Custom vs. Serie. Sinn und Unsinn von persönlich angepassten Boards."

Liebe Mitglieder,

die Surf-Wiki wurde für die Bearbeitung durch die Mitglieder des Surf-Forums freigeschaltet. Es können neue Artikel erstellt und vorhandene bearbeitet werden.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Ihr braucht einfach nur die Surf-Wiki aufrufen und könnt sofort loslegen. Viel Spaß dabei.

Das Team des Surf-Forums
  • Mit den jeweiligen Parameter Settings bedeutet nicht dass es einfach in allen Achsen größer gemacht wird. Das sind Algorithmen die genau dort Änderungen vornehmen wo benötigt.

    Mein iPhone erkennt eine Person beim Fotografieren und berechnet das Bild. Die Haare werden anders geschärft als die Gesichtshaut. Auch wird mittels Berechnung ein Bokeh eingebaut, wo die Blendenöffung eins sonst nicht möglich macht.


    Offensichtlich ist einigen die Leistungsfähigkeit neuerster Computer unbekannt.

    Offensichtlich hast du keine Ahnung von der Thematik.

    Die Bretter haben in den versch. Größen (z. B. 95l und 135l) kaum gemeinsamkseiten.

  • Ich habe gelegentlich Diskussionen mit Kunden ob 94 oder 95L besser zwischen deren anderen Bretter von 85L und 104L Bretter passt, nur so mal als Beispiel. Das bekommt man mit ein Serienbrett nur zufällig hin. Meist sind die Schritte schon zwischen 6 und 10L. Meist ist für ein ein Waveboard Quiver etwa Körpergewicht plus 5L ideal. Also für ein 85kg Fahrer ein 90L. 85-87L wäre schon klein. 93-95L groß. Was denn? 2 Bretter? Wird doppelt so teuer und kostet Platz. Und wenn genau dazwischen den Idealbereich ist, müssen 2 Bretter gar nicht besser sein als 1 was genau richtig ist. Was macht man wenn man im Urlaub fliegt mit 1 Brett?

    Moin Bouke,


    Das merkt doch keiner ob 95 oder 96l.

    Viel wichtiger sind doch die Shapedetails und die Gesamtausrichtung. Wenn das Board ein Frühgleiter ist, wirkt es doch viel größer, als wenn es ein Highwindshape ist.


    Ich hatte ja mal einen Chakra 2.0 mit 88l.

    Es sollte so gut gleiten wie ein Freewave dafür besser drehen und ähnlich gut kontrollierbar sein.

    Ich habe ja auch vorab mit dir drüber geschrieben.

    Ich jedenfalls konnte keines dieser Merkmale für mich erschließen, dafür habe ich noch nie ein Board so schnell verkauft.


    Ich schätze dich und deine Arbeit sehr, bin wahrscheinlich auch einfach kein guter Windsurfer, aber für mich passen bisher die Serienschnitten hervorragend.


    Grüße

    teenie

  • Ah ja ein Algorithmus. Ein Algo ist eine Softwarelösung, keine primäre Hardwarelösung.


    Um einem Algo beizubringen, wie ein Krebs in der Brust aussieht, werden ca. 5000 Röntgenbilder dem Programm zur Verfügung gestellt.

    Um jetzt zu lernen, was von dem Gegrissel, Rauschen und Kalk ein bösartiger Knoten ist, benötigt man für jedes Röntgenbild einen standardisierten Befund und er muss histologisch gesichert sein. Dann dauert es 2 Jahre und man erhält einen trainierten Algo.


    Das könnte man theoretisch auf den Windsurfbau übertragen - es kämen dazu aber diejenigen in Frage, die seit Jahren Ihre fertigen Boards komplett 3D abgetastet haben und digitalisierte Fahrberichte über jedes Board haben.


    Ich denke, dass, was Bouke oben geschildert hat, ein bereits perfekt funktionierender Algo in seinem Kopf ist :-) Viele liebe Grüße, Boris

  • Ich denke, dass, was Bouke oben geschildert hat, ein bereits perfekt funktionierender Algo in seinem Kopf ist :-) Viele liebe Grüße, Boris

    Genau, Boris.


    Ich bin überzeugt, jeder Shaper hat seine Philosophie. Man muss nur den Shaper finden, der zu einem selbst am Besten passt.


