Fuerteventura in den Pfingstferien - Boardwahl

  • Hallo Zusammen,

    bin die ersten 2 Juni - Wochen in Fuerte bei Rene Egli - hier möchte ich auch das Material mieten.

    Da ich dort noch nie war und keine Ahnung bezüglich der üblichen Windstärken habe, bräuchte ich euere Einschätzung bezüglich der Fixboardwahl.

    Ich wiege 85kg und fahre zu Hause nur Slalommaterial - kleinste Kombi = Falcon114 + Warp 7.0

    Also möchte ich entwender einen Starboard Isonic mit 113l / 67 oder einen 123l / 72.

    Nun stellt sich mir die Frage ob der 67er sinnvoll ist - reicht hier der Wind bzw. wirds dann so kabellig, dass ein Salomboard keinen Spass mehr macht

    Oder lieber so: Den 72er bei modarten Windverhältnissen und wenns wirklich zulegt und kabellig wird auf ein FreeWave Board wechseln

    Welche Erfahrung habt Ihr bei der Station gemacht, wenn Ihr ein anderes Board als euer Fixboard fahren möchtet - gibts dann genügend Auswahl?

    Gruß Fuggi

  • Hi fuggi,

    war in ziemlich Deiner Zeit im Jahr 2014 dort (Ende Mai-Anfang Juni). Ich hatte damals eine echte "Hammer"-Woche und hab es bereut leider nur einen JP Allride mit 96 Litern als Fixboard gebucht zu haben.

    Hätte ich es vorher gewußt, wäre ich auf 85 Liter Kode gegangen.

    Das größte was ich nur an einem Tag und auch nur ca. eine Stunde an Segeln genutzt habe war ein 6,1er Fusion. Den Rest der Woche war alles zwischen 4,2 und 5,5 drin.

    Also wenn es Dir so wie mir geht, dann biste mit Deiner ersten Auswahl nicht gut bedient.

    Daher ja ich würde lieber die Kombi Slalom und Freewave buchen.

  • Ja, leider schon, die Boards, vor allem die kleinen waren alle fest gebucht - daher gings nur, wenn sich ev. auch ein anderer Mieter für einen Wechsel entschieden hatte oder einer abreiste. Wenn dann allerdings alle kleine Boards wollen und brauchen wirds halt schwierig. Ich konnte in der ganzen Woche leider nicht einmal wechseln. Musste also auch bei satten 30 Knoten mit dem 96er auskommen. Wenigstens hatte ich meine Finnen dabei und dürfte die auch einbauen - hab halt dann eine 25er Wavefinne im Allride gefahren.....;-)

  • Macht bei einem Fixboard das mieten überhaupt Sinn? Bei meinen bisherigen Mietereisen, war es immer möglich das Board zu wechseln, da gab es ein garantiertes Board aber es waren immer genügend da um zu wechseln, die haben immer Bretter auf Vorrat gehabt. Ich finde da kannst du auch gleich eigenes Material mitnehmen, wenn du nicht wechseln kannst.

  • Hallo TJ80,

    da hast Du volkommen recht - leider habe ich kein kleines Material.

    Da bleibt mir eigentlich nur den kleinen Isonic zu nehmen - kleinstes passendes Race-Segel das angeboten wird ist 6,2 - hoffe das kann ich lang genug fahren wenns wirklich windig wird.

    Auf ein kleines Freewave Board unter 90 Liter zu setzen ist mir zu riskant - der Wind muss erst mal 2 Wochen lang so ballern...

    Ich kann mir auch nicht so recht vorstellen dass ein Boardwechsel so schwierig ist - dass habe ich bisher weder aud Rhodos noch in Ägypten so gehabt. Zumal die Station von Rene Egli vermutlich zu den größeren zählt.


    Vielleicht können mir hier noch andere Ihre Erfahrungen mitteilen.


    Gruß Fuggi

  • Im Mai beim Egli ist eigentlich immer Hack und Chop.

    Natürlich wirst du auch je nach Tageszeit Momente mit moderaterem Wind haben. Dass ist aber meistens mittags bevor der Wind sich richtig aufbaut, und dann ist es leider oft noch sehr böig.

    Ab 14/15 Uhr hat der Wind dann seine Stärke erreicht. Generell werden im Mai die Tage mit mindestens 30 Knoten überwiegen, gibt natürlich immer wieder Ausnahmen.


    Ehrlich gesagt, als Festbrett einen Isonic mit 67er Breite und als kleinste Option ein 6.2 dazu halte ich für sehr sportlich. Ist natürlich was anderes wenn Du das auch von zu Hause so gewohnt bist und Spass dran hast dich bei min. 30 Knoten am Gabelbaum festzubeissen. Für mich wäre diese Kombi im Mai dort tödlich. Würde eher zu 90 Liter raten, gerne Freewave wenn du solche kleinen Bretter sonst nie fährst. Was Tempograd oben schreibt ist auch ne gute Option: ein grösseres Freeride aber dann mit Finnentausch.


