Ab wann im Board verkleinern

  • Moin zusammen,


    wann ist/ war für euch der Schritt klar, dass ihr auf ein kleineres Board umsteigt? Ich habe ein 130 l Board und seit kurzem ein neu-gebrauchtes 105 l Board. Ich muss sagen, dass ich sehr lange auf dem großen Board gefahren bin und da echt ein bisschen verwöhnt vom Fahrkomfort bin. Aber bei starkem Wind gehe ich damit echt mit meinem Gewicht von u60kg fliegen und habe kaum noch Kontrolle. Deswegen muss auf kurz oder lang ein kleineres Board her. Nu habe ich mir wie gesagt ein 105 l Board geholt, langfristiges Ziel sind 85 l. Aber ich verzweifle jetzt schon total an den 105 l, besonders bei Kabbel. Da haut's mich so oft runter. Das ist etwas frustig.


    Könnt ihr mir Tipps zum Üben mit dem kleinen Board geben? Ich packe das große Board schon gar nicht mehr mit ein, um nicht in Versuchung zu geraten, doch wieder auf dem gemütlichen großen Brett herumzuschippern ^^


    Aloha!

  • Hi, wann fliegst du denn vom Brett? Beim Schotstart? In Verdrängerfahrt? Denn in vollem Gleiten ist ein kleines

    Brett in Kabbelwellen leichter zu fahren, wie du sagst, es hebt nicht so schnell ab. Beschreib mal deine Probleme

    etwas genauer. :)

  • Also was bis jetzt gut klappt auf 105 l:


    • :thumbup:wenn ich es mal bis ins Gleiten schaffe, kann ich gut bis sehr gut den Kurs halten und gut über Fußsteuerung lenken - obwohl ich noch nicht in den Schlaufen bin, Näheres unten.


    Was leider bis jetzt leider (oft) nicht klappt auf 105 l:

    • :thumbdown:Anfahren in Verdrängerfahrt bei Kabbel. Alles ziemlich wackelig, Wellen, die das Board überspülen, hauen mich um. Ist das Wasser glatter, ist das viel einfacher. In unserem Revier aber selten. Habe schon überlegt, ob ich mich hier einfach zu spät voll ins Segel hänge und deswegen in dem Dreieck Board - Segel - Surfer keine Stabilität reinbekomme.
    • :thumbdown:Fußschlaufen fahren. Wenn ich gleite, wirken die Fußschlaufen mega weit weg. Habe schon überlegt, ob es daran liegt, dass das Board von der Streckung her einfach zu lang für mich ist. Tabou 3s von 2011 mit 105l.
  • Moin,


    mehr Mut zur Lücke!

    Wenn du wirklich <60kg liegst und wirklich so tolle Segel bis 3,7 runter hast, dann brauchst du auch ein kleines Board. Für dein Gewicht sind 105L ein Leichtwindboard.

    Meine Frau mit 62kg fährt 96l als Leichtwindboard mit max 6,0. Damals mit 55kg hat ihr erst ein Lorch silverspray den Starkwind zum Genuss gemacht, der hat 58l.

    Sie fährt leider nicht mehr so gerne bei extrem viel Wind (kleiner als 4,2 mag sie nicht mehr), daher ist jetzt 76l ihr kleinstes. Wir haben auch nicht mehr so viele Tage am Wasser wie früher...


    Ansonsten bleibt zu fragen, um welche Boards genau es sich handelt, die du akuell hast, es gibt sehr gut zu kontrollierende und weniger gut kontrollierbare sehr lebendige Shapes.


    Am Ende kann ich nur den Tipp geben: Sitzt der Wasserstart sauber, nimm was kleineres, eher 75l oder noch kleiner, aber mit Bedacht gewählt, ein Männer-Sideshorehobel macht nicht glücklich...


    Grüße

    teenie

  • Hallo Kabbel


    Hab ich mir schon gedacht. Fährst du mit dem 130 in Trapez und Fusschlaufen?

    Ist vielleicht zu früh du musst mit deinem 130er und 5.6erSegel im Trapez eingehangen in den Fusschlaufen schön über das Wasser fliegen.Volle Kontrolle über dein Brett haben auch mal Schlangenlinien fahren und erste Halsen zaubern.Dann ist Zeit für den Umstieg.