    Grüße

    teenie

  • Meine Rockerlinien sind Mathematische Kurven die ich durch änderung einige Zahlen sehr genau im Verlauf ändern kann.

    Das ist ja spannend! Ich habe mich auch immer gefragt, wie an ohne Mathematik vernünftige Rockerlines beurteilen will, und vor allem die Änderungen an den Rockern abschätzen kann. Welche Zahlen kannst Du bei Deinen Rocker-Algorithmen ändern?

  • Meine Rockerlinien sind Mathematische Kurven die ich durch änderung einige Zahlen sehr genau im Verlauf ändern kann.

    Das ist ja spannend! Ich habe mich auch immer gefragt, wie an ohne Mathematik vernünftige Rockerlines beurteilen will, und vor allem die Änderungen an den Rockern abschätzen kann. Welche Zahlen kannst Du bei Deinen Rocker-Algorithmen ändern?

  • Für mich hat Bouke hat den Hauptvorteil für Custom formuliert. Der liegt in der fachlich versierten Beratung und Verantwortlichkeit wenn es nicht so wird. Welche Verkäufer im Surfshop kann das leisten? Das gibt es, wenn überhaupt, wirklich nur vereinzelt. Und wenn man nicht zufrieden ist, ist ein Umtausch meistens schwer. Ich glaub auf Fehmarn gibt es ein Shop der so etwas anbietet.

    Wenn man selber so klare Vorstellungen von den gewünschten Fahreigenschaften seines Boards hat ist es dann eigentlich verständlich wenn man zum Custom tendiert. Das macht die Serienboards ja überhaupt nicht schlechter.

  • Ich denke auch dass beide Seiten ihre Vorteile haben.

    Einmal bekomme ich ein board dass, meine eigenen Möglichkeiten richtig eingeschätzt, recht viel davon abdecken wird und standardisiert hergestellt wurde und auch vom shape vielfach erprobt ist. Ich muss mich aber mit den Möglichkeiten (und konstruktionen) abfinden die da sind. Ggf. Auch mit kleineren Infomängeln, die aber für fast alle Interessenten sowieso nicht kriegsentscheidend sind.


    Oder ich weiß genau was ich will, kann das kommunizieren und möchte auch eine ganz bestimmte Konstruktion, dann kann ich beim customshaper genau das bekommen. Wenn ich will halt auch ein 136,5 l Slalomboard. Dazu gibt es noch persönliche Beratung vom Shaper selbst.


    Doof ist, ich weiß nicht so genau was ich will und überschätze mich auch noch (soll ja vorkommen) dann wird das Custom eher in die Hose gehen als das board von der Stange, aber da bin ich dann selbst dran Schuld.


    Also für alle was dabei. Alles hat seine Berechtigung. Was man lieber möchte muss man sich eben aussuchen.

  • Bzgl. Algo:


    Ich denke der ist im Kopf der shaper.

    Wenn Ausgangsboard A soundso fährt, dann wissen die einfach was man für die kleineren und größeren Größen abändern muss, damit es passt. Ich denke das passiert dann aber wirklich am Shapeprogramm und wird nicht für jede boardgröße einzeln nochmal nachgetestet...das ist mE auch nicht leistbar...vielleicht noch am ehesten bei SL und Wave aber nicht im und um den Freeride Bereich...aber das ist SPEKULATION. Ich habe da also keine gesicherte Erkenntnis drüber...

  • Witchcraft Sailboards ,

    wie genau bekommst du die Vorgaben vom Kunden hin( Toleranzen) Liter ,Symmetrie usw?

    Es wird ja oft geschrieben das die Cobra Boards viel genauer als ein Custo sind weil sie in der Form gebaut sind.

  • Witchcraft Sailboards ,

    wie genau bekommst du die Vorgaben vom Kunden hin( Toleranzen) Liter ,Symmetrie usw?

    Es wird ja oft geschrieben das die Cobra Boards viel genauer als ein Custo sind weil sie in der Form gebaut sind.

    wäre für mich der falsche Ansatz. Das Brett sollte doch einfach in den gewünschten Bedingungen funktioniere. Letztlich egal welche Abmessungen es hat. Alte Fußballerregel: "entscheidend ist auf dem Platz". Bei der Serie ohne direkte Beratung vom Shaper ist das sicher etwas anderes. Und nochmal muss weder besser noch schlechter sein.

