Segelgrössen für Kinder

  • Hallo,

    ich habe vor einigen Monaten für meinen 8-jährigen Sohn (42kg) ein Fanatic Ripper 112L Board mit Mittelfinne gekauft (Shape vom Gecko), dazu ein Severne Redback 2.3.

    Also eigentlich ein Top Equipment für Kinder. Er ist davor vielleicht 5 mal auf einem Leih-Brett gestanden mit einem kleineren Segel und ich wollte, dass er richtig surfen lernt.

    Ich muss dazu sagen, dass er ein sehr kräftiger Knirps ist, eben schon 140cm gross und 42kg und stark gebaut.


    Irgendwie will's aber nicht so richtig klappen. Einerseits fällt er mit dem Segel meist nach Lee und er ist stark nach Lee gebeugt, andererseits bewegt er sich kaum mit dem Brett.

    Klar muss er noch üben, aber irgendwie machts ihm so keinen grossen Spass, dann übt er auch nicht gerne etc.

    Und ich frage mich, ob das Segel von der Grösse her passt. Wenn ich mit ihm surfen gehe, dann meist so bei 6-10kn. Ist da die Segelgrösse richtig?

    ich habe mich auch mal draufgestellt und mit dem Segel habe ich gefühlt nichts in der Hand, und ich frage mich, ob das Segel nicht zu klein ist - oder der Wind zu schwach...

    Andererseits fällt er immer nach lee...


    Daher würden mich Erfahrungswerte von anderen Papas oder Surflehrern mit Kindererfahrung interessieren.


    lg

    mariachi76

  • Ich habe das damals für meinen Sohn auch gemacht. Der hatte einen Naish Kailua Kid und ein 2,2er GUN Kid Rigg. Wurde nie wirklich glücklich. Als ich ihn dann auf ein größeres Board mit Schwert (RRD Evolution) gestellt habe, ging richtig nach vorn....er hat sich auf dem größeren Brett wohler gefühlt. Und er ist dann sehr schnell auf ein 3,6er Kinderrigg umgestiegen.

  • Hallo :)

    Wie hat es denn vorher auf dem Leihbrett funktioniert? 112 Liter sind ja schon ziemlich wenig. Ich kenne Schulungsboards für Kinder für die ersten Surfstunden so in der Größenordnung um 160-180 Liter, das ist schon ein enormer Unterschied. Andererseits habe ich das surfen auch auf einem 120L Board gelernt als ich klein war, aber einfacher wird es auf einem stabilen größeren Board sein.

    Die Segelgröße klingt eigentlich ganz vernünftig, ich denke nicht, dass es daran scheitern sollte. Klar hast du daran keinen halt, aber ich glaube das hätte hier im Forum keiner von uns :D

    Aus der Ferne ist es allerdings ziemlich schwierig, eine Diagnose zu treffen.

    Aber so wie du das beschreibst, sind das ja klare Haltungsfehler. Hast du ihm denn die ersten Schritte gezeigt oder hatte er ein paar Stunden Unterricht? Für mich hört sich das so an, als würde er das Segel nicht aufrichten, sondern noch ziemlich nach Lee geneigt haben und dann schon mit beiden Händen zu weit hinten an den Gabelbaum greifen. Dann wird das Segel zu sehr dichtgeholt und überzogen, er hat viel Druck im Segel, kommt aber kein bisschen vorwärts, weil das Segel nicht richtig angeströmt wird, außerdem kann dann das Segel nicht gut geöffnet werden, um den Druck zu kontrollieren. Aber wie gesagt, das ist jetzt eine Spekulationen.


    Aus eigener Erfahrung kann ich aber sagen, dass selber gut surfen zu können nicht bedeutet, dass man es einem anderen gut beibringen kann, sonst frag mal, ob sich das ganze ein erfahrener Surflehrer anschauen kann.

    Ganz wichtig ist, dass du dem kleinen keinen Druck machst und immer der Spaß im Vordergrund steht. :)

  • Schwer zu sagen, was nicht passt.


