen Gral beim Upwind Surfen?


    Ich bin gestern eine ganze Zeit mit 6 richtig guten Holländern am Brouwersdam Slalom gefahren. Downwind gings ganz gut, Halbwind auch noch so halbwegs, aber Upwind bin ich jedes mal so dermaßen gebügelt worden...ätzend. Teilweise haben die sogar mehr Höhe gezogen und waren tendenziell immer noch schneller :(
    Also klar, mit einer längeren Finne lässt sich schon was machen. Zum Beispiel ging die 46er viel besser als die 42er, aber gereicht hat das nicht.
    Ist vielleicht die Boardbreite entscheidend oder ist es die Technik? Wir sind alle in etwa die gleiche Segelgröße gefahren, aber ich hatte mit 74cm das schmalste Board. Die anderen waren zwischen 79cm und 85cm. Kann das der Punkt sein? Also an sich war mein Board nicht zu klein, ich war zum Beispiel auch immer mit am frühesten im Gleiten...


    Danke ;)

    da ist die Boardbreite schon sehr wichtig, vor allem die Breite im Heck gemessen ab ca. 30cm, da ist unser 85cm Thunderbird im Moment am breitesten von allen Boards, so eine Art Formulaslalom.Die Breite ist da so ca. 68cm nach 30,5cm. Der fährt aus sehr gut höhe mit kleineren Finnen wenn man gut angeblasen ist (43cm, ansonsten 47cm Hurricane frb2)
    Eigentlich ist da der Upwindspeed fast so schnell wie auf Raum,

  • also wenn ich mehr Upwind-performance haben will, dann kommt bei mir der Mastfuß weiter nach vorn!



    Hmm, also gerade auf dem Meer bleibe ich dann doch an allen Wellen kleben, oder etwa nicht.



    Nach gestern bin ich übrigens nicht mehr so überzeugt, dass es meine Technik ist, vielleicht liegt es doch mehr oder weniger ausschließlich an der Boardbreite, vielleicht nichteinmal mehr an der Finne.


    Wie ich schon in einem anderen Beitrag geschrieben habe waren gestern fast alle mit Segeln um 7.0 und Brettern um 55cm unterwegs. Ich hatte eine G10 Finne drunter, die Choco Fins Mach 2 30cm. Mastfuss wiederum sehr weit hinten. Und was soll ich sagen: Mein Upwindspeed wie auch Winkel waren absolut okay, das obwohl ich jetzt nicht gerade behaupten könnte ich sei immer "full power" gewesen...

  • Hi Pat,


    I had the same problem a little while ago when in Russia,
    I couldnt get the darn board to go enough upwind as the wind was too light
    However I was Cucchi and he had some advise!


    Going upwind you need to get your board to fly,
    Putting a big fin in is OK, but then you have the problem on halfwind.
    So he suggested that I pulled my back foot a little out of the strap, and turned my heel forward, so I was pushing further forward of the fin than Normally. This gives you a lot more power from your fin, without spinout.
    Then as the wind was light, he said that I should take out outhaul, which I also normally use and then lean as far out as possible
    My legs should be straight, my arms straight (back hand on boom should almost follow my upper body when closing the sail
    Head between your shoulders, lean your upper body back towards the water and push your pelvis upward. (LEGS AND ARMS STRAIGHT!! )
    When you do all this, then your board will start sailing on the leeward rail and the fin only; and you get a lot more power from your sail and fin. + you accelerate !! and you will go a lot more upwind than usual
    Try it


    What I noted was that when you really push your pelvis up, then you also need to have your feet fully extended as a ballet dancer. This is really hard to do for longer periods, but it will really get your board flying.
    Turning your backfoot heel forward, will also allow you to push much harder on the fin, without spinout.
    leaning backwards and having the right length on your uphaul becomes cruzial as well as harness line length. I would think with your size 24-26 would be right for light wind.

  • Hey,


    very detailed description. Okay that are many points, but I will try it for sure!


    To get the board flying was defently my problem. I think I had my arms and legs straight but to turn the back feet a bit sounds logical. This could be a major aspect!

  • also Pat, when you push your pelves upwards, your straighten out your feet naturally. this pushes your board up on the rail
    Twisting your heel forward, allows for you to push harder on your fin withour spin-out

  • Ahhhhh


    Ich glaube ja auch, dass es an der Technik liegt. Downwind und Halbwind habe ich ja auch ein Konzept wie ich fahre, Upwind bin ich aber sozusagen planlos.


    Sag doch bitte mal was zur Upwind-Technik :hae_wiejetzt:

    frag doch mal bei dem kleinen Sebastian Kördel an, der hat für mein Gefühl im Moment die beste Upwindtechnik die ich kenne. Dabei hat er zwei unterschiedliche Fahrstile, einfach Kördel eingeben bei Googel.
    Halt den Bodenseestyle .
    Bei den Trapeztampenlängen fahre ich im Moment auch 28er mit 187, überpowert und downwind super, bin aber am überlegen wiederauf 26 zu gehen ist entspannter zum Höhelaufen und geht weniger in den Rücken