  • mir geht es nicht um besser oder schlechter , sondern wie genau welche Fertigung ist.

    Einerseits wird gesagt das Boards die in der Form gebaut werden genauer sind,

    Andrerseits lese ich das viele Slalomboard Fahrer ihre Boards nacharbeiten!

    Wenn ich etwas nacharbeiten muss dann kann es ja nicht sehr genau sein.

  • ..................................
    Oder ich weiß genau was ich will, kann das kommunizieren und möchte auch eine ganz bestimmte Konstruktion, dann kann ich beim customshaper genau das bekommen. Wenn ich will halt auch ein 136,5 l Slalomboard. Dazu gibt es noch persönliche Beratung vom Shaper selbst.


    Doof ist, ich weiß nicht so genau was ich will und überschätze mich auch noch (soll ja vorkommen) dann wird das Custom eher in die Hose gehen als das board von der Stange, aber da bin ich dann selbst dran Schuld.

    ..............................

    Da Ich in 42 Jahren Hobbywindsurferei auch schon 7 Custom Made Boards (3 x Proof, 2 x c2 Sailboards, 1 x Lars Winheller und 1 x SPEEDing) mein Eigen nennen konnte, möchte ich mal meine persönliche Meinung beitragen und bin hierbei genau bei den oben zitierten Zeilen von PeeJott17. Wenn man dem Shaper nicht ganz genau angeben kann, was man am Ende haben will oder welches Board er wohlmöglich kopieren soll, kauft man die Katze im Sack. Totti hatte mich mehrfach gewarnt, einfach "blind" zu ordern und ich bin auch wirklich nur mit einem der 7 Customs einigermaßen zufrieden gewesen. Die drei gebrauchten Proofs waren für den gemeinen Hobbysurfer fast nicht geeignet, sehr schwer zu fahren und mit Sicherheit für eine komplett andere Zielgruppe gedacht. Bei den c2 Sailboards war der erste Freerider mit gewünschten 140 l Volumen dann mit realen ca. 125 l viel zu klein geraten. Der zweite passte dann zwar, war aber für mich in seiner Fullcarbonbauweise auf dem Wasser viel zu hart und Gift für meine Gelenke. Das Winheller und SPEEDing Custom als reine Freerace- bzw. Slalomboards benötigten einfach ein ganz anderes Equipment (Segel, Carbongabel und perfekt passende Finnen) und eine ganz andere Fahrtechnik als bei mir vorhanden. Aber in Sachen Haltbarkeit und Gewicht waren alle Customs den Serienboards doch um einiges voraus, denn hier war nie etwas weich getreten, delaminiert oder durch Masteinschläge beschädigt.


    Wenn ich mir nochmal ein Custom bauen lassen sollte, dann nur in ständigem Kontakt mit dem Shaper bzw. mit einem von mir geliebten Board als direkte Vorlage. Ich denke, dass Bouke, Klaus Jocham oder auch Günter Lorch dann ein Board aus dem Hobel zaubern würden, welches meinen Vorgaben und Ansprüchen sowie meinem Fahrkönnen genügt.....

  • "Der zweite passte dann zwar, war aber für mich in seiner Fullcarbonbauweise auf dem Wasser viel zu hart und Gift für meine Gelenke."


    <=Lösung: Foilen mit Low-Aspekt Foil und Segel - butterweich, keine Schläge mehr. In der Halse zwischenlanden und wieder starten - keine Schläge auf die Gelenke mehr :-) vg, Boris

  • mir geht es nicht um besser oder schlechter , sondern wie genau welche Fertigung ist.

    Einerseits wird gesagt das Boards die in der Form gebaut werden genauer sind,

    Andrerseits lese ich das viele Slalomboard Fahrer ihre Boards nacharbeiten!

    Wenn ich etwas nacharbeiten muss dann kann es ja nicht sehr genau sein.

    Woher weisst du, dass Board XYZ überhaupt in einer Form gebaut wurde?

    Das sagt dir niemand, ausser beim Patrik AI!

    Und woher willst du wissen, dass ein Board mit Formenbau bei dir besser funktioniert als eines ohne?

    :bonk:

    Dieser Text wurde nach alter, neuer und eigener Rechtschreibung geschrieben und ist daher fehlerfrei!
    Tipp Weltmeister F1 2011 & 2013, Tipp Team-Weltmeister F1 2009, 2010, 2011, 2017!