    Bei meinen beiden Buben und meiner Frau(48kg) war es ein Ripper102 (der alte Shape..) und Segel gingen von 1.5-2.4-3.5-4.2-4.7...

    Hast Du das Gefühl, dass das Segel zu schwer ist, oder warum zieht es ihn nach Lee?


    Sorry, dass ich keine Hilfe bin, Material könnte passen.

  • Ich habe das damals für meinen Sohn auch gemacht. Der hatte einen Naish Kailua Kid und ein 2,2er GUN Kid Rigg. Wurde nie wirklich glücklich. Als ich ihn dann auf ein größeres Board mit Schwert (RRD Evolution) gestellt habe, ging richtig nach vorn....er hat sich auf dem größeren Brett wohler gefühlt. Und er ist dann sehr schnell auf ein 3,6er Kinderrigg umgestiegen.

    Naja, das Ripper 112 ist 72cm breit. Das ist jetzt mal nicht so schmal und vom Volumen her 70kg Überschuss. Mir wurde eigentlich an einigen Stellen - auch hier im Forum gesagt, dass das schon eine ganz gute Wahl wäre. Und nachdem das Board jetzt da ist, kommt auch kein anderes ins Haus. Ich kann ihn mal probehalber auf mein 165L Super Lightwind stellen. Allerdings kann ich mir kaum vorstellen, dass er da mit einem 2.3m2 Segel vorankommt (sondern eher Quer treibt).


    Ansonsten habe ich hier (wohne in China) kaum mehr Möglichkeiten...

    lg

    mariachi76

  • Er hat bisher so ca. 5-6 Surfstunden mit Lehrer gemacht, die Boards waren grösser (kann mich aber an keine Details mehr erinnern).

    Ja, es ist ein klarer Haltungsfehler und er hat das Segel zu sehr nach lee geneigt. Aber wie du sagst, ist es als Vater echt schwierig, ihm das beizubringen. Obwohl ich echt drauf schaue, dass er Spass hat, aber beim kleinsten Tip den ich ihm gebe, nachdem er ins Wasser gefallen ist, wird er ziemlich unrund und macht emotional zu. Er hat generell wenig Frustrationstoleranz.

    Bei einem anderen Surflehrer wäre das besser, leider spricht in meinem chinesischen Surfclub (Shanghai) keiner englisch, darum fällt das auch flach.

    Vielleicht machen wir auch mal eine Stunde Unterricht am Strand (mit Board und Segel), vielleicht gehts ja danach.


    lg

    mariachi76

  • Boardempfehlung Fusschlaufenposition bei 30 kg und 140cm --> Gleiten, Powerhalse


    Nach 80l geht es jetzt in Richtung 60 l Entwicklung ist gigantisch

    Wie alt, gross und schwer ist dein Sohn?

    lg

    mariachi76

  • Wenn er wirklich schon so schwer ist, sind 2,5m2 einfach zu klein.

    Meine Tochter mit 58kg kann mit dem 2,5er gar nichts mehr anfangen, sie ist aber auch schon 170+.


    Das was du beschreibst ist ganz klar der normale Fehler beim Anfahren.

    Zunächst das Segel an sich vorbeiziehen ( Segel leicht stellen), dann erst mit der Körperdrehung dicht nehmen.


    Wenn er nicht üben mag, tja dann halt nicht. Mein mittlerer mag auch nicht.


    Grüße

    teenie

  • Mit 112 Litern und Mittelfinne ist mE das 2,5er Segel bei der Körpergröße absolut noch okay, vllt bei etwas mehr Wind...

    Der Fehler wird bei nem größeren Segel ja nicht weggehen, sondern durch mehr Segeldruck sogar noch verstärkt.

    Wichtig ist, dass das Segel nicht zu flach gezogen wird, damit es überhaupt Vortrieb generiert.


    Ich habe meinen Junior erstmal nur mit der einen Hand am Mast etwas fahren lassen und ihm erklärt, dass die Segelhand sein „Gaspedal“ ist. Das hat ganz gut geklappt, aber anschließend mal 2-3 Stunden mit Lehrer waren doch sehr gut investiert.