    Keine Angst auch 2011hatten die Boards schon die Fusschlaufen an der Richtigen Stelle.(Falls du nicht 130cm klein bist)


    Wo surfst du genau?Bist du immer allein keine Surfbuddies die mit Rat zur Seite stehen?.Ist eigentlich der richtige Zeitpunkt für einen Aufsteigerkurs mit Video und Fehleranalyse.


    Mfg


  • Das Fahren in Trapez und Fußschlaufen läuft nach wirklich langem Üben endlich im großen Board und bringt Spaß. Die Halse sieht zwar noch nicht gezaubert aus, wird aber auch immer besser. Natürlich läuft alles noch nicht perfekt, aber die Probleme mit dem großen Board bei starkem Wind haben mich einfach dazu gebracht, ein kleineres Board jetzt schon auszuprobieren, auch wenn ich noch kein Pro bin.


    Meine Leute am Spot frage ich auch, die sind aber teilweise selber noch am Üben und da wollte ich einfach die Plattform hier nutzen, um noch mehr unterschiedliche Meinungen einzufangen ;-)

  • Kannst du denn den Wasserstart sauber?

    Das mit der Halse halte ich für überbewertet, die läuft auf einem kleinen Board ganz anders als auf einem großen, es kommt einem so vor, als muss man sie nochmal neu lernen.

    Jedesmal wenn ich zwischen großem und kleinem Board wechsel, ist es wieder komisch.


    Meine Frau ist übrigens auf dem kleinen Lorch ihre erste Halse durchgeglitten, nicht etwa auf ihrem damaligen großen Board mit 105L...


    Wirklich wichtig ist aber der Wasserstart, wobei der mit einem kleinen Board von vielen auch als einfacher angesehen wird, da es leichter ist, den Fuss auf die Mittelachse zu bekommen, das Brett ist ja schmäler und das Aufsteigen auch leichter fällt, da ja das Heck etwas absinkt...


    Grüße

    teenie

  • der 3S von 2011 ist eher schmal und Richtung Freestyler.

    Könnte mir vorstellen das du für so ein Board noch etwas mehr Übung brauchst.

    Wenn du dir zb mal ein Fanatic Gecko 110 anschaust die haben 72 cm breite,

    das macht den Umstieg von deinem 130er natürlich viel einfacher.

  • der 3S von 2011 ist eher schmal und Richtung Freestyler.

    Könnte mir vorstellen das du für so ein Board noch etwas mehr Übung brauchst.

    Wenn du dir zb mal ein Fanatic Gecko 110 anschaust die haben 72 cm breite,

    das macht den Umstieg von deinem 130er natürlich viel einfacher.

    Jo, aber für ein 60 kg Mädel nur 20 l runter und wieder so eine (gewaltige) Breite, dürfte sie nur sehr kurzfristig weiterbringen. Sie sucht ja eine Alternative für mehr Wind. Ich denke, es hat mit Gewohnheit und Einfahrzeit zu tun. Die Erfolgserlebnisse werden sich einstellen und es wird von mal zu mal besser...manches braucht eben ein wenig Zeit ;-)

  • Gleitfahrt im Kabbel ohne Schlaufen ist immer wie Rodeo. Schau dass du zumindest den vorderen Fuß in die Schlaufe bekommst und den hinteren direkt vor die hintere Schlaufe. Dann sollte die Sache eigentlich stabiler werden.

    Gewicht ins Trapez und auf den Mastfuss gehört natürlich auch dazu. Ob du dabei einen Shot- oder einen Wasserstard machst sollte ziemlich egal sein.

  • Gleitfahrt im Kabbel ohne Schlaufen ist immer wie Rodeo. Schau dass du zumindest den vorderen Fuß in die Schlaufe bekommst und den hinteren direkt vor die hintere Schlaufe. Dann sollte die Sache eigentlich stabiler werden.