    Tauschen wirst Du können.., allerdings werden die 85er bis 95er sehr schnell knapp. Eine Möglichkeit wäre sich die Vorhersage am vorabend anzuschauen und gleich morgens dein Stammbrett zu tauschen. Weil Knappheit herscht erst wenn all die Kamikazepiloten merken das 100 Liter dann am frühen nachmittag unfahrbar werden.


    Warum nicht den Slalomkrempel für zu Hause lassen und beim Egli mal Wave/Freewavematerial probieren? Das ist doch das schöne am Leihmaterial, mal was anderes probieren. Wenn die Bedingungen dann passen kannst ja immer noch auf Slalom tauschen.


    gruss

    andreas

  • ...kann ich nur bestätigen. Auch ein Festbrett machte bei mir damals Sinn. Die Ansage beim Buchen war, wenn Du Pech hast, musst Du dann mit dem Vorlieb nehmen, was gerade keiner braucht, d.h. Du kannst dann bei 30 Knoten mit einem Slalomhobel auf Lichtgeschwindigkeit gehen und hoffen, dass die Knie und die Plomben das mitmachen. Das Problem ist, dass da auch die entsprechenden Serienfinnen drin sind, bei Slalom also riesig. Auf so einem Board wirste dann auch kein passendes Segel fahren können. Es gab damals nur einen der mit großen Segeln aufs Wasser ging und das war der Roger mit seiner f2 Missle. Ich glaub aber der hatte damals auch nur irgendwas knapp unter 6 m² drauf und ist mit locker 40 Knoten am Strand entlang geballert.

    Also ich hätte damals mit 85+ kg Lebendgewicht keinen Tag überstanden mit einem 6,2er und einem Slalomboard. Für mich war der Allride schon am oberen Limit des fahrbaren. Und ja es ist brutal choppy und extrem böig.

  • Hallo fuggi,

    ich bin dieses Jahr auch im Juni da, das arrogante Gehabe an der Egli Station ging mit schon immer auf den Zeiger.

    Seit es eine Station an der Matasbay gibt, fahre ich nur noch da, außerdem finde ich hier die Bedingungen besser, nicht so böig und viel weniger kabbel.


    LG Udo

  • Hallo Udo, das ist mal interessant, die Station hatte ich kürzlich auch schon überlegt - genau aus dem Grund, weil mir das beim Egli damals schon gestunken hat. Große Sprüche und als es dann ums Wechseln ging, kam immer ne andere Ausrede. Außerdem ist das soweit ich weiß mit großem Abstand die weltweit teuerste Verleihstation.

    Wichtig beim Egli ist vor allem auch eines, je nachdem was für eine Kategorie man bucht, kann es auch mal sein, dass man das passende Board dann eben nicht bekommt, obwohl es frei ist, weil man nicht die teuerste Miete berappt hat und das nächst kleinere Board eben nur als highend Variante im Verleih zu haben ist.

  • Hallo!


    Ich war in den letzten 12 Jahren sechsmal auf Fuerteventura, darunter auch zweimal Ende Mai/Anfang Juni. Früher immer bei Eglis Station 2 in Risco del Paso (heute Ion Club), zuletzt wechselnd zwischen Egli und Ion Club. Die Aussage, dass bereits Anfang Juni meistens Hackbedingungen herrschen, würde ich nicht unterschreiben. Die Windwahrscheinlichkeit ist im Juni zwar schon sehr hoch, die Stärke aber deutlich geringer als im Juli/August. Ich hatte bei einem Aufenthalt in den ersten beiden Juniwochen ein 90 Liter Fixboard und bin das damals nur 3 Tage gefahren. Ansonsten immer Tausch auf 120/130 Liter, was in der Regel bei Aufenthalten außerhalb der Ferien auch immer möglich war.
    Was das Revier betrifft: ich bin zwar kein Slalomfahrer, würde aber behaupten, dass das Revier bei Egli bereits ab 5 Beaufort anspruchsvoll für breite Boards wird. Das Revier in Risco del Paso hat mir nicht nur deswegen immer besser gefallen. Matas Blancas hätte ich gern mal probiert, war aber nicht familientauglich.


    Viele Grüße

    Wulf

  • Hi fuggi,

    nimm Dir halt was um die 100l, dann ist ev. auch noch genug Reserve, wenns mal nicht so konstant ist.


    Matas Blankas würde mich auch nochmal interessieren. Die mangelnde Familientauglichkeit war bislang auch bei mir der Punkt.

    Längerer Anmarsch vom R2 RIU Calma, Null Sonnenschirme, kaum liegen - da streikt die Famliy.

