Laminieren im Vakuum ohne Abreissgewebe?

Liebe Mitglieder,

die Surf-Wiki wurde für die Bearbeitung durch die Mitglieder des Surf-Forums freigeschaltet. Es können neue Artikel erstellt und vorhandene bearbeitet werden.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Ihr braucht einfach nur die Surf-Wiki aufrufen und könnt sofort loslegen. Viel Spaß dabei.

Das Team des Surf-Forums
  • Mal 'ne ganz doofe Frage zwischendurch:


    Beim Laminieren im Vakuum habe ich bisher die allseits beliebte Reihenfolge Laminat-Abreißgewebe-Lochfolie-Saugvlies-Vakuumfolie nie in Frage gestellt.

    Angeblich erhält man mit dem Abreißgewebe eine Oberfläche, auf der man wenn ausgehärtet ohne weitere Nachbearbeitung weiter kleben oder laminieren kann.

    Einen echten Vorteil sehe ich bei Laminaten aus UD-Carbon, weil man am Abreißgewebe schön erkennt, wo eventuell noch Harz fehlt.


    Den anderen "Vorteilen" habe ich noch nie getraut und immer dennoch angeschliffen.

    Daher die Überlegung was passiert, wenn man das Abreißgewebe weglässt und die Lochfolie direkt auf das Laminat legt? :/

    Da ich momentan etwaqs extrem auf dem Leichtbau-Trip bin - verbleibt dann eher weniger Harz in/auf dem Laminat (weil eben keine raue Harzschicht obendrauf) oder bekommt man das Laminat weniger gut/vollständig entlüftet und hat eventuell sogar mehr Harz in den Fasern als notwendig?

    Die raue Oberfläche brauche ich nicht, warum sie also erst erzeugen, um sie dann wieder abzuschleifen?


    Ich könnte natürlich einige Proben machen, muss ja aber auch nicht das Rad neu erfinden, falls das schon jemand getan hat ;)

  • ich arbeite oft lochfolie direkt auf laminat - geht sehr gut und die imprägnierung kann man auch sehr gut erkennen - probiers doch einfach auf einem kleinen stück aus

    Hitze, Kälte, Dürre, Flut - Hauptsache, es geht der Wirtschaft gut! - Salzburger Graffiti

  • Btw: Die kurze Zeit, die man zum editieren von Post oder Threadtitel :rolleyes: hat, finde ich langsam nicht mehr altersgerecht :D

  • Verd... - zu spät - die Probe mit/ohne Abreissgewebe schwitzt schon im Vakuum.

    Nachdem das Abreissgewebe aber die letten Male teils recht schwer zu entfernen war, und einzelne Fasern aus dem UD-FGFelege daqbei gerne ausßreißen würde ich mich nicht trauen, auf die trennende Lochfolie zu verzichten. Bei Gewebe vielleicht, aber nicht bei Gelege.

  • OK - Teststück sind gewogen. 6 mm Rohacell IG-F 51 mit Microbaloons abgespachtelt und 100g/m² UD-Carbon bei -0,5 Bar laminiert


    laminiert mit Abreißgewebe, mit Lochfolie und Saugvlies: 799g/m²

    laminiert ohne Abreißgewebe, mit Lochfolie und Saugvlies: 786 g/m²


    Angesichts der kleinen Probenstücke und der sich daraus ergebenden noch möglichen Mess-, Rundungs- und Hochrechnungsfehler würde ich den Unterschied eher als irrelevant bezeichnen. Der Verzicht auf Abreißgewebe bringt demnach keine nennenswerte Gewichtsersparnis. Frage somit beantwortet. ;)

  • Hi.

    Ich spare mir die lochfolie auch immer und packe das Vlies auf das abreißgewebe...hat gut hingehauen :-)

  • Hängt vielleicht vom konkreten Vlies und auch vom Laminat ab: Gewebe mag ganz gut gehen, bei Gelege reißts gerse Fasern an den Enden raus, und das zieht sich dann über die gesamte Länge durch. Soo teuer ist Lochfolie auch nicht ;)