    Sein Übungsboard war auch der Ripper, als Leihbrett Eure Größe und daheim aufm See der 102er. Das ist Top-Material!

    Und Btw: fürs Boardgefühl kann er auch SUPen damit

  • Betreffend den Segelgrössen hat Hotsails Maui eine gute Tabelle online,:

    https://www.hotsailsmaui.com/sail.php?uid=12


    Da ist Euer Segel somit eher an der unteren Grenze, wobei man sagen muss, dass bei den kleinen das Gewicht auch ganz entscheidend ist.

    Ein normales Erwachsenen_Rigg ist doch einiges schwerer.

    Ich hatte mit den Kids immer spezielle Kinder/Junior-Riggs. Die sind einfach viel leichter und der Mast ist auch weicher. Macht einiges aus.


    Brett sollte eigentlich ok sein. Klar ist am Anfang ein grösseres noch einfacher, aber in seinem Alter sollte er mit dieser Grösse eigentlich klarkommen

  • Ich würde ein leichtes Kinderrig nehmen. Mit dünnem Alu-Mast, dünner Gabel und einem Segel mit 2 Latten.


    Mit so etwas kam mein Kleiner damals sofort klar. Was für ein Brett er unter den Füßen hatte, war ihm

    dabei ziemlich egal, es waren alte umgebaute Sinker von mir, ohne Schwert, damit hatte er keine Probleme

    und mit dem leichten Kinderrigg kam er gut an die Gleitschwelle ran. (Alles noch ohne Trapez)

  • s. Ich kann ihn mal probehalber auf mein 165L Super Lightwind stellen. Allerdings kann ich mir kaum vorstellen, dass er da mit einem 2.3m2 Segel vorankommt (sondern eher Quer treibt)

    Ansonsten habe ich hier (wohne in China) kaum mehr Möglichkeiten...

    lg

    mariachi76

    dann steck die allerkleinste finne rein die du hast . sonst ist die fuhre so estrem aus der balance das er null feedback bekommt


    wir haben ab montag wieder kindersegeln im club - da lassen wir sie alles vom iRig small bis zu 4,5er challengersegeln durchprobieren


    alle boards haben entweder schwert oder centerfinne


    bei der grösse /gewicht deines sohns kann ich das "nach lee gezogen" problem nicht wirklich nachvollziehen, evtl. ist das rigg total vertrimmt und macht nur querkraft?

    Hitze, Kälte, Dürre, Flut - Hauptsache, es geht der Wirtschaft gut! - Salzburger Graffiti

  • Das war damals auf einem alten KlepperS207 ... mit umgedrehter Mastspur. Das Segel ist superleicht und
    war zum Lernen perfekt.



    Jakob Klepper Windsurfen Miklozan.jpg

    P1100545_autoscaled.jpg

    P1100543_autoscaled.jpg

  • Das Rigg schaut eigentlich für mein Auge ganz gut aus. Hat auch den passenden Mast von Severne und etwas loose leech. Ich kann mal weniger outhaul versuchen.

    Für mich nur irgendwie schwer zu teste, da ich - wenn ich das Segel 2.3m2 halte, nicht mal einen Ansatz von Widerstand und Segeldruck spüre...

    Aber in erster Linie ists glaub ich ein Haltungsfehler vom Sohnemann.

    lg

    mariachi76

  • Ich habe meinen elfjährigen Zwillingen (knapp 150cm / 31 und 35kg) jetzt ein Unifiber Experience Evo II Rigg mit 2.5qm gekauft. Im Kurs und in der Ausleihe hatten sie jeweil 1.5qm und 2qm Dreieckssegel auf Hifly Schulungsbrettern (Mambo oder Matrix). Das funktionierte ganz gut auch bei etwas mehr Wind.

    Ob das dann auf dem ebenfalls bestellten Familyleichtwindsurfsup Bic Performer Wind (mit Schwert) tut, werden wir sehen. Bin aber zuversichtlich.