    Check out:
    Surf-Wiki.com
    Windcraft-Sports.de


    Verbrauch derzeit:
    810081.png, mit C253.
    595812.png, mit R107.
    896532.png, mit E28.

  • Hm, viele der hier genannten Argumente für ein Custom kann ich schon nachvollziehen, es waren damals auch meine. Gerade wenn man auch mit einem Board auskommen möchte.

    Aber leider habe ich inzwischen die Schattenseiten eines Customs kennen gelernt, oder zumindest sah bei mir die Realität anders aus.

    Daher bin ich aktuell nicht mehr wirklich überzeugt.

    Ich hatte lang und reiflich überlegt bevor ich mir ein Board hab bauen lassen und ich habe sehr genau festgelegt, wie das Board sein sollte. Also die Fahreigenschaften, Windrage und die bevorzugten Reviere. Wichtig war auch das es stabil ist, da genau der Punkt "Weichtreten" für jedes meiner Serienboards das Ende bedeutete. Meine Wunsch war es überall in den wichtigen Punkten zu verstärken. Hierzu wurde mir gesagt, das brauchts nicht - das hielte auch so.

    Ich hab auch Volumen, Segelrange und Stance festgelegt. Und ja ich kann das beurteilen und ich schätze mein Fahrkönnen auch nicht falsch ein. Weiterhin sollte es in 6 Monaten fertig sein, da hier eine Surfreise anstand. Also alles keine Utopien...und bei weitem keine "Eierlegendewollmilchsau".

    So nun meine Erfahrungen mit meinem Custom: Das Board wurde genau einen Tag vor der Reise fertig mit Stress und 600 km Trip per Auto um es noch schnell abzuholen, natürlich passte dann nichts, Finnenschäfte, keine Finnenschraube. Zwischendurch beim Bau gab es übrigens NULL Infomation. Bereits beim Abholen erschienen mir kleine Details etwas unsauber, hatte mir aber sagen lassen, das sei nur "ehrlich" und es spart Gewicht nicht alles wegzuspachteln. Das bestellte Design wurde in Details verdreht, ok Peanuts. Weiterhin war das Board zum georderten Volumen (95l) schon optisch viel zu voluminös und ebenso war das Board breiter als im Auftrag. Mir fiel sofort die Wave-Position der vorderen Schlaufen auf (sehr weit innen), die ich so nie bestellt hatte. Aber einen Tag vorm Urlaub kann man dann halt nicht mehr zurück. Spezialität der Schmiede waren übrigens Wave-Shapes. Hatte auch mehrfach extra noch wegen der nicht vorhandenen Entlüftungsschraube gefragt - nö, sowas brauchts nicht hieß es....das Sandwich sei so gut, dass hier nichts passieren würde.

    Der erste Test war ziemlich wie erwartet, die vorderen Schlaufen passten absolut nicht zum boxigen Shape und ich verlor das Board fast bei jedem schnellen Heat über Kabbel, musste mit dem vorderen Fuß ständig nachsetzen um in der Schlaufe zu bleiben. Das Volumen lag wie schon vermutet um mindestens +10 Liter daneben - lediglich durch das geringe Gewicht fühlte es sich nicht "überfett" an. Klar, es lief ruhig, fühlte sich auch sehr straff an und agil, wurde wirklich höllisch schnell und kam Dank des hohen Volmens auch früh ins Gleiten und halste sauber, aber dafür war es nahezu ein Totalausfall beim Höhelaufen. Das war zwar nie als herausragende Eigenschaft bestellt worden, aber so ganz ohne auch nix.

    Ab dem zweiten Trip begann das Ding schließlich aus der Finnenbohrung zu tröpfeln. Sei alles kein Problem hieß es, kann nix passieren.

    Ja, bis dann nach genau 28 Monaten die Decksverschraubung (Finne) aus dem Deck brach. Das Ding tankte und musste trockengelegt werden. Die Reparatur wurde wieder am letzen Tag vor der nächsten Reise fertig (7 Monate später), wieder Stress bis zur letzten Minute - das Board wog jetzt 1,2 Kilo mehr und hatte durch die Verstärkungen im Heckbereich und das zusätzliche Gewicht andere Fahreigenschaften - jetzt fühlte es sich wirklich zu "fett" an und setzte spürbar ein, wenn es sich über Kabbel flach legte. Der Rocker stimmte einfach nicht mehr.

