Unfallstatistik Windsurfer vs. Kitesurfer

  • Warum kommen hier jetzt nur noch persönliche Angriffe von wegen nicht verstehen wollen, Weißheiten verbreiten, Teufelsanbeter, vermiesen?

    Nirgendwo habe ich geschrieben, dass ich die Situationen provozieren oder irgendjemandem schaden will. Das wurde mir (in böser Absicht?) unterstellt. Mich interessiert nur, was wäre wenn.


    Wenn ich falsch liege, zeigt mir mit Belegen, dass ich falsch liege. Wie man unter Anderem an dem Beispiel von Kiki mit dem treibenden Brett und dem von mir genannten Urteil zu dem Kiteunfall sieht, scheint es die Rechtssprechung zu sein, dass jemand, der die Verantwortung für einen potentiell gefährlichen Gegenstand hat, dafür Sorgen muss, dass dadurch kein anderer gefährdet wird.

    Ich kann auch kein Rigg bei Wind hinlegen und wenn es weggeweht wird und jemanden verletzt, den Verletzten (mit)verantwortlich machen, weil ja jeder die Gefahr, die von einem Rigg bei Wind ausgeht, erkennen kann.

    Ich glaube nicht, dass die Rechtsprechung auf dem Wasser/auf See in den Grundsätzen deutlich von denen auf Land abweicht. Falls doch, interessieren mich die Belege dafür. Das wäre mir neu.

    Das Urteil gilt übrigends genau nur für diesen speziellen Einzelfall.

    Du kannst gerne weitere Urteile als Diskussionsgrundlage bringen. Mir sind keine bekannt. Deshalb bleibt für mich nur aktuell für die Einschätzung nur die Begründung aus diesem einen Urteil (und dem aus dem Beispiel von Kiki).



    An einer sachlichen Diskussion bin ich auch weiter interessiert. Aber mit Argumenten und ohne persönliche Angriffe.

  • Du verwechselst Sorgfallspflichten(um die geht es z.B. beim Starten des Kites/verlieren des Materials oder dein Beispiel mit dem losen Rigg mit dem normalen Verhalten während einer Kite oder Windsurfsession.

    Nach deiner seltsamen Auffassung müßte man ja sofort das Windsurfen verbieten oder als gemeingefährlich einstufen weil ja lose Riggs bei Wind wegfliegen könnten und somit also immer eine allgemeine Gefahr darstellen. Also wären nach deiner Auffassung alle Windsurfer sofort allein haftbar ggü Menschen die nicht windsurfen..


    mein letzter Tip an dich;verwende doch einfach die Energie du du hier aufbringst für die Suche nach passenden(!) Referenzurteilen und sorg dann dafür das das Kiten deshalb als potentielle allgemeingefährliche Sportart nur unter erheblichen Auflagen weiterhin erlaubt bleibt.

  • Ich wiederhole mich noch mal, ein Urteil an Land hat die dort gültige Rechtsgrundlage, gleiches gilt auf See.


    Nur hilft Dir als Betroffener ein Urteil, zumindest aus meiner Sicht wenig, wenn man erhebliche Verletzungen oder mehr abbekommen hat.


    Daher ist es wenig ratsam, auf sein vermeintliches Recht zu bestehen, sondern Gefahrensituationen auszuweichen, sofern man sie erkennt.

    An Land muss man das nicht unbedingt, auf See sehr wohl, auch wenn man Wegerecht hätte.


    Was hast Du davon, wenn z.B. der Kiter Dein einziges Segel beschädigt, weil Du oder er zu nah rangefahren sind und damit der Surftag/Urlaub beendet ist? Wiegt das irgendein Geld auf?


    Für mich nicht, daher halte ich Abstand und weiche aus, auch wenn ich im Recht zu sein glaube, was in der Kürze mancher Situation auch nicht immer eindeutig beurteilbar ist.


    An vielen Spots in FR und IT musst Du Dich so verhalten, sonst endet der Surf Tag innerhalb von ein paar Minuten.


    Natürlich fördert man damit auch dieses Fehlverhalten, aber das kann man ja später ansprechen, wenn es sinnvoll erscheint.

  • Manchmal sehe ich Kiter in voller „Kampfmontur" ... und so fahren die dann auch. Ein Phänomen, dass ich bei Fahrradfahrern auch immer wieder beobachte.


    Ich denke die Verletzungsgefahr bei Anfängern ist beim Kiten größer. Besonders vor 20 Jahren, als es noch kein De-Power gab. Da konnte ich nicht zugucken. Der am Kite schwebte überm Boden und wurde am Trapez von einem anderen festgehalten. Das war noch Abenteuer.

  • Bitte begrabt doch das Kriegsbeil. Selbst wenn man die KVR und sonstige relevante Gesetzesregeln einhielt, gewinnt vielleicht trotzdem der "andere" den hypothetischen Prozess, weil er den cleveren Rechtsanwalt hat oder den Richter "gut" kennt, oder...