    Gewicht ins Trapez und auf den Mastfuss gehört natürlich auch dazu. Ob du dabei einen Shot- oder einen Wasserstard machst sollte ziemlich egal sein.

    sehe ich ähnlich


    zu deinen problemen das hab ich bei meiner zweiten frau ähnlich erlebt, die trauert teilweise immer noch ihre screamer 133 nach....


    sie hat allerdings relativ spät angefangen, hat schnell wasserstart gelernt und kam immer wieder heim, aber die volle faszination kam nie, surfen war nett, abeer nur bei sonne. du liest dich jünger und motivierter.


    sie konnte zwar gut auf kleinen brettern fahren, aber was wirklich kleines wollte sie nie, hat sie immer wieder ausprobiert - alles unter 100l gefile ihr nicht, sie hatte dann einen naish starship 100l und einen nitrix in 125.

    das wurde vor ca 2 jahren auf PD F?? 112l einboardlösung umgestellt.


    ihre problemewaren ähnlich, wenn am gardasee die ora nachlässt, dümpeln war nervig für sie.


    achja, sie wiegt ca 57 kg.


    stark angepowert macht auch keinen spass, wenns passt ins trapez einhängen und gut isses, Vmax so zwischen 40 und 45 km/h...


    wie hary schreibt - vordere fuss in schlaufe, im trapez hängen ( nicht nur eingehängt sein - du solltes immer eine hand loslasssen können) und mastfuss belasten sind essentielle schritte.


    das kannst du aber schnell lernen

  • Zum Problem mit den Schlaufen:

    - Gabelbaum beim kleineren Board etwas weiter runter machen als beim Grossen (gleiches Segel vorausgesetzt).

    - eventuell musst du das Segel auch noch weiter dicht holen und nach hinten neigen


    Kippelig beim Dümpeln:

    Das ist Übungssache. Nicht ins Trapez einhängen und Füsse etwas weiter auseinander stellen, um so das Kippeln durch die Wellen besser ausgleichen zu können. Beim Waveboard steht oft ein Fuss ganz nah am Mast oder sogar davor und der andere weit hinten.

    Um ins Gleiten zu kommen musst du auch etwas aktiver werden, das Segel stärker in Lee neigen und weiter abfallen als du es vielleicht mit dem Grossen gewohnt bist.

  • die,Tipps laufen mal wieder auseinander

    klar


    aber mmn auch kein problem, ist ja ziemlich komplex

  • ......

    Um ins Gleiten zu kommen musst du auch etwas aktiver werden, das Segel stärker in Lee neigen ----

    segel nach Lee neigen zum angleiten kann ich jetzt nicht nachvollziehen

    Hitze, Kälte, Dürre, Flut - Hauptsache, es geht der Wirtschaft gut! - Salzburger Graffiti

  • Wenn Du regelmässig surfst und damit auch schnell Fortschritte machen wirst würde ich ein FSW Board so mit 90-95l nehmen nicht zu breit, vielleicht 60 cm und eher etwas länger, dann hat es eine längere Gleitfläche, das hilft am Anfang.

    Das Angleiten auf ganz kurzen breiten Boards ist jedenfalls schwieriger.


    Dümpeln ohne Trapez, auch wenn es mühsam ist, das Gleichgewicht kommt mit der Übung, ggf. Gabel etwas runter 2cm.


    Beim Angleiten vorderen Fuss schnell in die Schlaufe, abfallen und wenig Druck nach vorne, ggf. mit Knie Schub das Angleiten unterstützen, wenn Du nicht pumpen willst. Wichtig ist, beim Einhängen ins Trapez und Einsteigen in die hintere Schleife nicht anzuluven, Segel nicht öffnen oder das Board anzukanten, sprich wenig Gewicht auf der Luvkante = Füsse.


    Wenn bei kleinen Boards des Gewicht zu weit vorne ist und das Board zu sehr auf AmWind Kurs steht, fährst Du eher quer und gleitest auch bei 7Bft nicht an.


    Insgesamt muss alles viel schneller gehen als auf einem 130er "Schiff", aber das kommt alles mit Übung.

  • Trotz der vielen Ratschlägen hier, macht es für mich am meisten Sinn jemanden am Spot zu fragen, der es schon besser kann. Ist immer aus der Ferne schwer zu sagen. Ich denke bei 60kg wirst du das 105er in jeder Beziehung eher nutzen als das 130er. Das ist eigentlich für dich eher ein Öltanker. Da fehlt nur etwas Übung.