Custom vs. Serie. Sinn und Unsinn von persönlich angepassten Boards."

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  • Ich fahre Serien Slalomboards und ein Flikka Custom.

    Meine Serien Boards fahren beide Top, das Flikka fährt sich aber nicht schlechter oder besser!

    Entscheidend finde ich das ein Custom an die persönlichen Wünsche angepasst werden kann

    und das zumindest mein Flikka Slalom für mehr als eine Saison gebaut wurde!

  • Ja, genau. Eben nur bei niedrigen Geschwindigkeit weil irgendwann die Kräfte zu hoch werden das es unmöglich ist Schäden zu vermeiden. Felsen sind eben auch einiges härter als Bretter und man kann Bretter schwierig aus Fels herstellen. Also irgendwann muss was nachgeben und ist es schwierig da Garantie drauf zu geben. Der Punkt wo das ist kann sich aber trotzdem deutlich verschieben und kann von großem Nutzen sein für den Benutzer. Bei Windsurfbretter passieren ja viel häufiger kleinere oder größere Missgeschicke.


    Das gleiche beim Doppelloop. Mann kann das Brett so stabil bauen wie einem braucht mit ordentlich Polster unter die Fersen. Das ist denn nicht um das Brett zu schonen aber der Fahrer.

    Bart de Vries wiegt um die 106-110kg und wirft sich schon mal im Doppelloop:

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    Der Typ ist riesig, ich kenne kein Fahrer der schwerer für seine Bretter ist. Habe da auch einiges von gelernt. Am Anfang gingen da Sachen Kaputt an Stellen die ich nicht bedacht hatte. Seine XXHD Bretter sind von 92 bis 110L und wiegen von 7,2 bis 7,9kg. Er ist körperlich aber sehr stabil gebaut so das er kaum Fersendämpfung braucht trotz gelegentliche brutale plane Landungen die man in Pozo in 300m Entfernung noch hören kann bei 9bft. Seine Bretter sind 4-5 Jahre bei ihn und werden denn weiter verkauft mit Garantie.

    Zum Thema "normale Benutzung": Solange die Hersteller es nicht schaffen, wenigstens ein Handbuch zu liefern, bei dem der jeweilige Anwendungsbereich definiert wird, ist die Diskussion über normalen Gebrauch lächerlich.

    Eigentlich brauchte man dazu nur die entsprechende Werbevideos anschauen. Hämmern die vollgas über Chop? Sollte das 2-3 Jahre möglich sein. Es sei die offerieren 2 Bauweisen mit ein extrem Leichtbauweise mit eingeschränkte Garantie. Springen die Loops, Pushloops etc. in höhe? Das Gleiche.

    Ich sehe aber nicht so viel Unterschied in Haltbarkeit zwischen den leichtere oder schwerere Bauweisen. Meist reduziert sich der Unterschied auch nur auf dem Aussenlaminat und gibt es kaum Unterschiede beim Innenaufbau. Ein Loch kann man noch reparieren. Lebensdauer kommt aber von Innen.

  • Ich fahre Serien Slalomboards und ein Flikka Custom.

    Meine Serien Boards fahren beide Top, das Flikka fährt sich aber nicht schlechter oder besser!

    Entscheidend finde ich das ein Custom an die persönlichen Wünsche angepasst werden kann

    und das zumindest mein Flikka Slalom für mehr als eine Saison gebaut wurde!

    Wieviel wiegt dein Flikka Custom?

  • wenn ich mir die Werbevideos teilweise anschaue da wird mit Slalomboards auch mal gesprungen .

    Da könnte man als Kunde glauben das die solche Moves aushalten müssen.

    Und wenn ich lese das ein Slalomboard nur für eine Saison gebaut wird (Wegwerfartikel )

    warum sagt man das den Endverbraucher dan nicht genau so?

  • ......

    Und wenn ich lese das ein Slalomboard nur für eine Saison gebaut wird (Wegwerfartikel )

    warum sagt man das den Endverbraucher dan nicht genau so?

    das ist zumindest mein verständnis von einem wettkampfgerät - damit soll man gewinnen das ist absolute prio.


    aus den regeln (materialwechsel während der saison) lese ich raus dass das teil bei bestimmungsgemässem gebrauch eine saison halten sollte.


    da kommt dann eine streubreite dazu, fahrergewicht, fahrstil, einsatztage inkl. training, pflege etc.. das kanns besser oder schlechter machen.


    und das marketing sagt - hey - das neue board ist besser, kaufs.


    ich hab noch nie bei einer SL werbung was von besonderer langlebigkeit, nachhaltigkeit oder so gelesen.

