Unfallstatistik Windsurfer vs. Kitesurfer

  • Mich hat es schon mal genervt, als ein Kiter in ca. 3 m Abstand vor mir vorbei flog. Er flog ohne Board und ohne Kontrolle mit dem Rücken nach unten. Es waren gut 30 kn Wind, und ich war mit einen 4,2 m² Segel in schneller Gleitfahrt. Es sah nach ein Anfänger aus, der sein Fahrkönnen überschätzt hat, und den Wind unterschätzt.

  • vielleicht hilft das etwas weiter


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    auch die verlinkten videos zu impuls etc anklicken

    Hitze, Kälte, Dürre, Flut - Hauptsache, es geht der Wirtschaft gut! - Salzburger Graffiti

  • wenn beide jeweils 50 fahren und ineinander krachen, kann ja nicht jeder einen Anstoß von 100 km/h haben ... wo sollen die 2x100km/h herkommen ? es sind nur insgesamt 1 x 100km/h (=2x50) zur Verfügung, welche sich aufteilen können (je nach Gewicht auch 50/50)


    Wenn aber nur einer 50 fährt und der andere steht, hast du insgesamt nur 50 kmh (1x50) zur Verfügung.

    Also nur die Hälfte deiner Rechnung.


    Denn du hast addiert (50+50 bzw. 2x50)



    c-bra: Ich hab da meine Zweifel, ob sich ein Surfer oder ein Kiter mitsamt seinem ganzen Geraffel

    beim Crash wie eine Billiardkugel verhalten :D

  • wohl eher wie das auto - der unterschied wird ja gut erklärt...

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  • wohl eher wie das auto - der unterschied wird ja gut erklärt...

    Achja, da kommen noch Autos ... richtig. Dann nehmen wir mal „Verformungsenergie“ als Vergleich

    zur Schwere der Schäden der Surfer-Kollision ..


    Da summieren sich auch die beiden Bewegungsenergien (durch Geschwindigkeit) der Autos.

  • Am Steinhudermeer sind die Kiter nicht gleichgestellt; d.h. sie müssen immer ausweichen.

    An der Küste sind sie gleichgestellt.

  • wissen die das auch ?

    Selbst wenn sie es wissen, wichtiger ist: Viele beachten es nicht.

  • interessant wäre die Statistik wieviele windsurfer von kitern verletzt wurden. Obwohl ich meistens versuche kiterzonen zu meiden, bzw. Ziemlich gut deren Kurse und auch absprünge abschätzen kann. Habe ich doch pro jahr einige richtig brenzlig Situationen. Meist mit droppenden kites von hinten, wenn man versucht irgendwie an Land zu kommen. Dieses hin und hergefahre und rumgepose vor schmalen ausstiegen ist sowas von unnötig.

    Ich bin da mittlerweile schmerzbefreit, ich halte bei kitern, wo ich sehe die können kiten, auch mal mit Absicht drauf, wenn ich kurshaltepflichtig bin, die merken dann schnell, das sie auch Rücksicht nehmen müssen. Ne Kollision wollen die auch nicht riskieren. Ist aber eher die Ausnahme, dass das notwendig ist. Meistens ist doch eher gegenseitige Rücksichtnahme. Ich rette auch kiteboards, wenn Frau oder Mann beim bodydrag schulen nicht aufgepasst hat.

    Aber Frechheit und oder Unvermögen nerven teilweise schon.


    So nun Bierchen. Ist ja schließlich Feiertag

  • Oder die Leinen im Wasser.

    Und wie ist es eigentlich mit den Ausweichregeln gegenüber Kitern. Muss man dem 'Schwimmkörper' ausweichen oder dem ganzen Zeug mit Leinen? Bisher habe ich keine Urteile zu Kiteunfällen gefunden, bis auf einen Fall, bei dem jemand sich einen Kite ausgeliehen hatte und schwer verletzt wurde

  • Oder die Leinen im Wasser.

    Und wie ist es eigentlich mit den Ausweichregeln gegenüber Kitern. Muss man dem 'Schwimmkörper' ausweichen oder dem ganzen Zeug mit Leinen? Bisher habe ich keine Urteile zu Kiteunfällen gefunden, bis auf einen Fall, bei dem jemand sich einen Kite ausgeliehen hatte und schwer verletzt wurde

    Ist die Frage ernst gemeint?

    Fährt man über ein im Wasser liegendes Segel weil man den Windsurfer und sein Brett nicht trifft?

    Natürlich mußt du auch die Leinen und den dazugehörenden Kite ausweichen!


    Ohne hier irgendjemanden ansprechen/meinen zu wollen; dass Verhalten auf dem Wasser (gerade wenn es voll ist)empfinde ich wie auf vollen Autobahnen. Da nehmen sich Kiter und Windsurfer(auch bei denen gibt es viele Rambos dieser Sorte" boah die Kombi fliegt gerade so richtig; platz da bis ich anhalten will")nichts.





    Rücksichtnahme auf alle ist die oberste Regel auf dem Wasser; aber man redet lieber von "Vorfahrt und der Andere muß ausweichen." weißt man darauf hin kommt trotzdem keine Einsicht( siehe Verhalten hier von Einigen)






    Einer der Gründe warum ich foile und auch kite ist der das ich meine Geschwindigkeit selbst deutlich reduzieren kann ohne das es keinen Spaß mehr macht; dazu habe ich die Möglichkeit mich vom "Geschehen" fern zu halten.


