Kontinuierliche Designverbesserungen und Produkthaftung

  • Finde ich ziemlich spannend & aktuelles Thema. Es geht ja nicht nur um die Sicherheit, sondern auch um Nachhaltigkeit. Habe erst vor kurzem mit Windsurfen angefangen und bin ziemlich verliebt in den Sport. Es stört mich aber massiv, dass das Ganze recht schnell bei intensiverer Ausführung in eine (Kunststoff-)Materialschlacht ausartet. Man kommt ja nicht drumrum mehrere Segel, Masten, und irgendwann auch Boards anzuschaffen. Und wenn das Zeugs dann auch nur begrenzt haltbar ist, sieht's mit der Umweltbilanz ziemlich beschissen aus :(

    Ich würde es begrüßen, wenn die Hersteller sowohl was Design, Materialwahl als auch Qualität angeht, den Umweltaspekt wesentlich stärker berücksichtigen würden! Viele surfen doch einfach nur breitensportmäßig zum Spaß und brauche nicht ultrahochoptimiertes Equipment für die jeweilige Situation. Klar gibt's auch "Allroundboards/-riggs", aber das sind meist nur stiefmütterlich behandelte Nischen-/Anfängerprodukte, die (auch hier im Forum) eher belächelt/verspottet werden. Naja und wenn die Nachfrage halt auch nicht da ist, sondern die meisten Surfer sich jede Saison um dem neuesten heißen Scheiss balgen, dann wird auch kaum ein Hersteller sowas entwickeln...

    Gruß, Sascha

    Ich glaube von uns produziert jeder mehr Müll mit Lebensmittelverpackungen, als an Windsurfmaterial auch nur ansatzweise möglich wäre. Sie man nur nicht weil man es jeden Tag wegschmeißen.

    Man mag hier im Forum einen anderen Eindruck bekommen, aber die meisten Surfer die ich kennen kaufen sich bestimmt nicht jedes Jahr was neues.

  • aber Totti Du hast auch recht, denn wie sagt der Volksmund auch? „Wer billig kauft, kauft zweimal!“


    Um mal ein anderes Beispiel zu bemühen, habe ich gerade diese ‚Bauernregel‘ schmerzhaft am eigenen Leib erfahren. So hab ich lange den Erwerb von Carbongabeln als zu teuer abgelehnt. Nach sicher 5-6 gebrochenen Alugabeln, bin ich aber eines besseren belehrt worden. Seit ich Carbongabeln fahre (10 Jahre) alles SAFE und nie wieder einen fatalen Bruch erfahren.


    So ist es sicher vielen ambitionierten Surfern gegangen und viele mussten diese ‚Lernkurve‘ durchlaufen. Wer Etwas Glück hatte , hat sicher aus dem materiellen Schaden keinen weiteren Schaden genommen. Heutzutage weiss fast jeder keine Alugabeln ab einen best. Körpergewicht und/oder Segelgrösse und/oder ambitioniertem Einsatz und schon gar nicht im Salzwasser! Jetzt mal im Ernst soll das normal sein?


    Im Fahrradbereich (in dem ich auch lange Wettbewerbsmässig unterwegs gewesen bin) gibt es ganz klare Gewichtsempfehlungen oder sogar Limits, z.B bei leichten Laufrädern. Warum gibt es so etwas nicht im Windsurfen? oder habe ich etwas verpasst? DAS ist mein Thema.

  • So ist es sicher vielen ambitionierten Surfern gegangen und viele mussten diese ‚Lernkurve‘ durchlaufen. Wer Etwas Glück hatte , hat sicher aus dem materiellen Schaden keinen weiteren Schaden genommen. Heutzutage weiss fast jeder keine Alugabeln ab einen best. Körpergewicht und/oder Segelgrösse und/oder ambitioniertem Einsatz und schon gar nicht im Salzwasser! Jetzt mal im Ernst soll das normal sein?

    Nein, ist nicht normal. Es gibt genug Surfer, die nicht so häufig surfen wie du und daher
    mit Alu-Gabeln keinen Schaden nehmen, auch im Salzwasser und auch mit großen Segeln.

    Mir ist in fast 40 jahren noch kein Alu-Gabel gebrochen und ich kenne da noch ein paar andere,

    denen geht es genauso.