    Das Board wurde in den 28 Monaten wie noch keines meiner vorherigen Bretter gepflegt.

    Das "tolle" Kulanzangebot war übrigens nach 2600 Neupreis und Sprüchen wie "die Boards halten zwischen 5 und 10 Jahren: ....für 1600 bau ich Dir ein Neues.

    Meine Antwort: Für 1600 bekomme ich fast jedes Serienboard neu als Vorjahresmodell - die halten wenigstens 3-4 Jahre bei mir - Danke, aber Nein Danke. Wer sagt mir denn, dass das nächste Custom mir in 24 Monaten nicht wieder einen Urlaub versaut.

    Also mein Fazit: Viel Luft um nichts! in meinem Fall setzte man sich "gottgleich" über die Kundenwünsche hinweg, das hinterließ bei mir das Gefühl: "Du weiß eh nicht was Du brauchst"....

    Man versprach mir hohe Garantien innerhalb derer man mich vertröstete und als dann schließlich doch was brach löste sich das Garantie-Versprechen in Luft auf. Es wurden Termine und Zusagen nicht oder nur auf den letzten Drücker eingehalten und die Erreichbarkeit für Rückfragen ging gegen Null.

    Das soll jetzt wirklich nicht für alle Custom-Schmieden gelten - so aber waren halt leider meine Erfahrungen damit.

    Egal wie gut Customs sind, mir geht es beim Surfen um den Spaß und den fraß bei mir der ganze Frust mit dem teuren Board wieder auf - daher fahr ich jetzt wieder Serie. Mir ists den Ärger jedenfalls nicht mehr Wert, auch wenn Serie vielleicht die ein oder anderen Abstriche erfordert.

  • Doch 1L kan man merken wenn auch nicht Jeder bewusst und oft erst über mehrere Sessionen oder übers ganze Jahr. Und sonst macht man es 2 oder 3L. Man hat eben die Wahl, genauso um es ein Frühgleiter oder was auch sonst zu machen.


    Der Chakra ist gerade sehr einfach zu fahren, habe auch einige Schulen die den am liebsten nehmen als Brett zum Halsen lernen, vor allem in 95 bis 120L. Seit einige Jahre gibt es jetzt den V3 der noch mehr Richtung freeride geht. Ich meine zu erinnern das du das Chakra gebraucht gekauft hattest oder? Nicht als Custom speziell für dich gebaut nach Beratung was hier diskutiert wird? Wie lange ist das jetzt her? 6-7 Jahre? Und relativ günstig weil es zu dem Zeitpunkt schon einige Jahre alt war, in der HDD Version also etwas schwerer und noch ohne den Pretwist Finnen die es damals bei neue Bretter schon gab und ohne den Beratung die ich bei neue Bretter durchgehe. Das der Chakra schon beliebt ist sagt der schnelle Verkauf aus und du hast da bestimmt wenig Verlust gehabt oder? Ist noch ein weitere Vorteil das der Gebrauchtwert länger hält. Weiter ist es ja auch prima das du mit Serienbretter auskommst. Für manche werden die auch genau Perfekt passen. Muss man aber auch erstmal selber herausfinden welches.

  • Witchcraft Sailboards ,

    wie genau bekommst du die Vorgaben vom Kunden hin( Toleranzen) Liter ,Symmetrie usw?

    Es wird ja oft geschrieben das die Cobra Boards viel genauer als ein Custo sind weil sie in der Form gebaut sind.

    Auf dem Liter und mm. Wird ja alles CNC gefräst und bei mir auch CNC positioniert. Inkl Verstärkungen und Einbauteile die auf 0,1mm genau gefräst werden. Sandwichstärken kann ich auf dem 0,1mm angeben und werden abgezogen um den EPS Kern zu berechnen, inkl verdünnung von Sandwich richtung Nase.

    Aber sehe auch Bretter von anderen Custombauer die aufs Auge schon asymmetrisch sind und auch CNC gefräst würden, keine Verstärkungblöcke bei den Kasten haben und gar nur mit Glasballoons ohne Gewebe eingeklebt. Genau so sieht man aber Serienbretter die asymmetrisch oder verzogen sind. Entweder weil der Form von ein grob geshapetes Prototyp gezogen würde, der Form sich verzogen hat oder Bretter zu schnell aus der Form entfernt würde. Slalombretter sind da meist präziser als Waveboards. Auch da sieht man das Verstärkungsblöcke (die es zumindest immer gibt) oft nicht gut verklebt würden. Was aber meist nicht so schlimm ist das es ohne weiteres zum Schäden führt.