    Gibts nicht? Ich glaube doch. Die Erkenntnis ist für mich jedenfalls, dass ich wiedermal in 1. Linie selbst verantwortlich bin. Beobachte das Geschehen auf dem Wasser und halte dich frei von potentiellen Gefahren. Bb-Bug vor Stb-Bug (mein Lieblingsthema), scheinen eh sehr wenige zu kennen und wenn doch habens sie es vergessen. Wie oft mach ich da ne Vollbremsung. Auseinandersetzungen auf dem Wasser haben selten Sinn, eher Höhe laufen und dann gefahrenfrei seine Bahn ziehen, weit weg von Kitern, Anglern, Booten etc. Danach suche ich mir auch meinen Spot aus. Wo es wimmelt fahre ich nicht.

  • Nur hilft Dir als Betroffener ein Urteil, zumindest aus meiner Sicht wenig, wenn man erhebliche Verletzungen oder mehr abbekommen hat.


    Daher ist es wenig ratsam, auf sein vermeintliches Recht zu bestehen, sondern Gefahrensituationen auszuweichen, sofern man sie erkennt.

    An Land muss man das nicht unbedingt, auf See sehr wohl, auch wenn man Wegerecht hätte.


    Was hast Du davon, wenn z.B. der Kiter Dein einziges Segel beschädigt, weil Du oder er zu nah rangefahren sind und damit der Surftag/Urlaub beendet ist? Wiegt das irgendein Geld auf?


    Für mich nicht, daher halte ich Abstand und weiche aus, auch wenn ich im Recht zu sein glaube, was in der Kürze mancher Situation auch nicht immer eindeutig beurteilbar ist.

    Das ist ja alles schön und gut. Da stimme ich mit dir vollkommen überein. Deshalb verstehe ich auch nicht, warum die Diskussion so verlaufen ist, als hätte ich irgendwas anderes gesagt.

    Ich wiederhole mich noch mal, ein Urteil an Land hat die dort gültige Rechtsgrundlage, gleiches gilt auf See.

    Trotzdem glaube ich, dass die Haftung eines Schädigers gegenüber dem Geschädigtem auch auf See gilt. Und aktuelle Rechtssprechung ist es nunmal offensichtlich, dass bei einem Unfall im Zusammenhang mit einem Kite der Kitebenutzer der Schädiger ist.


    Aber gut, wir drehen uns im Kreis. Ich bin dann erstmal raus.

    Hoffen wir mal, dass es bei Hypothesen bleibt und wir die Situation nie real erleben.

  • Auf dem Foto ist die gr. Bucht auf Fehmarn zu erkennen.

    Man sieht, dass das Verhältnis Kiter zu Windsurfer in etwa 10:1 dort ist.

    So eine starke Minorität macht es den Windsurfern nicht leichter.

    Übriges waren die Kiter schneller, insbesondere beim Kreuzen.


    IMG_5277.jpg

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  • Ich zähle 3 Windsurfer und 15 Kites.

    Verhältnis 1:5


    An einem “Anfänger-Spot” bei Leichtwind ist es ziemlich normal, das Kiter schneller sind - zumindest wenn da keine Racer unterwegs sind.
    Und einen Kurs höher am Wind kann man mit nem Kite eh fahren, zumindest im Vergleich zum Durchschnittssurfer...

    Gestern war ich in NL auf der Nordsee, das Verhältnis war in meinem Fahrbereich deutlich zugunsten Windsurfer, in anderen Strandbereichen umgekehrt. Aber kein Kiter war schneller als die durchschnittlichen Windsurfer.


    Einer hat es trotz “zahlenmäßigen Unterlegenheit” geschafft, mir (im Wasser liegend) an den Mast zu fahren und mir die Schnur durchs Gesicht zu ziehen. Keine Ahnung, wo der plötzlich her kam. Wenn er dorthin gesprungen ist, war es ein A***loch.
    Beim Welle-Abreiten kann man jedoch mal jemanden übersehen, auch wenn man es vermeiden sollte. Und mit nem Kite hat man ja eigentlich immer freie Sicht.
    Da er aber mit nem Board a la “Wakeboard” unterwegs war, wird es wohl ein Sprung und/oder Unfähigkeit gewesen sein und ich habe ihn vermutlich zurecht beschimpft - im Schock-Reflex natürlich...

  • Die Wahrheit dahinter ist doch einfach, dass kiten nur noch an wenigen Stränden erlaubt ist und es darum auch nur dort zu einem Ungleichgewicht kommt.