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  • Aloha


    Ich bin ja ein großer Custom-Freund.

    Wenn ich mir alleine bei MoJo die möglichen Bauweisen anschaue finde ich das großartig. Ich kann mir das raussuchen was ich meine zu brauchen.


    Bei den Serien-Geräten gibt es da weniger Auswahl, v.a. weiß man nicht wie das nun ausgeführt wurde. Da heißt auch eine Bauweise schnell highresistent-irgendwas und ist nur Glas auf eps.

    Oder ein eigentlich flexibles wood-sandwich ist so dünn, dass es doch wieder nix aushält.


    Ich kann die Nöte der Industrie total verstehen, dass sie wirtschaftlich arbeiten müssen und das Produkt auch nur einen Preis haben darf, der auch bezahlt wird...alles klaro und vollstes Verständnis.


    Aber gerade da schlägt mMn die Stunde des customs, weil der Kunde genau das bekommt was er will und bezahlt.

    Natürlich bekommt er u.U. einen nicht ganz so erprobten Shape (wenn man mal von SL oder Wave ausgeht). Bei FreeRide dürfte der Entwicklungsunterschied nicht sooo riesig sein.


    Es hat beides vor und Nachteile und das ist auch gut so... ;-)

  • Hmmm...Haltbarkeit von SL-Boards...hhhmmm...ein weites Feld.


    Wenn ich mich mal so in meine Arbeitsrolle begebe würde ich mal sagen, dass ein an jedermann verkäufliches Board auch zum üblichen Gebrauch taugen muss.


    Wenn ich die Zahl der verkauften SL-Boards zu tatsächlichen regattFahrern oder innen (oder nur für den Regattaeinsatz angeschafft Boards) setzte, dann dürfte ziemlich sicher herauskommen, dass da doch seeeehhhr viele boards an Otto-N gehen, der ein Surfboard nichts als einjahresartikel begreift. Ergo müsste sich das board auch länger als ein Jahr halten.


    Mit dem Lamborghini-Vergleich wollte ich jetzt nicht kommen, keine Angst ;-)

  • da sind wir jetzt beim selbstverständnis des kunden - hast ja überall, normalverbraucher wollen rennski, rennboards usw usf.


    das ist ja solange ok, als die rahmenbedingungen dann nicht verbogen werden.


    es ist ja ohnehin ein gewisser trend feststellbar dass auch rennzeug besser kontrollierbar wird, aber auch da steht der zug zum sieg im vordergrund, denn auch pros bekommen manchmal kontrollprobleme;)


    und dafür wurden dann freeracer geschaffen - für all jene die nicht so trainiert sind, nicht die technik haben, oder eben 2h fahren wollen und nicht nur einen 5min heat. wer sich da falsch einschätzt ist selber schuld mMn.

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  • ich habe derzeit zwei customs im einsatz


    einen Frace 95 - der 100er war erst in planung und war mir für mich auch zu breit und zu nah am 110er

    einen Frace 110 - einfach weil die serie noch nicht lieferbar war ;) - ich wäre aber mit einem serienboard vermutlich genauso zufrieden

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  • Wozu noch so ein Thema? Wir haben das in über 30 Themen mehrfach durch.

    Dieser Text wurde nach alter, neuer und eigener Rechtschreibung geschrieben und ist daher fehlerfrei!
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    Verbrauch derzeit:
    810081.png, mit C253.
    595812.png, mit R107.
    896532.png, mit E28.

  • Ich war mit meinen Serienboards immer zufrieden, sowohl bezüglich der Fahreigenschaften als auch von der Haltbarkeit her.

    Allerdings muß ich gestehen dass ich Anfang der 80er Jahre auch ein Custom Made hatte, ein Local Motion aus Hawaii (Clark Foam, Polyesterharz und tolles Design). Eigentlich wollte ich damals ein Sailboard 295 kaufen (Doublewinger-Swallowtail, die Älteren erinnern sich :saint:), aber das mit dem Custom war Liebe auf den ersten Blick. Gekauft und viele Jahre lang einfach nur happy damit gewesen <3<3. Tolle Fahreigenschaften und einzigartig im Design.