  • Egal wie gut Customs sind, mir geht es beim Surfen um den Spaß und den fraß bei mir der ganze Frust mit dem teuren Board wieder auf - daher fahr ich jetzt wieder Serie. Mir ists den Ärger jedenfalls nicht mehr Wert, auch wenn Serie vielleicht die ein oder anderen Abstriche erfordert.

    Bei mir ist genau der Spaßfaktor der Hauptgrund für (Semi-)Custom von Bouke.

    Der größte Spaßkiller ist für mich ein Schaden am Board und dass ich daher Zeit auf dem Wasser verliere.

    Insofern kann ich Deine Story und die daraus gezogenen Schlüsse absolut nachvollziehen, würde das aber keinesfalls auf alle Custom-Schmieden verallgemeinern.


    Mein erstes Witchcraft war ein gebrauchtes Shaman V1 88, das ich auf Teneriffa von einem Freund übernommen habe.
    Das Board habe ich nach Deutschland mitgenommen und kürzlich dank der kostenlosen(!) Vermittlung über Bouke für 700€ verkauft. Das Board war ordentlich gebraucht mit vielen Kratzern, hat aber genau den von Bouke empfohlenen VK eingebracht. Ein Haufen Kohle für ein 7,5 Jahre altes Waveboard.

    Über meine Nutzungsdauer hat mich das Board ca. 100€ pro Jahr gekostet.


    Anschließend habe ich das von Bouke oben erwähnte Haka ST aus England übernommen. Das perfekte Board für mich auf Teneriffa - flache Landungen, Felsen/Steine, Waschgänge, Schleuderstürze ist alles egal. Das Board werde ich niemals kaputt bekommen und immer gut verkaufen können - was ich aber wohl nicht machen werde, weil mir Bouke als Garantie-Service mein eigenes Design drauf gemacht hat. Das ging komplett reibungslos, ohne irgendwelche Fragen.


    Jetzt habe ich mir noch zwei neue bestellt und auch schon gefahren. Bin total begeistert (auch dank der ausführlichen Beratung) und das Gefühl, ein nahezu unkaputtbares Board zu fahren, hilft mir als alter Sack jedes Mal dabei, mich noch an neue Tricks ranzutrauen.

  • Jepp, Bouke, alles richtig. Du hast ein gutes Gedächtnis :thumbup:


    War zudem mein erstes Trifin. Wer weiß, vielleicht würde Ich heute damit besser zurecht kommen?

    Habe es damals daher auch extra 2 Jahre behalten und es wirklich probiert.


    Meine Anforderung an ein Custom wären identisch gewesen, da lief uns aber das wirklich sehr günstige Gebrauchte über den Weg. So war die Idee es erstmal so zu versuchen.


    Auch viele Shapedetails bei dir sind anders als bei anderen mir damals bekannten Boards, von den Schlaufen ganz zu schweigen. Es ist eben nicht einfach in direkte Konkurrenz zu schon sehr guten Serienshapes zu treten, dafür hast du ja auch einige Alleinstellungsmerkmale entwickelt die für Dich sprechen.


    Das finde ich auch super, für mich muss ein Board primär super passen vom Fahrverhalten her.


    Meine Anforderungen sind übrigens auch heute noch identisch, Fahrleistungen wie ein Freewave, aber 90l und nicht 85 oder 95, dafür besseres Drehen und die Beschleunigung darf geringer sein, da Segel von 3,7-5,3 eingesetzt werden, selten 5,9...


    Gerne auch leichter, dafür reicht mir die Cobra Haltbarkeit.


    Aktueller Favorit ist daher kein Freewave, sondern ein 89l Grip.

    Fahrleistungen ausreichend, dafür Drehen und Kontrolle phänomenal, habe es leider nie bei 4,2 oder 3,7 fahren können, sonst wäre sowas schon meins. Denke aber der funktioniert auch da super.


    Tja, vielleicht wird es zum nächsten Wechsel nochmal was?


    Grüße

    teenie