    Dieser Text wurde nach alter, neuer und eigener Rechtschreibung geschrieben und ist daher fehlerfrei!
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  • Ich glaube, die "große Bucht" ist zwischen Heiligenhafen und Orth. Das ist ein reiner Kite-Spot, vom Deich aus für die erreichbar. Keiner schleppt seine Windsurf-Ausrüstung da hin. in Orth (Vordergrund) kannst du auch Windsurfen. Ich sag dir jetzt aber nicht, wo die ganzen Windsurfer hingehen....8)

  • Ich glaube, die "große Bucht" ist zwischen Heiligenhafen und Orth. Das ist ein reiner Kite-Spot, vom Deich aus für die erreichbar. Keiner schleppt seine Windsurf-Ausrüstung da hin. in Orth (Vordergrund) kannst du auch Windsurfen. Ich sag dir jetzt aber nicht, wo die ganzen Windsurfer hingehen....8)

    Lass mich raten; Gold und Wulfener Hals. In Gold ist das Verhältnis noch deutlich höher als 1 zu10.

  • Die Wahrheit dahinter ist doch einfach, dass kiten nur noch an wenigen Stränden erlaubt ist und es darum auch nur dort zu einem Ungleichgewicht kommt.

    Wo wurde Kiten verboten in Deutschland?

    Ich hatte Anfang März beim Wellenwerk eine Kiter-Clique aus Berlin getroffen. Wir haben ein bisschen über kiten vs windsurfen rumgealbert und sie erzählten mir sehr ernsthaft, dass es kaum noch legale Spots in der Gegend gibt. Es wäre wohl aufgrund von Unfällen mit Booten und Naturschutz einiges verboten worden.

    Auch im Wattenmeer gibt es ja große Einschränkungen aufgrund der vermeintlichen „Schreckwirkung“ von Kites auf Vögel - die sich aber ja erstaunlicher Weise auf Flughäfen ausgesprochen wohl fühlen... ;)

  • Ich glaube, die "große Bucht" ist zwischen Heiligenhafen und Orth. Das ist ein reiner Kite-Spot, vom Deich aus für die erreichbar. Keiner schleppt seine Windsurf-Ausrüstung da hin. in Orth (Vordergrund) kannst du auch Windsurfen. Ich sag dir jetzt aber nicht, wo die ganzen Windsurfer hingehen....8)

    Lass mich raten; Gold und Wulfener Hals. In Gold ist das Verhältnis noch deutlich höher als 1 zu10.

    Nicht verraten!;)

    Wenn ich in Gold bin, stören mich die Kiter selten. Wenn nicht platter Westwind, sind die separiert. Ab 6 Windstärken wissen die größtenteils, was sie tun. Und ich fahr raus und hab Platz.

  • Eigentlich wollte ich, nach meinen 2 Kite-Kursen "fremdgehen" und zum Kiten wechseln. Dann habe ich aber ernsthaft drüber nachgedacht und ganz ehrlich, die Kraft des Schirms hat mich "überzeugt" beim Windsurfen zu bleiben. Ne Bekannte hat vor kurzem sich die Bänder in beiden Schultern beim Kiten gerissen. Klar war Anfängerin, aber am Bodden mit den böigen Wind ist das auch wirklich ne Herausforderung. Bezüglich Windsurfen/Kiten und Naturschutz: Meine Erfahrung sind da doch recht eindeutig. Bei uns im Naturschutzgebiet ist nur an einem Spot Kiten eingeschränkt erlaubt. Dort kann man immer wieder beobachten, das Schwäne oder andere Seevögel viel eher bei einem Kite hochsteigen/fliehen als bei einem Windsurfer. Es gibt aber auch ne scheinbare Gewöhnung dabei. Bei mir, als "ihnen offenbar nun mittlerweile bekannten Windsurfer" reduziert sich die "Fluchtdistanz" ganz erheblich. Ist auch wirklich abhängig von der Farbe des Segels. Rot mögen sie überhaupt nicht.

  • Am Bodensee gibt es einige (wenige) ausgewiesene Stellen zum Kiten.

    Und man muss eine Genehmigung haben (kostet auch was pro Jahr), sonst geht gar nichts.

  • Einer hat es trotz “zahlenmäßigen Unterlegenheit” geschafft, mir (im Wasser liegend) an den Mast zu fahren und mir die Schnur durchs Gesicht zu ziehen. Keine Ahnung, wo der plötzlich her kam. Wenn er dorthin gesprungen ist, war es ein A***loch.

    Googele mal auf Kite string injury. Da bekommt man schon ziemliche Horrorbilder zu sehen. Kenn auch mehrere die teilweise schwer verletzt sind durch Kiteleinen. En Kollega Shaper hatte alle Sehne in sein Handgelenk durchgeschnitten bekommen und kann seit dem nicht mehr arbeiten. Die Kiter selbst sind ja am Ende der Leine, die bekommen die Leinen selber wohl eher wenig ab.