    Da ich keine besonderen Ansprüche an die Haltbarkeit bezüglich Springen oder Welle etc. stelle (mache ich nicht), sind die heutigen Serienboards für mich und mein Fahrkönnen vollkommen ausreichend. Wenn Custom, würde ich wahrscheinlich in die Richtung Flikka (habe ich welche am Gardasee gesehen) oder Horney schauen, aber das ist meine ganz eigene bescheidene Meinung. Momentan ist da aber dank Totti kein Handlungsbedarf.


    Viele Grüße


    Dag

  • Ich finde es gibt jede Menge schöne und (für mich) passende Serienboards. Vollkommen im Dunkeln stehe ich jedoch dabei die Verarbeitung zu beurteilen. Da lese ich häufig was von "you get what you pay" und Cobra macht das so wie es die Hersteller bezahlen. Wie soll ich das von aussen beuteilen. Ist ein Fanatic nun billiger und schlechter gebaut als ein Tabou? Gibt es da Erfahrungswerte was die Qualität unter Deck betrifft?


    Dieses Problem hat man bei Customs i. d. R. nicht. Bei denen werden die Ausführungen im Innern detailliert beworben und besprochen.

  • @Dag: Ja, damals in den 80ern waren die Customs den Serienboards Gewichts- und Designmäßig (Form!) überlegen. Ich habe

    auch eines von damals, fuhr es mehr als 10 Jahre bis Ende 90er... so ein Finish hatte damals kein Serienboard.


    Heute ist das nicht mehr so, da zählen halt persönliche Vorlieben.

  • Dieses Problem hat man bei Customs i. d. R. nicht. Bei denen werden die Ausführungen im Innern detailliert beworben und besprochen.

    Und wie kontrollierst du das und kannst du überhaupt entscheiden, ob das, was dir da erzählt und beworben und besprochen wird, für dich Sinn ergibt?

    Und dann vertraust du einer Custom-Werkstatt, die wie viel Stück im Jahr baut?

    Nur weil du glaubst, ein Custom sei ausgereifter?

    Ist ein Flikka nun besser gebaut als ein Wark oder sonstwas? Wer soll dir das seriös beantworten?


    Dagegen steht Cobra mit jahrzehntelangem Knowhow und über hunderttausend Stück im Jahr. Wo jeder Mitarbeiter bereits tausende Boards gebaut hat.

    Wo der Shape seriös durch viele Teamfahrer mitentwickelt wurde.


    Zu guter letzt: Preis. Er wird ja selbst über die Auslaufpreise gejammert, aber dann willst du auf einmal das 2.5-fache hinlegen für ein Board, was auf den blauen Dunst gebaut wird?

    Was ist, wenn das Board nicht deinen Erwartungen entspricht, ob Graphic oder Shape?


    Es gibt noch dutzend weitere Punkte, aber all das steht jedes Jahr erneut geschrieben längst im Forum.

    Dieser Text wurde nach alter, neuer und eigener Rechtschreibung geschrieben und ist daher fehlerfrei!
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  • Django ,

    du hast es ja schon auf den Punkt gebracht, du hast ein Custom 10 Jahre lang gefahren und hast das Board immer noch!

    Ob das deine Serienboards auch schaffen?

    Und Gewichtsmäßig sind die Custom auch heute noch leichter wie man in der letzten Surf sehen kann.

    Das Flikka im Surf Test war das leichteste und das günstigste!

  • Custom würde für mich Sinn machen bei sehr niedrigem Gewicht mit akzeptabler Haltbarkeit (Lorch Platinum fällt mir da ein, aber keine Ahnung bezüglich Haltbarkeit, evtl. kann Stephan dazu mehr sagen) oder ein Board mit speziellem Design (Farbe). Bezüglich Shape würde ich mich aber (mangels Testmöglichkeiten) an Boards orientieren, die ich schon mal gefahren bin oder besessen habe.

    Gruß

    Dag

  • Was hingegen nirgendwo geschrieben steht, ist welche Hersteller denn bei Cobra hochwertiger bauen lassen und welche nicht.
    Da liest man immer nur Gerüchte und dies und das, aber knallharte Fakten gibts nicht.
    Da kann Cobra noch so viel Erfahrung und Kompetenz besitzen. Kaufen tut man am Ende eine Black Box, weil man eben nicht weiß wie gut das Brett gebaut worden ist.