  • So ist es sicher vielen ambitionierten Surfern gegangen und viele mussten diese ‚Lernkurve‘ durchlaufen. Wer Etwas Glück hatte , hat sicher aus dem materiellen Schaden keinen weiteren Schaden genommen. Heutzutage weiss fast jeder keine Alugabeln ab einen best. Körpergewicht und/oder Segelgrösse und/oder ambitioniertem Einsatz und schon gar nicht im Salzwasser! Jetzt mal im Ernst soll das normal sein?

    Nein, ist nicht normal. Es gibt genug Surfer, die nicht so häufig surfen wie du und daher
    mit Alu-Gabeln keinen Schaden nehmen, auch im Salzwasser und auch mit großen Segeln.

    Mir ist in fast 40 jahren noch kein Alu-Gabel gebrochen und ich kenne da noch ein paar andere,

    denen geht es genauso.

    ja, dann lag der Fehler wohl bei mir.

  • ja, dann lag der Fehler wohl bei mir.

    Warum? Es ist doch kein Fehler, viel und häufig zu surfen. :/ Und mit der Korrosion .. hast du halt

    schlechtes Material erwischt. Kann bei Carbon nicht passieren .. also hast du alles richtig gemacht und

    keinen Alu mehr gekauft. Trotzdem muss Alu (z.B. in meinem Fall) nicht falsch sein. :)

  • ja, dann lag der Fehler wohl bei mir.

    Warum? Es ist doch kein Fehler, viel und häufig zu surfen. :/ Und mit der Korrosion .. hast du halt

    schlechtes Material erwischt.

    lies mal den anderen thread hier zu Carbon vs. Alu-Gabel. Da gibt es schon einige Leidensgenossen die ähnliche Erfahrungen gemacht haben. Was ist viel? ich komme vielleicht auf max. 50 Tage im Jahr , nicht alle mit der gleichen Gabel und auch nicht alle im Salzwasser.


    Geh mal bei einer Surfstation hinter das Haus und du wirst sehr viel Gabelschrott sehen. Gleich hinter den Masten .... :bonk:


    Allein die Tatsache, dass ich nun mit Carbon (bei gleichem oder eher häufigerem Surfen) keine Probleme habe , belegt doch meine These, dass Alugabeln häufiger versagen. Und die Nutzungsdauer darf kein Kriterium sein! Wie soll der Kunde wissen, wann seine Gabel fällig ist? Entweder muss die Gabel dauerfest ausgelegt sein oder mit ‚Verfallsdatum‘. Ohne liegt auch hier das gesamte Risiko beim Kunden. Würdest du in ein Flugzeug oder Auto steigen, dass ähnlich ausgelegt ist? und nein, der Vergleich hinkt mMn nicht, da auch ein Gabelbruch schlimme bis fatale Folgen haben kann.

  • lies mal den anderen thread hier zu Carbon vs. Alu-Gabel. Da gibt es schon einige Leidensgenossen die ähnliche Erfahrungen gemacht haben. Was ist viel? ich komme vielleicht auf max. 50 Tage im Jahr , nicht alle mit der gleichen Gabel und auch nicht alle im Salzwasser.


    Geh mal bei einer Surfstation hinter das Haus und du wirst sehr viel Gabelschrott sehen. Gleich hinter den Masten .... :bonk:


    Allein die Tatsache, dass ich nun mit Carbon (bei gleichem oder eher häufigerem Surfen) keine Probleme habe , belegt doch meine These, dass Alugabeln häufiger versagen. Und die Nutzungsdauer darf kein Kriterium sein! Wie soll der Kunde wissen, wann seine Gabel fällig ist? Entweder muss die Gabel dauerfest ausgelegt sein oder mit ‚Verfallsdatum‘. Ohne liegt auch hier das gesamte Risiko beim Kunden. Würdest du in ein Flugzeug oder Auto steigen, dass ähnlich ausgelegt ist? und nein, der Vergleich hinkt mMn nicht, da auch ein Gabelbruch schlimme bis fatale Folgen haben kann.

    Vielleicht hast du Recht, und die meisten Gabeln, die angeboten werden (immer noch Alugabeln)

    dürften gar nicht in den Handel kommen. Der Meinung sind ja ein paar, auch in dem „Gabel“ Thread.


    Ich hoffe, du kannst es trotzdem irgendwie nachvollziehen, wenn ich (nach 40 Jahren mit Alu) bei meinen Gabeln bleibe.


    Einem Neu-Surfer mit Ambitionen, der ein paar Tausend Euro für sein Hobby investieren will, werde ich

    natürlich auch zu Carbon raten. :thumbup:

  • natürlich kann ich das nachvollziehen. War ja auch mal meine ‚Philosophie‘.