  • Moin, empfehlenswert ist in jedem Fall auch ein Mietwagen. Die sind auf Fuerte nicht so teuer und man ist deutlich flexibler. Wir waren im Juli 18 für 2 Wochen an der Ion Club Station. Es war eigentlich jeden Tag schräg ablandiger Hackwind und ordentlich Kabbelwelle. Ein großes Board hätte ich da nicht fahren wollen. Selbst die PWAler hatten am "Worldclassspot" vom Egli sichtlich zu tun. Meine Kombi war ein Fanatic Skate 85 und Segel zwischen 3.7 und 4.4. Wenn du Glück hast, kannst du in der Lagune fahren. Bei uns war (selbst mit kleinen Finnen) nur selten genug Wasser drin. Beim nächsten Mal würde ich in jedem Fall Matas Blancas vorziehen. Familienfreundlich ist m.M.n eher die Egli Station. An den anderen Spots ist quasi kaum Infrastruktur.

  • Hallo bensen,

    ich sehe das genauso, ein Mietwagen für zwei Wochen gibt es ab 160€.

    Ich komme seit 30 Jahren in regelmäßig Abständen nach Fuerte und bin schon an allen Stationen gesurft.

    Die schönste ist mit Sicherheit die ION Station am Risco del Paso, aber hier ist der Wind mit Abstand am böigsten, zumindest in Ufernähe.

    Klar ist Matas nicht besonderes Familientauglich, aber bei guten Bedingungen reichen zwei Stunden Windsurfen vollkommenen und danach oder davor ist genug Zeit für die Familie,

    allerdings ist es bei guten Bedingungen für Familien mit kleinen Kinder nirgendwo in Strandnähe familientauglich da hier der Sand wie aus einem Sandstrahlgebläse am Ufer entlang weht.

  • Moin,

    ich hatte da nie Probleme, ein kleineres Board zu bekommen.....war öfter in den Sommerferien (Hochsaison) da und konnte bei Hack immer ein kleineres Board bekommen.....

    Die sind schon ziemlich gut ausgestattet dort. Letztes Jahr war ich das letzte Mal vor Ort ;-)


    Gruß

    Stephan

  • Hallo Stephan,

    Du machst mir Hoffnung - macht ja eigentlich auch keinen Sinn Material für viel Geld zu mieten und dann 2 Wochen lang nur mit einem Fix - Board zu fahren ohne die Möglichkeit auf wechseln.

    Das habe ich bisher an keiner Station so gehabt.

    Vielleicht dann doch evtl. das kleine Slalomboard als Fixboard.

    Die Frage ist auch was man unter kabelligen Bedingungen versteht.

    Ich Surfe eigentlich überwiegend am Gardasee (Vormittags und Nachmittags) außschließlich mit Slalommaterial - sind die Bedingungen dann in Fuerte noch kabelliger?


    Gruß Fuggi

  • Hallo Fuggi


    Bin seit 1988 geschätzt 60 mal an der Düne gewesen, die letzten zehn Jahre regelmässig 2 Wochen Ende April und den gesamten Juli. Wenn du nicht im Gorriones wohnst, und ohnehin zum Surfen ins Auto steigen musst, würde ich dir zu Risco del Paso (Ion Station) raten. Für mich ist dieser Spot der abwechslungsreichste: hat manchmal etwas Welle, zwar selten mehr als 1m, aber immerhin, zeitweise auch Flachwasser, v.a. wenn der Wind aus dem Baranco weht (total ablandig, dann halt auch böig). Weniger attraktiv finde ich Gorriones/Egli, bei normalem Wind recht kabbelig, und Matas Blanca, halt jederzeit flach. Die Lagune würde ich mir nicht antun: funktioniert nur bei hohem Wasserstand, Kiter en masse und bei richtig Wind auch kabbelig. Und: warum im übervölkerten Tümpel herumfahren, wenn daneben der Atlantik lockt?

    Da ich meinen Surfgerödel im Keller vor Ort eingelagert habe, kann ich zum Material der Vermietstationen nichts Konkretes sagen, prima vista scheint dies jedoch i.O. zu sein.

    @ Wind / Boardwahl: ein sicherer Ratschlag ist sehr schwierig. Im Vorsommer kann es Wind für 4.7 und kleiner haben, wenn du Pech hast, sind mehrere aufeinanderfolgende Tage windlos (z.B. Ostwind) Wenn ich nur ein Board wählen sollte, würde ich zu einem Freewaver greifen. z.B. 90 l bei 80 kg

    Evtl auch eine Variante?: Auto mieten, situativ an den gewünschten Spot fahren und Tagesmiete buchen.

    Wünsche dir gut Wind. Hier zwei Pics vom letzten Juli vom Risco del Paso mal mit dem Twinser 230*54 und 4.7 und dem Kleinen 225*48 mit 5.5


    DSC_0257.jpegDSC_0012.jpeg