    @ Vmax:

    Wie verhält es sich mit Treibgut?

    Ich empfinde es mit meinen Rechtsempfinden so das ich mich auf alle Eventualitäten einstellen muß(wieder der Paragraph 1). Es gibt nicht wie am Land gesetzliche Regeln die sowas eindeutig regeln.

    Sieh es wie beim Offroadfahren an Land(ohne gekennzeichnete Wege etc), da kannst du auch nicht weinen wenn da was plötzlich im Wege liegt.

    Aber wie gesagt; das sollen Richter entscheiden.

  • @ Vmax:

    Wie verhält es sich mit Treibgut?

    Ich empfinde es mit meinen Rechtsempfinden so das ich mich auf alle Eventualitäten einstellen muß(wieder der Paragraph 1). Es gibt nicht wie am Land gesetzliche Regeln die sowas eindeutig regeln.

    Sieh es wie beim Offroadfahren an Land(ohne gekennzeichnete Wege etc), da kannst du auch nicht weinen wenn da was plötzlich im Wege liegt.

    Aber wie gesagt; das sollen Richter entscheiden.

    Moin,

    Wir hatten in Pelze vor ca drei Jahren den Fall,das ein Bekannter von mir mit dem Windsurfer über ein treibendes Kiteboard gefahren ist.

    An beiden Boards gab es Schäden.

    Es musste am Schluss auf dem Rechtsweg geklärt werden.

    Denn Schaden musste der Kiter zahlen,da er für sein ungesichertes Material verantwortlich ist...

    Gib halt manchmal Situationen wo man gerade allein treibende Kiteboards im Wasser schlecht sieht.

    Aloha Gunnar

  • Ist die Frage ernst gemeint?

    Fährt man über ein im Wasser liegendes Segel weil man den Windsurfer und sein Brett nicht trifft?

    Natürlich mußt du auch die Leinen und den dazugehörenden Kite ausweichen!

    Ja, ist sie. Aber nicht so, wie du es anscheinend verstanden hast.

    Ich meinte die Ausweichregeln in Fahrt. Kiter und Windsurfer (oder anderer Kiter) kommen sich entgegen. Der Kiter ist kurshaltepflichtig, der Windsurfer ausweichpflichtig. Der Windsurfer weicht einige Meter nach Lee aus, so dass er den Kitsurfer mit ausreichendem Abstand passieren könnte. Während der Vorbeifahrt oder kurz vorher knallt der Kite aufs Wasser, mit den Leinen in oder kurz vor den Windsurfer.

    Ist dann der Kiter schuld, weil er den Windsurfer eingeschnürt hat oder hat der Windsurfer eine Mitschuld, weil er dem Kiter nicht den kompletten Raum unter dem Kite freigehalten hat.


    Mir scheint es den Urteilen zufolge aber, dass eher der Kiter die Schuld bekommen würde.

    Damit meine ich das Urteil in Kikis Fall und eines, bei dem eine Kiterin an Land wegen einer unerwarteten Bö (oder Böe?) einen Fußgänger umgeworfen hat (LG Köln)

  • erstaunlich wie sich dieser thread entwickelt. ist das auf der strasse auch so schwer? ;)


    was mir aber zu dem thema am wichtigsten erscheint - besorgt euch eine ORDENTLICHE haftpflichtversicherung. im fall des falles - und jedem kann mal was passieren - gibts dann wenigstens kein finanzielles desaster.


    bei uns ist das bei regatten pflicht, viele clubs oder klassenvereinigungen versichern ohnehin alle mitglieder, aber es sind doch eine leute mit unzureichendem versicherungsschutz unterwegs. und selbst wenn es keine verletzung sondern nur ein loch im equipment ist fällt schmeckt das "versöhnungsbier" wesentlich besser wenn man weis dass der schaden den man angerichtet hat durch eine versicherung gedeckt ist.


    für regatten in EU ist eine deckungssumme von € 1,5 oder 1,6 Mio erforderlich, und die kosten für windsurfen inkl. wettkampf fast nix.

    Hitze, Kälte, Dürre, Flut - Hauptsache, es geht der Wirtschaft gut! - Salzburger Graffiti

  • erstaunlich wie sich dieser thread entwickelt. ist das auf der strasse auch so schwer?

    Da ist es deutlich schwerer. Zum Beispiel alleine schon, wo man als Fußgänger gehen darf. Wenn ein Bürgersteig vorhanden ist, muss man den Gehweg benutzen. Wenn man einen sperrigen Gegenstand dabeihat, darf man auf der Straße gehen. In dem Fall oder wenn kein Bürgersteig vorhanden ist, ist es innerorts egal auf welcher Seite man geht, außerorts muss man auf der linken Seite gehen. Wenn man allerdings ein Fahrrad schiebt, muss man außerorts wiederum auf der rechten Seite gehen.

    Soweit mein Wissensstand allein dazu.


    Der große Vorteil im Straßenverkehr ist, dass da deutlich mehr los ist als an Privatverkehr auf dem Wasser. Deshalb wurden da die meisten Alltagssituationen im Straßenverkehr schon gesetzlich konkretisiert oder gerichtlich entschieden. Diese 'Erfahrung' fehlt (noch) im Wassersport.


    Vergleicht man allerdings die Binnenschifffahrtsstraßen-Ordnung mit der Straßenverkehrs-Ordnung, scheint es auf dem Wasser doch wiederum deutlich komplizierter zu sein.