    Ich hab ja auch nichts gegen Alu-Gabeln per se. Gibt sicher auch sehr gute!

    Im Surf-Magazin wurden mal Carbon-Gabeln getestet.

    Bezüglich des Härtegrads wurde explizit darauf hingewiesen dass moderne temperierte / gehärtete Alu-Gabeln in der Steifigkeit den Carbon-Gabeln nur noch minimal nachstehen. Insbesondere wenn ovale Rohre verwendet werden.

    Drückst Du einem typischen Urlaubssurfer, der im Jahr 14 Tage auf dem Wasser ist, eine Carbon- und danach eine gute Alu-Gabel in die Hand wird er den Unterschied nur im schmäleren Durchmesser der Carbon-Gabel bemerken.

  • in welcher Surf hat das gestanden ?


    ich habe etwas anderes im Gedächtnis, das gute Alugabeln gegen eine gute Carbongabel chancenlos ist.


    diese ovalen Gabeln finde ich etwas "gewöhnungsbedürftig", mag selber eher die runden Durchmesser


    interessant wäre mal der Vergleich Alu / Carbon auch mal nach 10, 50 & 100 Surfsessions, da ich denke, das die Alu dann spürbar weicher geworden ist

  • Vermutlich bist Du keine moderne ovale Gabel gefahren.

    Das stark ovale Rohr ist immer das Verlängerungsstück. So löst das zumindest Duotone. Im Griffbereich ist es weitgehend gerundet, zumindest merkt man da nichts ovales.

    Es ist heute eine Mär, dass der Härtegrad sich erheblich unterscheidet. Trifft vielleicht auf Erkenntnisse vor 15 Jahren zu.

    Man darf natürlich keine billige 120,- EUR Alu-Gabel beim Versender kaufen, das versteht sich.

    Den Surf-Magazin Test kann ich Dir gerne raussuchen (war glaube ich in 2019) - ich muss da mal auf mein iPad schauen.

  • ja, stimmt, deine Vermutung trifft natürlich völlig zu (wie so viele anderen auch) :ditsch:

    ist nur ne :/ "olle" AL360, die auch etwas eckig ist (hat jemand eine Idee, was ich mit der völlig überteuerten AL machen soll ? :/)


    zudem sind die Verstärkung der ovalen GB nur in eine Richtung, ein GB wird aber unterschiedlich belastet, Hüft / Sitztrapez und auch beim pumpen


    bei GB Härte bitte bei 230cm (oder 200-260cm) ausgefahrener Länge vergleichen, bei 140cm Länge ist der Vergleich uninteressant


    was hat billig mit schlecht zu tun ?

    also wäre teurer immer besser ?


    ist glaube es ist besser, wenn ich deine "interessanten Ansichten" ab sofort besser auch ausblende X/

  • Im Surf-Magazin wurden mal Carbon-Gabeln getestet.

    Bezüglich des Härtegrads wurde explizit darauf hingewiesen dass moderne temperierte / gehärtete Alu-Gabeln in der Steifigkeit den Carbon-Gabeln nur noch minimal nachstehen. Insbesondere wenn ovale Rohre verwendet werden.

    Drückst Du einem typischen Urlaubssurfer, der im Jahr 14 Tage auf dem Wasser ist, eine Carbon- und danach eine gute Alu-Gabel in die Hand wird er den Unterschied nur im schmäleren Durchmesser der Carbon-Gabel bemerken.

    Mal im Ernst, glaubst Du Dir eigentlich selber, was Du da so schreibst ?

  • Geh mal bei einer Surfstation hinter das Haus und du wirst sehr viel Gabelschrott sehen. Gleich hinter den Masten .... :bonk:


    Nein, das ist nicht so. Ausser an Stationen an Hardcore-Spots, die auf falsches Material setzen.


    Ich kenne das auch nicht von Stationen auf den Kanaren, Pozo, El Medano usw.

    Die wissen was taugt und kaufen das.


    Empfiehl deiner Station doch einfach die Kopfstücke von Streamlined, um mal ein Beispiel zu bringen.
    Wo ist das Problem, das nicht zu machen?


    Es ist absurd von dir zu behaupten, dass ein niedriger Preis keine Ausrede für mangelnde Qualität sein darf. Fährst du mit einem Dacia Duster durch die Sahara, weil der als SUV vermarktet wird? Oder denkst du vielleicht lieber über einen Humvee nach für so ein Projekt?


    :bonk:

    Dieser Text wurde nach alter, neuer und eigener Rechtschreibung geschrieben und ist daher fehlerfrei!
    Tipp Weltmeister F1 2011 & 2013, Tipp Team-Weltmeister F1 2009, 2010, 2011, 2017, 2019!


    Check out:
    Surf-Wiki.com
    Windcraft-Sports.de


    Verbrauch derzeit:
    810081.png, mit C253.
    595812.png, mit R107.
    896532.png, mit E28.

  • Vermutlich bist Du keine moderne ovale Gabel gefahren.

    Das stark ovale Rohr ist immer das Verlängerungsstück. So löst das zumindest Duotone. Im Griffbereich ist es weitgehend gerundet, zumindest merkt man da nichts ovales.

    Es ist heute eine Mär, dass der Härtegrad sich erheblich unterscheidet. Trifft vielleicht auf Erkenntnisse vor 15 Jahren zu.

    Man darf natürlich keine billige 120,- EUR Alu-Gabel beim Versender kaufen, das versteht sich.

    Den Surf-Magazin Test kann ich Dir gerne raussuchen (war glaube ich in 2019) - ich muss da mal auf mein iPad schauen.

    Was denn nun ?

    Ist das ovale Rohr immer das Verlängerungsstück oder löst nur Duotone das so ?

    Bei Aeron (produziert diese Gabeln auch für GUN, Pro Limit etc.) läuft das anders......



  • :deppenalarm:





    :45:

    Dieser Text wurde nach alter, neuer und eigener Rechtschreibung geschrieben und ist daher fehlerfrei!
    Tipp Weltmeister F1 2011 & 2013, Tipp Team-Weltmeister F1 2009, 2010, 2011, 2017, 2019!


    Check out:
    Surf-Wiki.com
    Windcraft-Sports.de


    Verbrauch derzeit:
    810081.png, mit C253.
    595812.png, mit R107.
    896532.png, mit E28.

  • Ich glaube, dass das Thema gar nicht so einfach zu beurteilen ist.

    Zunächst mal müsste für das entsprechende Material der "sachgemäße Gebrauch" wirklich definiert werden.

    Gehört der gestandene Frontloop dazu ? Der Weg dorthin mit (unzähligen) Stürzen auch ?

    Welche Mittelwerte gibt es für die Benutzungshäufigkeit und -dauer ? Der einzelne "Wochenendsurfer", der 10 x im Jahr aufs Wasser kommt wird in der Regel später Verschleiß oder Produktmängel feststellen, als der "Bekloppte", der jeden Tag aufs Wasser geht.

    Ist die Materialbelastung in einer Station schon extrem oder gehört das zu normalem Gebrauch ?


    Gruß

    Stephan

  • die ovalen Holme mögen ja manche gut finden, ich hasse die.

    Ich hatte eine Ovale RRD Carbongabel, wenn ich die gefahren bin sind mir immer die Finger eingeschlafen.

    Ich bin in letzter Zeit ein paar mal die Alugabel meiner Frau gefahren(Foil)

    Gerade beim anpumpen fühlt die sich wie Gummi an, alles sehr indirekt.

    Was die Haltbarkeit betrifft hatte ich immer ein schlechtes Gefühl, habe gedacht das die den Tag nicht überstehen wird.

    Alleine wegen dem unguten Gefühl den ich beim Surfen habe würde ich mir keine Alugabel mehr kaufen.

  • Gerade beim anpumpen fühlt die sich wie Gummi an, alles sehr indirekt.


    Ja, richtig. Wobei es hier ja um Haltbarkeit geht. Ich Pumpe zwar nicht so extrem, weil mir

    dazu schlichtweg die Kraft fehlt, aber bei Vollspeed im Trapez übern Chop wird die Gabel

    sicher noch mehr belastet, so stark kann man mit den Armen gar nicht reißen/ziehen.

    Und das halten (meine) Alu-Gabeln aus, auch bei 100 kg Körpergewicht. Selbst etliche

    heftige Schleuderstürze. Ich hab mir schon ein Trapez zerissen. Und eine Hakenplatte aus Stahl
    verbogen. Das war richtig brutal. Die Gabeln haben nichts abbekommen.


    Ich hätte mich beim Hersteller nicht beschwert, wenn die dabei komplett abgeknickt wären.